Meine Erfahrung mit Labeln ist „schlagt was vor, vielleicht nehmen wir es“, nie „wir bräuchten von euch XY“
Beiträge von Interplanar
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zweimal Udo Schenk dabei, den ich mir von Anfang an gewünscht habe. Natürlich bei der Romantruhe, wo er in meinen Skripten...taadaa Überraschung...den Bösewicht gibt
Wünsch sich den doch zur Abwechslung mal jemand in einer absoluten Menschenfreund-Rolle.

Zumindest als Nicht-Schurke hatte ich ihn in „Ender‘s Game“.
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Wer mich kennt, weiß, wie selten das vorkommt -- aber hier hatte ich beim Gegenhören der Endmischung tatsächlich
nichts zu Meckernkeine Verbesserungswünsche mehr. -
Aber das ist wohl Wunschdenken.
Das ist wohl wahr.
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Gestatten, Piefke - Folge 2 - Die Katze von Köpenick
Oliver Stritzel als Walter Piefke, hm, ich finde, er spielt manchmal, er liest manchmal, total wechselhaft, kann sein, dass ich das alleine so empfinde.
Oliver Stritzel ist selbst dann nicht immer für eine Rolle zu begeistern, wenn die Rolle viel "Fleisch" hat. Also nicht ein Sprecher, der seine eigene Regieleistung mitbringt (im Gegensatz zu Manja Doering, die nach meiner Erfahrung eig. immer wirklich gut vorbereitet kommt und viele konstruktiv-kreative Ideen mitbringt).
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Danke, wertvoller Tipp, habe ich für meinen Jungen gleich runtergeladen.
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Warum diese Geschichte?
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Am Karfreitag langen Waldspaziergang mit Sohn zum Gedankenaustausch über Jesus‘ Sterben, Samstag Ostereierfärben und Backen, Sonntag Frühstücken mit russischen Eiern und Ostereiersuchen. Alles zuhause.
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Ist eigentlich hinreichend bekannt (aber wohl nur unter Fans der Serie):
Michael Lott alias Mark Brandis ist Ehemann von Dorothea Anna Hagena alias Ruth O'Hara (also Ehepaar spielt Ehepaar)
Michael Pan alias Lt. William Xuma ist in Raumsonde Epsilon ein Bordkamerad von David Nathan alias Grischa Romen (also Vater/Sohn sprechen Kollegen)
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Christopher Nolan scheint hier auch die richtige epische Größe für den Stoff zu finden; ich freue mich auf den:
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Das moderne Erzählen ist aber im Hörspiel des Jahres 2022 größtenteils noch nicht angekommen, wie mir scheint. Da sehe ich auch nur ganz wenige Kreative, die das überhaupt versuchen.
Das wird sicherlich mit dem Entspannungsbedürfnis zu tun haben. Die Welt ist so fordernd und überflutend, wer will sich da abends oder auf dem Weg zum Job noch was anhören, das nicht durch das Vertraute entspannt?
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... Rendezvous mit Rama steht wohl erst einmal zurück ... und vor dem nächsten Bond kommt ja erst einmal Dune Teil 3...
Alter. Das wird wieder episch.
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Es gab so vor 15 Jahren mal einen Versuch (inkl. einer gedrehten Szene), Buck Rogers neu zu beleben, und für diese Szene hatte man Gil Gerard und Erin Gray als Buck Rogers' Eltern besetzt, die absolut nicht wollen, dass ihr Sohn in den Krieg zieht
Ich hätte gerne mehr aus der Buck Rogers Welt erlebt, aber der Ausschnitt ist irgendwie komisch.
Col. Wilma Deering sitzt zu Hause und schält Kartoffeln?
Passt für mich nirgendwie nicht. Und die Kleidung, Einrichtung, Klamotten sehen so alt aus, als wenn es bei den Waltons spielen würde.
Dieser Neuverfilmungsversuch hatte die ganze Geschichte Retro-SF-mäßig in die Zeit des 1. Weltkrieges verlegen wollen, wie man am Dialog hört. Gerard und Gray spielen da halt auch nicht ihre Rollen aus der 1979er Serie, sondern Bucks Eltern, als Cameo für die Fans.
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Es gab so vor 15 Jahren mal einen Versuch (inkl. einer gedrehten Szene), Buck Rogers neu zu beleben, und für diese Szene hatte man Gil Gerard und Erin Gray als Buck Rogers' Eltern besetzt, die absolut nicht wollen, dass ihr Sohn in den Krieg zieht ... leider wurde nichts draus.
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RIP Gil Gerard -- mit meinem damaligen Lieblings-Weltraumheld teiltest Du sogar die Synchronstimme ...
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Als die älteste Stadt Deutschlands gilt allgemein Trier
Römische Gründung: Trier wurde im späten 1. Jahrhundert v. Chr. unter Kaiser Augustus als "Augusta Treverorum" gegründet.
Spielort einer ganzen Episode im "Thron der Nibelungen", übrigens.
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Und wieder mal, typisch für Audible, muss man in Schauspielerinterviews nachlesen, wer Regie geführt und/oder produziert hat.
Reiner Glücksfall, wenn man es dann erfährt (hier: wieder Tommi Schneefuß und sein Studio). Denn weder in PM noch in einem Promoclip ein Hinweis darauf.
Das schürt den Verdacht, diese Info werde audibleseits proaktiv ausgeschlossen.
Man entnimmt meinem Ton wohl gut, wie ich dazu stehe.
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Ok, sorry vieles ist einfach Storytelling-Mechanik und man könnte gleichermassen über Filme statt über Hörspiele nörgeln in der Hinsicht, aber in Hörspielen fällt es mir halt oft auf. Ich mag es nicht, wenn:
- wenn zu hastig durch die erwartbaren Genre-Plotpunkte gebrettert wird. Ich mag den klassischen Genre-Aufbau gern, aber das muss man dann doch ein wenig aufbauen und ausgestalten, finde ich!- zu "drollige" Horror-Comedy. Das ist einfach gaaar nicht meins. Positive Ausnahmen gibt es auch, die Ghouls-Folgen mit den alten Leutchen bei Dreamland hat mir z.B. gut gemundet, aber dann muss es schon sehr gut gemacht sein. Meistens klappt es dann weder als Horror noch als Komödie.
- Wenn eine Serie auf "aufbauend" macht, aber man merkt, dass man keine rechte Ahnung hat, wo das hin soll. Ich nenne es das "Lost"-Syndrom.
- Plötzlich wissen alle, wie mit der Ausnahmesituation umzugehen ist. "Jaja, Vampire, Silberkugeln, klar doch" - ihr kennt das einfach auch nur aus Filmen? Aber die Spielregeln meint ihr mit totaler Sicherheit zu kennen?
- Das Finale ist grad vorbei, Dutzende sind gestorben, und die sonst ganz alltäglichen Helden sind grad sofort wieder aufgelockert und witzeln rum. Junge, deine besten Freunde wurden grad allesamt vor deinen Augen ausgeweidet, aber sobald der Plot durch ist, bist du direkt am Sprücheklopfen? Was ist falsch mit dir?
- In so lockeren Krimis übertreiben sie es doch oft damit, dass die Leute rechts und links massakriert werden, und alle nehmen es total auf die leichte Schulter. Viele so auf britisch und lustig-bodenständig gemachte Krimiserien sind so. Die netteste Messdienerin im verschlafenen Dorf wird unglaublich brutal in Stücke gehackt, und der Held/die Heldin findet einfach "haha neuer Fall! endlich mal wieder ein richtig spannendes Rätsel
". Junge/Mädel, wenn du echt wärst, wärst du soziopathisch! Klar musst du nicht in Folge 200 der Krimiserie noch jedes Mal eine Viertelstunde ins Mikro weinen, wenn jemand im Städchen stirbt, aber irgendwie muss man doch halbwegs ein sinnvolles Mass für sowas finden.- Holmes-Moriarty-Dynamik: Der Meisterdetektiv braucht einen forcierten, unvermittelt riesengross aufgebauten "Erzrivalen". Und für die ist alles Folgende nur ein "sportlicher Wettkampf", ohne dass das psychologisch irgendwie Sinn ergeben würde.
- speziell im Horror/Sci-Fi: wenn die Figuren nicht das "richtige Mass" treffen, wenn es darum geht, wie schnell oder langsam sie das Übernatürliche akzeptieren. Das kann beide Richtungen gehen, entweder "ah ja klar, Werwölfe, was denn sonst, wer kennt's nicht, glaub ich sofort, haha..." ebenso wie der Polizeichef, der grad eben den Werwolf mit eigenen Augen gesehen hat und trotzdem sagt "SOLCHE HIRNGESPINSTE MACHE ICH NICHT MIT". Das allerschlimmste Beispiel auf der Welt für dieses Problem ist Geister-Schocker 66 (Invasion des Grauens). Die junge Frau am Anfang glaubt total unsentimental, dass ihre Schwester leergesaugt ist, bis nur die Haut übrig bleibt. Dass die Oma "das zweite Gesicht" hat, glaubt die auch einfach so ohne Federlesens. Aber sobald es um Ausserirdische geht, ist die Olle angepisst und will davon gar nichts glauben und meint "Sie spinnen doch, das hör ich mir nicht länger an...". Aber was ist das für ein Mensch, der an Visionen, ausgesaugte Menschenhäute usw. ohne Zögern glaubt, aber findet dann gleich, Aliens sind Seemannsgarn? Klar kann die Figur halt widersprüchliche Gefühle haben, aber das ist halt nirgends richtig ausgestaltet. Die ist halt erst superabgeklärt und dann total ungläubig, ganz ohne Übergänge. Da ist aber das Problem wohl einfach auch "Schema F". In dem Genre gibt's halt standardmässig die Szene mit der Ungläubigkeit und dann flickt man die dort irgendwo einfach rein.
- uninspiriertes Sprecher-Casting, das die Story sofort durchschaubar macht. "Na, wer ist wohl der Mörder? Vielleicht der Sprecher, der immer auf die Schurkenrolle besetzt wird? Ah, ach so." Das gilt wohlgemerkt leider oft auch bei Sprechern, die super abliefern und wunderbare Stimmen haben, die ich liebe. Also denen kein Vorwurf.
- ganz allgemein Schema F-Story und Dialoge, die in der Story eigentlich keinen Sinn ergeben, aber "wohl einfach dazu gehören". Wie im Film, wenn der Schurke den "Oh, wir sind doch gar nicht so unterschiedlich"-Monolog macht - ist totaler Nonsens innerhalb der Geschichte, aber man kennt das ja aus vergleichbaren Plots, also warum nicht einfach auch reinflicken?
- Plumpe Psychologie in Krimis "Der Mann dieser Frau ist heute umgebracht worden... in der Vernehmung war sie zu ruhig / zu durch den Wind, mit der stimmt was nicht..." Hallo, da ist grad was Schlimmes passiert und die muss was verarbeiten; die ist vielleicht grad nicht im Normalzustand? Was zieht ihr hier so unverschämt Rückschlüsse, die gar nicht passen.
- Der saudoofe Versprecher des Täters: "Ein Mann, ein kleiner Mann..." kann diesen Spiegel doch eh nicht tragen? Was ist das für ein bekloppter Versprecher? Wie kommt der Spinner dazu, einfach auszuplaudern, dass er weiss, dass das ein kleiner Mann ist?
- Der "Asi"-Faktor: Figuren, die arm oder randständig oder sowas sind, brüllen die Polizei immer erst zusammen, "VERPISST EUCH DOCH". 100 Mal gehört...
Sehr gut gesammelt ... und eigentlich alle dieser Punkte (bis auf das Sprechercasting) sind Skriptfehler -- und die zeigen auf die Autoren und hier mangelnde Sorgfalt, Talent oder Einfühlungsvermögen in die Handlung, die man da gerade verfasst.
Torsten Dewi hat gerade zwei sehr lesenswerte Artikel zum Thema "männlicher" und "weiblicher" Grusel geschrieben (hier und hier). In ersterem weist er auf einen Fehler hin, der seiner Einsicht zufolge gerade im deutschen Film den Durchbruch von Gruselstoffen immer wieder verhindert, obwohl eine Akzeptanz des Publikums durchaus da wäre:
ZitatDas ist übrigens auch der Punkt, an dem so viele deutsche Versuche im Genre scheitern: Sie verstehen nicht, dass das Monster nicht für sich allein steht, sondern nur einen tieferen psychologischen Konflikt repräsentiert. Es ist ein Katalysator, ein Auslöser, ein Werkzeug, ein Platzhalter. Ceci n’est pas une pipe.
Das sehe ich in den meisten der von Isaak angesprochenen Punkten auch als Ursache: in der Einschätzung, dass die meisten Hörer "ohnehin nur das hören wollen, was sie kennen", scheinen einige Autor(inn)en die Symptome für die Ursache zu halten, und dann werden Lösungswege eben "hingestellt", statt motiviert aus der Geschichte oder den Charakteren entwickelt zu werden. Nicht nur draufzuschauen auf die Geschichte und dass sie Anfang, Mitte und Schluss haben sollte, sondern tiefer einzutauchen. Das steht aber natürlich im Konflikt mit dem üblichen Zeitdruck, unter dem Autoren adaptieren oder verfassen, der entweder aus postulierten Deadlines ("in drei Wochen sind die Sprecher im Studio!") oder aus der Einsicht entsteht, dass man "für dieses Honorar doch ernsthaft nicht mehr als XX Tage an dem Stoff arbeiten" solle.
Von daher: ich könnte jetzt sagen "was hast du denn erwartet?", aber das wäre falsch. Es ist nämlich richtig, das zu erwarten. Aber ist es dann nicht vielleicht das falsche Biotop, in dem Du nach Hörstoff suchst?