Das ist sowieso etwas, was mich seit längerem stört: dass die Zahlen wenig ausdifferenziert werden. Selbst im Nachhinein. Die nackten Infektionszahlen sagen ja zunächst noch nichts über den Status der Gefährlichkeit aus. Das aber wäre ja wichtig zur Einordnung und sollte eben auch Grundlage bei einer Erwägung weiterer Maßnahmen sein.
Natürlich ist das nicht leicht zu bewerkstelligen, weil ein positives Testergebnis natürlich recht einfach zu verbuchen ist. Für die Frage, wie der individuelle Verlauf ist, der sich meist ja erst später (beim Tod sogar erst viel später) bemerkbar macht, wäre der Aufwand natürlich deutlich höher.
Dennoch fehlt mir da einfach die genaue Einordnung für eine realistische Bewertung der Lage. Da sollte studientechnisch nach anderthalb Jahren Pandemie mehr drin sein, finde ich.
Wenn 99% aller Infektionen symptomfreie oder milde Verläufe WÄREN, ergäbe sich daraus ja ein ganz anderes Bild, als wenn der Anteil an Hospitalisierungen drastisch höher läge.
Das stimme ich dir vollkommen zu! Zumal ich von Ärzten mit denen wir zusammenarbeiten weiß, dass gerade die Schnelltests (Antigen) eine Fehlerquote von über 50% aufweisen. Bei positiven Ergebnissen nicht selten 75%. Letztere müssen gemeldet werden auch wenn der PCR (sehr genau) ein negatives Ergebnis liefert. Das ist auch schon lange derPolitik bekannt, jedoch kann so eine „Negativstatistik“ bestimmte Einschränkungen rechtfertigen, obwohl sie nicht den Tatsachen entspricht! Solange es keine altersbezogene und mit Vorerkrankungen erhobene Statistik gibt wird alles in ein Topf geworfen und dadurch das Ergebnis wiederum weiter negativiert!
Ich kann mich noch erinnern: Im letzten Jahr hat ein Pathologe aus Hamburg 300 Leichen zwischen 68 und 90 untersucht. Sein klares Zitat: Das war nur noch der Tropfen auf den heißen Stein. Jeder Infekt, Grippe oder eine schwerwiegende Entzündung hätte die gleichen Folgen gehabt.
Ich finde es ja erstaunlich, das ich sowas jetzt schon mehrfach lesen musste...Im Gesundheitswesen- und bisher, oder bis vor kurzem ungeimpft?
Ich hatte ehrlich gesagt eigentlich nicht vor mich so schnell impfen zu lassen,
wurde aber eben durch meinen (damaligen) Arbeitsplatz im Gesundheitswesen mehr oder weniger dazu gezwungen.
Ich wurde nicht gezwungen, zumal ich mit Patienten und anderen Risikogruppen überhaupt keinen direkten Kontakt habe. Wir werden dreimal in der Woche getestet (Antigen und PCR). Ich habe mich letztendlich für die Impfung entschieden, weil meine Mutter und im Bekanntenkreis zwar alle geimpft sind, aber wer weiß inwieweit die Impfstoffe wirklich wirken und für welchen tatsächlichen Zeitraum.
Ich hatte anfangs erst vor mich auf Antikörper testen zulassen. Grund hierfür war, dass ich mit 14 Jahren die „russische Grippe“ hatte und mit 41Grad Fieber 14 Tage faktisch im Delirium lag. Als Kind bekam ich jedes Jahr die Grippe…nach der russischen-Variante nie wieder! Nur der Umstand das Impfstoff bei einer befreundeten Ärztin über war und ich Zeit hatte, hat mein Vorhaben geändert. Ich denke jetzt (mit über 50) im Nachhinein dass es doch so richtig war bzw. ist...