Ist meine Stereoanlage kaputt? Nein, ich habe einfach eine Produktion aus 2025 auf dem Plattenteller!

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema, welches 304 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (5. Dezember 2025 um 20:57) ist von Frank.

  • Musik wird heute - so meine neueste Vermutung - oft so produziert und gemastert, dass sie vor allem auf mobilen Geräten und über Streaming-Dienste gut klingt. Ich höre inzwischen ja auch auf Spotify probe, bevor ich mir ein neues Album kaufe, und weiß wie gut das klingen kann.

    Meine alten Musikplatten höre ich heutzutage aus verschiedenen Gründen ebenfalls manchmal auf Spotify - allerdings mit dem Effekt, dass es trotz der guten Qualität wirklich wie eine Offenbarung klingt, wenn ich meine alten Schätzchen auch mal wieder auf dem Plattenteller rotieren lasse.

    Im Umkehrschluss denke ich dann oft, wenn ich mich dazu entschließe, ein neues Album, dass mir auf Spotify gut gefällt, zu kaufen: wie muss das erst auf der Stereoanlage klingen!

    Wenn ich das frisch erworbene Teil auflege, stimmt aber regelmäßig irgendwas nicht. Ich habe sehr häufig ein irgendwie unbefriedigendes, gefühlt „breiiges“ oder weniger dynamisches Klangerlebnis.

    Da dachte ich oft, mit meiner Anlage stimmt etwas nicht, überprüfte Kabel, Anschlüsse, Nadel, reinigte die Platte nochmal gründlich, um eventuelle Produktionsrückstände zu entfernen usw. Aber eine Verbesserung wollte sich nicht einstellen.

    Wenn ich aber, um herauszufinden, ob es an der Aufnahme liegt oder vielleicht sogar an meinem schlechter werdenden Gehör, eine mir gut bekannte Referenzplatte auflegte, funktionierte die Anlage jedesmal tadellos bzw. wie immer.

    Haben Loudness War, Lautheitsmormalisierung und Kompression bei den Streamingdiensten und eine wahrscheinlich darauf zugeschnittene Produktionsweise eventuell zur Folge, dass die Musik für eine CD- und LP-Veröffentlichung inzwischen gar nicht mehr anständig abmischbar ist oder manche Plattenfirmen sich das halt von vornherein einfach sparen bzw. sich nicht mehr soviel Mühe damit geben? Man hört ja immer wieder von einem angeblichen Klientel, dem es beim Erwerb einer Schallplatte gar nicht mehr ums Abhören geht.

    Nun habe ich vielleicht auch nicht die beste Anlage und es liegt ja möglicherweise trotzdem irgendwie an meinem Equipment, ganz sicher bin ich mir nicht.

    Sind hier ein noch ein paar HiFi-Freunde an Bord, die mal ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder kennt man die beschriebene Problematik gar nicht?

    Ich weiß ja nicht, ob es sich vielleicht doch lohnen könnte, etwas mehr Geld in die Musikanlage zu investieren :denk:.

    Danke für jede Idee, jeden Hinweis!

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  • Ich kann dir da leider auch nicht wirklich weiter helfen, da ich keine Musik streame und deswegen keinen Vergleich habe.
    Neue Platten kaufe ich mir natürlich auch, über die Klangqualität kann ich da aber nicht meckern.
    Die Pressqualität ist da schon ein ganz anderes Thema. :schetter:

    ...

    Wenn ich aber, um herauszufinden, ob es an der Aufnahme liegt oder vielleicht sogar an meinem schlechter werdenden Gehör, eine mir gut bekannte Referenzplatte auflegte, funktionierte die Anlage jedesmal tadellos bzw. wie immer.


    Das sagt doch eigentlich schon alles. :zwinker:

    Natürlich kannst du noch (viel) mehr Geld in deine Anlage investieren, eine gute Aufnahme klingt dann natürlich noch besser.
    Aber eine schlechte Aufnahme wird dann noch gnadenloser als solche entlarvt.

    Gruß, Frank

    Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.

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