Beiträge von Uwe

    Wieder mal: Danke für dieses unterhaltsame Podcastfolge!

    Mit der „Flash Gordon“-Serie verbindet mich eine Art Hassliebe. Ich habe sie damals, Anfang der 80er mit 12, 13 Jahren bis Folge 8 gekauft, obwohl sie mir eigentlich gar nicht besonders gefiel. Aber ich wollte halt wissen, wie es weitergeht.

    Von Folge 1 war ich noch regelrecht begeistert, weil darin soviel passierte. Erst später wurde mir klar, warum. Weil hier eben die Handlung des Films von 1980 präsentiert wurde, den ich damals noch nicht kannte.

    Ich habe den Film auch erst vor einigen Jahren erstmals gesehen, und war ziemlich enttäuscht von den zwar quietschbunten, aber doch - auch für die damalige Zeit - sehr schlechten Trickeffekten.

    Folge 2 fand ich dann ausgesprochen enttäuschend.

    Bei Folge 3 ging es dann wieder bergauf. Unheimlich viel Action und ständig neue Gefahren. ^^

    Folge 4 dann wieder etwas schwächer. Aber Elke Reissert als Prinzessin Carmen stach hier hervor und hat meine Phantasien als Pubertierender beflügelt. Es gab hier ja auch zwei ziemlich freizügige Momente, die man (wie ihr richtig sagt) bei Europa nicht gewohnt war: Einmal die Kussszene, und dann auch noch die, in der Carmen den Wächter „ablenken“ soll – was sie dann auch auf ihre Weise tut. Das lüsterne Stöhnen der Wache, das man hier aus dem Hintergrund hört, ging fast ein bisschen zu weit … :D

    Folge 5 wieder besser wegen des Szenarios auf dem Eisplaneten (man sieht, bei mir ging es immer Auf und Ab mit den Folgen).

    Folge 6 mit den albernen Riesen dann aber für mich bis dahin der absolute Tiefpunkt der Serie. :kopffass: Und eigentlich wollte ich damals mit der Serie schon Schluss machen.

    Als dann aber die Folgen 7 und 8 nach einer längeren Pause erschienen, bin ich doch noch mal schwach geworden. Beide fand ich dann aber so schlecht, dass ich sie nur ganz wenig gehört habe.

    Dass dann auch noch die Folgen 9 und 10 herauskamen, habe ich gar nicht mehr mitgekriegt. Zu dem Zeitpunkt war mein Hörspielinteresse offenbar vorbei. Ich habe sie bis heute nicht gehört.

    Fazit: Die Flash Gordon-Serie hatte bei mir das Pech, dass sie so ziemlich am Ende meiner ersten Hörspielphase erschien. Wäre ich jünger gewesen, hätte sie mich vielleicht mehr „geflasht“.

    Diesen Klassiker habe ich kurz nach Erscheinen (1979 oder 1980) kennen gelernt, als "Dracula trifft Frankenstein". Das LP-Cover fand ich immer sehr beeindruckend - auch wenn es natürlich ein wenig vom Cover von "Dracula - die Geschichte des berühmten Vampirs" abgekupfert war.

    Ich weiß gar nicht, was ich noch Lobendes über das Hörspiel schreiben soll, was nicht schon andere längst gesagt haben. Ein echtes Meisterwerk mit dem Europa-Traumpaar der 70er Jahre, Horst Frank und Brigitte Kollecker, die auf der Coverrückseite mit demselben Foto wie bei "Nessie" abgebildet waren - in einer sehr netten Pose. :]

    Ein grandioses Manuskript von H.G. Francis mit - wie schon bei "Nessie" - wieder herrlich witzigen Dialogen zwischen Tom und Eireen. Natürlich ist die Story hanebüchen - aber auf die kommt es hier nicht an, sondern auf die Atmosphäre. Und die ist großartig!

    Auch wenn Gottfried Kramer als Dracula nicht allzu gruselig war - Jo Wegener als irre Dr. Finistra und Ernst von Klipstein als Monster waren es umso mehr! Auch schon heftig am Anfang die Balkonszene mit Volker Bogdans Schrei, der ja (wie ich erst viele Jahre später erfuhr) aus dem "Teufel mit den drei goldenen Haaren" stammte.

    Wenn ich mich recht entsinne, fand ich das Ding als Kind beim ersten Hören ziemlich gruselig. Aber je öfter ich es hörte, desto mehr verschand natürlich dieser Eindruck. Und ich habe es wirklich sehr, sehr, sehr oft gehört, weil es bald zu meinen Lieblingshörspielen überhaupt zählte.

    Fazit: "Nessie" und "Dracula trifft Frankenstein" mit Tom Fawley und Eireen Fox gehören zum Besten, was in Sachen Schauerabenteuerhörspiel das Europa-Presswerk jemals verlassen hat.

    Ich finde es immer noch schade, dass es kein drittes, gutes Hörspiel mehr mit den beiden gab, sondern nur dieses merkwürdige "Duell mit dem Vampir", das ursprünglich wohl gar nicht als Fawley/Fox-Hörspiel geplant war sich auch nicht so anhörte.

    Nochmals danke an alle, die sich an meiner kleinen Umfrage beteiligt haben. :]

    Mein Fazit bisher:

    - Manche haben gar keine bewusste Hörspielpause gemacht, weil das Interesse nie richtig weg war.

    - Manche haben nur eine sehr kurze Pause gehabt, andere eine ziemlich lange.

    - Diejenigen mit Pause können sich meistens nicht mehr genau erinnern, wann die Pause einsetzte und welches damals die letzten Hörspiele waren, die sie gekauft haben - komisch, dass ich mich noch so genau daran erinnern kann, siehe mein Eingangspost :gruebel:

    Übrigens kann ich mich denjenigen anschließen, die hier geschrieben haben, dass ihr Interesse wieder ca. 2000/2001 begann. Die John Sinclair-Edition 2000 und die Edgar Allen Poe-Serie waren da bei mir die entscheidenden Auslöser. Von daher dauerte die Pause bei mir doch immerhin ca. 17 Jahre - d.h. die komplette Teen- und Twen-Zeit.

    Schöner Post! :thumbsup: Das Hörspiel mag ich auch sehr. :thumbsup:
    P.S. Hab mir erlaubt noch die LP Hülle hin zu zu fügen. :)

    Besten Dank! Und dann auch noch die schöne auditon-LP! Ich hatte das Hörspiel immer nur als maritim-MC.

    Smeralda: Wenn du es wirklich noch nicht kennst (was ich mir gar nicht vorstellen kann), kann ich es dir wirklich nur allerwärmstens empfehlen! Das ist ein wahrer Klassiker.

    Vielen lieben Dank schon mal an alle, die bisher geantwortet haben. :daumenhoch2:

    Da lag ich ja wohl doch ein bisschen falsch. Ich dachte immer, dass so gut wie jeder mal eine Phase hatte (mehr oder weniger lang), in der er/sie die Hörspielsammlung hat links liegen lassen. So kenne ich das jedenfalls aus meinem Bekanntenkreis.

    Daher war ich einfach mal neugierig, wie das bei euch so war. Aber vielleicht schreiben ja hier noch andere und irgendwem ging es doch so ähnlich wie mir. ;)

     


    Label: auditon (später von maritim neu veröffentlicht)

    Erscheinungsjahr: 1978

    Autor: Peter Bars (= H. G. Francis)

    Regie: Hans-Joachim Herwald


    Inhalt (spolierfrei):

    Angeblich sollen in keinem Seegebiet der Welt so viele Schiffe und Flugzeuge auf rätselhafte Weise verschwunden sein wie im Bermuda-Dreieck. Am meisten Aufsehen erregte 1945 das Verschwinden einer ganzen Flugzeugstaffel der U.S.-Air Force. Mit diesem Vorfall beginnt auch das Hörspiel.

    Captain Kneeshaw vom Militär (Rolf E. Schenker) und der Ozeanograph Marlow (René Genesis) werden Zeugen des Dramas, das sie aus dem Funkraum von Fort Lauderdale mitverfolgen. Der Kommandant der Fliegerstaffel meldet unglaubliche Dinge: Kompasse und andere Bordinstrumente funktionieren plötzlich nicht mehr, die Piloten wissen nicht, wo sie sind – und das Meer sieht weiß aus! Plötzlich reißt die Verbindung ab und die Maschinen verschwinden vom Radar.

    Wochenlang wird nach den vermissten Flugzeugen gesucht – vergeblich. Kneeshaw und Marlow erfahren, dass der Kommandant noch einen Funkspruch gesendet hatte, in dem er von Außerirdischen zu sprechen schien ...

    Fast 20 Jahre später, im Jahr 1963 treffen Kneeshaw und Marlow sich wieder und beschließen, gemeinsam dem Geheimnis des Bermuda-Dreiecks auf den Grund zu gehen. Auf Kneeshaws Schiff, das mit Hubschrauber und modernsten Geräten ausgerüstet ist, machen sie sich auf eine Expedition mitten hinein in das gefährliche Gebiet ...

    Kritik:

    Auf dem Cover wird das Hörspiel als ,,Science-Fiction-Dokumentar-Hörspiel" bezeichnet. Heutzutage würde man es wohl ein Mystery-Hörspiel nennen (nur gab es diesen Begriff 1978 wohl noch nicht).

    Ich lernte dieses Hörspiel ca. 1981 kennen und fand es unglaublich spannend! Ich fieberte mit, wie Kneeshaw und Marlow bei ihren dramatischen Erlebnissen auf dem Meer dem Geheimnis immer näher kommen und dabei mehrmals in Lebensgefahr geraten...

    Auch der Sprechercast ist hervorragend. Als Erzähler hat man Wolf-Dieter Strubel genommen, der damals (wie ich heute weiß) auch Radiomoderator beim NDR war. Er verleiht dem Ganzen durch seine Dokumentarstimme zusätzliche Glaubwürdigkeit. In Nebenrollen sind Rolf Mamero und Horst Stark zu hören. Aber vor allem sind es die beiden Hauptdarsteller Rolf E. Schenker und René Genesis (den viele vielleicht noch als "de Groot" aus die drei ??? und die rätselhaften Bilder kennen), die eine wirklich hervorragende Leistung abliefern.

    Autor des Hörspiels war H. G. Francis unter seinem Pseudonym "Peter Bars", der hier ein ganz tolles Manuskript verfasst hat!

    Ein Hörspiel, das mich nie losgelassen hat und das ich seit über 40 Jahren immer wieder gehört habe, und immer wieder hören kann.

    Vor einigen Jahren wurde es auf CD wiederveröffentlicht. :thumbsup:

    Hallo zusammen! :hutheb:

    Ich weiß nicht, ob es dieses Thema hier schon irgendwo gibt (falls ja, dann bitte diesen Beitrag gerne dorthin schieben).

    Jeder kennt das ja bestimmt: In der Kindheit begann die Begeisterung für Hörspiele, aber irgendwann – bei den meisten wahrscheinlich an der Schwelle zum Teenageralter – hörte das Interesse allmählich auf, und man wandte sich anderen Dingen zu.

    Mich würde interessieren, wann das bei euch passiert ist und welches die letzten Hörspiele waren, die ihr damals gekauft oder zumindest gehört habt, bevor eure „Hörspielpause“ einsetzte.

    Wenn ich so in meinem Gedächtnis krame :kinn:, muss das bei mir 1982/83 gewesen sein, als ich 12 bzw. 13 war. Damals waren Hörspiele fast nur noch auf MC erhältlich – zumindest von Europa - , und eigentlich gab es nur noch Serien bzw. Reihen. Damals lief bei mir ein schleichender Prozess des zunehmend schwindenden Interesses.

    Mit den drei ??? hatte ich schon bei Folge 23 (Aztekenschwert) Schluss gemacht, die TKKG-Hörspiele gefielen mir kaum (im Gegensatz zu den Büchern, die ich bis ca. 1981 regelrecht verschlungen hatte) und ich kaufte nur die Folgen, die ich als Buch nicht kannte. Über Folge 12 (Feuerteufel) kam ich dabei nicht hinaus.

    Ein paar der ersten Larry Brents nahm ich noch mit, und obwohl die sich ja eher an Jugendliche richteten, wollte sich keine echte Begeisterung bei mir einstellen. Daher ließ ich Macabros und die noch später erschienenen „Dämonenkiller“ gleich ganz liegen. Und auch mit den John Sinclairs von TSB machte ich nach 3 Folgen wieder Schluss.

    Ich verfolgte noch „Flash Gordon“ weiter (bis Folge 08 – aber eher aus Neugier, wie es weiterging, als mit echter Sympathie.

    Die allerletzten Hörspiele, die ich mir damals kaufte, waren wahrscheinlich die Edgar Wallace-Folgen „Der rote Kreis“ und „Der schwarze Abt“ von Europa. Die übrigen ließ ich liegen, weil ich die schon aus der maritim-Reihe hatte, die mir (fast) immer sehr gut gefallen hatte, und deren letzte 4 Folgen (mit Rolf Jülich als Captain Stone) ebenfalls 1983 auf den Markt kamen.

    Tja, und so war es dann erstmal vorbei mit mir und den Hörspielen.

    Bei einem Kumpel von mir dauerte das Hörspielinteresse noch etwas länger an, und so hörte ich bei ihm manchmal noch weitere Folgen der drei ???, Sinclair oder Larry Brent – aber innerlich verdrehte ich dabei immer die Augen. Das kam mir plötzlich alles furchtbar kindisch vor.

    Die einzigen Hörspiele, die ich in den 80ern und 90ern weiterhörte, waren die Van Dusen-Radiohörspiele vom RIAS, dessen 2 große Sendetürme in Berlin-Britz gleich bei mir um die Ecke lagen und wo ich jede neue Folge auf Kassette aufnahm. :]

    Soweit meine Erinnerungen, jedenfalls soweit ich sie mir zusammenreimen konnte. Wie war’s bei euch? Bin schon gespannt auf eure Stories! :winke:

    Es geht dieses Mal um 3 besondere Stimmen unserer jew. Kindheit.

    Da habt ihr euch ja wirklich 3 exzellente Beispiele ausgesucht!

    Horst Frank hörte ich das erste Mal entweder in "Nessie" oder "20.000 Meilen unter dem Meer" - beides Meisterwerke.

    Konrad Halver und Reinhilt Schneider habe ich zuerst in den Märchenhörspielen von 1970/71 gehört, glaube ich (muss so ca. 1974 gewesen sein, da war ich noch im Kindergarten). Darin haben beide ja auch oft gemeinsam gesprochen - und haben toll harmoniert! Ich denke da z.B. an "Die zertanzten Schuhe" und "Die Schneekönigin" - was für wunderschöne Umsetzungen! Kam diese Paarung eigentlich später wieder mal zustande, nachdem Halver von Europa weggegangen war? Ich wüsste nicht... :gruebel:

    Halver fand ich auch in "Der Geist im Glas" großartig. "Der kleine Muck" hingegen fand ich immer sehr traurig. :sad:

    Etwas später hörte ich ihn dann als "Siegfried" und natürlich als "Winnetou" (es gab nie einen besseren).

    Auch von der BASF kannte ich einige tolle Sachen mit ihm, z.B. "Aladdin und die Wunderlampe" oder "Die Schatzinsel". Von unzähligen gelungenen Nebenrollen (z.B. in "Isnogud, der Großwesir" als Trödler) ganz zu schweigen. Er war schon ein ganz ganz Großer! :bow:

    Bin gespannt, welche Stimmen ihr das nächste (heißt übernächstes) Mal besprecht. :winke:

    Sie haben es wieder getan! Die Schere wurde eingesetzt und mindestens ein Satz aus dem Hörspiel entfernt. Kurioserweise war besagter Satz zunächst noch enthalten. Mittlerweile aber (stand 12. Mai) ist nur noch eine gekürzte wie geraffte Version bei ARD Sounds vorzufinden.

    Mit Raffung meine ich, dass einige Musikstücke nun als Hintergrundmusik eingesetzt werden, wenn Hatch seinen Erzählerpart spricht. Vorher waren Musik und Sprache nebeneinander gestellt. Das bedaure ich sehr.

    Der gestrichene Satz lautet:

    Zitat

    "Ein gottverdammter nackter N*****! Bei unserm Gold!"

    Ich habe mir diese gekürzte Version jetzt auch mal angehört. Es fehlt noch ein zweiter Satz, und zwar von Jürgen Thormann, der ebenfalls das N-Wort benutzt, als er mit Van Dusen und Penny spricht.

    Auch mir gefällt dieses nachträgliche Zensieren von Hörspielen (aber auch Büchern und anderen Medien) überhaupt nicht. Da bin ich froh, dass ich die ungekürzte Fassung damals bei der Erstausstrahlung 1993 vom Radio auf Kassette mitgeschnitten habe und heute noch besitze. (und eine mp3-Fassung der ungekürzten Version habe ich zum Glück auch)

    Falls ihr es nicht mitbekommen habt; Manuel ist wieder einmal aus der Nationalmannschaft zurückgetreten :winke:
    Also bis in 4 Jahren dann, Manuel :salut:

    Manuel Neuer - der Howard Carpendale des Fußballs :applaus:

    Ich hab mich oft gefragt, ob der mit seinen 40 Lenzen überhaupt noch einen Draht hatte zu all diesen jungen Hüpfern. Das sah manchmal so aus wie Fußball am Kindergeburtstag mit Papa im Tor.

    Aber trotzdem: Über das nicht gegebene Tor in der Verlängerung bin ich immer noch sauer.

    Wieder mal: Danke für diese gelungene Podcast-Folge! :thumbsup:

    Wie ich schon oben schrieb, sind für mich auch "Hand" und "Hafen" unangefochten auf Platz 1 und 2. Und mit weitem Abstand folgt dann auch bei mir Folge 7.

    (Ich merke immer wieder, dass ich mit Markus sehr oft übereinstimme - wahrscheinlich weil er ein ähnlicher Jahrgang ist wie ich und daher auch eine ähnliche Hörspielgeschichte hat. :] )

    Ich lernte Folge 3 offenbar erst verspätet kennen - denn vorher kannte ich schon die drei ???, und daher fiel mir die gleiche Eröffnungsmusik auf - und ich dachte damals: He, die können doch nicht diese Musik nehmen - die gehört doch den drei ??? =)

    Ein ungeschicktes Detail aus Folge 3 könnte man noch erwähnen: Als Stubs und Barny die Männer am Fluss entdecken, gibt es einen Szenenwechsel - und als dann wieder zu den Jungs zurückgeblendet wird, wiederholen sie nochmal fast die gleichen Sätze, mit denen ihre vorherige Szene geendet hatte. Als ob Francis und Körting den Hörern nicht zugetraut hätten, sich zu merken, was kurz vorher schon zu hören war :kopffass:

    Ich war von Folge 3 so enttäuscht, dass ich eigentlich gar keine weiteren mehr haben wollte. Eher aus Mangel als Alternativen (wahrscheinlich weil es gerade nix Neues von den drei ??? und der Gruselserie gab), habe ich dann später trotzdem noch Folge 5 und 7 mitgenommen. 4 und 6 habe ich erst als Erwachsener kennen gelernt.

    Fazit: Eine Serie, die man nach den großartigen Folgen 1 und 2 besser hätte ruhen lassen sollen. Wahrscheinlich hat man sie nur deshalb fortgesetzt, weil die Fünf Freunde so erfolgreich waren und man sich dachte: Blyton funktioniert. Und weil man den enormen Erfolg der drei ??? noch nicht absehen konnte.

    Die französische Schauspielerin und Sängerin Claudine Longet ist am 14.05.2026 mit 84 Jahren gestorben.

    Ihre bekannteste Rolle hatte sie an der Seite von Peter Sellers in der Kultkomödie "Der Partyschreck" von 1968. Darin sang sie auch das Lied "Nothing to loose".

    Ihre ,

    1983 hat Hans Korte 4 Pater Brown-Geschichten für den BR eingelesen:

    - Die seltsamen Schritte

    - Das blaue Kreuz

    - Der Hammer Gottes

    - Der Unsichtbare

    Sie waren irgendwann später auf MC erhältlich. "Die seltsamen Schritte" und "Das blaue Kreuz" gab es dann 2004 auch als Diogenes Hörbuch auf CD (habe ich mir damals gekauft).

    Jetzt sind alle 4 (endlich) auch in ARD Sounds zu finden! Mir gefallen diese Lesungen außerordentlich gut, weil Hans Korte mit seiner angenehmen, ruhigen Stimme den Geschichten einen ganz besonderen Flair verleiht. Probiert's aus. :)

    https://www.ardsounds.de/sendung/kult-k…12a809f8b1971e/

    Gegen die Elfenbeinküste hat die Leistung gerade so ausgereicht. Aber wenn dann die richtig guten Gegner kommen?

    Im "Sechzehntelfinale" (hat es das überhaupt schon mal bei einer Fußball-WM gegeben?) kann zwar erstmal nur ein Gruppendritter auftauchen - aber auch der könnte es in sich haben...

    Die beiden ersten Folgen, "Grüne Hand" und "geheimer Hafen" von 1976, waren genial. In meiner Kindheit in den 70ern waren die auch sehr weit verbreitet, glaube ich. Einmal haben wir "grüne Hand" auch in der Grundschule im Kunstunterricht beim Malen gehört.

    Von der "grünen Hand" habe ich als Erwachsener auch mal das Buch gelesen, weil ich wissen wollte, ob das Hörspiel davon abwich. Aber soweit ich mich erinnere, war die Hörspielumsetzung sehr nahe an der Vorlage. Nur Stubbs' Hund fehlte im Hörspiel - obwohl er auf dem Cover abgebildet war.

    Die Sprecher waren auch sehr gut ausgewählt. Torsten Sense aus Berlin, Stefan Schwade, Susanne Wulkow und Friedrich Hey aus Hamburg. Mit dieser Besetzung konnte man damals praktisch nichts falsch machen.

    Die Manuskripte schrieb der gute H.G. Francis, der hier mal wieder auf einen Erzähler verzichtete - was eine sehr gute Entscheidung war!

    Die später nachgeschobenen Folgen hingegen mochte ich nie so recht. Da klang inzwischen Torsten Sense auch viel zu alt für seine Rolle. Und Lutz Mackensy musste wieder mal den dauer-gut gelaunten Erzähler mimen.

    Zum Ende der LP-Ära hast du ja bereits viele Gründe aufgeführt. Handlicher, unproblematischer im Handling. Für Kinder einfach besser geeignet. Auch km zu der Zeit der Walkman breit im markt an und MC-Lufwerke für Autos kamen immer preiswerter.
    Ende der 70er, so habe ich mal gelesen, waren es auch bereits 70% Anteil bei Europa mit MCs.

    Also ich habe bis 1981 weiterhin tapfer LPs gekauft. Allerdings habe ich diesen Trend zur MC natürlich auch wahrgenommen. Es wurde damals immer schwieriger, Hörspiele auf LP zu bekommen, weil viele Läden nur noch MCs führten.

    Aber ich wollte ja noch meine Meinung zu Teil 2 und 3 eures Podcasts zur Gruselserie loswerden.

    - Mördermumie: Insgesamt gut, allerdings war ich immer etwas verwirrt, was diesen Ali betrifft: Wurde er erschlagen oder erschossen? Und wurde er nur einmal getötet oder gleich zweimal? ;) Und die Schritte der Mumie klangen nach Stiefeln, anstatt nach Binden. ***

    - Gräfin Dracula: Sehr gut! Eine der härtesten und düstersten Folgen, wie ich immer fand. ****

    - Monsterspinne: Nicht der Rede wert, rangiert für mich auf dem allerletzten Platz.

    - Draculas Insel: Wieder sehr gut, auch wenn die Story rückblickend - wie ihr richtig sagt - hanebüchen ist. Dass sich einer der Beteiligten bei einer Rangelei als künstlicher Mensch entpuppt, hat Francis vielleicht ebenfalls (wie später den kompletten Weltraum-Monster-Plot) aus "Alien" entnommen. ***

    - Pakt mit dem Teufel: War mir immer etwas zu überdreht - zu viel Spuk, zu viele Dämonen auf einmal. Angelas Schrei-Szene peinlich. Und dass Meves zwei Rollen spricht, ist mir zwar schon damals aufgefallen - aber ich habe das einfach als eine der nicht eben seltenen Doppelbesetzungen abgehakt. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, hinter dem Busfahrer könnte der Leibhaftige stecken (trotzdem ist das ein faszinierender Gedanke :green:) **

    - Todesratte: Zuerst habe ich mich damals etwas geärgert, dass das Cover hier etwas ganz anderes versprach, als was dann im Hörspiel vorkam. Aber schon bald habe ich die Qualität dieser Folge erkannt. Düster, beklemmend. Und eine tolle Leistung von Donata Höffer, deren Stimme mir sehr gefiel. Schade, dass sie nicht noch viel öfter bei Europa zum Einsatz kam. ***

    - Monster: Hat mir nie sonderlich gefallen, weil hier eine der Hauptrollen ein Kindercharakter war. Das nahm - wie ihr ja auch gesagt habt - einen Großteil Spannung weg. Übrigens hätte eine tiefe Stimme wie Fiedler, Dahmen o.ä. altersmäßig gar nicht gepasst, denn Salaün ist ja noch nicht sehr alt. *

    - Werwolf: Ein Meisterwerk! Ihr habt alles wichtige dazu gesagt. ***** :bow:

    - Pop-Sounds: Die einzige Folge, die ich nie besaß. Musik interessierte mich damals einfach (noch) nicht. Ich wollte Hörspiele haben, keine Hörspielmusik.

    - Ungeheuer: Da schließe ich mich Markus an. Ich konnte nie mt dieser Folge warm werden. Die Dialoge zwischen den Protagonisten fand ich immer ausgesprochen künstlich und nervig. *

    - Zombies: Gut, aber nicht überragend. Die Gefahr, die von den Zombies ausgeht, wird nie richtig gut vermittelt - sie kommen auch in zu wenigen Szenen vor. Und ich habe in eurem Podcast auch nicht verstanden, weshalb ihr die Folge als besonders heftig und sogar indizierungsbedroht beschreibt. Ich fand sie nie besonders hart oder düster. :schulterzuck2:***

    - Weltraum-Monster: Francis hat hier den Filmplot aus "Alien" sehr gekonnt als Hörspiel verpackt - genauso wie er 1978 "Krieg der Sterne" zu "Krieg im All" umgeformt hat. Alles äußerst plagiatverdächtig :green: Aber (abgesehen vom recht albern klingenden Gegeifer des Monsters, das zum Glück nur auf Seite 1 vorkommt - ich frage mich bis heute, welcher Sprecher das war) ist das ein gelungener Schlusspunkt dieser insgesamt hochqualitativen Gruselreihe. ***

    - Nessie: Hatte ich nur als Einzelhörspiel, und fand es da immer genial. :thumbsup: Wirklich kein echtes Grusel- sondern eher ein Abenteuerhörspiel. Mich würde interessieren, ob es in der Gruselserienfassung mit zusätzlichen Sounds oder Musik zugekleistert wurde (dazu habt ihr im Podcast nichts erwähnt) - würde mich leider nicht wundern. *********

    So - es gab viel zu Schreiben, ich hab's angepackt. :winke:

    Nicht zu vergessen Jürgen Thormann, der hier eine ähnliche Rolle als eleganter Oberschurke hat wie 10 Jahre zuvor in "Wo steckt Prof. Van Dusen?".

    Tja, 1993 hatte die Reihe ihre beste Zeit schon hinter sich (es schmerzt mich als Fan, das so zu sagen), aber trotzdem gefallen mir hier vor allem die Dialoge zwischen Hatch und Possum (Brückner), der meines Wissens der erste Schwarze war, der in der Reihe überhaupt vorkam.