TKKG - 229 - Auf den Schwingen des Totenvogels

Es gibt 15 Antworten in diesem Thema, welches 1.958 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (26. Juli 2024 um 18:28) ist von Cobra Libre.

  • Am 08.09.2023 erscheint:

    Inhalt:
    Während der Dichter Dante Dannewitz in der Bibliothek der Kleist-Villa seine düsteren Verse vorträgt, werden aus dem Safe im Schlafzimmer die wertvollen Familienjuwelen gestohlen. Am nächsten Tag nehmen Tim, Karl, Gaby und Klößchen die Spur in der Nachbarschaft der Familie Sauerlich auf. Sie rekonstruieren den Tathergang, legen verdeckte Motive frei und haben bald drei verdächtige Personen ausfindig gemacht. Aber ob unter ihnen wirklich der Täter ist? Wie sich herausstellt, muss Tim erst noch seine größte Angst überwinden, bevor die vier Detektive den kniffligen Fall lösen können.

    Sprecher:
    Erzähler - Wolfgang Kaven
    Tim - Sascha Draeger
    Karl - Tobias Diakow
    Klößchen (Willi) - Manou Lubowski
    Gaby - Rhea Harder
    Kommissar Glockner - Achim Buch
    Erna Sauerlich - Eva Colombina
    Kurt Sauerlich - Konstantin Graudus
    Hans-Joachim von Kleist - Michael Prelle
    Eleonore von Kleist Antje Birnbaum
    Helmut Blaschke - Leonhardt Mahlich
    Oliver Blaschke - Sebastian König
    Corinna Liebknecht - Gerlinde Dillge
    Barbara Böckmann - Manuela Eifrig
    Annette Licht - Johanna Balluch
    Klaus Jasper - Erik Schäffler
    und Oskar, der schwarz-weiße Cockerspaniel

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  • Ui, also sowohl Cover als auch Titel haben mich eher weniger im Vorfeld abgeholt. Der Anfang der Folge selbst mit dem Diebstahl und dem aufdringlichen Verhalten von TKKG waren so semi und ich ahnte schlimmes. Doch die Folge entwickelte sich wirklich gut. Viele Verdächtige und mehrere Twists innerhalb der Geschichte. Dazu fand ich es wirklich gut, dem selbstbewussten Tim auch endlich mal eine Angst anzudichten. Natürlich ist diese im Rückblick auf die gesamte Serie völlig hanebüchen, denn wie oft hat Tim in irgendwelchen Höhen etwas geleistet oder wie oft sind die 4 mit dem Flugzeug in den Urlaub geflogen. Wäre dies nicht gewesen, hätte es aber wunderbar gepasst. Gerade auch in Hinblick auf Tims Vater. Generell muss ich sagen, dass ich die ganze Szenerie im Heißluftballon richtig stark fand. Gabi darf endlich mal mutig sein und ihren Tim schützen, aber auch die Action war sehr gut umgesetzt. Am Ende dröselt sich alles ganz schlüssig für die Geschichte auf und kann alles gut abschließen.

    Der einzige Wehrmutstropfen war für mich,...
    [expander]das Tim am Ende plötzlich von 0 auf 100 seine Ängste überspielt beiseite schieben konnte. Er hat die Lage gerettet. Toller hätte ich es hier wirklich gefunden, wenn man ihm seine Schwäche einfach zugestanden hätte und er die Situation mit der besonnenen Gaby gerettet hätte.[/expander]

    Mit diesem Punkt schrammt die Folge für mich auch an der Bestnote vorbei. Daher nur 9/10 Punkte

  • Ich find's okay und nicht besser oder schlechter als den Style davor.

    Mir gefällt der neue TKKG-Schriftzug allerdings nicht wirklich, is mir jetzt schon wieder zu schnörkellos, weil einfach nur noch weiß. ;)
    Ich hätte aber nach dem Tamtam um den neuen Style insgesamt eine größere Veränderung erwartet, das hier is doch noch total im Rahmen. :)

  • Es ist ja wie so oft - man versteht als Otto-Normal nicht so ganz, wieso originale Styles verändert werden. Es gibt ja eigentlich keine Logos, egal in welchem Lebensbereich, die nicht angepasst werden. Ich fand den Stil davor mit den Zeitungsausschnitten auch nicht so sonderlich toll, obwohl die Idee ganz nett erscheint.

    Generell geht für mich nix über die Cover von Reiner Stolte.

  • Ich kann mir auch gut vorstellen, dass das neue Artwork vor allem kostengünstiger ist und sein soll, da weniger Farben und Schnörkel…

    Das sehe ich anders. Beim Textildruck etc. - da zahlt man für sowas extra. Thema Siebdruck zum Beispiel.

    Aber beim Digitalprint - völlig egal. Das Zeitungspapier Artwork ist ja fix. Wie beim Gruselkabinett die steinernen Säulen. Es ändert sich ja nur mittig immer etwas. OK, der Folgenname und die Nummer auch :duh:

  • Das sehe ich anders. Beim Textildruck etc. - da zahlt man für sowas extra. Thema Siebdruck zum Beispiel.
    Aber beim Digitalprint - völlig egal. Das Zeitungspapier Artwork ist ja fix. Wie beim Gruselkabinett die steinernen Säulen. Es ändert sich ja nur mittig immer etwas. OK, der Folgenname und die Nummer auch :duh:

    Da hast du deutlich fundierteres Wissen als ich. Irgendwie war das bloß der erste Gedanke, der mir kam, da ich wirklich enttäuscht bin vom neuen Artwork.

  • Ich hab da auch weniger Plan von, aber habe schon mal Shirts machen lassen, daher weiß ich, dass man da wirklich pro Farbe zahlt. Wenn man natürlich nur weiße Schrift hat mit "Heckis Kegelbrüder - Alle Neune", dann ist günstig.

    Aber so gibst du nur deine Bildgrafik digital da ab und gut ist. Egal was da drauf ist. Denke schwarz/weiß und Farbe ist ein Unterschied, sonst egal Karl.

  • Ich habe es nun auch durchgehört und es ist okay bis gut.
    Die Auflösung fand ich ganz amüsant.

    Aber die plötzliche Panik von Tim und die Begründung dazu....nee, das war mir zu plötzlich und aus dem Nichts irgendwie.
    Auch das er dann diese Panik nach 2 Minuten wieder komplett abschütteln und "überwinden" kann, hat mich nicht überzeugt.

    Trotzdem eine solide Folge, aber kein Kracher.

    Besser Illusionen die uns entzuecken als zehntausend Wahrheiten

  • Wir erfahren von einem Einbruch in eine Villa, in der parallel ein Literaturzirkel des Namens "Der literarische Salon" seine Sitzung abgehalten hat. Bei der Namenswahl der Eigentümer der Villa darf Heinrich von Kleist seinen Namen hergeben. Dabei wirkt der hier anwesende Hausherr gleichen Namens direkt wie eine Erfüllung des Klischees der Zerstreutheit, welches den großen Geistern ja gern mal zugeschrieben wird, und lässt laut eigenen Angaben den Safe immer offenstehen. Wofür das gut sein soll, kann uns nicht einmal seine Frau erklären; wahrscheinlich versteht sie es selbst nicht. ;) In den Verdacht gerät umgehend die Ex-Haushälterin-in-spe, welche den Werken des Dante Dannewitz eher abgeneigt zu sein scheint, so behauptet jedenfalls Frau von Kleist. "In sieben Sünden suhlt sich Seraphine" wäre schon mal ein Anwärter als Joker beim Drei-Worte-Spiel. :D Frau Böckmann darf sich auch gleich umgehend verdächtig machen, was Tim direkt zur Verfolgung animiert und in den Schwitzkasten bringt. Und zwar nicht in den von Hasso Feindt, Horst Obermeier oder Adolf Mortius jr., aber immerhin die von Oliver Blaschke, der im Internat jedoch durchaus ähnlich wenig Popularität besitzt. Dessen Vater ist der Gärtner - und immerhin Ballonfahrer. (Das wird noch wichtig!)

    Klößchen macht diesmal den Mund auf. Aber nicht für Nahrung, sondern dagegen. ;) Scheint so, als gebe er sich nicht mal mehr die Mühe so zu tun, als könne er mit dem gesunden Zeugs seiner Mutter etwas anfangen. Sind die uns aus der "Jagd nach den Millionendieben" bekannten heimlichen Mahlzeiten eigentlich mittlerweile aufgeflogen? :D Naja, immerhin kann er in seinem Zimmer noch unbehelligt Schoko bunkern. Ein genüssliches Futtern wird es allerdings nicht, denn bei den Nachbarn geht's mal wieder zur Sache. Oliver macht sich gleich noch verdächtiger und lockt damit TKKG auf seine Fersen, wohl nicht ohne sie zu bemerken, denn er erteilt ihnen direkt mal Nachhilfeunterricht in Detektivarbeit.

    Ohne Juwelen kann man offenbar leben, aber nicht ohne Lyrik. Für die man sich anscheinend erst wieder jemand interessiert, wenn auch das letzte Kaff in Deutschland seine eigene Krimireihe hat. :D

    Nebenher findet die Ballon-WM statt. Tim hält sich sehr ungern in der Luft auf, aufgrund der Todesursache seines Vaters - mir fehlt gerade die Erinnerung an eine konkrete Erwähnung des Absturzes (oder gab es wirklich keine?), doch dass er Flugangst hätte, wäre mir definitiv komplett neu. Wollte Hofstetter da wieder mal am Kanon herumschrauben, damit Tim nicht schon wieder unfehlbar wirkt, billigend in Kauf nehmend, dass er mal wieder für Stirnrunzeln beim Hörer sorgt? Dafür spricht auch, dass Gaby als erstes in den Ballon springt, mit dem Oliver türmen will. In einer dramatischen Szene verschwinden Gabys und Tims Handys über den Rand des Ballonkorbs. (Wie oft hat Tim seine Steinzeitgurke eigentlich mittlerweile verloren? Das wird auch langsam zum Running Gag. :D )

    Die Sachlage klärt sich, trotz drei Verdächtiger, relativ zügig, aber nachvollziehbar. Dramatik kommt allerdings eher auf, als es mit dem Ballon Richtung Felsen geht und Gaby die Einzige ist, die noch Ansätze von Verstand besitzt, jedenfalls vorübergehend, bis Tim dann doch über seinen Schatten springt und endlich wieder der Alte ist. ;)

    Und die Moral von der Geschicht': Lyriker sind selbstverliebte Versschmiede. Sagt jedenfalls von Kleist, dann muss es ja stimmen. :D Ich hätte in der an sich durchaus hörbaren Folge angesichts dieser literarischen Thematik wohl gerne etwas mehr gewünscht als nur einen kurzen Bezug auf das titelgebende Werk des Lyrikers ... oder wahlweise halt einen anderen Titel, der eine aufregende Ballonfahrt verspricht. Aber langweilig war es dennoch nicht, wenn wohl auch eher solide Kost, deren Widerspruch zum Werkskanon mir leider wieder mal nicht so ganz behagen will. Nichtsdestoweniger etwas, das man sich mal anhören kann.

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