[Deutschlandfunk] Professor Van Dusen - 68 - Professor Van Dusen und das Gold von Mexiko

Es gibt 24 Antworten in diesem Thema, welches 580 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (15. Mai 2026 um 15:23) ist von Rotti.

  • Offiziell erst ab nächsten Montag, aber auf der DLF-Seite schon jetzt online:


    Die Denkmaschine 68
    Prof. Van Dusen und das Gold von Mexiko

    Kriminalhörspiel von Michael Koser
    unter Verwendung der Charaktere von Jacques Futrelle

    Inhalt:
    Palm Beach, Dezember 1899: Sie sei einer hochinteressanten Sache auf der Spur, hatte Penny De Witt aus Florida an Hutchinson Hatch nach New York telegraphiert. Doch in Palm Beach findet er ihr Hotelzimmer verwüstet und keine Penny vor. Er kann in Erfahrung bringen, dass Penny bereits seit dem Vortag verschwunden ist. Possum, ein schwarzer Limonaden-Verkäufer, erzählt Hatch von der Moskito-Insel, die zu betreten strengstens verboten sei, und verrät ihm, dass Penny sich ein Boot gemietet hat. Hatch zieht selbständig einen logischen Schluss: Penny schwebt in Lebensgefahr! Denn die Insel befindet sich im Besitz einer dubiosen Firma, die es nur auf eins abgesehen hat: das Gold von Mexiko!

    Mit
    Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus Van DusenFriedrich W. Bauschulte
    Hutchinson HatchKlaus Herm
    Penny De WittMaren Kroymann
    PossumChristian Brückner
    Hochwürden JerusalemJürgen Thormann
    GomezHans Peter Hallwachs
    EmpfangsdameJohanna Elbauer
    StockfishBernd Kummer

    Ton und Technik: Anett Gudra, Thomas Monnerjahn
    Regie: Sylvia Rauer und Rainer Clute
    Produktion: RIAS Berlin 1993
    Redaktion: Beate Moeller

    Quellen: DLRK, ARD-Hörspieldatenbank, PVD-Seite

    :download:

  • Du weißt ja gar nicht, was Du mir mit diesem Thread - besonders mit dem dazugehörigen Downloadlink - für eine Freude bereitet hast, lieber Andy-C. :freu2:

    Seit Tagen schleiche ich in und um die ARD Sounds-App herum und warte sehnsüchtig darauf, dass diese bestimmte Folge endlich abrufbar gemacht wird. Denn wie man an meinem Avatar unschwer erkennen kann, hat das Abenteuer um den zu bergenden Goldschatz einen ganz besonderen Platz in meinem Hörspielherz.

  • We aim to please! :zwinker:

    Seit Tagen schleiche ich in und um die ARD Sounds-App herum und warte sehnsüchtig darauf, dass diese bestimmte Folge endlich abrufbar gemacht wird.

    In Sounds wird's wohl erst zum „offiziellen“ VÖ ab Montag zu finden sein.

    Denn wie man an meinem Avatar unschwer erkennen kann, hat das Abenteuer um den zu bergenden Goldschatz einen ganz besonderen Platz in meinem Hörspielherz.

    Nun, zu meinen speziellen Favoriten gehört dieser Fall nicht unbedingt. Kriminologisch... Verzeihung, amateurkriminologisch gibt er nicht besonders viel her, aber immerhin: Hatch steht mal (zumindest über weite Strecken) im Mittelpunkt und hat einige schöne Mono- und Dialoge, von Herm schön schnodderig hingerotzt, man lernt was über Gold, Alligatoren und das Tauchen („Wozu atmen? Der reine Luxus!“), und es gibt hübsche, kleine Kabinettstückchen von Brückner, Elbauer, Hallwachs (den ich immer gern höre) und Kroymann (hier leider viel zu unterbeschäftigt).

    Für Koser-Verhältnisse (!) eher Mittelmaß, aber kann man schon mal wiederhören.

  • Nicht zu vergessen Jürgen Thormann, der hier eine ähnliche Rolle als eleganter Oberschurke hat wie 10 Jahre zuvor in "Wo steckt Prof. Van Dusen?".

    Tja, 1993 hatte die Reihe ihre beste Zeit schon hinter sich (es schmerzt mich als Fan, das so zu sagen), aber trotzdem gefallen mir hier vor allem die Dialoge zwischen Hatch und Possum (Brückner), der meines Wissens der erste Schwarze war, der in der Reihe überhaupt vorkam.

  • [...] Possum (Brückner), der meines Wissens der erste Schwarze war, der in der Reihe überhaupt vorkam.

    Vielleicht der erste männliche Charakter. Ansonsten führe ich Kabora Bassa aus "Prof. van Dusen und der Mord im Club" an.

    Super, wieder was zum Klugscheißen! :thumbsup:

    Also:
    :besserwisser: In Produktionsreihenfolge dürfte Kabora Bassa tatsächlich der erste dezidiert schwarze Charakter sein. Es käme darauf an, in wieweit man die die Beduinen im „Fliegenden Teppich“ oder die Marrokkaner (z.B. den Sultan Abd al-Aziz) in „PVD in Marrokko“ als „schwarz“ ansieht. Oder die Ägypter im „Fluch des Pharao“ oder dem „Geheimnis der Pyramide“. (Wird da nicht auch irgendwo ein nubischer Wachposten erwähnt…?) Oder den Schwarzen Ritter. :zwinker:
    In der Handlungsreihenfolge ist Possum sicher der erste, schließlich ist der Fall da auch erst der fünfte.
    :besserwisser: Ende.

  • [...] Possum (Brückner), der meines Wissens der erste Schwarze war, der in der Reihe überhaupt vorkam.

    Vielleicht der erste männliche Charakter. Ansonsten führe ich Kabora Bassa aus "Prof. van Dusen und der Mord im Club" an.

    Super, wieder was zum Klugscheißen! :thumbsup:

    Also:
    :besserwisser: In Produktionsreihenfolge dürfte Kabora Bassa tatsächlich der erste dezidiert schwarze Charakter sein. Es käme darauf an, in wieweit man die die Beduinen im „Fliegenden Teppich“ oder die Marrokkaner (z.B. den Sultan Abd al-Aziz) in „PVD in Marrokko“ als „schwarz“ ansieht. Oder die Ägypter im „Fluch des Pharao“ oder dem „Geheimnis der Pyramide“. (Wird da nicht auch irgendwo ein nubischer Wachposten erwähnt…?) Oder den Schwarzen Ritter. :zwinker:
    In der Handlungsreihenfolge ist Possum sicher der erste, schließlich ist der Fall da auch erst der fünfte.
    :besserwisser: Ende.

    Die hohe Kunst der Klugscheißerei. Ich liebe es! :one:

  • Sie haben es wieder getan! Die Schere wurde eingesetzt und mindestens ein Satz aus dem Hörspiel entfernt. Kurioserweise war besagter Satz zunächst noch enthalten. Mittlerweile aber (stand 12. Mai) ist nur noch eine gekürzte wie geraffte Version bei ARD Sounds vorzufinden.

    Mit Raffung meine ich, dass einige Musikstücke nun als Hintergrundmusik eingesetzt werden, wenn Hatch seinen Erzählerpart spricht. Vorher waren Musik und Sprache nebeneinander gestellt. Das bedaure ich sehr.

    Der gestrichene Satz lautet:

    Zitat

    "Ein gottverdammter nackter N*****! Bei unserm Gold!"

    Ich hatte mich wie ein Itsch gefreut, als gerade diese Stelle zunächst enthalten geblieben war. Bei "Mord im Club" hatte man aufgrund der häufigen Nennung dieses Schmähwortes anfangs eine geschnittene Version bereitgestellt, sehr bald aber den Download als auch den abrufbaren Stream eingestellt.

    Ihr werdet Euch sicherlich fragen, warum ich unbedingt diesen Satz und diesen Ausdruck im Hörspiel gern höre. Nun, zunächst einmal röhrt Hans Peter Hallwachs diese Worte einfach so herrlich. :zwinker:

    Darüber hinaus spielt das Hörspiel im Jahr 1899. Nicht jeder, aber doch viele Menschen haben zu jener Zeit Schwarze als "Neger" (und andere Variationen davon) bezeichnet. Diesen Umstand "ausmerzen" zu wollen, halte ich für falsch, denn die historischen Gegebenheiten sollte man nicht umdeuten oder abändern, sondern klar benennen. Zusätzlich überführt sich der Absender solcher Worte selbst. Michael Koser hatte dafür schon immer ein Händchen. Der Zuhörer kann durch solche Aussprüche selbst Rückschlüsse auf Bildung, Mentalität und Gesinnung des Sprechers ziehen. Im vorliegenden Fall handelt es sich bei dem Charakter um einen tumben wie brutalen Handlanger, der nicht durch besonders intellektuelle Aphorismen hervorsticht.

  • Es ist immer schön, wenn man mit seiner Meinung nicht allein auf weiter Flur steht. :kumpel:

    Man muss nicht jedes historische Medium glatt polieren, bis alle Kerben aus der Geschichte verschwunden sind. Ich meine, auch das ist doch ein Stück Zeitgeschichte.

  • Es gibt ja auch keine Schwarzfahrer mehr sondern nur Leute die ohne gültigen Fahrschein sind.

    Nur noch bescheuert.......

    Wie wahr Rotti wenn wir Deutschen es geschafft haben die ganze Welt in Watte zu packen haben wir vielleicht auch endlich Zeit um die wirklichen Probleme in diesem Land zu lösen.

  • ...wenn wir Deutschen es geschafft haben die ganze Welt in Watte zu packen haben wir vielleicht auch endlich Zeit um die wirklichen Probleme in diesem Land zu lösen.

    Ich befürchte nein, denn vor lauter dämlicher Zuckerwatte, werden wir die Probleme nicht mehr richtig benennen können und keiner weiß mehr wovon man spricht. :augenroll:

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