Schau an, seit meinem letzten Auftritt hier hat sich tatsächlich nichts an dieser Stelle getan. - Erstaunlich! Oder auch nicht...
Nun denn. Endlich in Falkenfels angekommen, spitzen sich die Ereignisse um Die Abenteuer der Letzten Helden - 046 - "Die graue Ernte", die sich schlagartig und eigenwilliger denn je auszubreiten scheint, dramatisch zu. Vielleicht nicht ganz so dramatisch wie Amon die immer mehr um sich greifende oder soll ich besser sagen, ergreifende Nähe seines selbsternannten Liebchens Mina zu begreifen scheint. Apropos scheint. Das alles scheint meinen aktuell absoluten Lieblingscharakter "Guildenstern" absolut nicht zu jucken, der die Flucht vor der "Armen Leute"-Seuche mit seinem Adjutanten Rosencrantz nach vorne antritt und sich mit Ziel Babylon schön durch die Lappen macht.
Ob die von Sonnenpass angekarrte Medizin den gewünschten Erfolg zu erzielen mag ist mindestens genauso fraglich wie und mit welcher Wucht die der Seuche angehefteten Truppen zuschlagen werden. Um all das irgendwie noch in den Griff zu bekommen, werden wir in dieser Folge wirklich von einem Ort zu anderen gejagt und erfahren Unterstützung in vielerlei Hinsicht. Einen nicht zu unterschätzten Anteil hat dabei mal wieder ein Luftdrachen, dessen Besitzer merklich angepisst ist, ob der Tatsache nun keine lukrativen Kurierfahrten durchführen zu können und stattdessen unsere lustige Reisetruppe zum Wurzelwald zu kutschieren; dem Sturm entgegen.
Die Reise dorthin ist wieder einmal unglaublich stark inszeniert und verlangen den Schauspielern alles ab. Die Atmosphäre die sich dort auftut ist wirklich legendär. Derweil entwickelt sich zwischen Sir Dobeus und Lady Shizané ein längst überfälliger Moment der Zweisamkeit. Ersterer war übrigens auch der "Tippgeber" zum möglichen Heilmittel aus dem Wurzelwald.
Ein paar Schaukelminuten und meterhohe Stürze später kracht es aus nicht nur aus einer wirklich witzig anmutenden Pflanzenkanone; nein. Auch die Worte von Cornelius Hawenschein entsprechen einer gesunden Mischung an mehr oder weniger absurd anmutenden Ansichten und Erwartungen. - Handwerklich werden hier wieder unglaublich starke Musikstücke eingespielt.
Währenddessen fliehen immer mehr Ratten aus Falkenfeld dessen Herrscher immer noch mit Abwesenheit zu glänzen vermag und bei dessen Frau immer noch nicht klar ist, in welchem Zustand sie sich wirklich befindet.
Eine wahre Pracht stellt hier übrigens ´mal wieder die unglaublich breit aufgestellte Vielfalt an Ortswechseln dar, die zu Beginn sogar ziemlich innovativ von Sciotilus in Szene setzt werden.
Und kurz bevor ich einen vom Deja-Vu behafteten Moment vom Wurzelsepp aus der Mutterserie erfahre scheint in mir die Erkenntnis zu wachsen, dass das Aufsuchen des heilige Ort eine Reise nicht wert zu seinen scheint; dummes Menschenpack. Um es mit den Worten von "Hawenschein" zu sagen. Dieser wiederum ist ein Charakter der wirklich Spaß macht; der alte Kautz.
Währenddessen hat die gute? Mina wirklich alle Seuchenhände voll zu tun und sie kann einem ob dem fast schon von Verzweiflung getriebenen Versuch, fast schon Leid tun. Möglicherweise entwickele ich an dieser Stelle doch den Gedanken, dass das Mädel eine wahre Bereicherung für unseren Schwertschwinger und dem Team sein könnte; schauspielerisch habe ich sie dabei schon lange in mein Herz geschlossen.
Trennung - Echt jetzt? - Ja, denn wie sagt man so schön? - "Quid pro quo" - Soll heißen. Amon, Saphira und Iris retten den Wald und greifen sich mit per Ferndiagnose von Tib das Herzblatt ab, während Selbiger den Kochlöffel an der Seite des Waldhüters schwingt. Ereignisse geben sich die Klinke in die Hand und...waoh...das dem Hörspiel zugrunde liegende Skript ist unglaublich stark geschrieben.
Über allem schwebt im wortwörtlichem Sinne meine geliebte Iris, die erneut als Schwachrohr fungiert.
Ein paar Löffelumdrehungen später und noch bevor sich alles zum möglicherweise Guten zu wenden scheint, schlägt die Geschichte ´mal wieder einen völlig anders gelagerter Weg ein und offenbart dass es noch lange nicht vorbei ist. Alles und jedes dreht durch, der Wald erwacht zum wahren Bösen und machen eine Rückkehr nach Falkenfels fast schon unmöglich.
Scheiße! - Ein korrumpierter Mammutbaum? - WTF! - Flucht nach vorne, bzw. nach oben...
Kurze Momente später bin ich einfach nur noch erfüllt von Emotionen, die sich in einer unglaublich hohen Anzahl von Vielfalt in mir breit machen und unmissverständlich klar machen, dass "Die Abenteuer der Letzten Helden" unumstößlich die aktuell beste Hörspielserie am deutschen Hörspielmarkt ist.
Nach oben geht es jetzt aber erst einmal mit der Tochter des Diamos und ihrem Ritter....ääähm Reiter Amon während eine Kanone treffsicher ausgerichtet wird. - Feuer!
Doch noch immer steht die Frage im Raum: "Wird es für eine Heilung auch in Falkenfels reichen?" Und über all dem schwebt immer noch die wirklich fiese Kooperation der bösen "Schwestern", die völlig losgelöst von der Seuche die Ewignacht vorbereiten...
