Beiträge von schelo

    Ist halt wie bei vielem anderen auch.
    Ich zahle ja auch Steuern für Dinge, die ich gar nicht nutze.
    Da geht z.b. einiges an die Kirchen, obwohl ich gar nicht in der Kirche bin.
    Die ÖRs bringen in meinen Augen auch viel Mist...Missen will ich aber vieles auch nicht.
    Wenn ich mir dann einige Private anschaue, graust es mir.


    Das größte Problem an der Diskussion ist für mich, dass die Befürworter des ÖR bei Kritik eine Entweder/Oder Sichtweise annehmen.

    Den meisten Kritikern geht es aber nicht um die Abschaffung des ÖR, sondern um eine Reform. Laut Wikipedia haben wir 2 ÖRs, die zusammengenommen 21 TV Sender, 70 Radiosender und 6 Mediatheken anbieten.
    Warum es überhaupt 2 ÖRs für den Bildungsauftrag benötigt, konnte mir bisher kein Befürworter stichhaltig darlegen.

    Schaut man sich die Programmstrukturen an, würde sich der Bildungsauftrag mit Sicherheit auch mit 5 TV-Sendern, 10 Radiosendern und 1 übergreifenden Mediathek bewerkstelligen lassen. Insbesondere wenn man sich anschaut, dass – wenn man Nachts durch die Republik fährt – man eh nur 1 Radioprogramm empfängt, nämlich das vom SWR.

    Außerdem kommen für mich 2 Kritikpunkte hinzu, die im Jahr 2022 so nicht mehr vorkommen sollten:

    1) Wichtige Dokumentationen werden in den Hauptprogrammen gerne zur nachtschlafenden Zeit versendet. Ja, in den meisten Fällen sind diese auch in der Mediathek abrufbar, dazu muss ich aber erst einmal wissen, dass es sie überhaupt gibt.

    2) Die Technik (und genereller Aufbau) der Mediatheken ist für die heutige Zeit ein Unding. Am besten kann man es immer dann sehen, wenn Filme/Serien zeitgleich in der Mediathek und auf einem Streaming Service a la Netflix vertreten sind. Auf Netflix & Co. 5.1 Abmischung und neben Synchro auch O-Ton inkl. (abschaltbarer) Untertitel. In den Mediatheken nur die Stereomischung, sowie die jeweiligen UTs konform zur Audiofassung (deutsche Fassung nur mit dt. UTs, franz. Fassung nur mit franz. UTs).

    Es ist schon heftig, wenn ich die mit meinen Beiträgen finanzierte Serie SLOBORN in der Mediathek nur in Stereo, auf Netflix aber mit 5.1 Mischung ansehen kann.

    Daher: ÖR auf jeden Fall beibehalten, aber stark abgespeckt und somit Beiträge um ein vielfaches niedriger.

    intensivregister.de/#/aktuelle-lage/laendertabelle

    Da kann sich jeder selbst ein Bild der Lage machen (nach Bundesland).


    Lieber Blue Dog,

    eigentlich müsste man deinen Post als Fake News melden. Zumindest aber als absolut übertriebe Panikmache. Was in meinen Augen schlimmer ist!

    Für all die Leute, die nur den Post und nicht die Quelle gelesen haben:

    Auf den ersten Blick hat Blue Dog recht. Fast 90% der Intensivbetten sind aktuell belegt. Schmeisst man diese Zahl in DIESEN Thread (in dem es nun mal um Corona geht) ohne Kommentar rein, werden einige vor Angst die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Ohne Grund!!

    Der Anteil von Coronapatienten an der 90 % Belegung beträgt gerade mal 5%. Oer andersherum gesagt: die 85% Belegung sind dem REGELBETRIEB der Krankenhäuser geschuldet, die ihre Intensivbetten schon allein aus finanziellen Gründen belegen müssen!

    Wären also irgendjemand in der Lage, mit einem Fingerschnippsen Corona aus der Welt zu schaffen, dann wären weiterhin 85% der aktuellen Intensivbettenkapazität genutzt. So wie es auch vor Corona war. Und nach Corona sein wird.

    Oder anders gesagt: Aktuell gibt es gerade mal 800 an Corona erkrankte Personen auf der IST. Blue Dog meint, eine Verdopplung ( = 1600 Coronaten) könnte unser Gesundheitssystem an den Rand des Kollaps bringen.

    In Jahren mit heftigen Grippewellen mussten eine Vielzahl davon auf der IST behandelt werden. Warum ist da unser System nicht zusammengebrochen? Warum hat da keiner Panik geschoben?

    Mag u.a. daran liegen:

    1) Die Krankenhäuser können sehr gut abschätzen, wieviel Betten sie mit „normalen“ Kranken belegen können.

    2) Die angegebene Intensivbettenkapazität lässt sich INNERHALB VON 7 TAGEN (!) um 50% (!!) erhöhen. Auch das sagt die Tabelle aus.

    Also: Geht mal wieder raus an die frische Luft. Trefft euch mit vielen Freunden. Unternehmt was lustiges. Aber lasst bitte das konstante Starren auf Zahlen am PC-Bildschirm sein.

    Euer Herz wird es euch danken.

    Exakt. Auch bekannt als Präventions-Paradoxon.

    Ich bin immer wieder erstaunt, dass das noch immer nicht allen bekannt ist, obwohl das ja nun wirklich oft erläutert wurde: Wenn ich die Katastrophe abwende, weil ich vorher Maßnahmen treffe, kann ich doch hinterher nicht sagen: Die Maßnahmen waren sinnlos, weil ja gar nichts passiert ist.

    Naja, so einfach ist das nicht.

    Denn es gibt ja keinen Vergleich, anhand dessen man beweisen kann, dass die Maßnahmen gewirkt haben (umgekehrt natürlich genauso wenig). Dazu hätte es ein "Klon-Land" von Deutschland gebraucht, bei dem man (a la Placebo-Gruppe) ohne Maßnahmen alles laufen lässt.

    Allerdings: Die Krankenhäuser waren ja je nach Region überlastet oder in anderen so leer, dass man Patienten aus dem Ausland aufnehmen konnte. Das spricht eher dafür, dass es ohne Maßnahmen auf jeden Fall zu einer Überlastung gekommen wäre.

    Wobei die Betten, die kurioserweise immer Diskussionsgrundlage waren, nie das Problem darstellten. Sondern das fehlende Personal. Und hier wurde - wie könnte es auch anders sein - in 15 Monaten Pandemie noch nicht mal der Stein gefunden, den man ins Rollen bringen müsste, um die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte (auch vollkommen unabhängig von Corona) zu verbessern. Klatschen muss halt reichen!

    Johnny habe ich übrigens so verstanden, dass man aktuell schon wieder von der drohenden Überlastung der Krankenhäuser orakelt, obwohl einerseits nch lange nicht alle Maßnahmen abgeschafft wurden. Andererseits mittlerweile der größte Teil der Bevölkerung geimpft ist. Und das ergibt keinen Sinn.

    Nur hat das ja nicht die Folgen, die es haben könnte, wenn sich Ungeimpfte unter den Gästen befänden, die dann möglicherweise wieder auf Intensiv landen würden etc.pp..

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Denn die geimpften Infizierten haben ja auch außerhalb des Events Kontakt zu anderen Leuten. Zum Beispiel zu ihren Kindern. Und damit fällt dieses Kartenhaus "2G verhindert sicherer die Überlastung der Krankenhäuser denn 3G" in sich zusammen.

    Letzte Woche habe ich meine Zweitimpfung bekommen. Bin also aktuell die Schrödinger Katze des Impfgeschehens. Großartige Nebenwirkungen hatte ich keine. Das bisschen hätte auch von in der Nacht falsch gelegen kommen können.

    Dafür hatte ich dann letzte Woche ein Erlebnis, dass ich teils amüsant, aber größtenteils einfach frustrierend fand:

    Ich war mit einem Kumpel (der bereits voll geimpft ist) in Kurzurlaub. Am 2. Tag wollten wir Nachmittags noch ein Bierchen trinken gehen. Was ich dabei nicht auf dem Schirm hatte: Mittlerweile gelten in dem Bundesland die 3G Regeln auch im Außenbereich. Weshalb ich dazu aufgefordert wurde, einen aktuellen Test zu machen (der vom Vortag war über 24 Stunden alt).

    Das Testzentrum war zwar nur 200m von unserer Lokalität entfernt. Brauchte aber um einiges länger als die eh schon als ungewöhnlich lang angekündigte Wartezeit von 25m. Was diverse Leute, die z.B. zum Flughafen mussten, auch sehr genervt hat.

    Während der Wartezeit saß ich auf einer von mehreren öffentlichen Bänken, die um den Außenbereich der Bar aufgestellt waren. Die Abstände zu den Barsesseln teilweise unter 1m. Das heißt, ich konnte mich problemlos mit meinem Kumpel (und den anderen Gästen, die das Prozedere – insbesondere unter diesen Umständen – einstimmig als Quatsch einordneten) unterhalten, dürfte ihm aber zugucken, wie er sein Bier trank.

    Von außen mag die Situation etwas witzig ausgesehen haben. Ich jedoch hatte in meinem ganzen Leben wenig Situationen, in denen ich mich so herabgewürdigt gefühlt habe.

    Du lebst in einem als frei geltenden Land. Hältst dich bereits an (teilweise mehr, teilweise weniger Sinn machende) Maßnahmen, lässt dich impfen und wirst im Endeffekt nicht anders als ein Bürger 2. Klasse behandelt.

    Dieses direkt daneben stehen aber nur zugucken dürfen hat etwas extrem degradierendes. Dabei ist mir wieder mal aufgefallen, wie sehr unser Fokus bei Corona auf den körperlichen Folgen liegt. Und die psychischen dafür viel zu wenig beachtet werden.
    Schaue ich mir dann noch an, dass trotz 2G-Regeln ein Spreader-Event herauskommen kann, fühle ich mich umso mehr verarscht:

    https://www.spiegel.de/panorama/muens…4a-c5001af2bce3

    Und ich blicke mit schaudern auf die nächsten Monate, evtl. kommende Booster-Impfungen und in welche Klasse Leute gesteckt werden, die dann wieder am Ende der Impfliste stehen.

    Hallo Hardenberg,

    sehr spannendes Thema.

    Ich habe hin und wieder geschrieben, wie schade ich es finde, wie wenig (die Betonung liegt auf „wenig“ nicht „gar nicht“!) sich die Hörspiellandschaft vom Rest der seit Jahren grandiose Blüten treibenden Pop-Kultur inspirieren lässt. Wenn man bedenkt, dass sich bereits in den 80ern ein Herr Francis recht gut an Film-Perlen wie TARANTULA und FORMICULA bedient hat, ist es extrem erstaunlich, dass mir ad hoc aktuell nur 2 Projekte einfallen, die etwas ähnliches gemacht haben: FAITH von BUFFY und MONSTER 1984 vom selben Zeitgeist von dem auch de Macher von STRANGER THINGS beeinflusst wurden.

    Was außergewöhnliche Helden (also zum Beispiel mit körperlichen Einschränkungen angeht), gibt es im Film/Serien-Bereich schon relativ viele Charaktere, die größer dabei sind.

    Eines der herausragendsten Beispiel ist DAREDEVIL. Ein blinder Pivatdetektiv!!

    Im Hörspielbereich fällt mir als vergleichbarer Charakter gerade nur David Gallun ein. Und der spielt nun weiß Gott nicht die Hauptrolle.

    Das mal so als Denkanstoß, da ich jetzt wieder an die Arbeit muss.

    Oh-jeh! - Ich weiß es doch auch nicht, aber finde es tatsächlich irgendwie echt recht früh zum nachlegen.


    Naja, ich kann jetzt nur von unserem Landkreis reden, weil hier ein Freund im Krankenhaus arbeitet und es außerdem ein recht gut geführtes Dashboard gibt. In den letzten 4 - 6 Wochen haben sich die Insidenzzahlen mehr als verzehnfacht (von 2,5 auf aktuell 37). Die Zahl der an Coronaerkrankten IM Krankenhaus hat sich in der gleichen Zeit überhaupt nicht geändert. Es gibt seit über 2 Monaten keinen Zugang. Dass deutet für mich ganz klar darauf hin, dass die Impfung wirkt, da die Verläufe nicht gravierend genug sind, um ins KH zu müssen.

    Es wurde eh schon gemutmaßt, dass man ähnlich wie bei der Grippe sich seinen jährlichen Piekser holen kann. Dann wahrscheinlich (wie auch beider Grippe) mit angepassten Impfstoffen.

    Ich rechne nicht damit, dass es dieses Jahr in Deutschland zu großartigen Booster-Impfungen kommen wird. Und fände es besser, wenn wir überschüssige Impfdosen an andere Länder abgeben würden, die sie viel dringender benötigen.

    Hallo Hardenberg,

    leider sehe ich uns doch weiter entfernt als du vielleicht denkst. Denn du gehst von einer theoretischen Welt aus, die es halt nunmal nicht gibt. Denn in der Praxis gibt es zwar Untersuchungsausschüsse – und dass auch nur zu einigen der oben genannten Fälle -, diese führen aber zum größten Teil (von Bauernopfern abgesehen – dazu gleich mehr) zu keinen wirklichen Konsequenzen.

    Die von dir aufgeführte Situation in Afghanistan ist das beste Beispiel bzw. wird es sein:

    In den meisten Artikeln, die man zu lesen bekommt, wird erst einmal dem BND die Schuld zugeschoben. Einzig in diesem Spiegel Artikel (ich habe zumindest keinen anderen gefunden) wird angesprochen, dass der BND bereits Ende letzten Jahres darauf hingewiesen hat, dass es in Afghanistan nicht so laufen wird wie geplant:

    https://www.spiegel.de/politik/deutsc…39-0c62767a3202

    Meine Glaskugel sagt mir jetzt, dass der Chef des BND in den kommenden Monaten das Bauernopfer werden wird.

    Meine Glaskugel sagt weiterhin, dass den Abgeordneten der CDU/CSU, SPD sowie AfD, die im Juni den Antrag der Grünen, frühzeitig mit der Evakuierung des afghanischen Personals zu beginnen, fast geschlossen – AUS PRINZIP – abgelehnt haben (und damit zumindest IN MEINEN AUGEN die Mitverantwortung an Toten in Kabul tragen), keinerlei Konsequenzen drohen:

    https://www.stern.de/politik/auslan…--30660992.html

    Und weil hier die so gut wie die gesamte Regierung diese Entscheidung getroffen hat, akzeptiere ich hier nicht mehr die Mär vom individuellen Versagen. Hier liegt strukturelles Versagen vor! Und dies nicht zum ersten Mal!
    Und genau deswegen habe ich auch kein Problem mehr mit dem „die da oben“.

    So, und nun wäre ich - wie du - dafür diese derailing postings entweder in einen anderen Thread zu verschieben, damit hier wieder zum Thema zurückgekehrt werden kann. Oder uns auf ein freundschaftliches „agree to disagree“ zu einigen.

    Ich möchte nicht in der Haut einiger Akteure stecken.


    Sorry, ich weiß, eigentlich sind politische Diskussionen nicht gewollt (was auch eine gute Entscheidung ist), aber das kann ich so nicht stehen lassen.

    Das Politikerbashing kommt ja nicht nur wegen Covid, sondern aktuell natürlich primär, weil die Presse – wahrscheinlich wegen der anstehenden Wahlen – mal aufrechnet, was noch so alles war.

    Man braucht aktuell nur die vielfältigen Berichte über die Lage in Afghanistan zu lesen und bekommt mehr als genug Beispiele, wo es in den letzten Jahren zusätzlich noch gehakt hat. Hier mal eine kleine Auswahl:

    - Cum-Ex Skandal
    - Wirecard-Skandal
    - BER Debakel
    - Berateraffäre vdL (mit anschließender Weglobung ins höchste Amt Europas)
    - verschlafene Pflegereform
    - verschlafene Rentenreform
    - verschlafene Klimapolitik (aktuell: Ziele für 2030 und 2040 nicht mehr zu halten)
    - verschlafene Digitalisierung

    Keine Ahnung, wie es bei euch ist, aber ich arbeite nebenher noch als Grafiker. Wenn ich Mist baue, indem ich z.B. ein wichtiges Element vergesse oder falsch nutze (z.B. einen falschen EAN-Code einsetze), was simpel und einfach ein menschlicher Fehler ist, dann kann es sein, dass die gesamte Auflage nochmal hergestellt und ich dafür die Kosten übernehmen muss. Kosten, die mein Entgelt um ein Vielfaches überschreiten können.

    Jeder einzelne Politiker hingegen, der etwas mit den o.g. Punkten zu tun hatte, steht IM SCHLIMMSTEN FALL mit einer monatlichen Pension von EUR 4.800,00 da. Denn andere (negative) Konsequenzen fallen mir aus den letzten 16 Jahren nicht ein.

    Wenn – egal, wie unfähig man sich anstellt – die schlimmste Konsequenz daraus besteht, dass man evtl. den alten Job verliert, unabhängig davon aber bis zum Lebensende EUR 4.800,00 gezahlt bekommt, was sind nochmal die Gründe dafür, nicht in deren Haut stecken bzw. deren Job machen zu zu wollen?

    Bei unserem Kreis in Hessen zog sich das ganz schön hin. Meine Mutter – mit 81 Prio 1 – bekam ihren 2. Pieks erst Anfang Juni.

    Bis dahin konnte ich mich noch nicht einmal registrieren.

    2 Wochen später ging es dann und letztes Wochenende wurde ich auch endlich über die Termine informiert: Ende Juli und Anfang September.
    Weil es im ersten Halbjahr so extrem langsam lief, bin ich nicht von einer Impfung vor Spätherbst ausgegangen. Jetzt wird es wohl doch schneller gehen.

    Bin mal auf meine (Imun) Reaktionen gespannt.

    Na bumm, für mächtige 25 Euro nur zwei CDs statt vier plus T-Shirt bekommen, während jemand offensichtlich seine Existenz verloren hat.


    Sorry, GrimReaper, aber diese Aussage finde ich echt daneben.

    Den meisten wird es wie mir nicht um die 25 EUR gegangen sein, sondern um die Art wie es ablief.

    Vor etwas über 2 Jahren habe ich selbst mit 2 Kollegen eine Kickstarter-Kampagne gemacht. Und wir haben unheimlich viel Arbeit in die Kalkulation gesteckt. Nur um letztes Jahr zu merken, dass die Kickstarter-Einnahmen die Kosten für Erstellung der Goodies nicht reichte. Und zwar ganz gewaltig. Wir hätten uns eine mittlere vierstellige Summe SPAREN können, wenn wir einfach allen Backern, bei denen noch Goodies ausstanden, deren gepledgte Summe zurückgezahlt hätten.
    Stattdessen haben wir in den sauren Apfel gebissen und es durchgezogen.

    David hat – wenn ich mich richtig erinnere – nichts von den beiden Optionen gemacht.

    Nach der VÖ der beiden CDs hat ihm klar sein MÜSSEN, dass es nicht für die 2 weiteren Projekte reicht. Und dann wäre das mindeste gewesen, sich an die Unterstützer zu wenden, zu sagen wie es ist und einfach um Entschuldigung zu bitten.
    Stattdessen Funkstille.

    Und damit hat er den Backern den Stinkefinger gezeigt und allen nach ihm kommenden Newcomern einen Bärendienst erwiesen. Denn wie man an den Reaktionen hier lesen kann, werden es sich einige Leute gut überlegen, ob und wen sie in der Zukunft unterstützen. Und das ist ein eklatanter Schaden für die Hörspielszene an sich. Denn hier geht es nicht mehr um den materiellen Verlust von ein paar Euro, sondern um den ideellen Wert von Hörspielen, die nun evtl. wegen dem vorgenannten Zwiespalt nicht mehr produziert werden/worden sind.

    [expander]Ich bin ebenfalls kein Freund davon, wenn Geschichten in Rückblenden erzählt werden. Die wenigsten Autoren bekommen am Ende noch einen Twist hin, der den Spoilereffekt aufhebt. Absolutes Negativ-Beispiel für so etwas ist GHOST OF MARS von Carpenter.

    Allerdings gehört Ivar für mich zu den wenigen Autoren, bei denen ich glaube, dass sie am Ende ein As aus dem Ärmel zaubern.

    Zumal die Ghostbox an sich schon eine Wildcard darstellt, mit der man die ganze Geschichte wieder auf links drehen kann.

    Zum Beispiel: Wenn ich mich noch richtig an die erste Staffel erinnere, so hat dort Lena mehrfach den Effekt, dass sie nicht mehr in der Lage ist zwischen Realität und Ghostbox Erinnerungen zu unterscheiden. Sprich, ist sie jetzt in Heidelberg oder Berlin. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, wird dieses Dilemma auch nicht wirklich aufgelöst.
    Will heißen, mit den Möglichkeiten, welche die Ghostbox bietet, lässt sich viel als „ist nur in der Matrix passiert“ erklären. Ich hoffe SEHR, dass dies NICHT der Abschluss-Twist ist.

    Hinzu kommt, dass wir in Staffel 2 nur stark lokal begrenzte Infos erhalten. Mir ist nach Hören der 2. Staffel nicht genau klar, in welchem Land/Kontinent sichdie Handlung abspielt. Wenn unsere beiden Protagonisten einen Tempel im Dschungel besuchen, erinnert mich das an Mittel- oder Südamerika. Der Rest dann eher eine europäische Großstadt (speziell wegen den Namen der Charaktere). Das alleine passt nicht so ganz zusammen. Einzig, das China anscheinend eine Vormachtstellung hat SCHEINT man heraushören zu können.

    Aber was ist denn auf den anderen Kontinenten los? Afrika, Australien Atlantis?

    Es könnte daher gut sein, dass Kim Isaac eine Art DDR gegründet hat (bloss viel Größer). Aber es immer noch freie Länder gibt, die Widerstand leisten.
    [/expander]

    Der guten Ordnung halber sei angemerkt, dass ich die erste Staffel kaum noch im Kopf habe. Und die 2. Leider mit viel zu vielen Unterbrechungen gehört habe, um hier noch alle wichtigen Details geitig parat zu haben.

    Wirklich begeistert hat mich die Nachricht, dass jetzt Prequels produziert werden, nicht. Ich bin kein Fan von Prequels, denn als Zuschauer hat man halt schon im groben eine Idee wie die Serie enden wird.

    Hinzu kommt, dass ich seit ein paar Jahren eine Entwicklung bei den Drehbüchern feststelle, die mich echt frustriert: (trifft auf Filme meist genauso zu wie auf Serien):
    Es scheint keinen Wert mehr auf innere Logik gelegt zu werden. Da werden plot twists reingehauen, die nur noch dazu dienen, die Folge 2 – 3 Minuten zu verlängern, es werden „Fehler“ reingebracht, nur um für Schockmomente zu sorgen oder die Handlung weiter voran zu treiben. Und das schlimmste ist, dass sich diese „Fehler“ mit 2 – 3 Sätzen im Drehbuch vermeiden ließen.
    GoT war in den Anfängen eine wohltuende Ausnahme. Und man merkte leider ab Staffel 5, wie die Drehbuch-Autoren von Martins Vorlagen zu eigenen Ideen übergingen (weil die Buchvorlage nicht mehr vorhanden war).

    WESTWORLD war (bzw. ist es in meinen Augen noch) eine weitere Ausnahme, denn hier wurden die Drehbücher bis ins kleinste Detail durchkonzipiert. Und das dürfte Nolan zuzuschreiben zu sein.
    Es hängt also stark von den Showrunnern ab, ob dieser eine Kritikpunkt wieder auftritt. Da es aber nur sehr wenige Leute gibt, die auf jede Kleinigkeit achten, habe ich da so meine Bedenken.

    Fazit: Wenn schon, dann hätte ich gerne ein Sequel gesehen. Zum Beispiel DIE ABENTEUER VON ARYA STARK. Im aktuellen Fall werde ich wohl mal einen Blick riskieren. Aber ich bezweifle, dass die Macher jemals wieder so ein Suchtpotential wie bei den ersten 4 GoT Staffeln erreichen werden.

    Falls es nicht nur deutsche Hörspiel sein dürfen, so hat die BBC grandiose, modernisierte Varianten von 2 Lovecraft-Klassikern vertont:

    The case of Charles Dexter Ward
    https://www.bbc.co.uk/programmes/m000jkrn/episodes/guide

    The Wisperer in Darkness
    https://www.bbc.co.uk/sounds/play/p07w0ltx

    Aus irgendeinem Grund ist CHARLES DEXTER EWAD aktuell nicht abrufbar (außerdem werden nun 18 Folgen genannt. Ich habe aber nur 10 - GRrrrrrr)

    Ich denke, die Frage lässt sich nicht komplett mit Ja oder nein beantworten.

    Ich würde mal schätzen, dass das Gros der Leser/Hörer/Zuschauer bei einem absolut typischen Krimi (sprich, ein Mordfall) die Überführung des Täters wünscht. Man braucht eine Katharsis, die Welt soll wieder in Ordnung sein.

    Schwieriger wird es beim zweithäufigsten Geschehen: Dem Diebstahl.

    Im ersten Moment wird vielleicht auch jeder sagen: Ja, der Täter soll überführt werden. Aber da hängt es schon wieder stark von den Umständen ab. Schließlich sind auch Heist-Geschichten Krimis. Aber hier fiebern wir eher mit den Tätern mit.

    Daher denke ich mal, dass es mir wie vielen gehen wird: Mein moralisher Kompass kommt ins Spiel, der sich halt nur teilweise mit der rechtlichen Seite deckt.

    Ist jemand unschuldiges betroffen, so möchte ich, dass der Täter gefasst und entsprechend bestraft wird (vielleicht sogar mehr als nur entsprechend). Trifft die Tat aber den/die Richtige(n), darf der Täter gerne den Fängen der Justiz entkommen.

    Hin und wieder auch im wahren Leben.

    GNachdem ich am Freitag mit einem Freund über die Holy Horror Serie gesprochen hatte, habe ih mich heute mal auf die Suche nach Infos gemacht und mir mal die letzten beiden Seiten des Threads durchgelesen. Um dann auf die Seite von Holy Horror zu gehen, um dort evtl. mehr rauszukriegen. Aber schlauer bin ich jetzt nicht.

    In der Theorie kann man dort bereits alle 50 Hörspiele bestellen. In der Praxis kann ich im Bestellformular für keine einzige Folge die Anzahl von 0 auf 1 (oder mehr) ändern.

    Besteht die Möglichkeit mich mal kurz aufzuklären, was es damit und mit der ominösen App auf sich hat?

    Aus dem Thread hier habe ich zumindestz mal rausgelesen, dass man sich wenig Hoffnung auf eine CD-Veröffentlichung machen kann. Aber ich konnte auf die schnelle auch keine weitere Bezugsmöglichkeit (Download, Stream etc.) finden.

    Obwohl ich mehr als genug andere Sachen zum Hören rumliegen habe und außerdem weiterhin wegen der VÖ- und Informationspolitik das HB-Männchen mache, habe ich gerade wieder angefangen BURNS zu hören (bezeichnet man das jetzt eigentlich als schizophren?).

    Vor 2 – 3 Jahren habe ich das schon mal gemacht und mir damals (zumindest noch am Anfang) zu jeder Folge Fragen notiert, die sich für mich aus der Handlung ergeben haben (und ohne dabei mein bereits vorhandenes Wissen miteinzubeziehen).

    Eine Frage treibt mich seit dieser Zeit um, denn sie ist eine Henne/Ei-Problemfrage:

    Wenn ich mich recht erinnere nutzen die Fahlen ja Kinder, welche auf die andere Seite gebracht wurden, als Botschafter, da sie dies selbst noch nicht können.
    Da stellt sich mir die Frage, wie sie das jemanden kommuniziert haben, der dann für sie die Kinder entführt. Bzw. wie sie ihren Minions beigebracht haben Wolframtore zu bauen.

    Gab es dazu irgendwelche Erklärungen? Hab ich etwas überhört?