Der Blick in die Glaskugel: Das Hörspiel der Zukunft

    • Ich werde mir die Cyberdetective-Box kaufen. Chronicles 50 auch wieder, 75 und 100 wahrscheinlich auch. Und solange meine Eltern und mein Bruder weiter einen CD-Player besitzen (im Gegensatz zu mir), werde ich weiterhin CDs zu Weihnachten verschenken. Downloads kommen für mich nur als Spende an die Macher in Frage, das mache ich aber lieber direkt ohne Gegenleistung.

      Ansonsten werde ich auch zukünftig nur das hören, was im Streaming verfügbar ist und die Radiodownloads und Phonostaraufnahme natürlich. Eventuell leg ich mir aber mal wieder einen Schallplattenspieler zu, man soll nie nie sagen :)
      "Die Entscheidung ist gefallen, Herr Meier. Der Muslim bleibt!" - "Frau Riefenstahl meint damit, Herr Ringo Starr Hitler wird den Auftritt absolvieren"

      "Auf dem Weg nach Tuttifrutti traf ich eine ... " - Wer wissen will, wie es weitergeht, der muss "Die Ferienbande bricht in See" hören, denn Leute, die sich um die Kinder sorgen, haben sich über mich beschwert. ZURECHT!
    • Markus G. schrieb:

      Nur die Medien werden sich ändern. Und dass ist auch gut so.
      Und genau da liegt mein Problem, die ganzen Vertriebs-Konzerne im Bereich Unterhaltung wollen ja weg von irgendwelchen Medien.
      Das verschicken von Medien ist derzeit nur so günstig, weil sich die Zusteller von DHL, DPD etc. ausbeuten lassen. Das wissen auch Konzerne wie Amazon. Daher versuchen die ja bei Sachen wo es möglich ist, wie eBooks, Audio und Video, auf Datenträger zu verzichten. Und ein Download oder Stream ist für mich gesehen, eben KEINE Medienform.

      Ich sehe es so, ich kaufe "Haptisch oder Garnich" denn wenn ich bezahle, dann möchte ich dafür was in der Hand haben.

      Und dafür gibt es ja auch immer mehr kostenlose Alternativen, wie Mediatheken, Podcasts etc.

      Klar wird nicht von Heute auf Morgen Schluss sein mit den CD´s, DVD´s etc. Aber es wird doch jetzt schon dran gedreht das es merklich weniger wird. Und sein es das digitale Käufer mit Bonus-material oder einem früheren Release belohnt werden.
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Im wahrsten Sinne der Worte „in der Hand haben“. Denn eine Gegenleistung erhält man ja auch bei einem Download wie auch bei einem Streaming-Abo. Man kann damit das Hörspiel anhören: Aber wirklich fest in der Hand hat man hier natürlich nichts. Das ist wie beim Kauf einer Theaterkarte, eines Fussballtickets, einer Kinokarte, eines Konzertes oder auch wenn man sich ein Radiohörspiel anhört/streamt/Downloadet. Man erhält eine Gegenleistung, hat aber am Ende nichts in der „Hand“. Trotzdem gibt es diese Formen der Unterhaltung schon viele Jahre. Und wenn man den Werdegang des Hörspiels so betrachtet, dann ist es eigentlich aus Formen wie Theater oder auch Radio hervorgegangen. Vielleicht ist das Streaming sogar eine Form von „back to the roots“, weil das Hörspiel selbst wieder mehr im Mittelpunkt steht als Verpackung und Sammelleidenschaft? Man könnte hier wunderbar beginnen zu philosophieren.

      Ich kann verstehen wenn jemand was in der Hand haben möchte. Ich habe selbst so gedacht, teilweise extrem, nur gekauft um es in meiner Sammlung zu haben, der Inhalt war mir manchmal sogar egal, was ich aber nie bereut habe und ich denke zum Teil bei bestimmten Hörspielen oder Filmen immer noch so. Aber ich sehe da in mir weniger den Hörspielfan, denn der Hörspielfreak in mir möchte in erster Linie hören, egal wo wie und auf was, sondern den Sammler in mir, denn dieser möchte was in der Hand halten, möchte suchen, möchte schmökern, möchte schauen, fühlen, ordnen, natürlich auch abstauben, pflegen und sauber machen und noch vieles mehr was man nur mit einer MC, einer CD oder einer DVD machen kann.

      Auch in der Zukunft wird bei mir der Hörspielfreak und der Sammler in meiner Brust wohnen. Und wer weiß wohin die Reise noch führen wird. Vielleicht werden wir bald Hörspiele auf einem Medium spendiert bekommen, wo wir auch fühlen, schmecken und zum Teil sehen können? Das Hörspiel und auch die zugrunde liegenden Medien bleiben nicht stehen sondern werden sich mit mir oder ohne mich weiter entwickeln. Aber ich habe vor diese Reise so lange wie möglich mit zumachen. Sofern es mein Körper mitmacht und sofern es mir Spaß macht. Denn letzteres ist ja der Hauptgrund warum ich Hörspiele höre.
      Baba :winke4:
    • Da bin ich wohl tatsächlich in einer Zwischenposition.

      Ich lege schon wert darauf, das Hörspiel auch zu besitzen. Streaming würde mir nicht reichen, weil zu meiner persönlichen Freiheit für mich auch gehört, nicht online oder auch nur "onlinegebunden" mein Leben gestalten zu können.
      Ich nutze die Möglichkeiten des mobilen Internets gern und reichlich. Aber es muss ein Leben ohne möglich sein, damit ich mich wohl und vor allem frei fühle.

      Insofern: Ich werde Hörspiele wohl immer haben und also kaufen wollen, zumindest als Download.

      Fiele das weg, wäre das für mich der eigentliche Verlust.
      Aber warum sollte die Möglichkeit des Downloads wegfallen?! =)

      Auf Hörspiele zu verzichten, nur weil es sie nicht auf CD o.ä. gibt, käme mir dagegen nie in den Sinn. Und ich bin froh drum, denn sonst wären mir mit Macbeth und Monster1983 zwei echte Highlights entgangen.
      Bevor das geschähe, würde ich mir wohl meine eigenen CDs inkl. Cover in Heimarbeit kreieren, um mir die Hörspiele ins Regal stellen zu können - wenn denn tatsächlich Wohl und Wehe davon abhingen.
    • Markus G. schrieb:

      Das ist wie beim Kauf einer Theaterkarte, eines Fussballtickets, einer Kinokarte, eines Konzertes oder auch wenn man sich ein Radiohörspiel anhört/streamt/Downloadet. Man erhält eine Gegenleistung, hat aber am Ende nichts in der „Hand“.
      Das empfinde ich völlig anders.
      Theater, Kino, Konzert so wie auch z.B. Essen gehen oder Freizeitpark, sind Sachen die im Normalfall nicht auf einem Medium existieren können und wo ich für das "einmalige Erlebnis" bezahle. Existiert das Gewünschte aber auch auf in konservierter Form, dann reicht das "einmalige Erlebnis" bei mir nicht aus und einen Kaufgrund darzustellen.


      Mal ganz platt, sobald es die kaufbare Möglichkeit gibt zum vor/zurückspulen oder vor/zurückblättern, da möchte ich es auch in der Hand halten können. Darum kaufe ich mir ja z.B. auch Radio-Hörspiele wie "The Cruise", weil ich die gerne haptisch habe und es möglich ist sie zu erwerben. Sonst würde ich für den Stream oder Download nichts zusätzlich zur Rundfunkgebühr dafür zahlen.


      Zumal der Unterschied zwischen digitaler Form und haptischen Medium dann wesentlich größer sein müsste. Nicht wie im abgebildeten Beispiel bei 63 Cent.

      Aber da sieht man Recht gut was der Grund für die Abkehr vom haptischen Medien ist. Man kann einfach mehr dran verdienen wenn man sich Versand, Verpackung und Lagerhaltung spart. Daher vermute ich auch das viele Label das haptische Geschäft bald auch nur noch über ihre eigenen Plattformen abwickeln werden bzw. können.
      Nie gab es solch eine hohe Selbstvermarktung im Bereich Unterhaltungsmedien wie jetzt und es steigt stetig. Das betrifft vor allem eigene Label im Bereich Musik. Wo viele eher ein eigenes Label gründen als sich von einem Major auspressen zu lassen. Und den Weg sehe ich zum Teil auch bei Hörspielen und Hörbüchern.


      Nachtrag: Laut den AGB können Amazon und Co. ihre Dienste auch Jederzeit und für Jeden individuell abschalten.
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      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Ben Kenobi schrieb:

      Markus G. schrieb:

      Nur die Medien werden sich ändern. Und dass ist auch gut so.
      Und genau da liegt mein Problem, die ganzen Vertriebs-Konzerne im Bereich Unterhaltung wollen ja weg von irgendwelchen Medien...Und ein Download oder Stream ist für mich gesehen, eben KEINE Medienform.
      Ich sehe es so, ich kaufe "Haptisch oder Garnich" denn wenn ich bezahle, dann möchte ich dafür was in der Hand haben.
      Da möchte ich meine Meinung zum Thema präzisieren, als ich schrieb, dass dann das Hobby vorbei sein wird, wenn nur noch Download-only:

      Hätte die Minidisc / bzw. Hi-MD von Sony die MC enterbt und Hörspiele wären gar nicht großartig auf CD erschienen, hätte ich die Minidisc gekauft (wovon ich sowieso einen Player hatte). Würde nun die CD durch ein anderes Medium ersetzt, z.B. irgend eine neue Speicherkarten-Art, oder sonstwas, würde mein Hobby ganz klar weitergehen.
      Ich habe die LP erlebt, ich habe die MC massiv erlebt und kaufe seit jeher CD-Ausgaben von Hörspielen (angefangen mit den ersten 6 Folgen von KNIGHT RIDER). Ich möchte halt ein haptisches Medium besitzen (im wahrsten Sinne des Wortes) und nicht nur ein Nutzungsrecht kaufen.

      Ich verbinde mit meinem Hobby auch Erinnerungen: Ich weiß ganz genau, von wo ich welches Hörspiel in der Sammlung gekauft habe. Sei es bei dieser und jener Folge im Labelshop, sei es hier und da auf Flohmärkten mitgenommen, sei es da und dort bei ebay gewesen. Diese Erinnerungen kann ich nur mit Medien verbinden, was bei Downloads einfach nicht geht. Und selbst WENN Download, dann aber mindestens in hoher MP3-Qualität, oder Losless für die saubere Archivierung. Aber wie gesagt, runterladen kommt nicht in Frage, ausser bei Hörspielen die mir nicht so wichtig sind.
    • Kann ich nachvollziehen, wobei ich bei Hörspielen zu Downloads greife, die mir sehr wichtig sind. Unwichtiges würde ich nicht als Downloads kaufen sondern streamen. Monster 1983, Glashaus und ähnliches sind einfach zu gut um sie nicht zu hören. „Erinnerungen“ verbinde ich in erster Linie mit der Zeit oder der Situation in/bei der ich ein Hörspiel gehört habe. Aber natürlich verbinden mich auch mit manchen MCs oder auch CDs bestimmte Erinnerungen.
      Baba :winke4:
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