Dieses Exposé beschreibt ein Crossover-Event zwischen den
Die drei ??? (Justus, Peter, Bob) und den Die drei !!! (Kim, Franzi, Marie).
Titel-Arbeitstitel: Das Rätsel der sechs Detektive
Genre: Kinderkrimi / Abenteuer
Zielgruppe: 9-99 Jahre
Setting: Rocky Beach (Kalifornien) und ein fiktives Filmset in den Hollywood Hills.
1. Die Ausgangslage
Ein großer deutsch-amerikanischer Freundschafts-Wettbewerb führt die drei Ausrufezeichen nach Kalifornien. Kim hat einen Krimi-Kurzgeschichtenwettbewerb gewonnen, dessen Preis eine Statistenrolle in einem neuen Hollywood-Blockbuster in der Nähe von Rocky Beach ist. Zur gleichen Zeit werden die drei Fragezeichen von Onkel Titus beauftragt, Requisiten von genau diesem Filmset abzuholen, die für den Schrottplatz aussortiert wurden.
2. Der Konflikt
Am Set geschehen seltsame Dinge: Teure Kostüme verschwinden, Lichtanlagen fallen scheinbar grundlos aus und die Hauptdarstellerin erhält Drohbriefe. Die Regie droht mit dem Abbruch der Dreharbeiten.
Beim ersten Aufeinandertreffen am Set geraten die beiden Detektiv-Clubs zunächst aneinander. Justus ist skeptisch gegenüber den „Amateuren“ aus Deutschland, während Kim die Jungs für überheblich hält. Beide Teams versuchen, den Fall unabhängig voneinander zu lösen, was zu komischen Verwechslungen und gegenseitiger Behinderung führt.
3. Die Wendung
Als Franzi und Peter bei einer nächtlichen Verfolgung im Wald beinahe in eine Falle tappen, erkennen sie, dass der Täter gefährlicher ist als gedacht. Die Hinweise deuten darauf hin, dass jemand versucht, den Film zu sabotieren, um den Wert der Filmproduktionsfirma zu senken und sie feindlich zu übernehmen.
Justus und Kim erkennen bei einer (erzwungenen) gemeinsamen Lagebesprechung im Kaffeewagen, dass ihre kombinierten Hinweise das vollständige Bild ergeben:
- Die ??? haben technische Manipulationen an den Kameras entdeckt.
- Die !!! haben durch Maries Mode-Expertise herausgefunden, dass die gestohlenen Kostüme gegen billige Fälschungen ausgetauscht wurden.
4. Das Finale
Die sechs Detektive bündeln ihre Stärken:
- Justus und Kim entwerfen einen brillanten Masterplan.
- Bob und Marie recherchieren im Archiv der Filmgesellschaft nach dem Motiv.
- Peter und Franzi übernehmen den sportlichen Teil und stellen den Täter in einem spektakulären Showdown in den Kulissen einer Western-Stadt.
5. Das Ende
Der Fall wird gelöst, der Film gerettet. Justus muss zähneknirschend zugeben, dass die „Drei !!!“ erstklassige Arbeit geleistet haben. Kim schenkt Justus ein Notizbuch für seine Recherchen, und man verspricht sich, in Kontakt zu bleiben – vielleicht für einen Gegenbesuch in Deutschland.
Testkapitel
Kapitel 3: Detektive, Donuts und dicke Luft
„Justus, ich sage es ungern, aber dieser ‚Schrott‘ wiegt mindestens eine Tonne“, keuchte Peter, während er versuchte, eine lebensgroße, goldene Ritterstatue aus Pappmaschee auf den Pick-up von Onkel Titus zu hieven.
„Muskelkraft ist eine Frage der Hebelwirkung, Peter“, erwiderte Justus Jonas, der mit einem Klemmbrett danebenstand und die Inventarliste prüfte. „Außerdem ist das kein Schrott. Das ist die Original-Requisite aus ‚Der Fluch von Schloss Gruselstein‘. Onkel Titus wird sie für mindestens fünfzig Dollar an einen Sammler verkaufen.“
Bob kam schnaufend mit einer Kiste voller Perücken um die Ecke. „Leute, wir sind hier nicht allein. Da drüben am Catering-Zelt stehen drei Mädchen, die uns beobachten, als wären wir seltene Käfer im Biologieunterricht.“
Die drei Fragezeichen blickten zum Set-Eingang. Dort standen Kim, Franzi und Marie. Kim hielt ein Notizbuch fest umklammert, Franzi trug ihre Skates um den Hals, und Marie sah aus, als hätte sie gerade ein Mode-Shooting für die Vogue beendet – selbst bei 30 Grad im kalifornischen Staub.
„Das müssen die deutschen Austausch-Statistinnen sein“, flüsterte Justus. „Kim Jülich, die Gewinnerin des Krimi-Preises. Logische Schlussfolgerung: Sie halten sich für Detektive.“
„Können wir jetzt einfach mal Hallo sagen?“, fragte Peter, doch die Mädchen kamen bereits auf sie zu. Kim marschierte voran.
„Entschuldigung“, sagte Kim auf Englisch, mit einem sehr korrekten Akzent. „Gehört dieser Wagen euch? Er blockiert die Sichtachse für die nächste Szene. Laut Regieplan müsste hier jetzt freie Fahrt sein.“
Justus warf einen kurzen Blick auf sein Klemmbrett, ohne die Unterbrechung wirklich zu quittieren. Erst nach einer kleinen, dramatischen Pause wechselte er in akzentfreies Deutsch, was die Mädchen sichtlich verblüffte. „Eigentlich blockieren wir nicht, wir laden. Und laut der Sondergenehmigung von Produktionsleiter Miller haben wir noch genau sieben Minuten, bevor der Set-Runner uns wegschickt.“ Er tippte auf seine Armbanduhr. „Ich bin übrigens Justus Jonas. Und das sind meine Kollegen.“
Marie hob eine Augenbraue und musterte Justus’ leicht staubiges T-Shirt. „Kollegen? Seid ihr die Junior-Müllabfuhr von Rocky Beach?“
Franzi kicherte, aber Kim warf ihr einen strengen Blick zu. „Marie, sei nicht unhöflich. Ich bin Kim. Und das ist Franzi. Wir sind hier, um… nun ja, wir haben ein Auge auf die Dreharbeiten.“
„Ein Auge?“, Bob schaltete sich ein und lächelte charmant. „Ihr meint, weil die Beleuchtung gestern Nacht manipuliert wurde und die Hauptdarstellerin hysterisch ist? Ich bin Bob Andrews, zuständig für Recherchen und Archiv.“
Jetzt war Kim an der Reihe, verblüfft zu sein. „Woher wisst ihr von der Beleuchtung? Das stand in keinem Blog.“
„Kombinationsgabe“, sagte Justus und nahm sich einen Donut vom nahen Buffet-Tisch. „Die Kabelreste am Boden dort hinten weisen saubere Schnittkanten auf. Das war kein Verschleiß, das war ein Seitenschneider. Markenprodukt, vermutlich 15 Millimeter.“
Franzi verschränkte die Arme. „Nicht schlecht, Sherlock. Aber hast du auch gesehen, dass der Saboteur Schuhgröße 44 trägt und leicht mit dem linken Bein humpelt? Die Abdrücke im feuchten Zement hinter der Kulisse sind da ziemlich eindeutig.“
Peter pfiff durch die Zähne. „Humpeln? Das war kein Humpeln, das war das Gewicht einer schweren Kabeltrommel, die er geschleppt hat.“
Justus und Kim starrten sich an. Es war wie bei zwei Westernhelden vor dem Duell – nur dass der eine einen Donut hielt und die andere einen pinkfarbenen Glitzerkugelschreiber.
„Hört mal“, sagte Kim schließlich und klappte ihr Notizbuch zu. „Wir lösen diesen Fall. Wir brauchen keine Hilfe von Jungs, die alte Ritterstatuen sammeln.“
„Und wir“, erwiderte Justus mit einem gefährlich ruhigen Lächeln, „lösen Fälle normalerweise, bevor die Statisten überhaupt ihr Make-up aufgetragen haben. Wir übernehmen das ab hier.“
„Das werden wir ja sehen“, sagte Marie und rückte ihre Sonnenbrille zurecht. „Kommt, Mädels. Wir haben eine Spur. Und die führt garantiert nicht zum Schrottplatz.“
Die drei Mädchen drehten sich synchron um und marschierten davon.
„Justus?“, fragte Peter nach einer kurzen Stille.
„Ja, Peter?“
„Ich glaube, die sind verdammt gut.“
„Mag sein“, brummte Justus und biss wütend in seinen Donut. „Aber sie haben keine Visitenkarte. Wir haben eine. Und wir werden sie zuerst einem Auftraggeber überreichen!“