Beiträge von Isaak

    Ich mochte die frühen Folgen, und zu einem gewissen grad auch die Schattenwelt-Trilogie, aber ich bin mittlerweile ein bisschen allergisch auf diese verzerrte "generic demon voice" im Finale.

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    Der Teufel macht mir hier nicht so viel Eindruck, auch weil er abrupt ankommt und ein bisschen als "Gag" eingesetzt wird. Das nimmt der Szene Dramatik.

    Aber ich finde, hier gibt es einen schönen Umgang mit Nebenfiguren. Die haben genug Profil, dass man sie ernst nimmt, aber sie lenken nicht von der Haupthandlung ab.

    Yes! Die macht wieder Spass. Bei den letzten paar Folgen habe ich vieles nicht gelungen gefunden, diese hier macht dafür wieder vieles richtig: gutes, klar definiertes Setting mit eigenem Kolorit; Figuren, die was zu sagen haben statt nur ziellos zu kabben; ein klar umrissener Fall mit nachvollziehbarer Detektivarbeit; die Dialoge zwischen den Fragezeichen haben mit dem Fall zu tun. Die Grössenverhältnisse zwischen den Szenen stimmt, nichts wirkt überdehnt oder zu hastig erzählt. Eine der besten Folgen aus letzter Zeit. Eine ausgewogene Folge.

    Joa, hat sich gelohnt, Frank zu vertrauen. Gutes Hörspiel.

    Mein Problem ist, dass ich Fantasy in Büchern mag, wenn das World Building interessant ist, und in einem Einzelhörspiel bleibt da oft zugunsten des Plot-Vorwärtstreibens nicht die Zeit für. Aber die Folge hier hat mir Spass gemacht, deswegen probiere ich den Rest der Reihe auch mal.

    Keine Ahnung, ob das als "Spoiler" zählt, ich beschreib hier nur den Aufbau der Serie, keine Auflösung von Fällen oder so. Aber sicher ist sicher. Kurz: Für mich hat das vom Start weg gut funktioniert, ohne viel Anlauf- oder Aufwärmzeit. Und beim Titelsong muss ich jedesmal fett grinsen.

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    Die Serie ist so aufgebaut: Die Detektiv:innen und andere Leute, die ihren Weg gekreuzt haben, finden sich bei einem Autor ein und erzählen, damit der Autor die Fälle adaptieren kann.

    Anscheinend hat das Team sich auseinandergelebt oder zerstritten.

    In diesem Rahmen werden die Fälle erzählt. Die einzelnen Fälle kommen schon von Anfang an gut, und die stehen auch für sich. Was in der Rahmenhandlung genau abgeht, das erschliesst sich von Folge zu Folge ein bisschen mehr. Die Fälle sind relativ handlungsorientiert, während in der Rahmenhandlung die Figuren und ihre Beziehungen deutlicher erkennbar werden.

    Ich finde das originell, ohne zu konstruiert oder zu vertrackt zu sein, und es gibt der Serie einen schönen Zusammenhang, auf den man sich einlassen kann, wenn man will. Ich hör die gern mindestens 2 Mal, 1x mit dem Fall im Fokus, 1x mit Blick auf den Rahmen.

    "Das ist das Haus in Pacific Palisades, gar nicht weit von hier, in dem Thomas Mann ab 1942 gelebt hat. Er ist schon vor dem Zweiten Weltkrieg mit seiner Mutter vor den Nazis aus Deutschland geflohen."


    Höre ich das falsch? Steht das so im Buch?

    Julia Mann, geb. da Silva-Bruhns, ist 1923 in Deutschland gestorben und hat die Herrschaft der Nationalsozialisten nicht mehr erlebt, bzw. erleben müssen. Ich nehme an, hier werden Ehefrau Katia und Mutter Julia verwechselt.

    Das ist relativ peinlich in einer Folge, die etwas aus dem historischen Hintergrund machen will. So etwas kann im ersten Entwurf passieren, aber ein seriöser Verlag müsste da jemanden haben, der sich ein Manuskript durchliest und auf solche Sachen achtet.

    Wenn Verlage heutzutage solche grundlegende Qualitätskontrollen nicht mehr leisten können oder wollen, dann aber gute Nacht.

    Es handelt sich ja nicht um Geheimwissen, sondern um Informationen, die man in wenigen Sekunden rausgesucht hat, wenn man denn will.


    Ansonsten: Mittel. Tiefpunkt ist auch für mich die Szene im Park. Schlimmer als die Gemächlichkeit, mit der die Fragezeichen hier in einem scheinbaren Notfall aktiv werden, finde ich,

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    dass die beiden Schauspieler:innen sich dann aufregen. Haben die noch alle Latten im Zaun? Rennen einander mit Fleischermessern im Park nach und sind dann überrascht, wenn Passanten sich dabei was denken.

    Ich bin auch nicht von der Figur Mr. Lehmann überzeugt. Ich mag die Sprecherleistung, aber die Dialoge fühlen sich wie Zeitschinden an. Die Detektivarbeit ist hier mal grottig konstruiert ("Justus hat ein Bauchgefühl"), mal wieder besser (das mit den alten Briefen macht mir jedenfalls Spass).

    Aber Cotta akzeptiert mittlerweile auch ohne viel Hinterfragen, dass die Drei Fragezeichen einfach über dem Gesetz stehen...


    Aber immerhin, die Grundidee ist gut, der deutsche Autor im sonnigen Kalifornien. Seven Palms als Ort wird auch interessant eingeführt. Und der Musikeinsatz ist über die ganze Folge hinweg sehr gut.

    Wirklich eine der schwächeren Folgen für mich. Es fehlt mir die Balance, und der Sinn dafür, was man kürzt und was man länger macht. Am Anfang wird das richtig ausgestaltet, aber in der zweiten Hälfte geht alles so zackzack, dass die Settings, Geschehnisse und Figuren keinen Raum zum Atmen haben.

    Der Inselschauplatz mit den Sektenanhängern hätte doch was hergegeben für ein bisschen Atmo, aber das wird hier total verschenkt. Ausser ein paar Hinweisen auf total karikaturhafte Glaubensinhalte dieser Leute kriegt man gar nichts, was diesem Ort oder dieser Community eine eigene Stimmung geben würde. Man vergleiche da etwa "Die singende Schlange" (alte wie neue Version) oder die "Geheimakte UFO", da hat man (oft mit weniger Laufzeit oder Hin und Her) einen irgendwie greifbareren Eindruck von diesen Gruppen oder abgespaceten Weltbildern bekommen. Man hatte dort ein bisschen den Eindruck, in eine sonderbare Welt einzutauchen. Hier aber, Fehlanzeige. Diese Inselwelt fühlt sich winzig und ohne eigenes Leben an. Schade!

    Oh, sehr cool!

    Wenn's noch nicht zu spät ist:
    Mich interessieren so Schreibstrategien und so :)

    Mein Eindruck ist, dass das Setting gezielt zeitlos gehalten ist. Vielleicht wird das ja gelegentlich in der Zeit eingeordnet, aber viele Folgen kommen aus, ohne dass ich ganz sicher sein muss, ob wir jetzt eher im Jahr 1970 oder im Jahr 2000 sind. Auf was achtest du da beim Schreiben? Wie viel Absicht ist da dahinter? Oder ergibt sich das eher einfach im Prozess so? Gibt es eine "Serienbibel" (egal, ob aufgeschrieben oder im Kopf behalten), die ein bisschen den Grundcharakter der Welt von Seaport Secrets fixiert?

    Dass die Spinne einen Gehfehler hat und sich die Jungs darüber lustig machen sollen…

    Muss die Folge evtl nochmal hören, aber ich hab das nie so verstanden.

    Als Kind wäre mir das *nie* in den Sinn gekommen. Als Erwachsener, jetzt wo ich die Vermutung im Podcast gehört habe, denke ich, es ist sicher nicht eindeutig so, aber ich sehe, wie man das so interpretieren kann.