Dreamland-Grusel - 8 - Mörderische Weihnachten

Es gibt 9 Antworten in diesem Thema, welches 903 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (2. Oktober 2026 um 16:19) ist von Couchsurfer.

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    Inhaltsangabe:
    Weihnachten: Das Fest der Liebe, Freude und der Familie.
    Doch in diesem Jahr sollte es auch das Jahr der Angst werden!
    Denn unter einem der vielen Weihnachtsmannkostüme wartete
    der Tod auf seine Opfer. Und niemand wusste, wen es als nächstes erwischen würde und worauf es der mörderische Weihnachtsmann abgesehen hatte.

    Persönliche Meinung:
    Dreamland veröffentlicht rechtzeitig vor dem ersten Advent eine Weihnachtsgeschichte, der etwas anderen Art. Passend zum Fest der Liebe spendet DREAMLAND 50 Cent von jeder CD der Organisation "Hänsel und Gretel".

    Story: Gut ? Ein Weihnachtsmann hält eine Stadt in Atem und hinterlässt eine blutige Spur. Seine Opfer, sind Menschen des alltäglichen Lebens, die scheinbar nichts mit einander zu tun haben. Hauptkommissar Hammerschmidt steht vor einem Rätsel. Ein Motiv ist lange Zeit nicht erkennbar?
    Die Geschichte beginnt wie bekannte Horrorfilme, denn ein grausiger Mord folgt dem nächsten. Diesmal ist der Killer jedoch kein Mann mit einer Halloweenmaske, sondern ein Weihnachtsmann. Die Handlung ist angenehm linear aufgebaut. Eine Szene folgt der nächsten. Die gesamte Story ist schnörkellos und erst mit Verlauf des Hörspieles wird dem Hörer klar, es steckt mehr hinter den Morden als ein verrückt gewordener Santa Claus. Dreamland greift mit dieser Geschichte zwei heiße Eisen an: Kindesmisshandlung und Selbstjustiz. Eine Geschichte, die zwar nur rund 40 Minuten dauert, aber trotzdem zum Nachdenken und zu einer Diskussion anregt.

    Sprecher: Gut ? Dreamland lässt eine Garde von renommierten Sprechern "antanzen", die sehr routiniert ihre gewohnt hohe Sprachqualität abrufen können. Zwei Sprecher möchte ich gesondert erwähnen: Tilo Schmitz ist die Rolle des Racheengels auf den Leib geschnitten. Er überzeugt in jeder Situation und sorgt für Komik und Gänsehaut in dieser Folge. Labelchef Thomas Birker ließ es sich nicht nehmen, bei dem für ihn doch wichtigen Thema mitzusprechen. Er spricht so gut wie noch nie in einer Produktion, trotzdem sind ihm "die Schuhe" eines Hauptdarstellers doch (noch) zu groß.

    Musik: Gut ? Die typischen Dreamland-Gruselmelodien, angepasst an die Weihnachtszeit, sorgen für eine gewohnt gute Musikuntermalung.

    Geräusche/Effekte: Gut ? Auch hier bleibt DLP seinen bisherigen Leistungen treu und liefert sparsam aber passend Geräusche und Effekte.

    Ausstattung: Befriedigend ? Im Normallfall freue ich mich über Out-Takes auf einer CD. Diesmal empfand ich aber die lustigen "Versprecher" im Anschluss an ein Hörspiel mit einem solch ernsten Thema deplatziert. Hier wäre wohl eine akustische Info und Stellungnahme seitens Dreamland zum Thema "Kindesmissbrauch" und "Selbstjustiz" wie sie auch im Booklet zu finden ist, sehr wünschenswert gewesen!

    Gesamt: Gut - Gratulation zum Mut zwei so "heiße" Eisen wie Kindesmissbrauch und Selbstjustiz in einem Hörspiel einzubauen. Das Hörspiel präsentiert sich kurzweilig, linear aufgebaut und regt zum Nachdenken an. Welchen Schluss der Hörer aus der Handlung zieht, also wer der tatsächliche Böse ist und ob im realen Leben eine solch "Schwarz-Weiss"-Malerei überhaupt möglich sein kann, bleibt jedem selbst überlassen.

    Fazit: Der Hörspielfan bekommt eine Weihnachtsgeschichte mit etwas "anderem" Gruselfaktor als sonst präsentiert. Diskussionen darüber sind vorprogrammiert.


    ACHTUNG: Wer sich selbst ein Hörbild von dieser Produktion machen möchte, der kommt am besten am Samstag, dem 6.12. ab 20 Uhr in den Talk und hört sich die Weihnachtsfolge gemeinsam mit dem Macher Thomas Birker an. Wie bereits eingangs erwähnt - Diskussionen sind vorprogrammiert und dass ist bei einem solch ernst zu nehmenden Thema auch gut so: LIVE PREMIERE IM TALK: Mörderische Weihnachten

  • Zur Diskussion. Ich kann mich der positiven Meinung von Markus nämlich nicht anschließen.

    DreamLand-Grusel (8) - Mörderische Weihnachten
    Länge: ca. 44 Minuten
    Dreamland Production
    Empfohlen ab 16 Jahren

    Klappentext:

    Weihnachten: Das Fest der Liebe, Freunde und der Familie. Doch in diesem Jahr sollte es auch das Fest der Angst werden! Denn unter einem der vielen Weihnachtsmannkostüme wartet der Tod auf seine Opfer.

    Und niemand wusste, wen es als nächstes erwischen würde und worauf es der mörderische Weihnachtsmann abgesehen hatte.

    Meinung/Fazit:

    Cover/Titel/Klappentext:

    Covertechnisch absolut klasse. Auch der Titel ist wirklich großartig gewählt. Sonderlob gibt es für den Klappentext, der Spannung pur verspricht.

    Sprecher:

    Sprechertechnisch hat man bei Dreamland in letzter Zeit immer alles richtig gemacht. Leider leistet man sich hier einen Schnitzer. Thomas Birker himself übernimmt die Rolle des Kommissar Lang. Dieses ist jedoch eine Hauptrolle und für die Geschichte folglich sehr wichtig. Hier hätte man auf einen Profi setzen sollen, da Herr Birker diesen Rollen nicht so erledigt, wie es hätte sein müssen. Man hört halt heraus, dass er kein Profi ist. An seiner Seite steht Konrad Halver als Hauptkommissar Hammerschmidt, der einen ordentlichen Eindruck hinterlässt und in seiner Rolle überzeugen kann. Von ihm habe ich aber auch schon bessere Auftritte gehört. In weiteren Rollen bekommen wir Akteure zu hören, die in ihren Rollen überzeugen können. Dies wären unter anderen Bert Stevens, Dorette Hugo, Gernot Endemann oder Ulrike Störzbecher. Lob gibt es für die Performance von Tilo Schmitz in der Rolle des Weihnachtsmannes. Er kommt herrlich fies und bösartig rüber.

    Insgesamt eine ordentliche Gesamtleistung.

    Story/Inhalt:

    Es ist das Fest der Liebe und der Familie. Doch in diesem Jahr kommt es zu einer Mordserie. Alle Opfer sind mit Hilfe von Weihnachtsutensilien zu Tode gekommen. Doch niemand kennt die Motive des Täters und folglich weiß niemand, wer das nächste Opfer sein wird. Hauptkommissar Hammerschmidt hat einen Verdacht, der ihn zu Peter Wagner führt. Doch dann sucht der mörderische Weihnachtsmann auch Peter Wagner auf...

    Fazit:

    Kindes missbrauch ist kein Märchen lautet der Slogan der Organisation Hänsel und Gretel und erst einmal ein großes Lob an Dreamland, dass 50 Cent jeder verkauften CD an diese Organisation gespendet werden, die sich für Kinder einsetzt, denen unmenschliches angetan wurde.

    Leider kann die Produktion, trotz ihrer guten Absicht, mich nicht überzeugen. Mein Problem habe ich mit der Umsetzung der Thematik. Erst zum Ende des Hörspiels erfährt man die eigentliche Motive des Weihnachtsmannes und diese geraten dadurch vollkommen in den Hintergrund, was nicht sein darf. Wenn man auf eine derartige Thematik setzt, dann hätte man alles anders aufbauen müssen. So wirkt es einfach wie das Mittel zum Zweck und dies ist der falsche Ansatz. Mein Problem habe ich auch mit der dargestellten Selbstjustiz, die nun einmal bei uns in Deutschland verboten ist. Auch wenn im Inlay darauf hingewiesen wird, dass dies der falsche Weg ist, kommt es im Hörspiel überhaupt nicht rüber. Das die Folge zudem nicht so wirklich in die Gesamtreihe passen will, fällt kaum noch auf.

    Musikalisch eine gelungene Angelegenheit und wir bekommen Klänge geboten, die zum Hörspiel passen. So hören wir Stücke, die wir schon des öfteren innerhalb der Serie hören durften und einige weihnachtliche Klänge. Auch die Effekte und Geräusche können überzeugen.

    Als wahre Frechheit liebe Macher empfinde ich die Outtakes, die wir zum Ende hören dürfen. Normalerweise bin ich ein Freund von solch einem Material am Ende eines Hörspiels, doch in diesem Falle sind sie nicht nur deplaziert, sondern vollkommen daneben. Wieso bitte wünscht man uns hier viel Spaß, wenn man doch zum Nachdenken anregen möchte und zeigt uns die Freude der Akteure an der Produktion!? Bei solch einem Thema ist Schluss mit lustig und hier hat man sich selbst in den Rücken geschossen. Diese Outtakes hätte man am Ende eines anderen Hörspiels präsentieren sollen.

    Insgesamt gibt es keine Empfehlung.

  • Hallo liebe Hörgrusler!

    Von der vergriffenen Folge 8, Mörderische Weihnachten erscheint am 30.10.26 auf CD eine Neuauflage, vielleicht verrät uns Thomas Birker (DLP) was bei der Neuauflage anders ist als beim Original.

    Für alle Interessierten hier das Cover und der Bestell-Link von Pop.de.

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    Pop.de

  • Loxagon Agatha ist nicht mehr hier?

    El Diablo es ist eine 1:1 Wiedereröffentlichung, die Folge gab es über 10 Jahre nicht, es gibt aber einige Anfragen und so kommt Andreas dem Wunsch einer Wiederveröffentlichung nach und ich hab Mark Freier mit dem neuen Cover beauftragt und statt meinem Pseudonym meinen echten Namen aufs Cover gesetzt.

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