Smeralda Danke für die klasse Recherche, jetzt freue ich mich noch mehr auf die Platte.
Beiträge von Rudolf Platte
-
-
Föhr und Kiel hören sich gut an. Danke! Muss mal meinen Terminkalender abgleichen.
Für mich ist Jens einer größten Schauspieler und Sprecher aller Zeiten - ich kann gar nicht in Worte fassen, wie gut ich diesen Mann finde und wie gern ich neben den ganzen DDF-Platten auch wenigstens eine seiner begeisterten und begeisternden Lesungen auf Vinyl im Regal stehen hätte.
-
Ich kann DDF immer öfter nicht mehr recht folgen, so auch hier. Ich verstehe es nicht: warum kann ich Hochliteratur ohne Fragezeichen auf der Stirn weglesen oder weghören wie am Fließband, aber bei DDF muss ich mir in letzter Zeit immer öfter eine Seite 10 mal anhören und checke immer noch nicht so richtig, was da passiert. Eine neue Form von Demenz?
-
Abgefahren, was muss dass für ein Kunstgenuss gewesen sein bei dem tollen Buch und den hochkarätigen Vorleser:innen! Ich hoffe, das sowas auch bei geringer Resonanz wie in diesem Fall künftig noch weiter stattfinden kann. Danke für den Bericht! Hab mir jetzt fest vorgenommen, wann immer Jens bei mir in der Nähe lesen kommt, lass ich ihn nicht hängen und geh hin…
-
Fällt mir zuerst die Stadt der Blinden ein, den Umgang mit den erblindeten muss man aber selbst hören
-
Ja schade, das trifft genau meine Empfindung… man spürt das Potenzial, aber leider auch, dass es nicht ganz ausgeschöpft wurde. Ein paar Folgen der Serie schaffen das - diese leider nur in den ersten Minuten.
-
Mir scheint , dass sich inzwischen manche Charaktere von Hörspiel zu Hörspiel doch recht auffällig ähneln, was den Eindruck der Erstellung nach dem Setzbaukastenprinzip erweckt. Natürlich könnte man sich auf diese Art noch hunderte klassische Horrorstoffe vornehmen, aber mein Interesse an der Serie schwindet allmählich aufgrund dieses mir etwas begrenzt erscheinenden holzschnittartigen Figurenarsenals. Bei den Frauenfiguren ist es mir besonders auffällig. Bilde ich mir das vielleicht auch nur ein? Auf der anderen Seite war das Hörspiel für sich allein stehend ja ein durchaus atmosphärischer Wohlfühlgrusel mit einem sehr starken Anfang.
-
Spirou und Fantasio - 2 - Eine aufregende Erbschaft(Carlsen Comics)
Der Band ist schon ein richtiger Kracher!
-
Oberlehrer Obermoos ist die Reihe, die mir wirklich am wenigsten gefällt.
Eigentlich höre ich immer nur wegen Bastian Pastewka und seinen Infos.
Gruß, FrankGeht mit ähnlich. Bastian Pastewka verkörpert für mich inzwischen für den klassischen Hörspielkrimi das, was Dénes Törzs in den 1980ern/1990ern mit seinem N3 Filmclub für den Filmklassiker schlechthin geleistet hat oder Theo Lingen in den 70ern mit seinen Einführungen in die Dick-und-Doof-Filme. Der eigentliche Contet musste gar nicht immer gefallen, aber die Ansage machte es trotzdem immer zu einem sehenswerten (oder jetzt hörenswerten) Event. Schön das sich der ÖR wenigstens noch im Podcast so einen High-Class-Ansager leistet. Dénes Törzs vermisse ich im Fernsehen trotzdem unendlich.
-
Gehört zu der Handvoll SH-Stories, die mich immer wieder erschauern lassen. Höre ich mir in jedem Fall auch in dieser Version an!
-
Das ist wirklich der Hammer! Absolut radiotauglich, zumal da ja schon seit Jahrzehnten nicht mehr Redakteure bestimmen was gespielt wird sondern ein Algorithmus. Generisch klingende Musik wird da also schon seit langem bevorzugt

-
Burg Schreckenstein?
-
Blue Wonder Nach 50 Folgen muss im Kreisliga-Kosmos von Blau-Gelb eigentlich wirklich jede Grätsche und jeder Stadion-Vandalismus durchgekaut gewesen sein. Wenn dann noch Logikfehler dazukommen, die die Charakterentwicklung von 100 Folgen ignorieren, wird es schmerzhaft. Wahrscheinlich sollte man wirklich nur die ersten Folgen als abgeschlossenes Werk betrachten und den Rest als 'Fan-Fiction mit zu viel Budget' ignorieren.
-
Anfangs war ich über ein weiteres Hörspiel der Reihe irritiert, doch „Kein Mucks“ steht diese Staffel offensichtlich ganz im Zeichen der „Queen of Crime“ – passend zum Agatha-Christie-Jahr und ihrem 50. Todestag. Da das Archivmaterial hier begrenzt ist, bleibt zu hoffen, dass uns die szenischen Lesungen von 2006 in ihrer Gesamtheit erspart bleiben. Stattdessen wären klassische britische Krimis von Zeitgenossen oder Nachahmern aus dem 20. Jahrhundert eine weitaus stimmigere Hommage innerhalb des Sendungskonzepts; „Mord mit Fortsetzung“ war da bereits ein Schritt in die richtige Richtung. Womöglich ist diese starke Christie-Präsenz aber auch nur als Schwerpunkt rund um ihren Todestag gedacht.
PS: von diesen typischen SWR-szenischen Lesungen kenne ich viele - ich weiß nicht warum mir da eigentlich immer eine reine Hörbuch-Lesung lieber wäre; Begeisterung lösen die bei mir nie aus… -
Und ihr reguläres Album „…lässt grüssen“ haben Fettes Brot zudem als DDF-Fall aufgezogen:
Echt waren übrigens auch mal bei DDF dabei

-
Das ging schnell Couchsurfer

-
Wenn Du so fragst
. Dann ich
.Stell dir vor, du bist ein großer Radiosender und fragst ein Mitglied einer Königsfamilie zu seinem 80. Geburtstag nach seinem größten Programmwunsch. Du erwartest Opern, Bach oder vielleicht ein bisschen Shakespeare – aber da liegst du daneben…
Die Preisfrage:
Welcher Royal schockte die Etikette-Experten, als er/sie sich zum 80. Geburtstag statt klassischer Musik lieber einen brandneues Kriminalhörspiel im Radio wünschte? -
@Markus G. Danke für die Einordnung, würde ich aber auch zustimmen können - bitte nicht übersehen, dass ich auch Selbstkritik übe an mir als Hörer. Und dass die ganze These etwas sehr provokant und überspitzt daher kommt, war Absicht. Die Geiz-ist-geil-Mentalität ist und war im künstlerischen Bereich immer zum Kotzen.
-
Es hat sich gelohnt, solange auf die neue Staffel zu warten! Ein Hörspiel besser als das andere - man hat die Pause über offenbar nicht nur Däumchen gedreht, sondern tiefgründig in den Archiven geforscht. „Kein Mucks!“ hat mir die letzten Wochen derartig versüßt! Die sind meiner Meinung nach noch nie besser in eine neue Staffel gestartet.
Und die Information über die Filmfassung bei diesem Hörspiel ist vielleicht mal ein echter Geheimtipp!!!
-
Wer heute in die Synchronbranche einsteigt, kennt es doch wahrscheinlich gar nicht anders, als allein in einer schallisolierten Zelle auf rote Lichter zu starren und Sätze im Sekundentakt ‚wegzudrücken‘. Für diese Sprecher ist das kein Verlust an Magie, sondern schlicht ein effizienter Job. Sie haben das echte, gemeinsame Spiel und das Reagieren auf das Gegenüber vielleicht nie am eigenen Leib erfahren.
Wenn man aber nie gelernt hat, was es bedeutet, eine Szene gemeinsam zu atmen, dann fühlt man sich auch nicht degradiert, wenn man nur noch isolierte Puzzleteile für einen Tonmeister liefert. Diese Zufriedenheit mit der eigenen Mechanisierung ist das eigentliche Drama. Die Branche hat eine Generation von ‚Vocal-Workern‘ herangezogen, die perfekt darin sind, wie eine KI zu funktionieren. Dass Netflix diese Leute jetzt durch echte Algorithmen ersetzen will, ist kein Angriff auf die Kunst – es ist nur das Ersetzen einer Simulation durch das Original.
Ich erinnere mich noch genau an das irritierende Gefühl, als die ersten, aus Einzeltakes zusammengeschnibbelten Hörspiele auf den Markt kamen. Mein Instinkt sagte sofort: ‚Wow, das ist echter Schrott!‘ Man hat die fehlende Chemie, die künstlichen Pausen und die mangelnde Räumlichkeit förmlich gespürt. Es klang unnatürlich, steril, seelenlos.
Aber heute? Heute hört man das einfach so weg. Eine ganze Generation von Zuschauern und Hörern ist mit diesem akustischen Fast-Food aufgewachsen und hält es für Gourmet-Qualität. Wenn das Ohr den Unterschied zwischen echtem Zusammenspiel und digitalem Flickwerk nicht mehr kennt, hat die KI leichtes Spiel. Netflix nutzt hier nur eine Marktlücke aus, die wir selbst geschaffen haben: Die Akzeptanz des Mittelmaßes. Wir haben uns an den Mist gewöhnt, und deshalb wird der Aufschrei über KI-Stimmen am Ende wohl nur ein kurzes Rauschen im Blätterwald sein. Wer den Schrott nicht mehr als solchen erkennt, wird auch die Maschine nicht als Bedrohung wahrnehmen.
Gibt es eine Lösung? Vielleicht, aber sie ist unbequem: Wir müssen weg von der Flatrate-Mentalität. Wenn wir wollen, dass Menschen wieder gemeinsam im Studio stehen und echte Kunst erschaffen, anstatt nur Datenfragmente zu produzieren, dann wird das teuer. Die einzige Rettung für den Berufsstand ist die Rückkehr zum Unkopierbaren – zum echten Ensemble-Spiel. Doch das setzt voraus, dass das Publikum bereit ist, wieder echtes Geld für echte Kunst auszugeben, anstatt für den billigsten Algorithmus im Abo-Modell. Solange wir Geiz geil finden, wird die KI das Rennen machen.