[SWR2] Das Prinzip Beharrung

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 471 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (5. März 2025 um 18:10) ist von Purzel.

  • Inhalt:
    Jahre nach dem Zusammenbruch einer perfekten, computergesteuerten Gesellschaft erreicht den Offizial Ossip, der ein perfektes Rädchen in diesem System war, eine Order. Pflichtgemäß macht er sich auf den Weg zu der angegebenen Dienststelle in einer verwüsteten, chaotischen Stadtlandschaft. Dort wird er überraschenderweise vom Computer als Sicherheitsrisiko eingestuft und einem entwürdigenden Überprüfungsritual unterzogen. Ossip, der Offizial, wird Opfer einer kollabierten Ordnungsutopie, deren nach Totalität strebendes Muster nichts als eine Wüste zurückgelassen hat.

    Sprecher:
    Gerd Baltus - Ossip A u. C
    Robert Atzorn - Ossip B
    Felix Schellenberg - Ossip als Kind
    Ulrike Bliefert - Klara
    Ernst Alisch - Offizial
    Walter Renneisen - Funkstimme
    Berthold Toetzke - Chef
    u.a.

    Produktion:
    Von: Gregor Retti
    Technische Realisierung: Jochen Prandhoff, Andrea Mammitzsch
    Regie: Andreas Weber-Schäfer
    Süddeutscher Rundfunk 1986 / Erstsendung: 10.03.1986

    Der SWR hat den Hörspielklassiker im Rahmen des Podcasts "Das war morgen" zum :download:bereit gestellt.

  • Ich fand das Hörspiel ziemlich packend, aber auch sehr verstörend und beklemmend.
    Großartig ist die kalte und abweisende Atmosphäre geworden, die das ganze Hörspiel durchzieht.
    Auch die Geräuschkulisse und die Musik sind auf den Punkt und teilweise ziemlich krass und verstörend.
    Toll fand ich den Sprechercast. Ein absolutes Highlight war für mich Gerd Baltus, der hier eine absolute Glanzleistung abliefert.

  • Ich fand das Hörspiel ziemlich packend, aber auch sehr verstörend und beklemmend.

    Ich hab hier vor ein paar Tagen auch mal reingehört, vor allem wegen des Casts und insbesondere Gert Baltus, aber nach ca 10 min abgebrochen, weil ich nicht in die Handlung "reinkam".
    Irgendwie haben mich die Charaktere verwirrt, ich wusste mehrfach nicht, wer denn da nun spricht bzw. wie man zueinander steht.
    Außerdem fand ich auch das häufige Atemgeräusch störend, obwohl das sicher ein künstlerisches Element sein sollte, um die beklemmende Atmosphäre deutlicher zu machen.
    Mal sehen, vielleicht steige ich jetzt auf Deine Beurteilung hin doch wieder ein, Purzel! :zustimm:
    Aber im ersten Versuch hat meine eigene "Beharrung" da nicht ausgereicht für. Kommt halt auch einfach auf die Stimmung an.

  • Aber im ersten Versuch hat meine eigene "Beharrung" da nicht ausgereicht für. Kommt halt auch einfach auf die Stimmung an.

    Geht mir auch manchmal so, ist ja nichts Schlimmes oder Verwerfliches.
    Ich habe letztens z.B. "Der Atem der Katechana" abgebrochen, weil ich mit der Machart des Hörspiels und den Sprechern nicht klar gekommen bin.

  • Ich habe letztens z.B. "Der Atem der Katechana" abgebrochen, weil ich mit der Machart des Hörspiels und den Sprechern nicht klar gekommen bin.

    Hast Du mal [SWR Kultur] Die Ballade von Narayama versucht?
    Das habe ich auch nicht bis zum Ende durchhören können (ist aber mit ü90 Minuten auch recht lang), u.a. wegen des Gesangs, obwohl ich sogar noch relativ lange drangeblieben bin.
    Aber die Welt, die da geschildert wird, ist doch schon sehr fremd, und als die alte Frau sich dann die eigenen Vorderzähne ausschlägt, nur damit man sie nicht als "gierig" bezeichnet, weil alle anderen ihres Alters kaum noch Zähne haben, sie aber weiterhin ein tadelloses Gebiss, da war mir das irgendwann zu viel.
    Insbesondere wo das "dicke Ende" ja erst kommen sollte...

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