Der Hörgrusel rettet den Mitternachts-Krimi - Mitmachen erwünscht!

Es gibt 596 Antworten in diesem Thema, welches 63.239 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (28. Juli 2021 um 15:56) ist von gruenspatz.

  • DAS kann ich so unterschreiben! Das ist wirklich mal was anderes, allerdings muss man sich auch darauf einlassen können. Keine Zeitverschwendung, aber so schnell werde ich mir das wohl nicht noch mal anhören.

  • Skurrile Geschichte, sehr gediegene Inszenierung. Das Hörspiel wirkt älter als es tatsächlich ist.

    Ja, es klingt deutlich "altbackener" als man es z.B. von den "Pater Browns" her gewöhnt ist. (Okay, wobei die wohl - zumindest zum Teil - schon sprachlich etwas modernisiert worden sind.) Und dem Erzählstil hat man sich hier scheinbar auch von der Umsetzung her angepasst.
    Ich hatte mir von der Geschichte bzw den Geschichten etwas mehr erwartet.
    Fand sie beide nur leidlich interessant, würde zwar auch nicht von Zeitverschwendung sprechen, aber kann verstehen, dass man nur zwei der insgesamt 6 Kurzgeschichten verhörspielt hat. :zwinker:
    Zunächst mal war es für mich sogar irgendwie schwierig der Handlung zu folgen, ich hatte den Eindruck, dass die beiden Stories vielleicht nicht die ersten in der Sammlung gewesen sind.

  • Das Hörspiel "Der geheimnisvolle Club" vom SRF war OK. Es war kein normaler Krimi. Die Story war skurril und teilweise lustig. Ich fand die Inszenierung gediegen. Ich sag mal so: Es gab schon einige Mitternachtskrimis seit Start hier im Thread, die mir noch besser gefallen haben, als der geheimnisvolle Club.

    Kann es sein, dass es eine oder mehrere weitere Versionen davon von deutschen Radiosendern gibt?

  • Ich glaube ich habe neulich zufällig auch mal wieder eine Quelle entdeckt, die ich anzapfen könnte. Ich muss mir das nochmal genau ansehen, aber von mir kommt demnächst sicher auch mal wieder was! :thumbsup:
    Freue mich erstmal auf @MonsterAsyl Donnerstag :knie: .

    Allerbesten Gewissens empfehle ich:
    DAGON von M. Winter
    Luxus-Ausstattung sowohl CD als auch LP

  • Hintergrund:
    Ein subtiles Hörspiel, in dem der Attentäter und sein Verfolger in gefährliche Nähe zueinander geraten. Martina Boette-Sonners Inszenierung verbindet die dichte, temporeiche Krimihandlung mit einer Reflexion über Gewissen und Gewalt. "Anstatt zur groß angelegten RAF-Vergangenheitsbewältigung auszuholen, konzentriert sich Sonner auf seine Figuren. Amon und Bärloch: zwei Gestalten, die Katz und Maus oder, besser, Maus und Maus miteinander spielen, denn dem System Gesellschaft stehen sie gleichermaßen machtlos gegenüber ... Franz-Maria Sonner ist mit diesem Roman eine spannende Variation des Thrillers gelungen und eine glaubwürdige Schilderung zweier Outcasts - ohne genreübliche Plattitüden und unnötige Psychologismen." (Sacha Verna in der Neuen Zürcher Zeitung über die Romanvorlage, erschienen 2001.)

    Die Bibliothek des Attentäters

    Inhalt:
    Warum der Journalist Jakob Amon so zurückgezogen lebt, wissen auch die Menschen nicht, die mit ihm zu tun haben. Bei Konrad Bärloch, dem ehemaligen Leiter einer Antiterrorismuskommission, hat die Isolation einen Grund. Er lebt nach seiner Entlassung aus Sicherheitsgründen in einer Bundeswehrkaserne. Doch immer noch sammelt er manisch alle Informationen über die RAF. Wie Amon auch. Als 1998 die RAF ihre Auflösung erklärt, haben Amon und Bärloch ähnliche Gefühle: Eine Epoche ist zu Ende, und für beide ist das vielleicht die Möglichkeit, ihrem Leben noch einmal eine andere Wendung zu geben. Gäbe es nicht einen ungeklärten Fall, der inzwischen über 20 Jahre zurückliegt und der aus dem Schema der üblichen Terroranschläge herausfällt: das Attentat auf den Industriellen Karmann. Als Hauptkommissar Brill, der frühere Assistent Bärlochs, auf eigene Faust die Ermittlungen wieder aufnimmt, geschieht ein zweiter Mord.

    Sprecher:
    Stefan Hunstein - Marco
    Günther Maria Halmer - Jakob
    Peter Veit - RAF-Mann
    Michael Tregor - Fritz
    Hans Korte - Bärloch
    Marion Breckwoldt - Hilde
    Anna Barbara Kurek - Rose
    Achim Höppner - Zweigelt
    Stefan Born - Ferdinand
    Michael Habeck - Doerenbach
    sowie
    Janos Gönczöl
    Maria Toth
    Paul Herwig
    Axel Milberg
    Ulrike Kriener
    Kornelia Boje
    Carsten Fabian
    Armin Berger
    Oliver Bendixen

    Produktion:
    von Franz-Maria Sonner
    [Franz-Maria Sonner, geboren 1953, lebt in München. Er ist Schriftsteller und verfasst Romane, Erzählungen, Hörspiele und Bearbeitungen, u.a. "Der Galgenvogel" (mit Stefan Richwien, BR 1988).]
    Vorlage: Die Bibliothek des Attentäters (Kriminalroman)
    Komposition: Wolfgang Neumann
    Technische Realisierung: Hans Scheck; Daniela Röder
    Regieassistenz: Monika von Aufschnaiter
    Regie: Martina Boette-Sonner
    Laufzeit: 69 Minuten 42 Sekunden
    Bayerischer Rundfunk 2003 / Erstsendung: 09.05.2004

    Der BR hat das Hörspiel zum :download: bereit gestellt.

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