Gab es bei Euch einen Hörspiel-Tiefpunkt?

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    • Gab es bei Euch einen Hörspiel-Tiefpunkt?

      Im "Blick in die Glaskugel" Thread schrieb User Hardenberg:

      Hardenberg schrieb:

      Das Hörspiel ist ab einem gewissen Zeitpunkt einfach nicht mehr cool, nicht mehr sexy, sondern Kindergedöns oder verschnarcht. Und das haben wir ja alle mal so gesehen.
      Unabhängig der Gegenwart:
      Habt ihr Kassettenkinder der 80er das auch so gesehen? Waren Hörspiele für Euch mal verschnarcht?

      Ganz ehrlich: Bei mir nie! Es gab zwar die Zeit, als der Gameboy aufkam und ich Interesse für etwas anderes hatte. Das hat aber NIE meine "Gefühle" zum Hörspiel verändert. Nur wie gesagt das Interesse geschmälert.

      Das war die Zeit, als EUROPA Knight Rider und Nightmare on Elm Street eingestellt hatte und kurzlebige Serien wie Cop & Co. oder Unternehmen Jocotobi starteten / existierten.

      Ich fand das Hörspiel als solches nie Out. Was mich vielleicht hätte dabei bleiben lassen, wäre eine große Lizenz gewesen.

      Es gab damals kein MotU mehr, kein Perry Rhodan, kein H.G. Francis Grusel, kein Airwolf, A-Team, Knight Rider, Freddy Krueger, kein James Bond O-Ton, usw.
      Es war einfach nichts interessantes für mich dabei, was ich aus TV und Film kannte.

      Ich bin immer noch der Meinung, dass große, populäre TV und Film-Lizenzen mich hätten dabei bleiben lassen, parallel zum Gameboy.
    • Die Zeit zwischen 16 (Star Wars) und 32 (Harry Potter) war bei mir der Tiefpunkt.
      Es kamen völlig andere Prioritäten, wie Programmieren (Anfangs noch auf dem Spectrum), Partys, Lonzerte, dann später die Techniker Schule, Ehe, Kinder etc.
      Angefangen hab ich dann erst wieder mit den Harry Potter Hörbüchern, dann John Sinclair, Radio Hörspiele etc. Durch das iPod-Zeitalter wurde es ja auch unterwegs einfacher.

      Beruflich bedingt bin ich dann auf englische Hörspiele und Hörbücher gekommen.
      Inzwischen höre ich krankheitsbedingt wieder ziemlich viel. Serien wie Fallen, Tony Ballard und Doctor Who (gerade entdeckt) sind in der Minderheit, hauptsächlich sind es Hörbücher. Hauptsächlich wenn ich mit dem Hund gehe, in der Badewanne bin oder eben zum einschlafen.
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Einen Tiefpunkt im Sinne von "ich möchte/brauche keine Hörspiele mehr hören" hatte ich nie. Aber Anfang der 90iger als die Hochzeit der Kassettenära vorbei war, gab es insofern einen Tiefpunkt, weil die Zahl der Serien, die ich in Wien bekommen habe, dramatisch zurück gegangen sind. Damals hielten mich die TSB-Sinclairs und auch die ??? regelrecht am Hörspielleben. Ansonsten wurden meine "Klassiker" rauf und runter gehört.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Ich hatte mal das Ganze in einem anderen Forum versucht zusammenzutragen:
      Meine ersten Hörspiele waren Der Räuber Hotzenplotz, der Zoo, Fünf Freunde und dergleichen. Das muss in etwa 1975 gewesen sein. Die stärksten Erinnerungen sind folgende: Ich war krank; meine Mutter machte Suppe für mich und ich hörte eine LP. Ja, auch Märchen waren dabei.
      Dann kamen Ende der 70er die ??? und es war auf einmal cool, mit anderen Kinder zusammen Hörspiele zu hören. Neon Gruselserie, Hui Buh und dergleichen waren stark.
      Hörspiele waren etwas für eine Gruppe. So waren die 80er. Zumindest die ersten Jahre.
      Und später hatten diese Gruppen andere Themen. Filme vor allem (neben Mädchen, Gott und Politik ;).
      Somit wurde das Hörspiel wieder etwas für mich alleine. Okay, meine Schwester hörte manchmal mit; aber Hand auf's Herz: Zählt das?
      Sherlock Holmes und die ??? hörte ich noch in den 90ern. Nicht so oft, nicht immer die neuesten Folgen aber ganz aufgehört hatte ich nie.
      Dann kam das Jahr 2000 und ich stieg irgendwie in diesen neuen Boom wieder stärker ein. Point Whitmark, Gabriel Burns, John Sinclair 2000 und viele andere haben die Jahre 2000-2010 geprägt. Dann kam ein Rucken. Die Schwarze Sonne stockte (und drohte unterzugehen) und bei Burns gab es manchmal mehr Diskussionen über das drumherum als über das Hörspiel selbst, also dessen Inhalt.
      Ich höre immer noch, schaue aber verstärkter Filme. In den 80ern kostete eine neue VHS 99 DM (Blockbuster), heute kostet eine neue Bluray (Blockbuster) etwa 15 €. Und Hörspiele kosten heute mehr als früher...

      Also steht der Tiefpunkt bei mir noch (kurz?!) bevor.
    • Ich habe mit jungen Jahren angefangen (ich glaube 6 Jahre) und dann liebend gern Hoerspiele zum spielen, einschlafen oder allen moeglichen Aktivitaeten gehoert. Aber so mit 16 Jahren habe ich nur noch wenige Hoerspiele gehoert. Dann beim Bund und beim studieren auch kaum noch. Das weibliche Geschlecht ist ein wichtiger Faktor, der Hoerspiele in den Hintergrund treten laesst (man muss halt Prioritaeten setzen). Ich habe damals sogar die meisten meiner Kassetten verkauft. Dann als ich so in den Mitte 20ern in Muenchen wohnte und alle paar Monate nach Hause in Lippe (NRW) gefahren bin, habe ich wieder angefangen Hoerspiele zu hoeren (und auch die erste Harry Potter Lesung). Da fing ich dann wieder an Interesse zu haben. Aber als ich dann meine jetzige Frau kennengelernt habe, war das Interesse wieder runter, da ich mich auf sie konzentrierte. Erst als ich dann 2001 in die USA gezogen bin und lange Fahrten zur Arbeit hatte, und die Renaissance des Hoerspiels mit der Edition 2000, Rueckkehr der Klassiker und anderen eingeleitet wurde, bin ich wieder dabei. Ich habe die sinnlose Zeit des Autofahrens dank von Hoerspielen in eine erholsame und wunderbare Zeit verwandelt und ich freue mich schon immer wenn ich ins Auto steige, um das Hoerspiel weiter zu hoeren. Und seitdem bin ich ununterbrochen dabei.
    • ich habe damals so mit 12 aufgehört Hörspiele zu hören und sie zu verkaufen (ich Idiot). Irgendwann dachte ich mal, mal wieder Hörspiele auszuprobieren, besonders, da ich Horror- Hörspiele entdeckt habe. Leider machte ich den Fehler, mir das erste Hörspiel von Farelia, ich glaub es hieß "Der Kontakt", zu kaufen. Das war so dermaßen sch*$%e, dass ich neben Mordgelüsten auch jahrelang keine Lust mehr auf Hörspiele hatte. Erst als ich vor 3 - 4 Jahren die GEISTER SCHOCKER entdeckte, habe ich wieder Interesse.
    • Dass das Interesse mal geschwunden war ist klar. Aber fandet ihr jemals Hörspiele als "verschnarcht", selbst wenn ihr sie in den Verkaufsregalen saht? Oder hättet ihr rein theoretisch den selben Gefallen gehabt wie früher, wenn etwas passendes dabei gewesen wäre, trotz Freundin, Beruf, Familie, Umzug, anderer Interessen?
    • Man möge den User Hardenberg jetzt nicht auf das Wort verschnarcht festlegen, obwohl ich es durchaus nicht unpassend finde. Die Hörspiele damals waren ja alle recht harmlos. In den höheren Teenagerjahren macht es aber doch einen gewissen Reiz aus, Grenzen auszutesten, und die waren mit Buch und Film deutlich besser auszuloten als beim verschnarchten Hörspiel mit seinen ewigen drei ??? (deren Geschichten zudem nicht unbedingt besser wurden) und TKKG etc. (Neon-Grusel und Larry Brent usw. lagen bereits in der Vergangenheit, soweit ich mich richtig entsinne).

      Aber davon ab ist das hier vermutlich eh die falsche Plattform für eine auch nur halbwegs repräsentative Darstellung der Sicht aufs damalige Hörspiel, denn dass unter den Hörspiel-Nerds aus den entsprechenden Foren auch genügend sein werden, die immer gehört haben, glaube ich sofort. All die aber, die nur für die drei ??? zurückgekehrt sind oder nach ihrer Kindheit für alle Zeit mit dem Medium gebrochen haben, wird man hier nicht befragen können.
    • Audioromane schrieb:

      Oder hättet ihr rein theoretisch den selben Gefallen gehabt wie früher, wenn etwas passendes dabei gewesen wäre,
      Sinclair Fan war ich seit dem 15.06.1981 (Ein Grab in der Hölle) da hat mein Patenonkel mir das TB geschenkt.
      Das hat sich eigentlich erst bei Roman 550 gelegt. Daher höre ich auch die veränderten JS2000 nicht mehr.
      Die kleineren Änderung von Döring waren ok, jetzt sind es teils völlig unsinnige Änderungen, wie das mit der Kreuz-Formel.

      Die TSB Hörspiele fand ich damals ok, heute sind sie halt Kultig.

      Darum kann man im Prinzip sagen bei Sinclair aufgehört und dann eigentlich damit weiter gemacht.

      Drei Fragezeichen war eh nie mein Hauptaugenmerk, da mochte ich eher Burg Schreckenstein, daher fand ich sicher auch "Die sieben Siegel" gleich ansprechend, weil es eben nicht der Mainstream war.
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Hardenberg schrieb:

      All die aber, die nur für die drei ??? zurückgekehrt sind oder nach ihrer Kindheit für alle Zeit mit dem Medium gebrochen haben, wird man hier nicht befragen können.
      Nee, nach Ersteren wäre man in einem speziellen DDF-Forum, z.B. der rocky-beach.com besser auf der Suche.
      Und die, die ganz aufgehört haben, passen eigentlich gar nicht in diesen Thread, denn die haben ihren "Tiefpunkt" ja bis heute.

      Ich habe schon mal irgendwo geschrieben, dass mein letztes Hörspiel damals, so mit 14 Jahren, "Der unheimliche Mönch" von Maritim war (besitze ich bis heute und läuft noch prima! :thumbsup: ), danach habe ich mich, weil es eben alle in meinem Freundeskreis so machten und der Gruppenzwang stärker war :augenroll: , ganz von dem ehemaligen Hobby abgewandt.
      Das "Tief", um es mal so zu nennen, dauerte dann auch mehr als die nächsten beiden Jahrzehnte an.
      Ich sah zwar immer wieder DDF-MCs oder andere Hörspiele in den Läden, aber meine Leidenschaft dafür war wohl so eingeschlafen, dass der Anblick nichts mehr in mir auslöste. :schulter:
      Mit Ende 30 kam dann der Tag, wo ich durch Zufall bei ebay auf ein dickes Fragezeichen-MC-Paket stieß und dachte...'Hey, du könntest doch so nebenher mal das eine oder andere Hörspiel laufen lassen, wäre doch irgendwie lustig, so wie früher!' ;)
      Einen CD-Player mit zwei MC-Fächern hatte ich noch, also los.
      Dann kam eins zum anderen... =) Und wenn sich in meinem Leben nicht etwas ganz gravierend ändern sollte, werde ich wohl dabeibleiben bis zum Ende. :sera:
    • Markus G. schrieb:

      Einen Tiefpunkt im Sinne von "ich möchte/brauche keine Hörspiele mehr hören" hatte ich nie.
      Bei mir genauso. Es war sogar so, dass je älter ich wurde, um so mehr habe ich gehört. Seit einiger Zeit wechselt es bei mir allerdings zwischen ganz ganz viel hören und gar nicht hören. Wobei das gar nicht Hören nichts mit Lust zu tun hat.
      :albern:

      :st: :st3: :st2: Neu-Deutsch für Olympische Spiele: "Internationale Doping-Festspiele" :st2: :st3: :st:
    • Meine voll intensivste Flaute erlebe ich in diesem Jahr, auch wenn grundsätzliches Interesse am Medium durchaus noch vorhanden ist. Dennoch habe ich in diesem Kalenderjahr mit Sicherheit noch kein einziges Hörspiel gehört.

      Als Kind hörte ich zu Grundschulzeiten die drei Satzzeichen, TKKG oder Fünf Freunde. Eine kurze Phase des Vergessens wurde schließlich mit 14 beendet, denn ein Armbruch und wochenlange Untätigkeit ließen mich zurück zu den Hörspielen finden,. Da passte es zu gut, dass die wirklich tolle Serie Gabriel Burns ihre Hochzeit erlebte (der Leser merkt, hier schreibt ein wohl verhältnismäßig junger User) und bald darauf die Lausch-Hörspiele, für die ich sogar ein kleines Forum betrieb, erschienen. Zeitweise verschlang ich verschiedenste Veröffentlichungen, wobei ich nebenher auch meine ???-Sammlung vervollständigte (auf die damals verfügbaren 120 Folge). Nach vielleicht drei Jahren intensiver Pflege dieses Hobbys wandelten sich dann meine Interessen. Das Hörspielhören wurde immer weniger und spätestens mit Aufnahme einer längeren Bezeihung reduzierte sich das Hören auf wenige Exemplare im Jahr (hauptsächlich bei Krankheit). Seitdem ich mit meiner Partnerin zusammenzog, ist totale Funkstille und ein Großteil der Sammlung wanderte mit einem traurigen Auge gar in den Keller.
    • Ich habe da wohl auch eine "typische" Karriere gehabt. Im Kindergarten mit Benjamin Blümchen angefixt, in der Grundschule mit TKKG, Captain Blitz und fünf Freunde weitergemacht und ab der weiterführenden Schule die drei ???, Edgar Wallace, die schwarze Serie und co. Als Einzekind war ich immer froh über ein bißchen Unterhaltung ;)

      Tiefpunkt war dann die Zeit von der Pubertät bis zum Abitur, ??? habe ich zwar weiterhin gekauft, aber nicht mehr regelmäßig gehört. Computer, Mädchen und Bier waren da interessanter (in der Reihenfolge...).

      Erst mit Studium und Beruf und den damit verbundenen Pendelzeiten bin ich wieder auf den Geschmack gekommen. Zusammen mit den damals qualitativ großartigen neuen Serien wie Point Whitmark und Gabriel Bruns hat das natürlich super gepasst. Gerade Point Whitmark hat mir das Studium gerettet^^ Egal wie frustrierend der Tag war, nach der Bahnfahrt und einer Folge Point Whitmark war alles wieder gut :) Als verheirateter Familienvater höre ich weiterhin vor allem beim Pendeln oder bei Hausarbeiten. Und wenn mein Sohn erst mal ein paar Jahre älter ist wird das dann hoffentlich weitergegeben.
    • Eine Partnerschaft ist natürlich gleichzeitig "Gefahr wie Chance" für das Hobby Hörspiel. Kann ich mit meinem Partner gemeinsam dem Hobby frönen, macht es gleich doppelt so viel Spass. Kann der Partner mit meinem Hobby so gar nichts anfangen, dann kann es natürlich sehr leicht passieren, dass das Hobby stark in den Hintergrund gerät. Ich habe das große Glück, dass meine Frau von Beginn weg für alle meine Hobbys sehr empfänglich war. In meinem Beruf wurde sie in vielen meiner Projekte mein Kompagnon und wir machen vieles gemeinsam. In den meisten Sportarten sind wir gemeinsam aktiv und beim Hörspiel hören gab es für sie gar keine Alternative. Sie musste beim einschlafen einfach mit hören und hat sehr rasch Gefallen gefunden. Unser Geschmack hat eine recht große Schnittmenge, wie ???, Jugendserien, Krimis und ähnliches, die uns beiden Spass macht, aber auch Bereiche mit denen sie (Horror, Grusel) recht wenig anfangen kann bzw. mit denen ich recht wenig anfangen kann (Harry Potter Hörbücher, romantische Hörbücher). Und auch meiner Tochter bleibt nichts anderes übrig ;) als zu hören, wobei sie ihrem Alter entsprechend naturgemäß in eine andere Richtung (Elea Eluanda, Bibi Blocksberg, Gregs Tagebuch, !!!). Das Thema "Einschlafhörspiel bei uns zuhause" habe ich vor einiger Zeit hier mal beschrieben: Einschlafhilfe Hörspiel?

      Spoiler anzeigen
      HÖRSPIELKOLUMNE "GEDANKEN EINES HÖRSPIELFANS 7/2012" – Das Hörspiel zum einschlafen...
      10. Juni 2012

      Es ist 21.30. Die Müdigkeit überfällt mich. Langsam schleiche ich ins Schlafzimmer. Meine Frau schläft tief und fest. Ich frohlocke, jetzt kann ich mir die neue Geister-Schocker CD anhören. Ich überlege mir welcher neuen Folge ich denn den Vorzug geben werde. „Die Stunde des Henkers“ spielt in Wien und ist aus der Feder meines neu gewonnenen Freundes Fritz Tenkrat. „100 Stufen zur Verdammnis“ sagen mir auf Grund der Inhaltsangabe aber etwas mehr zu. Leise lege ich die CD ein. Das Intro startet. Ich lege mich zurück und freue mich auf eine schöne gruselige Unterhaltung vor dem Einschlafen. „Was ist das?“ – Ertappt, meine Frau ist aufgewacht. „Die neue ???-Folge... schlaf nur weiter“. Kurze Stille, ich freue mich schon, dass mir mein Täuschungsmanöver gelungen ist. Doch plötzlich, sehe ich wie meine Frau aufschreckt, sich aufsetzt und mich mit bösen Augen ansieht. „Das ist keine ???-Folge“. „Verflixt“, denke ich und beginne mit ihr die neuen Hörspielfolgen durchzugehen, die als Einschlafhilfe in Frage kommen. Ich brauche wohl nicht erwähnen, dass Geister-Schocker, Larry Brent oder Gruselkabinett schon einmal kategorisch abgelehnt wurden. Wir einigen uns auf eine neue Folge Lady Bedfort. Damit können wir beide leben. „Wenigstens keine Albträume“, denke ich mir und schlummere langsam ein. Bis ich kleine Trippelschritte höre und sich ein kleines Raubtier zwischen mich und Eva kuschelt. „Das ist kein Pia-Hörspiel“ höre ich meine Tochter sagen. „Stimmt“ seufze ich leise, gebe den Krimi aus dem CD-Fach und gebe „Ein neuer Freund für Winni Puh“ ins CD-Fach. 2 Minuten später schlafen alle neben mir. Nur ich nicht. Ich höre wieder einmal Winni Puh durch und wage nicht das Hörspiel aus dem CD-Fach zu legen. Vielleicht war es doch ein Fehler meine Familie mit dem Hörspielvirus zu infizieren...




      cherusker schrieb:

      Ich habe die sinnlose Zeit des Autofahrens dank von Hoerspielen in eine erholsame und wunderbare Zeit verwandelt und ich freue mich schon immer wenn ich ins Auto steige, um das Hoerspiel weiter zu hoeren.
      Ganz genau so wie mir. Das Autofahren ist für mich die Zeit des Hörspiel hörens. So kann ich jeden Tag mindestens ein Hörspiel hören.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Du weißt aber hoffentlich was ich damit gemeint habe, oder? Ich meinte damit keinen Zwang, den ich ausübe, dass sie hören MUSS. Aber wenn Dein Kind in einer Umgebung aufwächst, in der sehr viel Wert auf "hören", "lesen" und vor allem auf "Sport" gelegt wird, einfach weil Mama und Papa dies in ihrer Freizeit (und darüber hinaus) machen, dann machen Kinder automatisch mit, nicht weil sie es MÜSSEN, sondern weil sie es wollen und weil es für sie das Normalste auf der Welt ist. Ich stehe unter dem Jahr mehr als 40 Stunden in einer Sporthalle. Natürlich ist Pia da automatisch auch öfters in einer Sporthalle oder auf einem Sportplatz als andere Kinder. Entsprechend ist sie motorisch deutlich weiter und hat am Sport viel mehr Freude als Kinder, die über die normale Turnstunde in der Woche heraus kommen. Und ähnlich verhält es sich beim Hörspiel hören. Pia hört einfach gerne mit wenn sie sieht, dass ich zuhause höre. Und wenn es ihr nicht gefällt, geht sie, wenn es ihr gefällt dann hören wir gemeinsam weiter. Ohne Zwang sondern aus einer rein intrinsischen Motivation heraus, die aber darin begründet ist, dass sie damit aufgewachsen ist und es für sie das Normalste auf der Welt ist. Sie weiß und erlebt, dass Mama und Papa am Abend zum einschlafen ein Hörspiel hören. Und sie möchte dies auch machen. Und sie macht dies gerne. Als Elternteil ist man Vorbild und das prägt das Kind und dass meinte ich mit "da bleibt es ihr gar nicht anders übrig", als dass sie aus auch so machen MÖCHTE.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Zwang ist niemals gut. Es ist natürlich schön, wenn Kinder sich die positiven Seiten (dazu zähle ich mal auch Lesen und Hörspiele hören) des Vaters abschauen. Mein Großer hörte sehr gerne Hörspiele (Benjamin Blümchen, die ??? Kids, ??? ein bisschen, TKKG, etc.). Inzwischen sind Hörspiele auf dem Gymnasium aber "out" (er ist jetzt 11 und in der 6. Klasse). Apps/Games sind für die Kids wichtiger. Daher hört er nur noch mt seinem Bruder; der ist inzwischen 4 aber (noch) kein Hörspiel-Freak geworden.

      Filme bieten halt schnell sehr viel. Man kann dank den modernen Dummyphones Filme überall einfach sehen. Das gilt natürlich auch für Hörspiele, aber der Unterschied von früher (MC-Walkman versus globiger Fernseher mit VHS Rekorder) ist einfach dahin. Filmmedien haben davon aus meiner Sicht stärker profitiert. Musik, Hörbücher und Hörspiele weniger. Aber das kann man aus meiner Sicht nicht den Hörspielen vorwerfen. Ich werde - wenn jetzt der ganze Sturmmist abgehakt ist- wieder mit GB anfangen - und der Große darf mithören (der hat ohnehin mal ohne mein Wissen/meine Erlaubnis im Fernsehen "The Walking Dead" gesehen. Den sollten auch die Fahlen nicht mehr umhauen können.... :mumie:
    • Hardenberg schrieb:

      Na, das ist aber doch nun wirklich auch vorher schon deutlich klar geworden, wie das gemeint war, oder?
      Ich denke Markus versteht auch schon ganz gut wie ich das meine.

      Man kann es nicht verallgemeinern was sich Kids von Heute als Vorbild nehmen, leider sind es nun mal meist nicht (mehr) die Eltern.
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