Beiträge von Purzel

    Mehr als ein "Geht so" gibt es von mir für das Hörspiel nicht.
    Die Handlung ist schon ziemlicher Trash, wie die Forschungsmitarbeiter nach einander dran glauben müssen.
    Bei der Atmosphäre hätte ich mir gewünscht, dass noch besser vermittelt wird, dass das Geschehen im ewigen Eis spielt. Da kam für mich akustisch zu wenig.
    Die Szenen mit dem "Monster mit den Tentakeln" fand ich hingegen gut akustisch umgesetzt (Schreie, Schmatzen, Gegrunze...), in den Szenen wurde es dann auch richtig blutig und brutal.
    Ganz nach meinem Geschmack war auch das Ende, schön böse und gemein, das hat für mich gepasst.
    Leider waren fast alle Sprecher eher mittelmäßig unterwegs, da gab es noch ordentlich Luft nach oben.

    Lady Bedfort 93-Die Todesmelodie
    Ein Mann stirbt nachts auf der Straße an einem Herzinfarkt. Ein Schatten hat ihn zu Tode erschreckt mit einer seltsamen gepfiffenen Melodie. Lady Bedfort ahnt schnell, dass die Vergangenheit den Toten eingeholt hat. Er musste für eine schwere Schuld aus der Vergangenheit büßen und die Lady ahnt, dass noch andere Personen in Gefahr schweben.
    Mir hat die Folge ausgezeichnet gefallen. Sie ist ist sehr spannend, aber auch ziemlich tragisch. Für Lady Bedfort Verhältnisse ist die Handlung recht brutal, die Morde werden recht detailliert beschrieben. Sehr gut hat mir auch der Sprechercast gefallen. Gut gefallen hat mir, dass z.B. Dennis Rohling als Max mehrmals reichlich Emotionen zeigen darf. Auch der Auftritt von Santiago Ziesmer am Schluss des Hörspiels ist gelungen. Nach seiner Auszeit auf Malta macht ihm der Tod seiner alten Freundin weiter zu schaffen. Er macht sich Gedanken über sein Leben und spielt mit dem Gedanken Broughton zu verlassen. Klasse gefällt mir auch Maria Koschny als Jill, sie ist ein kleiner Wirbelwind und bringt neuen Schwung ins Leben von Lady Bedfort. Sehr überzeugend und eindrücklich fand ich Dagmar Dempe in ihrer Rolle, auch Markus Pfeiffer, Klaus-Peter Grap und Patrick Baehr liefern starke Auftritte ab.

    Lieber schulzi
    ich wünsche dir zu deinem heutigen Burzeltag das Allerallerbeste!!
    Lass es im hohen Norden mal so richtig krachen, feier schön mit vielen, lieben Menschen und lass dich von ihnen mal so richtig verwöhnen.
    Für dein neues Lebensjahr wünsche ich dir Gesundheit, viele schöne Tage und lauter interessante Gäste in deiner Plauderecke.

    :birthday3::ballons::troete:

    Die drei Fragezeichen und die brennende Stadt (Folge 166)
    Bei der Folge stimmen schon mal der Plot und das Setting: Kommissar Reynolds beauftragt die Drei ???, das Testament seines verstorbenen Bruders zu lösen. Das hat es mit einem vertrackten Rätsel in sich. Es geht um die Beute aus einem Bankraub und Justus, Peter und Bob verschlägt es an die Ostküste in eine Quasi-Geisterstadt, in der es seit einem Grubenunglück nicht mehr aufhört zu brennen. Leider fand ich die Szenen in der "brennenden Stadt" wenig atmosphärisch, da wurde reichlich Potential verschenkt. Stark ist der Schluss in dem verlassenen Bergwerkstollen. Hier hat mir die düstere Grundstimmung gefallen und auch das Aufeinandertreffen mit dem kriminellen Privatdetektiv Nash sorgt für Nervenkitzel und Gefahr. Überzeugen konnten mich auch die Gastsprecher. Wolfgang Draeger gefällt mir in der Rolle des pensionierten Kommissar Reynolds eigentlich immer gut, Saskia Weckler als seine (bis dato unbekannte) Nichte darf ihre guten und schlechten Seiten zeigen, Rüdiger Schulzki kommt ziemlich bedrohlich rüber und auch Sven Dahlem als etwas sonderbarer Alter hat mir gut gefallen.

    Inhalt: Hercule Poirot erhält einen undurchsichtigen Brief von einer alten Frau, aus dem nur eines klar herauszulesen ist: der Hilferuf. Noch bevor er etwas unternehmen kann, erscheint deren Todesanzeige in der Morning Post. Ein Besuch bei Inspector Sims bestätigt Poirots Verdacht: Amelia Barrowby ist vergiftet worden. Er macht sich auf den Weg zu ihrem Anwesen und trifft dort als erstes auf die Pflegerin, ein russisches Mädchen mit misstrauischen Augen. Mrs. Barrowby hat ihr einen Großteil des Vermögens hinterlassen, doch die Nichte der alten Frau und ihr Mann vermuten in der Pflegerin die Mörderin. Die Beweise für eine Schuld des Mädchens häufen sich - und nur der Garten erzählt Poirot eine andere Geschichte.

    Sprecher:

    Felix von Manteuffel Hercule Poirot
    Friedhelm Ptok Erzähler
    Jürgen Holtz Doktor Burton
    Susanne Heydenreich Miss Lemon
    Annabel Leip Dienstmädchen
    Abak Safaei-Rad Katrina Rieger
    Leslie Malton Mrs. Mary Delafontaine
    Udo Schenk Mr. Henry Delafontaine
    Michael Holz Inspector Sims

    Produktion:
    Autorin: Agatha Christie
    Übersetzung: Adi Oes
    Bearbeitung (Wort): Alexander Schnitzler
    Komposition: Henrik Albrecht
    Dramaturgie: Klaus Schmitz
    Technische Realisierung: Claudia Peycke, Rolf Knapp
    Regieassistenz: Constanze Renner
    Regie: Stefan Hilsbecher
    Südwestrundfunk/Mitteldeutscher Rundfunk 2006, Erstsendung: 23.07.2006

    Das Hörspiel gibt es im Rahmen des "Kein Mucks" Podcasts in der ARD-Audiothek: :download:

    Mir war das Hörspiel insgesamt von der Handlung zu wirr und konfus.
    Es wurde zu viel in die Handlung gepackt und damit hat man sich keinen Gefallen getan, das war einfach zu viel des Guten, da wären etwas weniger Themen besser gewesen.
    Die düstere Stimmung im Hörspiel konnte mich überzeugen.
    Auch bei den Sprechern habe ich viel Positives vernommen, herausgeragt haben für mich Anjorka Strechel, Elisa Schlott und Martin Brambach.