[HR2] Der zerbrochene Krug

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema, welches 478 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (10. September 2021 um 11:19) ist von Agatha.

  • Inhalt:
    Dorfrichter Adam muss über ein Verbrechen richten, das er selbst begangen hat: Frühmorgens wird er unsanft geweckt und vernimmt zu seinem Schrecken, dass der allgewaltige Gerichtsrat Walter auf seiner Inspektionsreise sich dem Dorfe nähert. Adam hat einen gehörigen Brummschädel, ein Loch im Kopf und kann nir-gendwo seine Perücke finden. Zu allem Überfluss soll er heute Gerichtstag halten. Schon kommen der Schreiber, der Gerichtsrat und die uneinigen Parteien: Frau Marthe Rull mit ihrer Tochter Eve und Bauer Simon mit Rup-recht, seinem Sohn. Frau Marthe klagt Ruprecht an, in der Nacht gewaltsam bei Eve eingedrungen zu sein und dabei den kostbaren Krug zerbrochen zu haben. Als sie, von dem Lärm geweckt, ins Zimmer stürzte, fand sie nur die fassungslose Eve. Draußen vor dem Fenster aber habe es gepoltert und ge-flucht, als sei der Teufel selbst zugange. Ruprecht freilich bestreitet empört seine Schuld und Eve, die ja wissen müsste, wer es war, schweigt. Kleists Stück legt die Zerrisenheit seiner Charaktere bloß und stellt unmiss-verständlich die Frage nach der Verbindung von Moral und Macht und von Lust und Herrschaft.

    Sprecher:
    Rudolf Rieth - Walter
    Ernst Walter Mitulski - Adam
    Heinz Stoewer - Licht
    Lotte Kleinschmidt - Frau Marthe Rull
    Solveig Thomas - Eve, ihre Tochter
    Ernst Altmann - Veit Tümpel, ein Bauer
    Klausjürgen Wussow - Ruprecht, sein Sohn
    Sophie Cossaeus - Frau Brigitte

    Produktion:
    von Heinrich von Kleist
    Vorlage: Der zerbrochene Krug (Theaterstück)
    Bearbeitung (Wort): Eduard Reinacher
    Redaktion: Christoph Buggert, Mechthild Zschau
    Regie: Ulrich Lauterbach
    Hessischer Rundfunk / Erstsendung: 27.12.1951

    Der HR hat den Hörspielklassiker zum :download: bereit gestellt.

  • Hm, vom "Dorfrichter Adam" wurde man ja eigentlich schon in der Schulzeit genügend verfolgt. ^^
    Wäre aber vielleicht ganz witzig, sich das mal als Hörspiel zu Gemüte zu führen, ohne irgendwelche Interpretationen zu irgendwelchen Charakteren und Szenen von sich geben zu müssen. :zwinker:
    Außerdem hat es einen gewissen nostalgischen Charme. is immerhin bereits 70 Jahre alt.
    Wussow als "Ruprecht". =)

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