Beiträge von Gruselliebhaber

    Gruselliebhaber Danke für Deine Erläuterung. Klingt spannend welche Erfahrungen Du bereits sammeln konntest. Bist Du vom Fach oder manchmal Komparse?

    Als Kind gab es öfter Angebote als Komparse mitzuwirken. Mein Vater hatte beruflich einige Kontakte zum SWF und einer meiner Klassenkameraden, in der Grundschule einer meiner besten Freunde, dessen Vater war u.a. Darsteller und Sprecher. Er selbst ist mittlerweile Radio-Moderator beim WDR.

    Dann habe ich einige Jahre in der Medien & Entertainment-Branche gearbeitet. Hin und wieder wurde ich als Komparse/Kleindarsteller angefragt. Das habe ich dann aber beendet weil dies mittlerweile bei Berufstätigen über Lohnsteuerklasse 6 versteuert werden muss.

    @Markus G. Danke für die Infos und Sorry an Securitate falls Du dich wegen dem "Junge" diskriminiert gefühlt haben solltest.

    Nun, Hörspiele sind nicht die einzigen Medien, die ich erwerbe und konsumiere. Wenn da was ist, was einem nicht gefällt oder aus der Atmosphäre reisst, dann kann man meiner Meinung nach dann auch ohne irgendwelche Reue verspüren zu müssen einfach abbrechen. Wenn ich jedes Spiel, jeden Film oder jedes Buch beenden müsste, was ich angefangen aber aus einem triftigen Grund nicht beendet habe, dafür würden zehn Leben nicht reichen. Es ist aber auch schon passiert, dass ich mich förmlich bis zum Ende gequält habe, immer in der Hoffnung, dass es es doch jetzt gleich endlich "losgehen" müsse. Was wurde ich bitterlich enttäuscht.

    In diesem konkreten Fall war es eben die häufg auftretende Betonung, die ich als laienhaft empfunden habe. Nicht den Dialekt, den hab ich ehrlich gesagt so gut wie gar nicht wahr genommen. Genau so muss ich damals bei einem Theaterauftritts in der siebten Klasse geklungen haben. Meine damalige Lehrerin, die mit uns das Stück probte, sagte mir, dass ich mit meiner Betonung zu sehr gekünstelt klinge. Ich habs akzeptiert, dass ich es halt nicht kann und hatte auch kein Bestreben es zu erlernen. Gab somit das Theater spielen auf, Theater habe ich so oder so gemacht und auch das Angebot für eine kleine Syncro-Aufgabe bei unserem ansässigen Haussender, damals noch SWF genannt, abgelehnt. Bei einigen Dreharbeiten hatte ich hin und wieder doch mitgewirkt. So war ich u.a. in einer US-Serie zu sehen in der unter anderem Robert Mitchum und Sharon Stone tragende Rollen hatten, drehte zusammen mit einem mittlerweile zweifachen Academy Awards Gewinner. Letztes Jahr hätte man mich auf der grossen Leinwand, neben Ulrich Tukur sehen sollen aber ich sass leider nicht im passenden Kamera Winkel.

    Ich weiss, bei Hörspielen muss man mit der Stimme "Theater" spielen und Sätze sprechen wie man sie im "normalen Leben" niemals sprechen würde.

    Ich war neugierig was die anderen User hier über das Hörspiel schreiben, ob ich der einzige wäre, der die Sprecherin für ungeeignet hielt. Als ich dann gelesen habe, dass es sich um die Frau des (professionellen) Syncronsprecherrs handelte war mein erster Gedanke, da hat man wohl alle verfügbaren Ohren verschlossen um ja bloss den Profi nicht zu verärgen.

    Die Geschichte hatte ich vorgestern zum Einschlafen gehört. Zum dabei Einschlafen ist es jedoch nicht gekommen.

    Die Sprecher sind gut gewählt, dass einige Rollen (die der Mobber) zu alt klingen ist dem Umstand geschuldet, dass es halt nicht so viele jugendliche Sprecher gibt. Hier bin ich auf die "real Teen" Version gespannt.

    Die Enwicklung der Story fand ich passend, führt sie die Charaktere doch ohne Hast in die Geschichte ein. Einzige Stelle, die ich nicht so überzeugend fand, war "es geht in den Keller". Aber auch hier hatte mich dann die Darstellung von "Tom" überzeugt.

    Das Ende der Geschichte lässt Spielraum ob es ein Sequel geben wird. Ich bin gespannt!

    Alles in allem: eine sehr gut geschriebene und vorgetragene Geschichte, gerne mehr davon!

    Das Thema "Kopie" ist ja zum Topic des Threads eigentlich off-topic aber das möchte ich jetzt trotzdem los werden:

    Ich habe über 25 Jahre in der Entertainmentbranche (Musik, Film, Games) gearbeitet. Da sind die "verlorenen Umsätze" durch sogenannte "Raubkopien" nicht der Rede wert. Was da alleine schon an Missmanagement an Schaden verursacht wird. Vom Abzocken und kriminalisieren des ehrlichen Endverbrauchers möchte ich gar nicht erst anfangen. Raubkopien entstehen und werden auch sehr gerne an der Quelle verbreitet. Das sind dann auch nicht unbedingt die kostenlose Kopie für einen netten Kollegen.

    Zum Teil habe ich es selbst erlebt wie Produkte nachproduziert und damit Aktionen im Flächenmarkt veranstaltet wurden obwohl man wusste, dass man gar keine Lizenzen mehr dafür besitzt. Beim Sommerfest erzählte der damalige Geschäftsführer von seinen Erlebnissen in der U-Haft.

    Grosshändler lieferten Bootlegs an Videotheken. Videotheken selbst vermieteten die Kauf- und nicht die speziellen Mietversionen um Lizenzkosten zu sparen (die zum Teil schlicht überzogen waren). Produzenten von Hörspielen benutzten für Recording, Mastering und Duplikation Software ohne jemals die Lizenz erworben zu haben. Einer war sogar kackedreist und hatte ein GEMA-Siegel auf die Rohlinge drucken lassen.

    Es wurden auch wissentlich fehlerhafte Produkte auf den Markt gebracht, erst abgestritten und dann "aus Kulanz" später einen Austausch angeboten. Oder teilweise wurden Promos und Vertriebsmuster, die für einen bestimmten Kreis kostenlos waren, vor Release verkauft. Andere waren so frech und haben sich auf den Verteiler setzen lassen.

    Ein Kollege verbrannte eine knappe Million weil er ein Produkt entwickeln liess was in der Form illegal war. Erst ein paar Tage vor Release wurde das Produkt gestoppt, weil der Anwalt des Distributionspartners genau das gleiche sagte, was ich knapp 2 Jahre vorher schon intern anprangerte. Auch liess der ein gebrandetes Produkt für Europa entwickeln und ich sagte noch: besser die Finger weg lassen, das ursprüngliche Produkt war für Südamerika und ich würde tunlichst vermeiden da irgendwas zu machen weil der Lizenzgeber einer der ganz grossen ist. Prompt kam es dann auch so. Keine Woche, nachdem das Produkt auf dem Markt war, rief der VP Licencing Department aus den USA an und fragte was wir da angestellt hätten. Die FIFA (der Lizenzgeber) hatte bei ihm nachgefragt warum wir ein Spiel ohne deren Lizenz auf den Markt gebracht hätten.

    Meiner Meinung nach sollen mal die ganzen "Raubkopierer sind übelste Verbrecher" besser die Klappe halten. Denn die verursachen so gesehen den geringsten Schaden.

    Könnte man sich einen schwulen Helden vorstellen?

    Kommt doch auf das Hörspiel an sich an. Zur Sparte Erotik oder Comedy ist das vollkommen okay da die sexuelle Orientierung ja sogar wesentlicher Bestandteil der Story darstellen könnte. Da könnte ich sogar einige amüsante selbst erlebte Stories beisteuern.

    Für Krimi/Horror/Sci-Fi/etc würde mir jetzt aber nichts einfallen wieso jetzt das "schwul-sein" des Protagonisten für eine Story an sich eine Relevanz haben sollte.

    Auch hat "Schwule Helden" doch im Prinzip gar nichts mit üblichen Hörspiel-Konventionen zu tun. Alles was nicht relevant zur Story beiträgt ist aufgesetzt und unnötig.

    Nicht-übliche Hörspiel-Konventionen wären für mich Stories mit einem Plot-Twist, Mindfuck Filme fürs Ohr.

    Es geht hier offensichtlich nicht um Staatsgeheimnisse. Sondern ausschließlich ums Ego.

    Tschuldige, dass ich mich da einklinke aber je nach dem welche Position der Poster in der Firma hat kann das schon ein ganz schöner Einlauf werden. Klar sind das keine Staatsgeheimnisse aber wenn der PM was spitz bekommt dann gehts rein ums Ego des PMs.

    Gerade in der Musikbranche arbeiten sehr viele Sesselfurzer die von sich meinen sie wären "Künstler" (eigene Erfahrung durch vier Jahre bei einem Major).