Inhalt: Die Erfahrung der anonymen Pariser Großstadt um 1900 steht im Zentrum von Rainer Maria Rilkes 1910 erschienenem Roman. Die Identitätslosigkeit und verzweifelte Sinnsuche eines 28jährigen spiegelt sich in der Form des Fragmentarischen: Neben Prosagedichten stehen Stadtbeschreibungen, Briefe, Tagebuchnotizen oder gar surrealen Binnengeschichten. Sie alle sind von einer Ästhetik des Hässlichen und Morbiden bestimmt. Dieses namenlose Ich, das als Dichter leben will, scheitert am Ende – ob es am Ende seinen Lebensentwurf nur geändert hat und „verbürgerlichte“ oder Suizid beging, lässt Rilke offen.
Sprecher:
| Jens Harzer | Malte Laurids Brigge | |
| Victoria von Trauttmansdorff | Abelone/Mutter Brigge/ Dienerin Sieversen | |
| Wolf-Dietrich Sprenger | Graf Brahe/ Vater Brigge/ Arzt | |
| Stephanie Eidt | Herausgeberin | |
Produktion:
Autor: Rainer Maria Rilke
Vorlage: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (Roman)
Bearbeitung (Wort): Manfred Hess
Komposition: Thomas Weber
Regie: Iris Drögekamp
Südwestfunk 2015, Erstsendung: 07.06.2015
Das 2-teilige Hörspiel gibt es in der ARD-Audiothek: ![]()
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