Beiträge von Milo

    Bei „Die Maske des roten Todes“ und „Hopp-Frosch“ hat es ja noch funktioniert (aber da hatte man ja auch den Corman-Film mit Vincent Price als Blaupause), aber der Rest war eher bemüht bis albern (vor allem Valdemar/Herz und Pendel/Amontillado; Rabe/Ligeia funktionierte wenigstens einigermaßen).

    Kann ich genau festmachen. Nachdem es bei den „Drei ???“ nach Folge 56 eine längere Pause gab, schlief auch das allgemeine Interesse ein, alte Folgen wurden nur noch gelegentlich vorgeholt, ab und an gab es mal ein HörBUCH (meistens die 3CD-Lesungen von Agatha Christie aus dem Hörverlag). Richtig los ging es erst wieder mit „John Sinclair 2000“, da dann allerdings auch erst mit der „Rückkehr des Schwarzen Todes“ sowie Lübbes „Edgar Allan Poe“. Und seitdem bin ich wieder dran, wenn auch mit wechselnden Lieblingsserien. Edi2000 hat sich mittlerweile erledigt, beim „Gruselkabinett“ bin ich - trotz vieler Enttäuschungen, aber auch einiger Lichtblicke - noch dran. „Sherlock Holmes“ verfolge ich nur noch über Winterzeit, Maritim verlor mich durch die KI und Titania durch die uralten Groschenromane. „Macabros Classics“ wurde leider eingestellt, „Pater Brown“ ebenso (Winterzeit) bzw. auf reinen Download umgestellt (Maritim), Winterzeits „Denkmaschine“ ebenso. Momentan zehre ich von Paketware aus POP-Angeboten (zuletzt Kosers „Van Dusen“ und „Morgan und Bailey“), aber mit ungebrochenem Vergnügen. Ein erneute „Ende“ scheint also nicht in Sicht…

    Ich würde mir ja so sehr eine Fortführung der Serie auf CD wünschen. Aber leider werden ja auch die beiden Sammelboxen (Folge 49-52 und 53-56) inzwischen für einen 10er bei Pop.de verramscht. Der Crossover mit "Mimi Rutherfurt" war wohl eine Ausnahme. Sehr, sehr schade, zumal "Mimi" ja nach wie vor auf CD erscheint (obwohl da nach wie vor die Lücke von 45-48 klafft).

    Und das WDR-Hörspiel zu "Der Name der Rose"! Das ist (Radio-)Hörspiel in Vollendung. Dem Zuhörer wird zwar einiges an Zeit und Konzentration abverlangt, aber dafür wird er mehr als reichlich belohnt durch eine atmosphärische, stimmige Bearbeitung und grandiose Sprecherleistungen, allen voran Heinz Moog, Pinkas Braun und Manfred Steffen. Daß die Nebenrollen dann mit seinerzeit eher seltenen Gästen im Hörspielstudio wie Lukas Ammann, Stefan Wigger und Richard Münch (ganz stark!) besetzt sind, ist dann noch das Sahnehäubchen. Lediglich zwei (unbedeutende) Kritikpunkte seien angemerkt: Michael Habeck in einer anderen Rolle zu hören, als er im Film spielte (auch, wenn er dort keinen wirklichen Text hat) verwirrt, und irgendwie fehlen mir Siegmar Schneider und Helmut Qualtinger. Andererseits war aber wohl auch die Intention, sich komplett vom Film zu emanzipieren (sonst hätte man wohl auch Gert Günther Hoffmann geholt), insofern - Meckern auf hohem Niveau. Ein echter Meilenstein des Genres!

    Dafür lasse ich sowohl den anstrengenden, dicken Wälzer von Eco als auch den starbesetzten und für sich genommen guten, aber teilweise dramaturgisch ungeschickt erzählten Film mit Sean Connery stehen!

    „An Evening of Edgar Allan Poe“.

    Ein ca. 55minütiger Fernsehfilm, in dem Vincent Price solo (und jeweils entsprechend kostümiert) 4 Geschichten von Poe erzählt. Rein filmisch ist das alles relativ schmalbrüstig, aber die gerippte Tonspur (mit der Musik und den entsprechenden Sounds) hat Albtraumqualitäten und steht der eigenen Lektüre in nichts nach. Wenn ich Poe pur und unverfälscht möchte, höre ich mir die an.

    Zumindest war das Skript im März 2026 (also vor drei Monaten) noch nicht fertig. Und solange sie das nicht melden (und das man aufgenommen hat), wird es auch nichts mit der VÖ. Wäre ja alles halb so schlimm. Aber es gibt Titel, Cover und teilweise sogar Bestellmöglichkeiten, ohne daß da in absehbarer Zeit mit Taten zu rechnen ist.

    Ich wüßte ja auch gerne, wer der Sprecher dieser einen mysteriösen Nebenrolle ist, die man schon aufgenommen hat. Ich tippe mal auf von Kurmin oder Naumann. Und jetzt hat sich das Skript in eine Richtung entwickelt, daß man zusätzliche Takes bräuchte - was aus verständlichen Gründen nicht geht. Aber man will es auch nicht einfach wegwerfen…

    Die haben einfach Angst, durch die ewigen Verschiebungen eine derart hohe Erwartungshaltung geschürt zu haben, der sie nie und nimmer gerecht werden können (womit sie vermutlich gar nicht mal so unrecht haben). Eine Doppelfolge von vielen, bei der man aber inhaltliche Schwächen nicht auf eine alte Vorlage und ihren seit langem verstorbenen Autor schieben kann. Um „Mayerling“ aus der Holmes-Reihe hätte es ähnliches Trara gegeben, wenn die immer wieder verschoben worden wäre. Und mein Gott, ICH fand die GANZ furchtbar. Wäre ich Marc Gruppe, würde ich zumindest für die Ausarbeitung eines raffinierten Plots eine KI bemühen.

    Die Plattenaufnahme habe ich auch, es gibt aber auch die entsprechende Bildaufzeichnung dazu, und wenn Erhardt dann seinem Chef, der ihn als Wahnsinnigen bezeichnet, nicht nur mit einem begeisterten „Na endlich!“ antwortet, sondern ihn auch noch an sich drückt und auf die Stirn küßt (was man bei der reinen Audioaufnahme nicht mitbekommt, oder der abgebrochene und neu angesetzt „Hallo, Taxe!“-Gag, das sind schon Momente, die mit Bild deutlich besser kommen.

    Milo Philine Peters-Arnolds ist in den richtigen Rollen großartig, man muss sie nur richtig besetzen.

    Der Fehler mit dem Pitchen ist mir aber auch negativ aufgefallen.

    Stimmt schon, ist ein ähnlicher Fall wie Santiago Ziesmer. Eher spezielle, nicht universell einsetzbare Stimme, die in speziellen Chargen (für die sie anscheinend oft bewußt gebucht wird - etwa bei Titania) zumindest mich ganz furchtbar nervt. Als deutsche Stimme von Joan Cusack durfte sie oft genug eine deutlich größere Bandbreite zeigen.

    Mir persönlich hätte es allerdings auch besser gefallen, wenn man Brügger die größere Rolle der Psychopatin gegeben und Peters-Arnolds in normaler Tonlage die Freundin hätte sprechen lassen.