[NDR] Der gewissenlose Mörder Hasse Karlsson...

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema, welches 319 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (5. Juni 2026 um 07:50) ist von Purzel.

  • Inhalt:
    Winter 1948. Irgendwo in der schwedischen Einöde. Langweile. Was in Henning Mankells Hörspiel mit harmlosen Jungenstreichen beginnt, endet in einer Tragödie.
    Hasse, das Waldarbeiterkind, ist dreizehn Jahre alt, als er den Sohn des neuen Oberförsters trifft. Schwalbe ist auch dreizehn und anders. Man kann nie sicher sein, ob er die Wahrheit sagt oder eine Lüge. Hasses Eltern wollen nicht, dass die Jungen zusammen spielen. Trotzdem trifft sich Hasse mit Schwalbe. Es ist Winter und 23 Grad minus. Die Jungen warten an der Eisenbahnbrücke, die über den Fluss führt. "Worauf warten wir eigentlich?" möchte Hasse wissen. Schwalbe antwortet: "Wer über die Brücke kommt, wird unser Opfer sein." Hasse versteht ihn nicht. Aber er macht mit, als Schwalbe die Pferdehändlerin, die als erste die Brücke überquert, in sadistische Spielchen verwickelt... Ein Hörspiel über schuldhafte Verstrickungen von Kindern und Schmerzen, die unvergessen bleiben.

    Sprecher:
    Christian Brückner (Sprecher), Christoph Stadtler (Hasse), Nino Herrlich (Schwalbe), Katja Brügger (Hasses Mutter), Eva-Maria Hagen (Die alte Pferdehändlerin), Alexandra Henkel (Janine), Ingeborg Kallweit (Aurelia), Andreas Wang (Busfahrer), Marc Zippel (Ambulanzfahrer), Michael Gerlinger (Hasses Vater)

    Produktion:
    von Henning Mankell
    Übersetzung aus dem Schwedischen: Hansjörg Betschart
    Komposition: Henrik Albrecht
    Bearbeitung und Regie: Claudia Johanna Leist
    Redaktion: Michael Becker
    Norddeutscher Rundfunk 2002

    Der NDR hat das Hörspiel zum :download: bereit gestellt.

  • Obwohl ich ein sehr großer Fan der Geschichten von Henning Mankell bin, kannte ich bis jetzt das Hörspiel noch nicht.
    Die Handlung ist ziemlich traurig und auch sehr erschütternd.
    Im Mittelpunkt steht die kurze, aber sehr verhängnisvolle Freundschaft von Hasse und Schwalbe, die in einer Katastrophe endet.
    Großartig sind die Sprecher, die zu hören sind.
    Schon alleine Christian Brückner, der als Erzähler fungiert und als älterer Hasse die Geschehnisse erzählt, die vor 36 Jahren passiert sind, ist das Hören wert.
    Er macht seine Sache als Erzähler toll und erzählt sehr intensiv und gefühlvoll.
    Sehr gut haben mir auch die beiden Sprecher der Jungen Christoph Stadtler (Hasse) und Nino Herrlich (Schwalbe) gefallen, sie sind in ihren Rollen sehr lebendig und aktiv.
    Klasse ist auch Katja Brügger als Hasses Mutter. Sie ist in ihrer Rolle sehr verbittert und desillusioniert.
    Auch die Geräuschkulisse fand ich gelungen: Züge rattern und pfeifen, Raben krächzen, der Fluss plätschert.
    Insgesamt war das Hörspiel sehr traurig, aber auch sehr interessant.

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