[SWR2] Der Mann mit dem flüchtigen Körper

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 537 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (20. Februar 2025 um 12:49) ist von Purzel.

  • Inhalt:
    Einem Physiker ist die Erzeugung von Strahlen gelungen, die feste Körper völlig materielos und durchdringlich machen. In einem Selbstexperiment bleibt er zwar sichtbar, wird aber für die Welt unfaßbar - und die Welt wird unfaßbar für ihn. Ohne die Hilfe seiner Haushälterin könnte Prof. Bouvancourt nicht einmal mehr sein eigenes Haus betreten, denn Schlüssel, Türklinken und Klingelknöpfe entziehen sich seinen sublimen Händen. Ohne eine strahlenabweisende Spezialbeschichtung an seinen Schuhen würde er unweigerlich im Erdboden versinken. Die nächtliche Begegnung mit einer gewalttätigen Bande beweist ihm, daß seine Erfindung funktioniert. Aber Morand, Chef jeder berüchtigten Bande von Einbrechern und Raubmördern, hat als ehemaliger Physikstudent die Vorgänge an jenem Abend richtig erkannt und hofft, bei künftigen Verbrechen mit Hilfe der Strahlen gegenüber der Staatsgewalt unangreifbar und unverletzlich zu werden. Freilich bedenkt er dabei nicht, daß seine Hände in flüchtigem Zustand gar nicht in der Lage wären, Beute zu ergreifen. Morand zwingt Bouvancourt, seinen Körper mit den Neutralstrahlen zu durchtränken. Aber seine Unkenntnis über die Notwendigkeit, wenigstens die Schuhsohlen in materiellem Zustand zu belassen, wird ihm zum Verhängnis.

    Sprecher:
    Peter Roggisch - Prof. Bouvancourt
    Annemarie Schradiek - Madame Sambreuil
    Franz Kutschera - Dr. Sambreuil
    Berthold Toetzke - Morand
    Adolf Laimböck - Père François
    Dietrich Hollinderbäumer - Julot
    Johanna Bucher - Angélique
    Uschi Illert - Mariette

    Produktion:
    Von: Maurice Renard
    Technische Realisierung: Fritz Gortner, Brigitte Laugwitz
    Regie: Andreas Weber-Schäfer
    Süddeutscher Rundfunk 1979 / Erstsendung: 29.10.1979

    Der SWR hat den Hörspielklassiker im Rahmen des Podcasts "Das war morgen" zum :download: bereit gestellt.

  • Hörspielumsetzung einer französischen Vorlage aus den 1910ern, so dass man entsprechend eine etwas "altmodische", aber nichtsdestotrotz interessante Art von SciFi-Hörspiel mit Krimielementen erlebt, das von der Grundthematik her ein bisschen an Geschichten wie "Der Unsichtbare" o.ä. erinnert, auch wenn die Strahlung, mit der hier experimentiert wurde, einen etwas anderen Effekt hat. ;)
    Schließlich muss sie sogar dafür herhalten, einen mörderischen Gegner auszuschalten, was Prof. Bouvancourt ihre Risiken für die Menschheit, sollte sie in die falschen Hände geraten, nochmals bewusst macht.

    Ich fand die Prodduktion unterhaltsam, die Sprecher/Innen durchweg zu ihren Rollen passend.
    Wobei es aber schon ein bisschen schwer zu glauben gewesen wäre, dass

    Spoiler anzeigen

    Morand tatsächlich nicht in Betracht gezogen hätte, dass er in seinem "unfassbaren" Zustand ja auch nichts hätte anfassen und entsprechend nichts hätte stehlen können. :pfeifen:

  • Ich fand das Hörspiel interessant und recht originell.
    Gut gefallen hat mir vor allem die dezente und unaufgeregte Geräuschkulisse. Im Hintergrund weht mal ein leichter Wind, im Zimmer knistert das Kaminfeuer, das war es dann aber auch schon.
    Die Handlung steht ganz klar im Vordergrund und das tut dem Hörspiel hörbar gut.
    Den Sprechercast kann ich auch nur loben, das Gehörte hat mir sehr gut gefallen.
    Am besten haben mir Peter Roggisch, Berthold Toetzke und Annemarie Schradiek in ihren Rollen gefallen.

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