[NDR INFO] Das Wittgensteinprogramm

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 1.261 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (2. Oktober 2025 um 17:31) ist von Purzel.

  • Inhalt:
    Chefermittlerin Jake hat es mit einem Serienmörder zu tun, der sich im Hörspiel "Das Wittgensteinprogramm" in eine Datenbank zur Überwachung von Gewalttätern eingehackt hat.
    Sechs Schüsse in den Hinterkopf seiner Opfer sind sein Markenzeichen. Acht Morde in acht Monaten. Ein hochintelligenter Serienkiller, der sich den Namen des Philosophen Ludwig Wittgenstein zugelegt hat, hält die Londoner Ermittlungsbehörden des Jahres 2013 in Atem. Ihm ist gelungen, in die Computerdatei des "Lombroso-Programms" einzudringen, in dem unter Codenamen potentielle Gewalttäter gespeichert sind. Wittgenstein ist einer von ihnen und er ist den Codenamen seiner Opfer folgend auf dem besten Weg, die Elite der abendländischen Kulturgeschichte auszurotten. Seine Opfer sind wie er selbst aufgrund einer abweichenden DNS-Information als potentielle Verbrecher gekennzeichnet.

    Sprecher:
    Hansi Jochmann, Matthias Haase, Matthias Fuchs, Rainer Schmitt, Lutz Herkenrath, Elisabeth Schwarz, Anne Weber, Werner Wölbern, Konstantin Graudus, Wolf-Dietrich Sprenger u.v.a.

    Produktion:
    von Philipp Kerr
    Übersetzung aus dem Englischen: Peter Weber-Schäfer
    Komposition: Henrik Albrecht
    Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
    NDR/WDR 1998

    Der NDR hat das zweiteilige Hörspiel zum
    :download: Teil 1
    :download: Teil 2
    bereit gestellt.

  • Ach, das war damals also "Zukunftsmusik", verstehe. ;)
    Hat Kerr 20 Jahre "vordatiert".
    Doch, klingt gut, kenne ich noch nicht, wird nächste Woche gehört. :zustimm:

  • Was’n jetzt los? Erst „Esau“ und jetzt „Wittgenstein“? Anscheinend ist irgendjemand im Keller über die alten Philip-Kerr-Hörspiele gestolpert:

    Die ARD-Audiothek hat Das Wittgenstein-Programm mit Hansi „Roßhauptnerin“ Jochmann und Matthias „Frodo“ Haase im Rahmen ihrer Reihe „Schlechte Gesellschaft“ wiederveröffentlicht.
    Teil 1: Blutige Grüße :download:
    Teil 2: Kontakt :download:

    Also, mir soll’s nur recht sein. Wenn dann demnächst auch noch „Game over“ kommt…

  • Psychologisch interessant gemachter Krimi, aus dem damals noch zukünftigen London des Jahres 2013, bei dem die Yard-Chefinspektorin Isadora "Jake" Jakowicz, gutaussehend, effizient und resolut, mit einem neuen Fall beauftragt wird, dem des mehrfachen Mordes an Männern, die aufgrund des sog. staatlichen "Lomboso-Projektes" als potentielle Psychopathen ermittelt wurden und sich entsprechend in einer Computer-Kartei befinden.
    Schließlich hat man ihnen ja, wenn auch eher halbherzig und sicher nicht primär, "Therapie-Hilfe" angeboten, sollte ihr Ergebnis bei den überall angepriesenen Untersuchungen positiv ausfallen.
    Irgendwie muss der Mörder Zugang zu diesem Programm erhalten oder ihn sich selbst verschafft haben, um nun unter den möglichen zukünftigen Straftätern "aufzuräumen".
    Dabei ist die Handlung quasi zweigleisig aufgebaut, einmal das Ermittlerteam, insbesondere "Jake", einmal der Mörder, dessen Intention und Vorgehen sehr genau geschildert wird, indem er davon erzählt, was ihn dazu bewogen hat, sich der Jagd auf die "Negativen" zu widmen.
    Das Ganze beginnt schrittweise immer mehr zu einem Psychso-Duell zwischen ihm und der Chefinspektorin zu werden, die sich jedoch nicht einschüchtern lässt und ihm schließlich auf die Spur kommt.

    Gute Geschichte mit einem wirklich tollen Cast, bei der ich mir den Schluss aber irgendwie "spektakulärer" vorgestellt hätte.

  • Für mich war der Hörspielzweiteiler spannend und interessant, aber auch sehr verstörend.
    Hansi Jochmann als Chefermittlerin Jake war mir im 1. Teil noch zu unterkühlt und emotionslos.
    Im 2. Teil hat sie mir deutlich besser gefallen, da sie auch mehrmals aus sich rausgegangen ist und z.B. wütend geworden ist. Das hat ihre Figur sympathischer und auch menschlicher für mich gemacht.
    Sehr interessant und gelungen fand ich, dass viele Szenen aus der Sicht vom Mörder erzählt worden sind und er seine Gefühle, Emotionen und Beweggründe dargelegt hat.
    Das wird sehr gut und sehr intensiv von Matthias Haase gesprochen, ich fand ihn in seiner Rolle aber auch sehr beängstigend.
    Das Ende ging für mich dann zu schnell, da hätte man sich ruhig noch ein paar Minuten mehr Zeit lassen können, so war mir das dann etwas zu abrupt.

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