Moin zusammen!
Die neue Folge ging heute Nacht wieder pünktlich online.
Wie angekündigt, haben wir die 12x TKKG LPs besprochen.
Gruß, viel Spaß und einen schönen Sonntag,
MacHolister
Von TKKG kannte ich zuerst die Bücher. Bald nachdem sie 1979 auf den Markt kamen, habe ich die ersten gelesen und war ziemlich begeistert.
Eine moderne Jugendkrimi-Reihe, die in Deutschland spielte – so etwas hatte es bis dato nicht gegeben, und das war sicher der Hauptgrund für ihren Erfolg. Auch, dass es darin manchmal um soziale Probleme ging, die damals wirklich existierten (und teilweise heute noch existieren). Dadurch hatten die Bücher einen sehr realistischen Touch. Auch wenn natürlich die Konstellation (4 Kinder, 1 Hund) von „Fünf Freunde“ abgekupfert war.
Als dann 1981 die Hörspiele folgten, habe ich ein paar getestet, fand sie aber sehr enttäuschend. Mich störte, dass Francis immer die Szenen, die mir im Buch am besten gefallen hatten, einfach rausgekürzt hatte. 
Gleich im ersten Buch, das ich damals gelesen habe („Das Paket mit dem Totenkopf“) gab es ein bedrückendes Kapitel, in dem Tarzan einem alten Schulfreund begegnet, der inzwischen heroinabhängig ist und in einer heruntergekommenen Fixerwohnung haust. Das wurde im Hörspiel leider komplett weggelassen. Überhaupt kam Drogensucht als das Hauptthema des Buches im Hörspiel fast gar nicht vor. Der aufklärerische Zweck, den Kalmuczak mit dem Buch sicher auch verfolgt hatte, fiel dadurch unter den Tisch. Da ihr ja damals einen Buch-/Hörspielvergleich gemacht habt, hatte ich gehofft, ihr würdet das im Podcast erwähnen.
Auch in „Das leere Grab im Moor“ gibt es eine ähnliche Szene, nur dass es diesmal um Schnaps geht, den der zwielichtige Kioskbesitzer Funke an zwei Jugendliche verkauft, die sich damit im Park volllaufen lassen.
Auf mich wirkten diese Buchkapitel damals durchaus abschreckend und bewirkten, dass ich lieber die Finger von Drogen und hartem Alkohol gelassen habe. Danke, Herr Kalmuczak! 
Auch in anderen Büchern gab es Sequenzen, die zwar für den Fortgang der Handlung nicht unbedingt wichtig waren, die mir aber unheimlich gut gefielen, aber im Hörspiel fehlten (z.B. in „Das Phantom auf dem Feuerstuhl“ der Kampf zwischen Tarzan und Dieter Betz, oder in „Abenteuer im Ferienlager“ die Szene am Strand).
All das sorgte dafür, dass ich mich mit der Hörspielreihe nie richtig anfreunden konnte.
Autor Kalmuczak gefielen die Hörspiele übrigens auch nicht (auch das wäre eine kurze Erwähnung im Podcast wert gewesen). 
Und letzte Bemerkung: In Folge 13 („Die Bettelmönche von Atlantis“), die ihr so hochgelobt habt, gibt es eine ganz furchtbar ungeschickte Doppelbesetzung: Günter Lüdke spricht anfangs den Lehrer, der die Klasse über die Gefahren von Sekten aufklärt – und dann kurze Zeit später ausgerechnet auch den „kölsch“ redenden Mönch. 