[HR2 Kultur] Einer von sieben

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 292 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (29. Juli 2025 um 14:21) ist von MonsterAsyl.

  • Inhalt:
    Sieben Soldaten fuhren in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in Österreich mit einem Lastwagen los. Nur sechs erreichten ihren Bestimmungsort. Vom siebten, dem Oberleutnant Schwedler, fehlt jede Spur. 14 Jahre später macht sich sein Bruder auf, um das Schicksal des Vermissten zu klären. Er ermittelt die Adressen der sechs anderen und sucht sie auf. Der Bruder stößt auf eine Mauer des Schweigens. Aber die Mauer hat Risse, die erkennen lassen, dass ein Verbrechen verborgen werden soll. Die sechs, die als harmlose Bürger ein geordnetes Leben führen, haben Schuld auf sich geladen.

    Sprecher:
    Friedrich W. Bauschulte - Schwedler
    Heinz Schimmelpfennig - Helmuth Werner
    Elfriede Rückert - Frau Werner
    Kaspar Brüninghaus - Thomsen
    Lilly Towska - Frau Thomsen
    Irmgard Först - Frau Steinhausen
    Peter René Körner - Barmixer Altmann
    Alfons Hoeckmann - Simmel
    Claus Clausen - Fürbringer
    Peter Kollek - Kellner

    Produktion:
    Von: Gerd Oelschlegel
    Regie: Friedhelm Ortmann
    Westdeutscher Rundfunk / Hessischer Rundfunk 1959 // Erstsendung: 23.06.1959

    Der HR hat den Hörspielklassiker zum :download: bereit gestellt.

  • Ich fand das Hörspiel sehr interessant von der Thematik her, auch die Umsetzung hat mir gut gefallen.
    Inszeniert worden ist das Hörspiel eher ruhig. Musik gibt es so gut wie keine und auch Geräusche (Türklingel, Treppenstufen knarzen...) werden nur selten eingesetzt.
    Der Fokus liegt ganz klar auf der Handlung. Schwedler lässt bei seinen Nachforschungen nicht locker, aber entweder trifft er auf eine Mauer des Schweigens oder er wird eiskalt und ohne mit der Wimper zu zucken angelogen.
    Am Schluss treffen alle Beteiligten aufeinander und die Angelegenheit wird aufgelöst. Natürlich ist das Ergebnis nicht schön, aber das hatte ich bei der Story auch nicht anders erwartet.
    Überzeugen konnte mich auch der Sprechercast. Friedrich W. Bauschulte macht seine Sache als Schwedler ausgezeichnet. Auch Heinz Schimmelpfennig als Helmuth Werner konnte mich voll und ganz überzeugen. Kaspar Brünighaus ist als Thomsen auch klasse. Er darf auch mal etwas aus sich rausgehen und sich aufregen, seine Verbitterung über sein trauriges Leben klingt sehr authentisch und glaubhaft. Gut hat mir auch Peter Rene Körner als Altmann gefallen. Auch die weiblichen Rollen werden von Elfriede Rückert + Irmgard Först richtig gut gesprochen.

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