[RB2] Mord ohne Gewalt

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 540 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (9. Mai 2025 um 21:21) ist von Agatha.

  • Inhalt:
    Miss Jarvis, die Sekretärin des Arztes Gilbert, weiß zuviel und entwickelt sich zu einer skrupellosen Erpresserin: nicht nur Nina, die Frau eines reichen Geschäftsmannes und Geliebte Gilberts zahlt, sondern auch dieser selbst. Den Geschäftsmann wiederum, der von dem Verhältnis erfährt, stört weniger die Treulosigkeit seiner Ehefrau, sondern etwas ganz anderes: er fürchtet um seinen guten Ruf und um seine Ernennung in den Adelsstand. Und so entwirft er einen, wie es scheint, fehlerfreien Plan zur Beseitigung der Erpresserin. Sie soll, ohne daß auffällt, daß es sich hier um einen Mord handelt, auf gewaltfreie Weise aus diesem Leben scheiden.

    Sprecher:
    Gerd Baltus - David Gilbert
    Anke Tegtmeyer - Miss Jarvis
    Veronika Bayer - Nina Burroughs
    Gisela Claudius - Jean Gilbert
    Edgar Ott - Joe Burroughs
    Werner Eichhorn - Inspektor Mitchell

    Produktion:
    Von: Rae Shirley
    übersetzt aus dem Englischen
    Übersetzung: Karin Graf
    Komposition: Reinhart Firchow
    Technische Realisierung: Franz Peter Esser, Petra Scolarikis
    Regieassistenz: Gitta Lehnen
    Regie: Hein Bruehl
    Westdeutscher Rundfunk 1984 / Erstsendung: 12.05.1984

    Radio Bremen hat den Hörspielklassiker im Rahmen des Podcasts "Kein Mucks" zum :download: bereit gestellt.

  • Für mich war das wieder ein richtig gelungenes und interessantes Krimihörspiel bei "Kein Mucks".
    Vor allem Gerd Baltus und Edgar Ott fand ich große Klasse in ihren Rollen.
    Edgar Ott ist hier mal ganz anders drauf wie bei Benjamin Blümchen. Er agiert sehr zynisch, eiskalt und teilweise auch sehr energisch.
    Das Ende fand ich sehr makaber, aber gelungen.
    Vor dem Hörspiel gab es einige Infos von B. Pastewka über Gerd Baltus, nach dem Hörspiel über Edgar Ott. Auch das hat mir wieder gut gefallen.

  • Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mir schon vor einigen Monaten vier "Goldmann Primos" auf MC gekauft habe.
    Da war auch dieses Hörspiel dabei, das ich dann auch gleich gehört hatte, aber aus irgendeinem Grund hatte ich damals nichts dazu geschrieben ... :schulter:

    Kann ich ja jetzt nachholen, da ich es jetzt nochmal als Mucks gehört habe.

    Mir hat das Hörspiel auch sehr gut gefallen.
    Was für ein perfider Plan von Joe ... wobei man dann am Schluss ja von einer ausgleichenden Gerechtigkeit sprechen kann.
    Dazu dann wieder tolle Sprecherinnen und Sprecher.
    Nur die Musik fand ich furchtbar.

    Und jetzt im zweiten Durchgang (über Handy und Kopfhörer) ist mir etwas Interessantes aufgefallen.
    Beim ersten Mal hatte ich nur über den quäkenden Lautsprecher des Kassettenrekorders gehört.
    Das Gebäude, in dem sich die Praxis von Dr. Gilbert befindet, ist ja ein Geschäftshaus. Kein Wohnhaus.
    Am Wochenende und an Feiertagen ist es menschenleer; der Hausmeister hat es ja nach den Feiertagen auch erst wieder aufgeschlossen.
    Und doch hört man, als sich der Inspektor und Dr. Gilbert in dessen Praxis unterhalten, spielende Kinder im Hintergrund. :denk::gruebel::schulter:

    Gruß, Frank

    Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.

  • Edgar Ott ist hier mal ganz anders drauf wie bei Benjamin Blümchen. Er agiert sehr zynisch, eiskalt und teilweise auch sehr energisch.

    Ich mag es, wenn einen der Sprecher oder die Sprecherin mal mit einer ganz anders als üblich gearteten Rolle überrascht und nicht immer nur eine Sparte bedient.
    (Weil wir es ja an anderer Stelle von Udo Schenk hatten, der eigentlich fast komplett auf Bösewichte abonniert ist.)

    Ich fand das Hörspiel so richtig böse, denn selbst wenn der Mord ohne direkte "Gewalt" auskommt, läuft er doch extrem kaltblütig und herzlos ab! :pinch:
    Da gönnt man es dann dem Täter, dass er seine Quittung doch noch bekommt... :pfeifen:

    Wobei ich es aber doch ein bisschen unwahrscheinlich fand, dass

    Spoiler anzeigen


    Burroughs sich innerhalb von ca 6 Wochen (Weihnachten bis irgendwann im Februar) seine Blutdrucktabletten nicht wieder neu vom Arzt hätte verschreiben lassen.
    Das wäre doch komplett unverdächtig gewesen, und er hätte sie zur Verfügung gehabt, falls es nötig gewesen wäre... :pfeifen:


    Zitat von Frank

    Und doch hört man, als sich der Inspektor und Dr. Gilbert in dessen Praxis unterhalten, spielende Kinder im Hintergrund. :denk::gruebel::schulter:

    War mir jetzt so nicht aufgefallen, aber man könnte es ja auch nicht unbedingt damit erklären, dass das Fenster aufsteht und man die von draußen hört.
    Denn der Krimi spielt ja eigentlich im Winter. :bibber2:
    Ist wohl ein Sound-Fehler.

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