Heute vor 20 Jahren: NOCTURNA AUDIO wird gegründet

Es gibt 20 Antworten in diesem Thema, welches 3.439 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (5. April 2024 um 17:36) ist von City-Dirk.

  • Liebe Hörgruslerinnen und Hörgrusler,

    hier eine aktuelle Meldung in eigener Sache …

    Herzlich,
    Sven


    Vor 20 Jahren in Neu-Eichenberg gegründet:
    Sven Schreivogels Hörspielschmiede NOCTURNA AUDIO

    An diesem Sonntag, 15. Januar, feiert Sven Schreivogel das 20-jährige Gründungsjubiläum seiner Hörspielschmiede NOCTURNA AUDIO. Zwar wurde das Label zum 31. Dezember 2017 aufgelöst, doch mit der ein Jahr zuvor erfolgten Gründung von SAPHIR TONART setzte der Neu-Eichenberger die Erfolgsgeschichte fort: Seit 2003 hat er rund 70 Hörbuch- und Hörspielproduktionen mit einer Gesamtauflage von mehr als 100.000 verkauften Exemplaren veröffentlicht.

    Wichtigster Aspekt war und ist für den 50-Jährigen das Erzählen von Geschichten, insbesondere in Form von Hörspielen – die haben es Schreivogel seit seiner Kindheit angetan. „Ich hörte sie so oft, dass ich sie auswendig nachsprechen konnte“, erinnert er sich. Als Grundschüler begann er, eigene Geschichten mit seinem Kassettenrekorder aufzunehmen. Um eine Existenzgründung in diesem Bereich vorzubereiten, absolvierte er 2002 ein Praktikum in den Hamburger Graceland Studios von Konrad Halver. „Konni hat als Mentor eine herausragende Bedeutung in meiner Arbeit als Hörspielregisseur.“

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    Sven Schreivogel (links) mit Mentor Konrad Halver (1944-2012). Das Bild entstand 2009 in Hamburg. Foto: Stephan Gewalt

    Inspiration zieht Schreivogel aus Schauplätzen seiner Heimatregion, dem Dreiländereck Hessen, Niedersachsen und Thüringen. So spielen einige Folgen der Hörspielreihe „Geisterstunde“ in dieser Gegend (als fiktive Grafschaft Arnstein) und das Hörbuch „Prinz Rosa Stramin“ in Witzenhausen.

    Als Schreivogel NOCTURNA AUDIO gründete, herrschte Aufbruchstimmung auf dem Hörbuch- und Hörspielmarkt: „Teils waren die Hörbuchfassungen erfolgreicher als die Romanvorlagen.“ In den folgenden zwei Jahrzehnten erlebte der mit Schallplatten und Kassetten Aufgewachsene den Wandel vom physischen Vertrieb auf CDs bis hin zur reinen digitalen Auswertung. „Die Budgets für eine Hörspielproduktion haben sich seitdem halbiert, was den drastisch eingebrochenen Einnahmen geschuldet ist.“

    Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte von NOCTURNA AUDIO war die Veröffentlichung des Hörspiels „Die 1000 Augen des Dr. Mabuse“ im Februar 2004, basierend auf dem Originalton des gleichnamigen Filmklassikers. Dankbar erinnert sich Schreivogel an damit verbundene Weggefährten wie Michael Petzel (der den Kontakt zum Filmproduzenten Artur Brauner herstellte), die Regisseurin und Autorin Susa Gülzow und die damalige Programmchefin des Eichborn-Verlags, Christine Härle. Für Eichborn produzierte er im Anschluss noch ein Dutzend Auftragsarbeiten.

    Unterstützung erfuhr Schreivogel auch durch Carsten Hermann, seinerzeit Chef des Maritim-Verlags, wo die ersten Eigenproduktionen „Das magische Amulett“ und „Kommissar X“ vertrieben wurden. Später veröffentlichte er mehrere Produktionen in Zusammenarbeit mit Thomas Körber und dessen SDK Media Verlag. 2009 wurde NOCTURNA AUDIO selbst zum Verlag. Als erste Produktion erschien dort „Gordon Black“.

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    Als Zehnjähriger sprach Schreivogels Sohn Alexander Siebrecht (links, heute 23 Jahre alt) die Titelfigur in „Gordon Black“ als Kind. Foto: Thomas Körber

    Um 2010 herum führte eine Branchenkrise zu Umsatzeinbrüchen, woraufhin die Umbenennung in NOCTURNA ENTERTAINMENT erfolgte und nicht nur Audio-, sondern auch Film- und andere visuelle Produktionen entstanden.

    Im Mai 2020 verkaufte Schreivogel SAPHIR TONART und arbeitet seitdem als freiberuflicher Regisseur und Autor. „Ich habe meine Entscheidung, mich mit ganzem Herzen den Hörspielen zu widmen, nie bereut. Diese Arbeit wird immer ein wichtiger Bestandteil meines Lebens sein.“

  • :laola:

    Um eine Existenzgründung in diesem Bereich vorzubereiten, absolvierte er 2002 ein Praktikum in den Hamburger Graceland Studios von Konrad Halver. „Konni hat als Mentor eine herausragende Bedeutung in meiner Arbeit als Hörspielregisseur.“

    Haha, sehr cool! :thumbsup:

    „Die 1000 Augen des Dr. Mabuse“ im Februar 2004,

    Hab ich, klar!

    „Das magische Amulett“ und „Kommissar X“ [...] "Gordon Black"

    dito! ^^

    Alles, alles Gute und viel Erfolg weiterhin :blume: - und natürlich auch ein dickes :danke: für das, was schon war!


    Sagt man den Labels generell viel zu selten! :zustimm:
    Wenn ich bedenke, wie viel Spaß und Unterhaltung ich aus diesem Hobby ziehe und wie gern ich meine Hörspiele habe!
    :danke2:

  • Ich hab ja fast alles, was Nocturna damals gemacht hat und die ein oder andere CD wandert auch immer mal wieder in den Player. :]

    Auch von mir die allerherzlichsten Glückwünsche und alles Gute für die Zukunft!
    Vielen lieben Dank für all die tollen Hörspiele
    :danke:

  • Danke für deinen interessanten Bericht und die tollen Fotos dabei, Sven!
    :applaus: :daumenhoch:

    Solche Leute wie dich braucht die Branche, damit nicht irgendwann ein großer Einheitsbrei entsteht!

    Besser Illusionen die uns entzuecken als zehntausend Wahrheiten

  • Liebe Hörgruslerinnen und Hörgrusler,

    ich danke Euch herzlichst für die lieben Worte. Auch denen, die mir per Mail geschrieben haben.

    Die NOCTURNA-Zeiten waren mitunter wie eine Achterbahnfahrt, die ich aber keinesfalls missen möchte. Der Name ist für mich untrennbar mit einem stark prägenden Lebensabschnitt verbunden, in dem ich eine Fülle ganz besonderer Menschen kennenlernen durfte. Dafür bin ich sehr dankbar!

    Herzlich,
    Sven

  • Meinen Glückwunsch !

    Mit Gordon Black kam ich auf der HSP Messe im Hühnerposten Hamburg 2010 in Berührung, ich meine jedenfalls das war 2010.

    Dort war auch die Sprecherin der Linda Turtle anwesend und hat die erste und zweite Folge beworben, wenn ich mich richtig erinnere.


    @Sven Schreivogel

    Ich hatte dir eine PN geschickt wegen Edgar, dem Wallace. ;)

    Ich danke für Ihren Beitrag an volkstümlicher Dämonenbelustigung !


    :macabros::xplode:

  • Mit Gordon Black kam ich auf der HSP Messe im Hühnerposten Hamburg 2010 in Berührung, ich meine jedenfalls das war 2010.

    2010 war Markthalle, ich meine, Hühnerposten war doch schon 2009.
    Und wenn ich mich richtig erinnere, dann haben wir die Hörspiele bei der Messe 2010 gekauft.
    Aber 100% ig weiß ich das auch nicht mehr, und is ja auch nicht so wichtig.

  • Hallo Agatha und City_Uhu,

    das war DIE HÖRSPIEL am 13.06.2009 im Hamburger Hühnerposten. Am NOCTURNA-Stand mit dabei waren damals Eva Maria Balkenhol und Franz Hofmann. Eine Woche zuvor hatte im Emil-Zorn-Werk in Neu-Eichenberg die Release-Party zur 1. Staffel GORDON BLACK stattgefunden und den offiziellen Startschuss zu unserer Geisterjäger-Serie gegeben.

    Liebe Grüße,
    Sven

  • An Stephan Gewalt alias G. Walt schätze ich, dass er offen ausspricht, was er denkt. Damit kann ich gut umgehen. Und bei bestimmten Dingen würde ich ihm nicht einmal widersprechen wollen. Es stimmt, dass ich nicht alles, was ich angekündigt hatte, einhalten konnte. Doch wie ich bereits am 25.07.2021 an MonsterAsyl schrieb: „Nicht immer gehören Gründe dafür in die Öffentlichkeit.“ Und so manches Projekt wurde einfach von der Zeit überholt. Auch für einen selbst ist es ärgerlich, wenn sich eine Arbeit – aus welchem Grund auch immer – nicht zu Ende bringen lässt; wenn man Erwartungen geweckt hat, die dann vielleicht enttäuscht werden. Umso wichtiger finde ich einen direkten Austausch miteinander. Denn: Für Kritik habe ich immer ein offenes Ohr.

    Herzlich,
    Sven

  • An Stephan Gewalt alias G. Walt schätze ich, dass er offen ausspricht, was er denkt. Damit kann ich gut umgehen. Und bei bestimmten Dingen würde ich ihm nicht einmal widersprechen wollen. Es stimmt, dass ich nicht alles, was ich angekündigt hatte, einhalten konnte. Doch wie ich bereits am 25.07.2021 an MonsterAsyl schrieb: „Nicht immer gehören Gründe dafür in die Öffentlichkeit.“ Und so manches Projekt wurde einfach von der Zeit überholt. Auch für einen selbst ist es ärgerlich, wenn sich eine Arbeit – aus welchem Grund auch immer – nicht zu Ende bringen lässt; wenn man Erwartungen geweckt hat, die dann vielleicht enttäuscht werden. Umso wichtiger finde ich einen direkten Austausch miteinander. Denn: Für Kritik habe ich immer ein offenes Ohr.

    Herzlich,
    Sven

    Sehr kompetente Antwort. Für die Zukunft wünsche ich dir einfach mehr Glück und Erfolg.

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