Die Faszination des Hörspiels – Warum mich dieses Medium begeistert

Es gibt 24 Antworten in diesem Thema, welches 1.940 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (11. März 2025 um 06:47) ist von City-Dirk.

  • In einer Welt, in der wir ständig von Bildern, Videos und Grafiken umgeben sind, hat das Hörspiel für mich eine ganz besondere Bedeutung. Es ist eine Kunstform, die sich einzig und allein auf das Gehör verlässt – und gerade das macht es für mich so faszinierend. Während Filme und Serien mir alles vorsetzen, bleibt das Hörspiel ein Medium, das mich aktiv fordert. Ich werde nicht nur Zuhörer, sondern Mitgestalter, denn meine Vorstellungskraft erschafft die Bilder, die in der Geschichte verborgen sind.

    Was das Hörspiel von anderen Medien unterscheidet, ist seine Fähigkeit, eine Geschichte ganz ohne visuelle Elemente lebendig werden zu lassen. Anders als beim Fernsehen oder Kino gibt es keine festgelegten Bilder. Die Stimmen der Sprecher, die Geräusche und die Musik geben nur den Rahmen vor – den Rest übernimmt meine Fantasie.

    Wenn ein Erzähler von einem geheimnisvollen Wald spricht, sehe ich ihn in meiner Vorstellung genau so, wie ich ihn mir wünsche. Die Bäume sind so hoch oder niedrig, so dicht oder licht, wie meine Fantasie es erlaubt. Eine düstere Szene kann ich mir genau in dem Maß schaurig ausmalen, das für mich funktioniert. Kein Medium bietet mir so viel kreative Freiheit wie das Hörspiel.

    Ein gutes Hörspiel lebt nicht nur von seiner Geschichte, sondern auch von der Art und Weise, wie es erzählt wird. Die Stimmen der Sprecher sind essenziell – sie tragen Emotionen, Nuancen und Stimmungen. Ein geübter Sprecher kann mit nur einer Betonung Spannung erzeugen oder eine Figur sofort sympathisch oder bedrohlich wirken lassen.

    Doch nicht nur die Stimmen sind entscheidend: Geräusche und Musik spielen eine ebenso große Rolle. Das Ticken einer Uhr in einem dunklen Raum, das leise Knarren einer Tür oder das ferne Heulen des Windes – all das macht die Welt eines Hörspiels greifbar. Musik verstärkt die Atmosphäre und kann Emotionen intensivieren, ohne dass ich ein einziges Bild sehe. Sie lässt mich aufwühlen, träumen oder in Spannung verharren.

    Ein weiterer Grund, warum mich das Medium Hörspiel so sehr begeistert, ist seine Flexibilität. Ich kann es überall genießen – beim Autofahren, beim Spazierengehen oder entspannt auf der Couch. Ich brauche keinen Bildschirm, keine besonderen Geräte, nur meine Ohren. Dadurch wird das Hörerlebnis viel intimer: Ich kann mich zurücklehnen, die Augen schließen und ganz in die Geschichte eintauchen.

    Hörspiele erlauben es mir, dem Alltag für eine Weile zu entfliehen, ohne mich vollkommen von der Welt abzuschotten. Während ich einen Film oder eine Serie aktiv anschauen muss, kann ich ein Hörspiel auch nebenbei hören. Es begleitet mich auf langen Fahrten, macht Hausarbeiten interessanter oder hilft mir beim Einschlafen.

    Für viele Menschen – mich eingeschlossen – sind Hörspiele mit Kindheitserinnerungen verbunden. Klassiker wie Die drei ???, TKKG oder Bibi Blocksberg haben mich damals in aufregende Abenteuer mitgenommen. Doch auch heute noch begeistert mich das Medium, denn es ist längst nicht mehr nur für Kinder. Hochwertige Krimis, Mystery-Thriller oder tiefgehende Dramen gibt es inzwischen in beeindruckender Qualität.

    Dank Streaming-Diensten ist es heute leichter denn je, neue Hörspiele zu entdecken. Produktionen mit hochkarätigen Sprechern, aufwendiger Soundkulisse und packenden Geschichten zeigen, dass das Hörspiel ein lebendiges Medium ist, das sich immer weiterentwickelt.

    Auch wenn Streaming-Dienste das Hörspiel heute überall verfügbar machen, genieße ich es am liebsten auf CD. Es hat für mich etwas Besonderes, eine physische Sammlung zu besitzen, die ich durchstöbern kann. Das Einlegen einer CD, das Klicken des Players und das sanfte Rauschen, bevor die ersten Töne erklingen, gehören für mich zum Hörspiel-Erlebnis dazu. Außerdem schätze ich es, ein schönes Booklet in den Händen zu halten, vielleicht mit Hintergrundinfos oder Illustrationen zur Geschichte. CDs haben für mich einen nostalgischen Wert – sie erinnern mich an Kindheitstage, an das Ritual, eine neue Folge aus der Hülle zu nehmen und gespannt zu lauschen. Und nicht zuletzt genieße ich die hervorragende Klangqualität, die eine CD im Vergleich zu digitalen Streams oft noch bietet.

    Das Hörspiel ist für mich eine der intensivsten und gleichzeitig entspanntesten Formen, Geschichten zu erleben. Es fordert meine Fantasie, lässt mich aktiv teilnehmen und schafft Bilder, die kein Film je so individuell erzeugen könnte. Die Kombination aus Stimmen, Geräuschen und Musik macht es zu einem ganzheitlichen Erlebnis, das mich tief eintauchen lässt.

    Gleichzeitig ist es ein Medium, das sich perfekt in meinen Alltag einfügt, mir aber auch Momente der Ruhe und Entspannung schenkt. Es kann spannend, gruselig, lustig oder emotional sein – und bleibt dabei immer persönlich.

    In einer Zeit, in der wir von visuellen Reizen überflutet werden, erinnert mich das Hörspiel daran, wie kraftvoll das bloße Zuhören sein kann. Es ist und bleibt für mich ein Medium voller Magie, das mich immer wieder aufs Neue begeistert.

  • Superguter Beitrag, danke.

    Deckt sich bei mir. Meine Hauptboni sind:

    - Flexibilität und Mobilität

    - Man kann nebenbei Dinge tun (ich kann das nur begrenzt gut, weil ich visuelle Reize und das Hörspiel nicht gut trennen kann, ich bin dann halt abgelenkt, wirklich nur leichter Stoff geht)

    - Kindheitserinnerung an eine "gute" Zeit

    plus bei mir:

    - Es ist ein Hobby, dass nicht teuer ist (oder sein muss) und ich freue mich über Kleinigkeiten. Wenn ich eine alte MC auf dem Flohmarkt sehe, dann ist das schön. Wenn ich mal monatelang nix ausgeben will oder es sich nicht ergeben hat: Auch gut.

  • Ich kann mich dem Poldi nur in allen Punkten anschließen. Das Hörspiel begleitet mich, so lange ich denken kann. Ich hörte sie schon als kleines Kind beim Spielen nebenher von Platte, bei den Hausaufgaben im Hintergrund von Kassette und danach von CD. Mitte der 80er gab es dann eine etwa 10jährige Pause, in der ich fast nur Musik hörte. Mit dem Herrn der Ringe, den Säulen der Erde und mit Sinclair 2000 kam meine Hörleidenschaft dann zurück, die bis heute anhält. Mit Streaming tue ich mich etwas schwer, da ich das Hörspiel stets besitzen möchte, aber wenn es nicht anders geht, dann ist es eben so. Heute begleitet mich das Hörspiel viel auf der Arbeit, da ich beruflich sehr viel unterwegs bin. Mein Chef hat für die Firmenwagen extra noch Radios mit CD-Player angeschafft.

  • Natürlich mag ich Hörspiele :)

    Und ja auch bei mir trägt die "Portabilität" massiv viel zum postiven bei.

    Preislich gesehen finde ich Hörspiele heutzutage eher teuer, wenn ich ich die Kaufpreise mit denen von Filmen/Serien vergleiche. Beim leihen (streaming) ist es dafür eher andersrum, da kommt man als Hörspielhörer günstiger weg.

    Ansonsten muss ich allerdings sagen, dass bei mir persönlich aktuelle Hörspielneuerscheinungen abseits von Audible nicht mehr im Fokus stehen, da sie meinen Geschmack irgendwie nicht mehr so treffen. Trotzdem höre ich natürlich immer noch gerne Klassiker aus meiner Kindheit und Sachen aus den frühen 2000 - 2015 Jahren oder so um den Dreh. Da kamen für mich so mit die besten "Erwachsenen" Hörspiele überhaupt auf den Markt.

    Generell bin ich aber auch viel am Podcast hören und auch immer mal wieder gut dabei beim reinziehen.gut vorgelesener Hörbücher . Hörbücher habe ich bsw in den 2000ern überhaupt nicht gehört.

    Bei mir hat die Hörspielbegeisterung insgesamt merklich nachgelassen. Mein Hörerhalten ist mittlerweile sehr sehr stark zum Podcast Hören gewandert, danach kommt allerdings schon das Hörspiel - häufig allerdings ältere Sachen und wenn es ??? nicht gäbe würde ich derzeit wohl fast gar nicht in aktuelle Produktionen reinhören - wobei ich viele neue ??? auch nicht zu ende höre, wenn Sie mich nerven.

    Von daher - meine Faszination Hörspiel - hat nachgelassen und bezieht sich momentan stark auf alten Kram der 80 und Revival Sachen aus den frühen 2000ern, sowie der ein oder anderen Neuerscheinung auf Audible (bei weitem aber auch da nicht allen). :]

  • DerPoldi Ganz toller Beitrag von dir, ich bin beim Lesen regelrecht ins Schwärmen geraten. :thumbsup:

    Auch ich bin schon als kleiner Steppke mit den ersten Hörspielen in Berührung gekommen und die Faszination für sie hat mich seit dem nicht mehr losgelassen.
    Wenn das Wetter mitgespielt hat, bin ich früher auch ständig auf dem Bolzplatz gewesen. Im Fernsehen gab es aufgrund der 3 Programme nicht so viel Auswahl, einen Videorecorder hatten wir nicht und Computer- und Videospiele haben erst einige Zeit später für mich eine Rolle gespielt. Mit 14 Jahren (zur Konfirmation) habe ich einen PC bekommen, später sind auch noch ein Mega Drive und der Game Boy dazugekommen. Ich habe auch sehr viel gelesen und halt sehr viele Hörspiele gehört, da habe ich (dank meiner Mutter) immer auch viel Nachschub geschenkt bekommen.

    Die ersten Hörspiele, die ich gehört habe waren diverse Folgen von Benjamin Blümchen, Pumuckl, Fünf Freunde, Rätsel um..., Tim und Struppi, TKKG und etliche Einzelhörspiele z.B. von Kurt Vethake (Kalle Blomquist, Rasmus und der Landstreicher, Huckleberry Finn, Meuterei auf der Bounty...). Später sind auch noch viele andere dazu gekommen. Komplett aufgehört mit dem Hörspiele hören habe ich nie, ich habe auch keine Pause eingelegt, nur etwas weniger war es zum Ende meiner Schulzeit dann doch und auch im Studium habe ich nicht so viel gehört.

    Ich habe früher zum Einschlafen gerne ein Hörspiel gehört und das mache ich auch heute noch sehr oft. Ich schlafe aber so gut wie nie dabei ein, sondern höre das Hörspiel zu Ende und dann wird geschlummert. Ich weiß also schon, wie die Hörspiele zu Ende gehen. ^^

    Unterwegs höre ich keine Hörspiele. Ich kann mich im Zug oder Bus nicht auf das Hörspiel konzentrieren, auch beim Autofahren klappt das bei mir nicht. Da gibt es für mich zu viele Ablenkungen, da bekomme ich vom Hörspiel nicht alles mit. Leichteren Hörstoff konsumiere auch mal nebenher beim Putzen, Aufräumen, Arbeiten, das ist kein Problem. Ansonsten mache ich es mir sehr gerne bei mir auf dem Sofa bequem, es gibt etwas Leckeres zum Knabbern und dazu einen großen Becher Tee oder Kakao und dann wird ein Hörspiel eingelegt. Ich schließe meine Augen und lausche dem Hörspiel, lasse meine Seele baumeln und meine Phantasie übernimmt den Rest. Das schafft bei mir kein anderes Medium, das funktioniert nur bei Hörspielen.

    Hörspiele sind außerdem für mich auch eine großartige Beschäftigung zum Stressabbau. Immer wieder lege ich ein mir schon gut bekanntes Hörspiel (Die drei Fragezeichen, TKKG, Fünf Freunde, Pumuckl, Alf, Karl May...)
    ein und nach wenigen Minuten befinde ich mich in einer anderen Welt und der ganze Stress und Ärger aus dem Alltag ist wie weggeblasen. Deshalb bin ich dem Medium Hörspiel sehr, sehr dankbar und kann mir nicht vorstellen, dass es in naher Zukunft mal anders bei mir aussehen könnte.

    Ein Leben ohne Hörspiele ist möglich, aber sinnlos. :)

  • Ein Leben ohne Hörspiele ist möglich […]

    Ganz entschieden: NEIN! =)

    Auch ich höre Hörspiele schon, solange ich denken kann, seit der ersten EUROPA-Karl-May-Schallplatte (!), seit mein Papa den ersten Van Dusen (Die Perlen der Kali) aus dem Radio aufgenommen hat, seit ich nicht mehr einschlafen konnte, weil mein Bruder Dracula trifft Frankenstein zur Geburtstag geschenkt bekommen hat. („Gehen Sie nur, wenn Sie schwache Nerven haben, hi hi hi hi hi“.) Natürlich hat das zwischendurch auch mal ziemlich nachgelassen (dieses schreckliche Erwachsenwerden! <X), war aber nie völlig weg. Ich kenn’s schlicht nicht anders. Ist wohl wie mit meinem Sportverein: als Kind eingetreten worden, darin aufgewachsen, und obwohl ich nie eine Sportskanone war, ist mir auszutreten nie in den Sinn gekommen.
    Ob das bei mir wohl ein Grund ist? Ich kenn’s schlicht nicht anders? Nun, die oben von anderen schon genannten Gründe spielen schon sicher auch eine Rolle :green:. Und man kann sich so schön elitär fühlen, denn – seien wir ehrlich! – Hörspielhören ist ein Nischeninteresse.
    Jedenfalls hör’ ich praktisch immer irgendwas, während ich mit Bus oder Bahn oder zu Fuß unterwegs bin. Nur etwas unbedingt hören wollen, wenn ich schon im Bett liege, das ist keine gute Idee, da fehlt mir hinterher mit Sicherheit das Ende oder irgendwas im Mittelteil… (Schlimm, wenn man beim Mitternachtskrimi – als es den noch gab – am Ende aufwachte und mitkriegte, wer’s war, aber nicht, was er eigentlich angestellt hat :zwinker:.)

  • Alte Radiohörspiele höre ich auch immer noch gern. Ist heute mit den Downloads/Podcast Formaten natürlich viel einfacher und bequemer geworden aber vor der Mediatheken Zeit war es irgendwie auch noch "besonderer". Man musste vorher gucken wo mal ein interessantes Hörspiel lief und dann musste man das irgendwie live hören oder es hinbekommen es aufzunehmen wenn man es hören wollte. War zwar umständlicher und man hat auch viel verpasst, aber irgendwie war es auch "besonderer" wenn man das Hörspiel dann "erbeutet" hatte :D

  • Schöner, enthusiastischer Eröffnungsbeitrag :zustimm: , aber is ja andererseits nicht so, als müsste man in einem Hörspielforum noch jemanden davon überzeugen, dass Hörspiele was ganz Tolles sind.:zwinker:

    Ich wäre hier z.B. nicht Admin, wenn sie nicht ein sehr wichtiger Teil meines Lebens wären, ich den Tag nicht heimlich preisen würde :zwinker: , an dem ich, nach einer längeren Pause von ca 1985 bis 2000, über ein paar alte, zufällig bei Ebay entdeckte DDF-MCs, wieder zum Hören zurückgefunden hätte, um seitdem mit wachsender Leidenschaft dranzubleiben! :love3: ^^

    Es gibt ja aber auch wirklich für fast jede Gelegenheit und jeden Gemütszustand das passende Hörspiel - die langweiligste Tätigkeit kann gleich viel bunter, interessanter, angenehmer werden, genauso aber auch das entspannte Stündchen auf dem Sofa (wobei ich da mittlerweile schon lieber drauf verzichte, denn ich penne einfach zu schnell weg...tolle Story hin oder her... :oma: :pfeifen: ), also wird sich nach Möglichkeit bewegt dabei. =)
    Denn man braucht, dank digitaler Medien auch gar nicht viel für ein tolles, abwechslungsreiches "Kopfkino", das geht relativ unaufwendig und mobil, was auch für viele Fans eine Rolle spielen dürfte. Und die Auswahl ist ja grandios!
    Genauso kann man aber auch einfach mit einem haptischen Medium dasitzen und sich, während man reinhört, CD- oder LP-Cover ansehen und deren Gestaltung bzw die zusätzlichen Infos genießen. (So wie schon als Kind, wenn man sich die Bildchen hinten auf den Europa-Plattenhüllen angeschaut hat...)

    Für mich ist Hörspielhören definitiv schon mehr als nur ein Hobby, und ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass sich das nochmal ändern wird!
    Zumindest nicht in den nächsten Jahren. :zwinker:

    Ein Leben ohne Hörspiele ist möglich, aber sinnlos. :)

    Du sagst es!

  • nach einer längeren Pause von ca 1985 bis 2000,

    Das überrascht mich jetzt, dass du eine solch lange Pause mit dem Hörspiele hören eingelegt hast.
    Bei mir gab es nie eine Zeit, in der ich keine Hörspiele gehört habe, nur habe ich eine Zeit lang deutlich weniger gehört, ganz ohne Hörspiele ging es bei mir nie.

  • Das überrascht mich jetzt, dass du eine solch lange Pause mit dem Hörspiele hören eingelegt hast.

    Das hatte ich hier im Forum schon häufiger mal geschrieben, die Pause begann einfach mit der Teenagerzeit, Gruppenzwang halt ;) , alle anderen fanden Hörspielhören lahm und doof, ich irgendwann auch, denn man entfremdet sich ja von etwas, das man nicht mehr tut.

    Danach waren dann irgendwie immer andere Dinge, Freizeitbeschäftigungen wichtiger/ interessanter, ich hab mir zwar, wenn ich in entsprechenden Abteilungen von Kaufhäusern unterwegs war, noch die vielen Fragezeichen MCs im Regal angesehen und drüber gestaunt, dass die Serie so kontinuierlich weiterlief, aber kam gar nicht mehr auf die Idee, nochmal selbst zuzugreifen.
    Ist im Nachhinein schon irgendwie komisch, aber der Mensch ändert sich eben bis zu einem gewissen Grad ;) immer wieder mal.

    Als ich dann um die Jahrtausendwende herum im Winter bei Ebay zufällig nach irgendetwas unter dem Schlagwort "Katze" suchte, wurde mir ein MC-Konvolut angezeigt, das eben auch "Die schwarze Katze" enthielt.
    Ich dachte: 'Och, warum nicht, eigentlich könntest Du doch mal wieder ein paar Hörspiele hören, hat Dir doch früher immer so viel Spaß gemacht, und deine alten müssten doch auch noch irgendwo in einer Kiste liegen, bestell diese hier doch mal zum "Ausprobieren".
    Der Rest ist Geschichte... =)

    Finde ich aber toll, dass Du Dich nie hast abbringen lassen! :thumbsup:

  • Finde ich aber toll, dass Du Dich nie hast abbringen lassen

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass während meines Studiums ein Mitstudent begeistert die John Sinclair Hörspiele vom Tonstudio Braun gehört hat.
    Da haben wir uns immer mal wieder darüber unterhalten, was die anderen Studenten überhaupt nicht verstehen konnten. Auch sie konnten fast alle mit Hörspielen wenig bis gar nichts anfangen.
    Aber das war mir immer so was von egal, gerade in der Zeit habe ich während der Hausarbeiten... gerne neben her Die Drei Fragezeichen, TKKG und Fünf Freunde gehört, die haben mir die Hausarbeiten deutlich angenehmer gemacht. ^^

  • Schön geschrieben DerPoldi. :]

    Ich ticke da aber ein wenig anders, aber das habt ihr ja schon längst gemerkt. =)

    Natürlich habe ich als Kind auch Hörspiele gehört, aber deswegen höre ich heute nicht als Erinnerung an die Kindheit.
    Ich höre auch heute noch Hörspiele die ich damals schon als Kind gehört habe.
    Aber ganz einfach deswegen, weil es sich dabei um zeitlose Klassiker handelt: Karl May, Jules Verne, Schatzinsel, Robinson Crusoe usw.
    Das kann man mit 8 genauso hören wie mit 88.
    Und ich bin ja auch so ein alter Sack; damals gab es diese ganzen Jugendserien noch gar nicht.
    Darüber bin ich aber auch sehr froh, vielleicht müsste ich sonst heute Fragezeichen und Co. in Dauerschleife hören. :panic:
    Und ich habe auch schon recht früh mit den Hörspielen wieder aufgehört, weil ich die Musik für mich entdeckt habe.
    Und dann wurden auch schon die ersten Hörspielkassetten mit Musik überspielt. =)
    Jedenfalls gab es dann erst einmal eine lange Hörspielpause, ca. 40 Jahre.

    Erst Ende 2017 habe ich dann wieder zum Hörspiel gefunden:
    Aber anders als die meisten hier höre ich weder mobil noch nebenbei.
    Natürlich höre ich deswegen auch sehr viel weniger als andere.

    DerPoldi Viel von dem was du schreibst trifft aber auch auf das Buch bzw. Hörbuch zu.
    Im Hörspiel höre ich das Rascheln der Blätter oder das Rauschen der Wellen,
    im (Hör)Buch bleibt auch das noch meiner Fantasie überlassen und ist deswegen vielleicht noch intensiver.

    Gruß, Frank

    Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.

  • Ich höre auch seit der Kindheit Hörspiele. Habe sie als Kind schon gerne gehört. Als Jugendliche glaube so ab 1987 bis 1999 nicht mehr, da meine Mutter meinte man wäre zu alt dafür und hat unsere MC einfach meinen jüngeren Cousins und Cousinen gegeben, hat mich damals auch aufgeregt. Ein paar konnte ich zum Glück retten u.a.Knight Rider und Hanni und Nanni. Ein Teil ist auch in der Flohmarktkiste meines Bruders gelandet. Versuche die aus der Kindheit jetzt aber nach und nach wiederzukaufen. Habe bei Pop.de schon einige wiedergefunden:)

    Eine meiner Schwestern kaufte sich dann Ende der 90er Drei ??? Kassetten, die ich mir dann ausgeliehen hatte, dadurch bin ich dann wieder zu Hörspielen gekommen. Ich habe dann da auch wieder die geretteten Kindheits Hörspiele raus geholt und wieder gehört. Stream gabs ja erst später

    inzwischen höre ich weniger die neuen Drei ??? und TKKG. Drei ??? sind mir inzwischen einfach zu lang, brauche da keine Folgen in Spielfilmlänge. Bei TKKG komme ich mit Tobias Diakow nicht klar, merke da oft leider nicht, wenn Karl gerade spricht. Die alten höre ich aber immer noch sehr gerne

    Inzwischen höre ich oft und gerne Radiohörspiele, was ich früher nicht tat. Hab einfach nie mitbekommen, wann welche liefen. Dank ARD Audiothek ist das nun einfacher

    Ich kaufe wieder Folgen als CD kaufe oder gebraucht MC. Dank Stream weis ich dann oft, ob ich sie in der Sammlung haben will, ohne enttäuscht zu sein, dass sie mir nicht gefällt.

    Früher habe ich die gerne beim Nintendo spielen gehört.

    Habe mir früher immer vorgestellt, es würde Kassettenrekorder mit kleinem Bildschirm geben, wo die Hörspiele dann als Film laufen

    Zum Einschlafen habe ich nie gehört/höre ich nie, da brauche ich komplett Ruhe. Bin eh immer in 2 Min weg, sobald ich im Bett liege, da lohnt es sich nicht ein Hörspiel rauszuzuchen=)

    Haben uns als Kind Früher mit unseren Freunden immer Gegenseitig unsere Hörspiele ausgeliehen, dadurch hatte ich mal eine Hui Buh und eine Barbie Folge, die mit der Strandparty gekannt, aber nie selbst welche davon gehabt. Manchmal wurde vergessen zurückzugeben, waren leider dann auch welche durch verloren gegangen

    Heute sind sie für mich u.a. für den Stressabbau , als Begleitung beim Ausmalen. Höre nur zu Hause, beim Ausmalen, Diamondpainting oder Gemüseschnibbeln fürs Mittagessen, beim Waffeln backen, beim Weihnachtsplätzchen backen. Zu Hause stört mich niemand unterwegs ist nicht mein Ding, will noch von der Umgebung was mitbekommen:zwinker:


    Wenn ich Kindheitsfeeling haben will, höre ich auf meiner Anlage oder Tragbarem CD Spieler mit Kassettendeck MCs. Höre aber auch gerne bei Spotify über Alexa oder Teufelsoundbar

  • da meine Mutter meinte man wäre zu alt dafür und hat unsere MC einfach meinen jüngeren Cousins und Cousinen gegeben,

    Bei uns ist das so ähnlich mit den LPs passiert... :pfeifen:
    Alles, was meine 7 und 11 Jahre jüngeren Kusinen damals interessiert hat, habe ich ihnen so Mitte der 80er gegeben.
    Eigentlich hatten wir abgemacht, sie sollten die nur leihweise übernehmen und mir später wieder zurückgeben. Aber dann stellte sich heraus, dass meine Tante sie irgendwann in dieser Zeit einfach an ein noch etwas jüngeres Mädchen aus ihrem Bekanntenkreis weiterverschenkt hatte, ohne mir ein Wort darüber zu sagen.
    Ich war damals wirklich stinkig und hatte, weil ich das Kind vom Hörensagen kannte, keinen Bock mehr, die Platten zurückzufordern, denn mir war klar, wie die bereits aussehen mussten... :thumbdown:
    Hab mir aber fast alle dadurch verlorenen Hörspiele im Laufe der letzten Jahrzehnte wieder angeschafft.

  • Das hatte ich hier im Forum schon häufiger mal geschrieben, die Pause begann einfach mit der Teenagerzeit, Gruppenzwang halt ;) , alle anderen fanden Hörspielhören lahm und doof, ich irgendwann auch, denn man entfremdet sich ja von etwas, das man nicht mehr tut.

    Das hab ich schon oft gehört, ist bei mir ähnlich. Habe nur abends zum Einpennen fast immer was gehört, auch in meiner hörspielarmen Phase. Dann kam das Interesse irgendwann zurück, ich weiß nicht mehr wie es dazu kam. Und dann tat sich mir eine neue Welt auf, denn ich war auf die Dinge aus meiner Kindheit fokussiert geblieben.

    Dann hab ich mir online Rezensionen durchgelesen und bekam Lust auch mal so was wie "Gabriel Burns" zu hören. Als ich zurück kam, gab es die meisten etablierten Serien schon, bspw. Gruselkabinett.

    Hach ja, ein herrliches Hobby. :love3:

  • Hach ja, ein herrliches Hobby.

    Ganz genau, ich möchte es nicht missen. :zwinker:

    :zustimm: :kumpel: :zustimm:

    Und dann tat sich mir eine neue Welt auf, denn ich war auf die Dinge aus meiner Kindheit fokussiert geblieben.

    Oh, Du sagst es!
    Ich war nicht darauf gefasst, was es mittlerweile für eine Vielfalt an Genres gab, hatte mich vorher nie viel mit "Erwachsenenhörspielen" beschäftigt, auch nicht seitens der Radioproduktionen.
    Das kam alles erst schrittweise - aber dann auch so richtig! :biggrin:

    Es ist ja auch bis heute so, dass etliche Leute, die nichts mit dem Medium zu tun haben, glauben, auf dem Hörspielsektor gäbe es vor allem Kinderzeug, weshalb man das Hobby bei Erwachsenen ja gern mal belächelt. :augenroll: :pfeifen:
    Oder man weiß gar nicht, was Hörspiele sind, so nach dem Motto: "Ach, ich kenne nur Hörbücher, gibts da noch was anderes?" :kopffass:

  • Ich höre auch seit der Kindheit und hab nie aufgehört. Und ich bin auch beruflich viel im Auto und höre gerne dabei - darf dann aber nicht zu komplex von der Handlung her sein, sonst kann ich der Handlung beim Fahren nicht mehr folgen.

    Für mich ist auch ein wichtiger Faktor, dass ich beim Hören die Augen schließen kann - ich höre gerne zum Einschlafen, aber auch so mit geschlossenen Augen zur Entspannung.

  • Für mich ist auch ein wichtiger Faktor, dass ich beim Hören die Augen schließen kann

    Total. Kann ich gut nachempfinden. Beim Liegen penn ich leider schnell ein. Das geht dann nur, wenn ich wirklich keine Müdigkeit in mir trage. Also morgens von 9 bis 12. :P

    Abends hör ich mittlerweile im Sessel, mit Kopfhörer und so einer bequemen Schlafmaske. Damit bin ich entkoppelt und schlafe nicht ein. Wenn ich alleine bin, hör ich auch gerne über die Lautsprecher. Haben so einen Erker im Wohnzimmer. Da steht der Sessel, eine gemütliche Stehlampe und ein Sideboard mit dem Hifi-Kram. Also CD Deck, Tape, Plattenspieler. Das ist meine abendliche Herberge, während meine Frau die Serien dieser Welt guckt... ;)

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