Jetzt hat’s also auch der DLFK gemerkt und die Folge 55 nachgereicht.
Die Denkmaschine 55
Professor Van Dusen und der Mord im Club
Kriminalhörspiel von Michael Koser
unter Verwendung der Charaktere von Jacques Futrelle
Inhalt:
London, September 1903: Im West End treffen Professor Van Dusen und Hutchinson Hatch im altehrwürdigen Globetrotter Club auf einige Herren, die sich zum Mittagsschlaf in den Lesesaal zurückgezogen haben. Während Hatch noch über die „Mumien“ spottet, die in dieser „Leichenhalle“ schnarchen, fällt ihm buchstäblich eine Leiche vor die Füße: Afrika-Forscher Sir Roderick Spargo. Bei den Ermittlungen ist der berühmte Amateurkriminologe auf die Zeugenaussagen der anderen Clubmitglieder angewiesen, deren Wahrnehmungsfähigkeit altersbedingt leicht eingeschränkt ist. Eine geheimnisvolle Holzschnitzerei führt auf die Spur einer jungen Schwarzen. Die Tatsache, daß sie in einer Völkerschau als Kannibalin auftritt, verstärkt den Verdacht – zumindest aus der nicht ganz vorurteilsfreien Sicht der noblen Altherrengemeinschaft. Doch die Denkmaschine trüge nicht ihren Namen, wenn es ihr nicht auch in ihrem 55. Fall gelänge, mit Hilfe ebenso schlichter wie bestechender Logik den Tathergang zu rekonstruieren.
Mit
Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus Van Dusen – Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch – Klaus Herm
Inspektor Smiley - Rolf Marnitz
Kabora Bassa – Ursula Heyer
Anthony Pomeroy - Wolfgang Condrus
Toddles - Heinz Spitzner
Mandrake - Herbert Weißbach
Pimpernel – Otto Czarski
King Cole Boloski - Hans Werner Bussinger
Wallace - Helmut Heyne
Ton und Schnitt: Ingeborg Goergner und Georg Fett
Regieassistenz: Ulrike Brinkmann
Regie: Rainer Clute
Produktion: RIAS Berlin 1989
Quellen: ARD-Hörspieldatenbank, DLRK, PVD-Seite
Na, da hat sich der DLFK ja mal wieder so gar nicht mit Ruhm bekleckert:
Dass das Hörspiel angesichts der Thematik und damals halt noch üblichen Wortwahl nicht unkommentiert online gestellt werden konnte, war ja klar, aber die Verantwortlichen haben sich diesmal den teilweise schon üblichen Disclaimer gespart und stattdessen einfach das Hörspiel selbst verstümmelt. Sämtliche N-Wörter plump und kunstlos rausgeschnitten, was selbstverständlich zu extrem unschönen Löchern führt (und bei jemandem, der/die das Hörspiel nicht schon kennt, wahrscheinlich sogar zu Verständnisproblemen).
Tja, jetzt wo Koser sich nicht mehr wehren kann, kann man’s ja machen.
Zuständiger Redakteur: In die Ecke und in Grund und Boden schämen!