In Hörspielen stört es mich gewaltig, wenn...

Es gibt 45 Antworten in diesem Thema, welches 2.722 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (9. Mai 2025 um 17:23) ist von TheBite.

  • Hallo zusammen,

    kennt ihr das? Wenn ihr ein Hörspiel hört, gibt es, losgelöst von der Umsetzung, der schauspielerischen Leistung und dem Sound- bzw. Musikdesign, Dinge und/oder Momente, die euch gewaltig stören.

    Möglicherweise führt das bei euch dann sogar so weit, dass ihr das Hörspiel "vorspult" oder im schlimmsten Fall sogar abbrecht.

    Gibt es so etwas bei euch?

    Natürlich sollte dieses Thema mit einem gewissen Augenzwinkern gesehen werden, denn letztendlich ist ja alles irgendwie Kunst.

    Ich freue mich auf eure Antworten. :huhu1:

  • Vorspulen mache ich zwar nicht, denn ich möchte das Hörspiel schon vollständig hören, aber ein Graus ist es, wenn die Stimmen in einem Dialog (und da geht es hauptsächlich um weibliche Sprecherinnen) zu ähnlich klingen.

  • - Wenn Dialoge zu lang(sam) sind und das Hörspiel in die Länge ziehen

    - Wenn Stimmen zu ähnlich klingen

    - Wenn die Sprache aufgesetzt und gestelzt wirkt

    - Wenn Texte zu abgelesen klingen

    - Wenn Szene an Szene gehangen wird ohne Erklärung oder nachvollziehbaren Aufbau

  • Mein Hauptproblem mit aktuellen Hörspielen sind häufig die wie ich finde schlecht geschriebenen Dialoge. Häufig klingt es für mich zu gekünstelt in der Sprechweise oder die Sachen klingen einfach unecht, so wie sich halt keiner verhalten oder sprechen würde.

    Das andere sind für mich die ganzen Jugendhörspiele wo man von Anfang an schon 20Jährige oder nur auf Frauen setzt die dann 12 jährige darstellen sollen. Vielleicht bin ich da einfach zu verwöhnt mit den alten Serien mit echten Kinder/Jugendlichen Sprechern aber ich kann mir die ganzen Dinger nicht geben. Wenn man es nicht anders kennt, mag das irgendwie in Ordnung gehen- ich finde das grausig :D

    Davon abgesehen finde ich häufig die "Sex/Erotik" Ergüsse völlig Panne.

    und und und ;)

    Die Zeit wo für mich jeden Monat neue Hörspielperlen auf den Markt kamen, sind für mich vorbei. Meist höre ich nur mehr in 1 oder 2 Folgen einer neuen Serie rein und wenn es da nicht funkt war es das.

    Auch die Dauerläufer haben für mich keinen Reiz mehr, auch wenn ich die frühen Folgen mag, irgendwann hab ich genug davon gehört. Sinclair hatte ich damals bestimmt die ersten 30 Folgen kurz nach erscheinen gekauft aber die letzten 100 Folgen hab ich gar nicht gehört. Heißt nicht dass die neuen Folgen Mist wären aber ich hab irgendwie gar kein interesse mehr dran. Die alten TKKG und ??? Folgen genauso- die finde ich Spitze und höre ich immer wieder mal, die aktuellen Folgen breche ich meist nach wenigen Minuten wieder ab und wenn ich doch mal bis zum Ende durchstehe, kann ich mich vielleicht noch bei einer von zehn der Folgen noch so halbwegs an die Story erinnern. Wenn bei den 3 Fragezeichen dann mal wieder der Satz "geht mal zu Seite Jungs" kommt, dann ist das bei mir auch nur noch ein Facepalm 🤦‍♂️ Moment.

    Umso mehr freue ich mich dann allerdings auch über Hörspiele dir mir überraschend gut gefallen. Zuletzt nach längerer Zeit mal wieder bei Karl May von Holysoft geschehen. Bin erst bei Folge 4 aber frohen Mutes, dass mir auch die anderen 8 Folgen auf der Playlist noch gut gefallen werden! :)

  • Mich stört es wenn man versucht nur durch Geräusche die Szene da zu stellen was gerade Passiert.

    Mich stört es Grusel Szenen / Mord Szenen nur durch Geräusche da zu stellen.

    Mich stört es wenn Sprecher / Sprecherinen ähnlich Klingern und man dadurch der Szene nicht mehr folgen kann.


    Hörspiele vorspullen kommt für mich nicht in frage.
    Ich möchte ja die Geschichte folgen und nicht Szenen überspringen.

  • Mich stört es wenn...

    Wörter falsch ausgesprochen werden z.b. Orginal statt Original, besonders bei Kinderhörspielen, wie soll das Kind dann lernen, was richtig ist. Beispiel hier Bibi Blocksberg Folge 110 der Hexenball, da sagen viele Sprecher sehr oft Orginal statt Original

    https://www.bachelorprint.de/rechtschreibun…iginal%E2%80%9C.

    Erotikszenen, das muss ich nicht haben. Ne Andeutung wäre für mich noch ok, aber keine Komplette Szene :zwinker2:

    wenn alte Sprecher junge Rollen Darstellen, finde einfach, dass jüngere Sprecher da auch ne Chance für die Rolle kriegen sollten

    Wenn ein Hörspiel zu Hörbuch lastig ist

    Mich stört Gendern in Hörspielen, denke jedesmal, es ist ein Sprachfehler :zwinker2: und ich muss ja nicht alles mitmachen, vor allem sind da manche Wörter so Schwachsinn. Zum Glück überhöre ich das meistens:zwinker:

    Vorspulen würde ich aber nie, halte trotzdem durch und höre es mir bis zum Ende an, und ich will ja wissen was darin passiert. Ausnahme, wenns ein Titellied gibt, was mir nicht gefällt, das Spule ich meistens vor:zwinker:

  • Oh ja, falsch ausgesprochene Wörter/Namen, Deutsch oder andere Sprache, finde ich auch sehr abschreckend.

    Oder Wiederholungen!

    Stimmen, die zu ähnlich sind, stören mich, ebenso Stimmen, die nicht zum Alter der Person in der Geschichte passen.

    Bei Hörspielen spule ich selten vor (im Gegensatz zu Hörbüchern), da würde ich im Zweifel abbrechen, wenn ich dauernd mit den Augen rolle...

  • Schlecht nachgemachte Dialekte sind für mich ein Graus und töten das Kopfkino.

    Es sagt viel über die Welt aus, mein Kind,
    sagte der Vater zu dem Knaben,
    dass die Dummen glücklich sind
    und die Schlauen Depressionen haben.”

    Marc-Uwe Kling

  • Am meisten stört mich an Grusel- und Horrorhörspielen, dass die meisten Macher es sich zu einfach machen, über die Lautstärke, Schreie und Geräusche den Horror zu stimulieren versuchen, dem aber die optische Ebene völlig fehlt, das ist mir persönlich einfach zu plump und wirkt bei mir nicht. Im Gegenteil, es nervt mich manchmal, weil es einfach zu laut ist und eine überreizte Geräuschkulisse, ein weildes Durcheinander, bei dem man oftmals gar nicht richtig mitbekommt, was wem passiert ist - aber gut, es war laut, da ist wohl gerade einer gestorben ;) Ich kenne kaum ein Hörspiel bei dem es gelingt, über die Psyche unangenehmen Druck aufzubauen, also durch's Hintertörchen zu kommen anstatt vorne rum immer über dasselbe Schema mit Pauken und Trompeten zuzuschlagen ;) Deswegen ist mir der Trash inzwischen beinahe lieber als Horror/Grusel, weil wenn Trash sich nicht so ernst nimmt, kann man wenigstens noch dabei schmunzeln ;)

    Manchmal warten wir mit bestimmten Dingen so lange, als hätten wir noch ein zweites Leben im Koffer.

  • Vorspulen mache ich zwar nicht, denn ich möchte das Hörspiel schon vollständig hören, aber ein Graus ist es, wenn die Stimmen in einem Dialog (und da geht es hauptsächlich um weibliche Sprecherinnen) zu ähnlich klingen.

    Weibliche Sprecherinnen sind weiße Schimmel, Herr Kollege. 😉

    Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen. 😛

  • Es stimmt schon. Brigitte Kollecker, Renate Pichler, Heidi Schaffrath, Beate Hasenau, Katharina Brauren, Reinhilt Schneider, usw. - allesamt unverkenn- und unverwechselbar. Aber nur wenige davon sind noch aktiv, geschweige denn noch am Leben. Und wie gerade Schneider bei einem gewissen Label verschlissen wird, ist auch nicht schön. Aber die "junge Generation"? Es ist ja nicht nur der Klang, auch die Sprechweise ist meist 100%ig identisch, wie man das halt in Sprechseminaren so lernt.

    Bei den Herren ist es aber nicht groß anders, die jüngeren kann man im direkten Dialog zwar noch grob auseinanderhalten, aber die Stimmen direkt den Rollen zuordnen, das fällt mir auch oft schwer.

    Und dazu eben meist noch ein Dialogbuch, wo es nur so holzt, oder endlos durchdudelnde KI-Musik. Abgebrochen habe ich allerdings noch kein Hörspiel (das geschieht - selten - bei Hörbüchern), da schlafe ich höchstens ein, wenn es mir zu schlecht ist.

  • Hörspiele abbrechen mache ich öfter als bis zum Ende zu hören. Meine Hörerfahrung hat mir einfach gezeigt, dass wenn ein Hörspiel in den ersten 5 Minuten derartige Dialoge oder ähnliches abliefert, daß ich abbrechen möchte, dann wird das in den häufig 70 folgenden Minuten auch qualitativ nicht mehr nennenswer anders/besser. Und dafür ist mir meine Zeit dann einfach zu Schade. Dann höre ich lieber ein anderes Hörspiel oder Podcast der mir Spaß macht als mich irgenwo durch irgendwas durchzuhören das mir nicht gefällt.

    Ist ja nicht wie früher als Kind wo man mit einem "Fehlkauf" festsass und erstmal wieder sparen musste um an was anderes ran zu kommen. Da hab ich auch mangels Alternativen durch unterdurchschnittlichen Kram der mir nicht zugesagt hat durchgehört. Aber heute tue ich mir Hörspiele die meinen Geschmack nach 5 Minuten nicht annähernd treffen sicherlich nicht mehrbbis zum Ende an, nur weil ich da mal auf start geklickt hab. :D

    Gilt in Momenten wo ich wirklich konzentriert zuhöre. Wenn ich nebenbei Ikea Regale aufbaue, was am PC mache oder die Bude aufräume und das Hörspiel als Hintergrundkulisse läuft ist mir das auch egal und es läuft durch, aber da kriege ich vom Hörspiel eh nichts groß mit

  • Ich sehe schon die Augen wahrscheinlich Vieler hier sich reihenweise verdrehen, aber natürlich will auch ich mich zum Thema äußern.

    Grundsätzlich bin unglaublich tolerant und akzeptiere so ziemlich alles in einem Hörspiel. Schließlich sprechen wir hier letzten Endes von Kunst. Deswegen war ich bzw. bin ich ehrlich gesagt immer noch irritiert, dass man MIR Frauenhass vorgeworfen hat; aber das ist ein anderes Thema.

    Aber, womit ich in Hörspielen überhaupt nicht klar komme und tatsächlich sogar das Gefühl habe, dass es den betreffenden Schauspielerin in dem Moment sogar eine wahre Freude bereitet ist, wenn:

    Gesprochene Szenen über viel zu lange und/oder zusammenhängende Zeit mit vollem Mund und von Schmatz- und Rülpslauten, begleitet gesprochen werden. - Ehrlich? - Da könnte ich irre werden.

  • Unter Ehrhardt bei JS wurde gerne SEEEEHR leise gesprochen. Dazu kaute Musik oder Geräusche. zB in Teil 4 des Jane Mehrteilers, als Jane Suko alles erklärte... nix zu verstehen.

  • Deswegen war ich bzw. bin ich ehrlich gesagt immer noch irritiert, dass man MIR Frauenhass vorgeworfen hat; aber das ist ein anderes Thema.

    Ich weiß, ist ein anderes Thema, aber kurz ein Satz dazu: Ich find das auch absolut unverschämt, weil es einfach nicht stimmt. Du hast ja (gerade zB Luisa Wietzorek) als absolute LieblingssprecherIN und lobst sie oft in den Himmel. Ich hab auch Sprecherinnen, die ich weniger gerne mag als manche SprechER und umgekehrt, aber deshalb ist man noch lang kein:e Frauenhasser:in (ein sehr heftiges Wort übrigens für jemanden, der sich viel mit Sprache beschäftigt und immer ganz viel Toleranz für eigene Leistungen fordert. Mal ganz out of topic.).

  • Mich stört in Hörspielen, wenn einige der Sprecher/Sprecherinnen ziemlich lustlos/gelangweilt auftreten und ihren Part emotionslos runterspulen.
    Auch das Gegenteil, wenn Overacting im Spiel ist, ist für mich ein Störfaktor.
    Mir gefällt auch nicht, wenn es große Unterschiede bei der Lautstärke in einem Hörspiel gibt. Manche Szenen sind sehr leise abgemischt und man muss die Lautstärke hochdrehen, um überhaupt etwas zu verstehen. Im nächsten Moment kracht und wummst es dann dermaßen, da stehe ich dann senkrecht im Bett oder auf meinem Sofa. So etwas kann ich gar nicht ab.

  • Lautstärkeschwankungen finde ich auch ätzend. Passiert aber vornehmlich im TV...bei Hörspielen seh ich die Problematik selten.

    Sonst habe ich wenig Themen die mir hier einfallen.

  • Ich kann fast alles hier schon geschriebene auch für mich zählen lassen.

    Manchmal stört es mich, wenn Hörspiele nicht einfach zum Ende kommen.
    Hörspiele sind manchmal schon lang, was meistens positiv ist, aber wenn der Plot de rGeschichte aufgelöst wurde, müssen für mich keine minutenlangen Abschlussgespräche mehr kommen. Dann schaue ich schonmal nach wie lange es denn nun noch geht.

    Ich höre sehr gerne die Silberbände von Perry Rhodan, gesprochen von dem tollen Josef Tratnik.
    Ab irgendeinem Punkt fange ich dann wieder ganz von vorne an, weil ich die Anfagnsfolgen so toll finde.
    Mittlerweile bin ich bei Silberband 18.
    Wirklich spannend!

    Allerdings gibt es eine Storyline um Perry Rhodans verräterischen Sohn.
    Silberband 14 heißt auch "Rhodans Sohn".
    Ich habe die erste Stunde gehört, aber gemerkt das es mich nervt, sehr sogar.....also habe ich den ganzen Silberband übersprungen, knapp 14 Stunden.
    =)
    Und habe die Handlung im Perry Wikipedia nachgelesen .:green:

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  • Hörspiele sind manchmal schon lang, was meistens positiv ist

    Sehe ich anders. :)

    In der Kürze liegt die Würze. Natürlich gibt es Stoffe, die brauchen Luft. Alles okay. Aber damals passt auf eine LP circa 45 Minuten. Das war doch wunderbar. Heute splitte ich Hörspiele in zwei oder drei Hörsessions auf. Man ballert die CD immer mit knapp 80 Minuten voll, komme was wolle. Das ist in meinen Augen am Thema vorbei. HG Francis hat's bewiesen :zwinker3:

  • Kann ich gut verstehen und nachvollziehen. :]
    Ich höre wahrscheinlich zu wenig neue Hörspiele, als das es mir vermehrt negativ auffallen würde.

    Was auch Francis und Körting z.B. auch bei den Masters in relativ kurzer Zeit gemacht haben, ist schon toll.
    Ein paar Folgen sind unter 40 Minuten.

    Spannend wäre es gewesen, was Francis mit 60 Minuten hinbekommen hätte und ob es dann auch noch diesen Charme gehabt hätte.

      

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