Welches Hörspiel habt ihr zuletzt gehört?

Es gibt 19.059 Antworten in diesem Thema, welches 1.387.275 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (19. August 2026 um 12:01) ist von Smeralda.

  • Besuch ohne Anmeldung (BR)
    Inspektor Gärtner wird in die Villa des Millionärs Otto Bahr gerufen. Ein Dr. Jagberg hat ihn tot dort aufgefunden, erschossen. Ist Dr. Jagberg selbst der Täter? Dagegen spricht, dass er selber bei der Polizei angerufen hat. Doch auf der Pistole befinden sich seine Fingerabdrücke. Doch es gibt auch noch andere Verdächtige: Die Ehefrau von Dr. Jagberg und die Frau und den Sohn des Toten.
    Das Krimihörspiel hat mir gut gefallen. Vor allem die Art und Weise, wie der Inspektor ermittelt, war nach meinem Geschmack. Er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, ist bei seinen Befragungen fair und sachlich. Gesprochen wird der Inspektor von Jürgen Goslar, der mir in der Rolle sehr gut gefallen hat. Auch Gerd Potyka als sein Assistent Keller macht seine Sache gut. Sehr gut hat mir auch das Duo Anton Reimer (Dr. Jagberg) und Ursula Noack (Frau Jagberg) gefallen, beide dürfen auch reichlich Emotionen zeigen. Für ein Hörspiel von 1969 hat mir auch die Geräuschkulisse gut gefallen. Gleich am Anfang gibt es in der Villa des Toten ein Gewitter mit Regen und Donner, das hat sich gut angehört, auch die Befragungen bei der Polizei sind nicht steril umgesetzt worden: Türen gehen auf und zu, Telefone klingeln, Stühle werden verschoben. Interessant finde ich, dass es zum gleichen Roman von Arnold E. Ott noch ein Hörspiel mit dem Titel "Tatzeit 20.20 Uhr" gibt. Da ist bei der Handlung fast alles identisch, nur gibt es dort einen anderen Täter wie hier bei "Besuch ohne Anmeldung".

  • Ja DerPoldi die haben mir gefallen, war eine schöne Reise in meine Kindheit auch wenn mir aufgefallen ist das sich manche Märchen doch sehr ähnlich sind, dass wäre mir vielleicht nicht aufgefallen wenn ich nicht mehrere Folgen am Stück gehört hätte.

    Nun bin ich mal auf Folge 21 gespannt die im September erscheint und bereits von Smeralda hier im Forum vorgestellt wurde.

  • Die Kapsel (WDR)
    Der amerikanische Präsident wird überraschend mit großen Schmerzen im Krankenhaus eingeliefert. Der Chefarzt ertastet eine Verhärtung im Unterbauch, die aber weder auf dem Röntgenbild noch im Ultraschall zu sehen ist. Der Präsident wird operiert und ihm wird eine Metallkapsel entfernt. Sie reagiert aber nicht wie herkömmliches Metall und die Ärzte sind ratlos. Nach und nach reift die Erkenntnis, dass die Kapsel ein geheimes Implantat ist und dem Präsidenten von Außerirdischen eingesetzt worden ist.
    Das Hörspiel hat mir sehr gut gefallen. Die Grundstimmung ist sehr bedrohlich. Die Ärzte, Politiker, Medien werden immer nervöser und angespannter, auch der Präsident leidet unter der Situation. Das Ende fand ich dann sehr krass und heftig, aber bei dem Hörspiel hat das für mich sehr gut gepasst. Bei der Sprecherbesetzung hat man ein sehr gutes Händchen gehabt. Vor allem Frank Glaubrecht als Präsident ist ein absoluter Glücksfall. Er zeigt in allen Szenen, dass er er ein großartiger Sprecher mit vielen Facetten ist. Vor allem die wachsende Unruhe und Nervosität wird von ihm sehr glaubhaft verkörpert. Auch Kathrin Ackermann als seine Frau Geena hat mir richtig gut gefallen. Ihr nimmt man in jeder Szene ab, dass sie sich sehr große Sorgen um den Zustand ihres Mannes macht. Weitere tolle Sprecher sind u.a. Peter Groeger, Udo Schenk, Edda Fischer, Michael Deffert und Peter Nottmeier. Ausgezeichnet hat mir auch die musikalische Untermalung gefallen. Meistens erklingen dramatische Musikelemente, das hat noch mal zusätzlich für viel Stimmung und Atmosphäre gesorgt.

  • Absturz von der Marmortreppe (WDR)
    Ein Mann wurde offenbar in seinem Auto erschossen, der Wagen brannte danach aus. Die Polizei ermittelt, dass der Tote mit einem Bankraub in Verbindung steht. Doch der Tote lebt, er hält sich mit seiner Geliebten auf Mallorca auf. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Wer war der Tote?
    Das Hörspiel hat mir gut gefallen. In der Hauptrolle als "Simon" ist Uwe Friedrichsen zu hören, mal in einer ganz anderen Rolle. Er spricht und spielt einen ziemlichen Unsympathen, er wickelt mehrere Frauen um den Finger und spielt mit ihren Gefühlen, ernst meint er es keiner keiner von ihnen. Uwe Friedrichsen macht seine Sache gut, er agiert sehr überzeugend. Gut hat mir auch das böse Ende gefallen, das hat das Ganze abgerundet. Klasse fand ich auch den Auftritt von Regine Lamster als "Karen", aber auch den von Nicole Heesters als "Beate", sie überzeugt als verbitterte und enttäuschte Ehefrau von Simon. Sehr gut hat mir auch der Auftritt von Hans Caninenberg als ermittelnder Kommissar. Er ist so etwas wie der ruhende Pol in der Handlung, er lässt sich bei seinen Ermittlungen nicht aus der Ruhe bringen und bleibt bei seinen Befragungen fair und zurückhaltend.

  • DER FEUERTEUFEL VON FLOTTBEK

    Mit Knut Hinz, Edgar Bessen, Hans Teuscher, Barbara Feindt u.v.a.

    Barbara Feindt, sie sprach diese grässliche Rolle der Rosa Beihoff in TKKG der doppelte Pedro, hier gefällt sie mir deutlich besser, natürlich, sie spielt.

    Das Hsp an sich...hm, man kommt sich eher vor wie in einem O-Ton Hörspiel aus dem TV, das liegt u.a. an den Sequenzen mit den Männern vom K3, die aber so nicht benannt werden.

    Ansonsten eine perfekte Ansammlung aus grauenhaftem Konservatismus der Ende 80er oder Anfang 90er, womöglich absichtlich überspitzt, um noch mehr Antipathie gegen den Geschädigten zu erzeugen, der war aber als Chef der Baum Schubser schon das maximale Ekel.

    Ein Erzähler kommt nur kurz vor, hatte den Eindruck, den haben die Macher oder zur Verüfgungsteller nachträglich drauf gepackt, mit 39 Minuten kann man aber zurecht kommen, schlüssig wenn auch abgedroschen ist die Auflösung und der Täter, das Whodunnit ist aber mäßig spannend kreiert.

    Ich danke für Ihren Beitrag an volkstümlicher Dämonenbelustigung !


    :macabros::xplode:

  • ghostly tales and creepy stories 9 - der Zombie


    Absolut durchschnittliches Hörspiel. Die Sprecher sind top, aber alles andere hat mich nicht beeindruckt.

    Die Geschichte ist sehr vorhersehbar und fast schon langweilig, die "Ermittlung" am Rande ist quasi nicht relevant und die Folge ist absolut nicht gruselig.

  • Old Firehand (Zebra)
    Das Hörspiel beinhaltet die Originalvorlage von Karl May als Romanvorlage. Das heißt, hier taucht auch Ellen als Tochter von Old Firehand auf, in die sich Old Shatterhand verliebt und nicht wie später umgeschrieben stattdessen Harry als Sohn ohne Liebesgeschichte natürlich. So progressiv war Karl May dann nicht, dass er nach der Umschreibung dann eine homosexuelle Liebesgeschichte zwischen Old Shatterhand und Harry daraus gemacht hat. In groben Zügen wird die Handlung erzählt, in der Old Shatterhand, Winnetou und Old Firehand auf die Oglala und ihren weißen Häuptling Parranoh bzw. Tim Finnety treffen. Das Hörspiel ist ganz OK, aber man sollte schon das Buch gelesen haben, um die Handlung auch komplett verstehen zu können. Das Hörspiel beginnt recht amüsant, denn Old Shatterhand singt das Lied "Mein Frühling ging zur Rüste", bevor er auf Ellen trifft. Teilweise ist die Handlung sehr sprunghaft. Zum Beispiel ist plötzlich Winnetou an der Seite von Old Shatterhand und soll ihn schon seit Monaten begleiten, obwohl er vorher mit keiner Silbe erwähnt worden ist. Etwas merkwürdig sind auch die Wechsel zwischen Erzähler und Ich-Erzähler (beide Rollen übernimmt Kai Bronsema). Das ist dann doch etwas seltsam, wenn Kai Bronsema z.B. sagt "Lassen wir Old Shatterhand selbst erzählen..." und dann selber, nun halt aus der Sicht von Old Shatterhand, weiter spricht. Bei der Geräuschkulisse gibt es Stärken und Schwächen. Gut gefallen hat mir die Explosion in New Venango, als der Bohrer auf das Öl trifft und New Venango zerstört wird. Auch die wiehernden und schnaubenden Pferde oder die Schreie und Gewehr- und Pistolenschüsse bei den Kämpfen und Auseinandersetzungen sorgen für die entsprechende Stimmung. Leider sind aber gerade die Geräusche bei den Kämpfen zu laut, so dass die Sprecher nur schwer zu verstehen sind. Beim Sprechercast gibt es auch Positives und Negatives. Kai Bronsema als Erzähler und Old Shatterhand ist OK, manchmal hätte ich mir aber etwas mehr Schwung und Dynamik von ihm gewünscht. Sehr gut hat mir Karin Eckhold als "Ellen" gefallen, sie agiert sehr selbstbewusst und lässt sich von den Männern nichts sagen. Auch Harald Eggers als Old Firehand und Edgar Maschmann als Winnetou haben mir gut gefallen, beide konnten mich voll und ganz überzeugen. Kurt Stephan als "Parranoh" ist leider für mich eine Fehlbesetzung, er klingt viel zu harmlos, da wurde viel Potential verschenkt. Auch Kurt Klopsch als Sam Hawkens hat mir nicht wirklich gefallen. Warum auch immer, näselt er die ganze Zeit, das fand ich ziemlich nervig. Außerdem klingt er die ganze Zeit, als ob er vor den Sprachaufnahmen einiges gebechert hat, da er manchmal etwas lallt. Insgesamt kann man sich das Hörspiel ganz gut anhören. Es ist für mich solider Karl May Durchschnitt. Es gibt deutlich bessere Karl May Hörspiele, aber auch etliche schwächere.

  • Welche Folge ist das denn bitte?
    Dann kann ich mich im voraus darauf einstellen. :zwinker:

    Ich meine es war Takimo 5 – Esito :green:
    Viele Hörer fanden die etwas anstrengend (oder albern :gruebel:), aber bei mir ist es auch schon eine ganze, ganze Weile her das ich sie gehört habe.
    Aber das empfindet natürlich auch jeder anders.

    Ich bin gespannt wie sie dir gefallen wird, wenn du dort angelangt bist. :)

    Ich hatte mit Takimo wegen der Dialogqualität meine Probleme Und bei besagter Folge 5 bin ich dann ausgestiegen, das war mir tatsächlichzu albern, ein besseres Wort habe ich nicht dafür.

    Vielleicht ist meine Erwartungshaltung auch inkompatibel. Mit der „Krone der Sterne“ von Kai Meyer konnte ich wegen der Fantasyelemente in der Weltraumumgebug wegen auch nicht.

    Versuchen Sie es. Manche Menschen sind in der Lage, es zu vermeiden, dass man sie wahrnimmt.

  • Und bei besagter Folge 5 bin ich dann ausgestiegen, das war mir tatsächlichzu albern, ein besseres Wort habe ich nicht dafür.

    Ja, das ist auch ein Tiefpunkt und kam irgendwie auch überraschend, weil die Serie bisher gar nicht so einen Klamauk angedeutet hatte vorher.

    Ich habe noch bis ca. Folge 20 gehört und es dann leider aus den Augen verloren.

    Bis dahin ist zumindest nicht wieder so eine Folge dabei gewesen. Eher im Gegenteil, die Geschichte hat mehr Fahrt aufgenommen.

    Irgendwann starte ich noch einmal einen neuen Anlauf.

    Besser Illusionen die uns entzuecken als zehntausend Wahrheiten

  • TKKG 140-Draculas Erben
    In der Folge kommt die TKKG-Bande einer Bande auf die Spur, die nachts in Luxusvillen einbricht. Außerdem werden die Hintergründe eines lange zurückliegenden Überfalls auf einen Geldtransporter aufgeklärt. Die Folge ist insgesamt OK, etwas mehr Spannung wäre nicht schlecht gewesen. Die Folge wartet mit recht wenigen Sprechern auf, neben den 4 TKKG-Freunden und Erzähler Wolfgang Kaven sind es nur noch 3 weitere mit Stefanie Kirchberger, Thomas Karallus und Konstantin Graudus. Vor allem Stefanie Kirchberger als "Location Scout Verena" hat mir gut gefallen mit ihrer quirligen und sympathischen Art und Weise und Thomas Karallus ist unter den Sprechern für mich das Highlight als Gangster: brutal, eiskalt, skrupellos, das wird von von Thomas Karallus sehr überzeugend dargestellt. Etwas genervt hat mich, dass Tim ständig seine Freunde als "Amigos" anspricht und auch die Aktion am Schluss, als er den LKW der Gangster fährt, und sie im Schuppen blockiert, hätte ich nicht gebraucht. Interessant fand ich die Musikuntermalung, denn es gibt mehrere Stücke auf die Ohren, in denen Saxophone zu hören ist. Schockiert war ich über den Musikgeschmack von TKKG. Als sie alle bei Gaby zu Hause in ihrem Zimmer sind und sich beratschlagen, läuft im Hintergrund das Radio mit scheußlicher Volksmusik, da bekommt man ja Ohrenkrebs davon.

  • Die Folge ist insgesamt OK, etwas mehr Spannung wäre nicht schlecht gewesen.

    Das ist ein tiefes Tal wo du dich folgentechnisch befindest.
    Wenig Highlights, viele Entführungen =)

    läuft im Hintergrund das Radio mit scheußlicher Volksmusik, da bekommt man ja Ohrenkrebs davon.

    :hrhr2::rofl:

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