Inhalt:
Die Kritik Lessings richtet sich gegen den Absolutismus seiner Zeit. Das ist Vergangenheit. Aber die Strukturen von Macht bleiben zeitlos. Deshalb bleibt sein "Trauerspiel" beispielhaft: In der Macht liegt das Verderben. Der Mächtige ist Prinz von Guastalla, der seiner Geliebten, Gräfin Orsini, überdrüssig ist und sich in Emilia Galotti verguckt hat. Er will Emilia, obwohl er von ihrer bevorstehenden Verlobung weiß. Er beauftragt seinen Kammerherrn Marinelli, ihm Emilia zuzuführen. Der skrupellose Marinelli schreckt vor nichts zurück - Emilias Verlobter wird bei einem Überfall getötet. Aus Eifersucht verrät die Gräfin Orsini Emilias Vater die schmutzigen Machenschaften und steckt ihm einen Dolch zu. Und Emilia? Sie hat Angst vor ihrer eigenen Verführbarkeit und bittet um den Tod.
Sprecher:
Fritzi Haberlandt - Emilia Galotti
Hans-Michael Rehberg - Odoardo Galotti
Hille Darjes - Claudia Galotti
Maximilian von Pufendorf - Prinz von Guastalla, Hettore Gonzaga
Thomas Dannemann - Marinelli, Kammerherr des Prinzen
Michael Tregor - Conti, Maler
Lucas Gregorowicz - Graf Appiani
Dörte Lyssewski - Gräfin Orsina
Jonas Fürstenau - Angelo
Bernhard Conrad - Pirro
Sebastian Schwab - Battista
Martin Leutgeb - Kammerdiener
Produktion:
Von: Gotthold Ephraim Lessing
Vorlage: Emilia Galotti (Theaterstück)
Bearbeitung (Wort): Leonhard Koppelmann
Komposition: Henrik Albrecht
Dramaturgie: Klaus Schmitz
Technische Realisierung: Dietmar Rözel, Christiane Köhler, Waltraud Gruber
Regieassistenz: Benno Schurr
Regie: Leonhard Koppelmann
Südwestrundfunk 2006 / Erstsendung: 25.05.2006