TKKG 144-Schreckensnacht im Schlangenmaul
Mal wieder ist Gaby tief im Schlamassel. Als sie mit ihrer Freundin Naike im Wald Pilze sammelt, überraschen sie eine Bande von Gangstern, die mit einem schweren LKW mit Stahlseilen Geldautomaten aus Banken stehlen. Sie werden von den Gangstern geschnappt und in eine Felsspalte (das Schlangenmaul) gebracht.
Ich fand die Folge OK, sie war kurzweilig und unterhaltsam. Gut haben mir die eingesetzten Sprecher gefallen. Das Stammpersonal macht seine Sache sehr ordentlich, wenn auch Karl erst ziemlich spät in der Folge auftaucht. Überzeugend fand ich den Auftritt von Thea Frank als Gabys Freundin Naike. Sie zeigt sich ziemlich ängstlich und verzweifelt, das spricht sie sehr überzeugend. Auch Micaela Kreißler als ihre Tante wußte zu gefallen. Am allerbesten in der Folge hat mir Christian Rudolf als Gangster Erich gefallen: Er ist richtig böse und gemein und hat auch einige richtig gute Sprüche parat. Robert Missler als sein Kumpel Vlado ist OK, nur muss er in seiner Rolle leider radebrechend sprechen, das hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht. Kurz ist auch noch Heinz Lieven als Bauer zu hören, die Szene mit ihm und Tim hat mir auch richtig gut gefallen. Schmunzeln musste ich bei einem Satz von Karl. Er, Klößchen und Tim wollen nachts verschiedene Banken überwachen. Klößchen benötigt dafür noch reichlich Proviant und wird bei einer Tankstelle fündig. Karl berichtet davon Tim: "Der Tankwart hat uns gefragt, ob wir auf einer Klassenfahrt seien und jetzt für die ganze Klasse einkaufen würden." Herrlich, aber so ist er halt, der Willi.
Der größte Schwachpunkt ist für mich die Musikuntermalung, denn die ist bis auf wenige Ausnahmen belanglos.
Geisterschocker 12-Armee des Todes
Das Hörspiel war leider ein ziemlicher Reinfall. Gegen Trash (wenn er gut gemacht ist) habe ich absolut nichts und die Handlung ist doch ziemlicher Trash. Nach dem Tod von Hillario Mendez, ist seine Verwandschaft scharf auf das Erbe. Doch die Leiche ist plötzlich ohne Gesicht im Sarg und die Anwesenden werden von Zinnsoldaten tyrannisiert. Die Idee mit den mordenden Zinnsoldaten fand ich gar nicht mal so schlecht. Leider ist der Sprechercast aber eine Vollkatastrophe, so dass ich froh war, als das Hörspiel endlich vorbei war. Karlheinz Tafel ist als Hillario Mendez sehr fies und böse, er macht seine Sache gut. Alle anderen Sprecher und Sprecherinnen agieren aber sehr hölzern und unnatürlich, das hat mir überhaupt nicht gefallen. Auch die Dialoge waren zum Teil zum Fremdschämen, in einigen Szenen konnte ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Ganz in Ordnung war die akustische Inszenierung, aber das hilft alles nichts, wenn die Sprecher nur unterdurchschnittliche Leistungen abliefern.