[WDR3] Venezianisches Finale

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 1.068 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (3. April 2025 um 14:41) ist von City-Dirk.

  • Inhalt:
    Skandal in Venedigs Opernhaus "La Fenice": In der Pause vor dem letzten Akt der "Traviata" wird der deutsche Stardirigent Helmut Wellauer tot aufgefunden. In seiner Garderobe riecht es unverkennbar nach Bittermandel - Zyankali. Ein großer Verlust für die Musikwelt und ein heikler Fall für Commissario Guido Brunetti. Dessen Ermittlungen bringen Dinge an den Tag, wonach einige Leute allen Grund gehabt hätten, den Maestro unter die Erde zu bringen. Der Commissario entdeckt nach und nach einen wahren Teufelskreis aus Ressentiments, Verworfenheit und Rache.

    Sprecher:
    Hannelore Hoger - Erzählerin
    Michael König - Commissario Brunetti
    Hille Darjes - Paola
    Wolfgang Hinze -Patta
    Christian Berkel - Miotti
    Ulrike Krumbiegel - Signora Wellauer
    Jutta Lampe - Flavia Petrelli
    Corinna Kirchhoff - Brett Lynch
    Ernst Jacobi - Conte Falier
    Klaus Barner
    Susanne Barth
    Karl-Heinz Butzen
    Hans-Josef Eich
    Matthias Fuchs
    Wolfgang Höper
    Tobias Lelle
    Matthias Ponnier
    Gerd Wameling

    Produktion:
    von Donna Leon
    Vorlage: Venezianisches Finale (Kriminalroman)
    Sprache der Vorlage: amerikanisch
    Übersetzung: Monika Elwenspoek
    Bearbeitung (Wort): Daniel Grünberg
    Technische Realisierung: Klaus Hoeness; Birgit Schilling
    Regieassistenz: Marie Elisabeth Müller
    Regie: Hans Gerd Krogmann
    Süddeutscher Rundfunk / DLR Berlin / Westdeutscher Rundfunk 1997

    Der WDR hat das zweiteilige Hörspiel zum
    :download: Teil 1
    :download: Teil 2
    bereit gestellt.

  • Ja, jetzt auch mal gehört.
    Kein schlechter Fall, bei dem ich über die Auflösung und die Umstände, die letztlich zum Tod des genialen, wenn auch menschlich eher abstoßenden Meister-Dirigenten führen, sehr erstaunt war.
    Hätte ich alles so nie vermutet!
    Dafür gibt es ein dickes :thumbup: !
    Allerdings mag ich vorurteilsbehaftetes Klischeedenken, wie es in der Story von leider so einigen! Charakteren praktiziert wird, ja nun mal gar nicht!
    Egal, ob nun (wie hier) mein eigenes Volk Gegenstand solcher Stereotype ist, oder irgendein anderes.
    Und dass der Maestro seinerseits Vorbehalte gegen Homosexuelle haben muss, nur um den Täterkreis zu erweitern, das fand ich auch irgendwie ein bisschen billig.
    Erschreckend zu hören, dass man Mitte der 90er Jahre als Mutter in Italien automatisch das Sorgerecht für die eigenen Kinder verlor, wenn man nach der Trennung vom Ehemann in einer lesbischen Beziehung lebte!

  • Das zweiteilige "Venezianische Finale" ist seit heute wieder in der ARD Audiothek und kann hier und hier direkt heruntergeladen werden.

    Oh danke, war schon fast traurig, dass ich alle verfügbaren Brunettis gehört hatte :) Mal schauen, ob noch "neuere" Brunettis (die mit Christian Brückner als Brunetti) in Kürze auch wieder online gestellt werden...

  • Ich habe jetzt Teil 1 gehört und es ist für mich bislang der Brunetti-Teil, der mir vom Setting und den Charakteren am wenigsten gefällt. Brunetti stolpert ehrfürchtig durch die venezianische Opernszene und hat Sexfantasien, als er sich während der Befragung ein lesbisches Pärchen vorstellt.

    Teilweise ist das Thema Homosexualität und Frauen so altmodisch beschrieben, dass man fast nicht glaubt dass die Autorin eine Frau ist und die Vorlage aus den 90er Jahren stammt. Es ist ja der erste Brunetti-Roman, der könnte gut auch 20 Jahre früher spielen.

    Ich hoffe, dass die Ermittlungen bei Teil 2 etwas mehr Tempo aufnehmen.

  • Das Ende bzw. die Auflösung war wirklich etwas überraschend. Ich hatte hier eher noch irgendwas aus der Nazi-Vergangenheit von Wellauer vermutet.

    Wie das ganze Thema Homosexualität eingebaut wurde, fand ich auch nicht passend. Das war irgendwie so klischeehaft, dass Brunetti dann plötzlich Gefallen an der lesbischen Partnerin findet, nachdem er sich einige Zeit vorher schon ausgemalt hatte, wie die beiden Frauen nackt unter der Dusche stehen.

    Bezeichnend auch der Dialog aus Teil 1: "Mögen Sie keine großen blonden Frauen?" - Antwort Brunetti: "Meine Frau erlaubt es nicht."

    Toll fand ich aber die Sequenzen mit Tilly Lauenstein als Clemenza Santini. Sie spielte ihre Rolle viel emotionaler als der Rest der Besetzung und sticht so ziemlich hervor, auch wenn sie nur ein paar Mal kurz dabei ist.

  • Brunetti ist teils altbacken und langweilig, das habe ich bei den Büchern teilweise erlebt, die TV Setie ist ebenso dröge, wenn auch mega entspannend ab und an.

    Ich danke für Ihren Beitrag an volkstümlicher Dämonenbelustigung !


    :macabros::xplode:

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