Info Mehr Opium fürs Volk! - Wie bekommt man das Hörspiel aus seiner Nische?

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    • pmartin schrieb:

      Ich denke nicht, dass man am Faktor Zeit die Preisgestaltung rechtfertigen kann. Vielmehr sollte der finanzielle und künstlerische Aufwand ausschlaggebend sein und da liegt das Hörbuch für mich ganz eindeutig an letzter Stelle. Setzt man mal auf dieser Denke auf, dann wird man feststellen, dass der Film dann An sich völlig unterbewertet wird, denn trotz zügiger DVD-Erscheinung liegt der Preis dann eben auch durchschnittlich bei 16 Euro und auch wenn es sich dabei schon um eine Zweitverwertung handelt sollte man eines nicht vergessen…die Produktionskosten liegen zu meist um das 1000 -5000fache höher.
      Klar liegen die Kosten um x% höher, aber man darf den Markt für den produziert wird nicht ausser acht lassen.

      Dazu müsste man als erstes mal feststellen wie gross der Hörspielmarkt ist. Ich vermute das gerade Kleinlabel sich schon glücklich schätzen müssen, wenn die je Hörspiel überhaupt jenseits der 1000 haptischen Einheiten verkaufen können.
      Wenn man überlegt das z.B. die erste Folge von "John Sinclair" über 10 Jahre und einige Tricks gebraucht hat um an die 150.000 Einheiten für eine goldene Schallplatte zu kommen, dann sieht man doch wie hoch das Potential im Bereich Hörspiele ist.

      Und ein weiterer Punkt spricht gegen die These der finanzielle und künstlerische Aufwand wären beim Hörbuch geringer. Denn wenn man schaut was die Lizenzen für Blockbusterhörbücher wie Harry Potter etc. kosten und was Sprecher wie Rufus Beck da leisten, da können sich einige Hörspiele aber mal eine kräftige Scheibe von abschneiden.

      Hinzu kommt dann noch das einige Hörspiele inzwischen ja auch Zweitverwertung der öffentlich Rechtlichen Sender sind und da sind einige tolle Werke wie z.B. "The Cruise" dabei.

      Das Thema ist so umfangreich und wenn es eine Patentlösung geben würde, dann würde es sicher wesentlich mehr erfolgreiche Hörspiel-Serien geben.
    • Ben Kenobi schrieb:

      Dazu müsste man als erstes mal feststellen wie gross der Hörspielmarkt ist. Ich vermute das gerade Kleinlabel sich schon glücklich schätzen müssen, wenn die je Hörspiel überhaupt jenseits der 1000 haptischen Einheiten verkaufen können.
      Wenn man überlegt das z.B. die erste Folge von "John Sinclair" über 10 Jahre und einige Tricks gebraucht hat um an die 150.000 Einheiten für eine goldene Schallplatte zu kommen, dann sieht man doch wie hoch das Potential im Bereich Hörspiele ist
      Haggi hat das schon sehr realistisch auf den Punkt gebracht. Die Zahlen kann ich in etwa so bestätigen. Das Potential täuscht über die Verkaufszahlen hinweg! Über 10.000 liegen nur noch wenige Serien, die bereits seit den 80igern bestehen. DDF lebt von den Kassettenkindern und nicht vom Nachwuchs. Geh mal in die Veranstaltungen, da sind 80% über 40! Das sind Sammler und ein nicht geringer Teil hört überhaupt nicht mehr! Wie gesagt, er sammelt…Nostalgie, Kindheit etc. Das ist Luxus, der nie wieder kommt! Selbst mit 80.000 CD´s und somit Einbußen von nicht unerheblichen Ausmaßen wird hier jede Folge vergoldet, egal wie negativ das Feedback auch ist. Da machst du mal geschätzt eben 240.000 – 320.000 EUR Gewinn vor Steuern…und das pro Folge! Damit lässt sich leben…so viel ist sicher!

      Keine neue Serie, egal wer mit wem auch immer, wird nur annähernd in die Gefilde der 10.000 kommen. Da kannst du alles abrufen was du willst. Da ist bei 3.000 CD´s dauerhaft schon die „oberste Grenze“ erreicht. Realistisch ist eher der Bereich zwischen 500 bis 1.500. Da liegst du dann bei 1.500 CD´s im besten Fall bei 6.000 EUR. Ich denke ich muss dazu jetzt nichts mehr weiter aufdröseln und es wird deutlich, warum man trotz qualitativer Produktionen in ganz anderen Gewässern schwimmt und die Möglichkeiten überschaubar sind.

      Ben Kenobi schrieb:

      Und ein weiterer Punkt spricht gegen die These der finanzielle und künstlerische Aufwand wären beim Hörbuch geringer. Denn wenn man schaut was die Lizenzen für Blockbusterhörbücher wie Harry Potter etc. kosten und was Sprecher wie Rufus Beck da leisten, da können sich einige Hörspiele aber mal eine kräftige Scheibe von abschneiden
      Das sehe ich anders! Wer solche Lizenzen kauft und Blockbuster produziert macht sein Geschäft und das nicht zu knapp und es gibt schon einen erheblichen Unterschied, ob ich beispielsweise 12 professionelle Schauspieler im Cast habe oder nur einen. Außerdem wäre die Hörspiellizenz nicht anders gelagert, warum auch, und somit hat die These aus meiner Sicht eine Berechtigung!


      Ben Kenobi schrieb:

      Hinzu kommt dann noch das einige Hörspiele inzwischen ja auch Zweitverwertung der öffentlich Rechtlichen Sender sind und da sind einige tolle Werke wie z.B. "The Cruise" dabei.
      Von öffentlich rechtlichen Sendern ist hier gar nicht die Rede. Die leben in einer milliardenschweren Beitragswelt, die seines gleichen sucht. Was da an Geld verbrannt und politisch als Zwangsabgabe unterstützt wird hat überhaupt nichts mit den realen Problemen der Szene zu tun. Das Radiohörspiel wird subventioniert und spielt in einer eigenen Liga...
    • Wie sind denn die Verkaufszahlen CD im Vergleich zu Downloads? Und was verdient ein Label an einem DL im Gegensatz zur CD?
      Ich habe das Gefühl, gerade junge Menschen...hm, und wohl auch zunehmend ältere wollen keine CDs mehr. Man hat seine Daten (Musik, Fotos, etc.) immer dabei und stellt sich nichts mehr ins Regal.
      Vielleicht sollte man Hörspiele an die "modernen Youtube-Stars" schicken, auf dass sie diese ihren - unglaublich vielen :schock: :aechz: - jungen Fans ans Herz legen. ;)
    • pmartin schrieb:

      Das sehe ich anders! Wer solche Lizenzen kauft und Blockbuster produziert macht sein Geschäft und das nicht zu knapp und es gibt schon einen erheblichen Unterschied, ob ich beispielsweise 12 professionelle Schauspieler im Cast habe oder nur einen. Außerdem wäre die Hörspiellizenz nicht anders gelagert, warum auch, und somit hat die These aus meiner Sicht eine Berechtigung!
      Ich denke ob man nun 12 Sprecher jeweils 30 Minuten beschäftigt oder eben einen für nen ganzen Tag wird sich vom Lohn her nicht gross unterscheiden. Der Stundenlohn wird ja auch ungefähr gleich sein. Und es wird ja auch meist nicht nur ein Hörspiel eingesprochen sondern gleich eine ganze Staffel also relativert sich das eh.


      Viele Sprecher nehmen ja inzwischen sogar schon im Heimstudio auf, so das da auch nicht mehr so die Kosten anfallen.


      Und Lizenzgebühren, da fallen mir spontan nur Tony Ballard, Dorian Hunter und Batman ein wo externe Lizenzgebühren bei kleineren Labeln anfallen. Und die sind natürlich längst nicht so hoch wie bei Hörbüchern, denn die Lizenzgeber wissen ja wie gross der Markt ist.
      Das ist ja vermutlich auch der Grund warum man lieber gemeinfreie Werke vertont.


      pmartin schrieb:

      Das Radiohörspiel wird subventioniert und spielt in einer eigenen Liga...
      Da widerspreche ich nicht, aber es muss wie die Hörbücher auch als Konkurrenz zum "normalen Hörspiel" gerechnet werden, denn es steht neben denen im Regal bzw. im Webshop.


      Sylphida schrieb:

      Und was verdient ein Label an einem DL im Gegensatz zur CD?
      Das kommt darauf an, ob man es über einen eigenen Server verkauft, da verdient man mehr. Oder sich eben der Infrastruktur von z.B. Amazon oder iTunes bedient da verdient man weniger. Aber in beiden Fällen hat man den Vorteil das eben die Kosten für Pressung, Lagerung, Logistik und ganz erheblich die Weiterverkaufsmöglichkeit entfallen.

      Daher wird ja gerade von Amazon und iTunes ja auch immer mehr auf Download only Varianten gedrängt. Denn das ist für die im Medienbereich am lukrativsten. Nimmt man als Beispiel den neuesten Star Wars Film, der wird nicht ohne Grund einige Wochen vor der haptischen Version bereits als digitale Version verkauft.


      Sylphida schrieb:

      Ich habe das Gefühl, gerade junge Menschen...hm, und wohl auch zunehmend ältere wollen keine CDs mehr. Man hat seine Daten (Musik, Fotos, etc.) immer dabei und stellt sich nichts mehr ins Regal.
      Da liegst du völlig richtig. Die Kids tauschen auch nicht mehr wie wir früher auf dem Schulhof, sondern schicken sich die Sachen einfach mal kurz über Social Media.
      Und du hast als Eltern im Gegensatz zu früher auch kaum noch Kontrolle was sich die Kids an Medien anhören und ansehen.


      Sylphida schrieb:

      Vielleicht sollte man Hörspiele an die "modernen Youtube-Stars" schicken, auf dass sie diese ihren - unglaublich vielen - jungen Fans ans Herz legen.
      Das würde aber auch in vielen Fällen mehr Geld kosten als das es nützt.

      Es gibt doch zig Podcasts zum Thema Hörspiele oder welche bei denen ab und zu zumindest sogar Promis über Hörspiele reden (Sträter-Bender-Streberg) und ob das viel bringt? Ich wage es zu bezweifeln. Meine Mädels haben im Kindergartenalter noch Hörspiel-Kassetten gehört. Aber inzwischen hören den wenn überhaupt eben nur noch Spotify und Co. und sind schon genervt wenn im Auto ein Hörbuch läuft.
    • Hörbücher laufen auch nicht alle wie geschnitten Brot. Ich habe leider nicht mehr den Artikel gefunden, glaube in der HörBücher damals, in dem es Sinn gemäß geheißen hat, dass hier auch nur die Blockbuster wie Dan Brown, Harry Potter usw. extrem gut laufen und auch bei Seth vielen die Abverkäufe sehr niedrig sind. Nur weil mehr Hörbücher als Hörspiele verkauft werden und wahrscheinlich mehr Hörbuchfans als Hörspielfans hören, heißt das nicht zwangsläufig, dass dort alles perfekt läuft. Hier ist die Konkurrenz auch sehr groß. Aber vielleicht kann @pmartin auch etwas zu den Zahlen der Hörbücher sagen.

      Ich stimme dem überein, dass Hörbücher ein anderes Image haben als Hörspiele. Hier müsste man versuchen das Image durch Namen usw. zu verändern. Wobei das Image als Kindermedium per se nicht schlecht ist. Gerade weil der Hörspielmarkt versuchen sollte wieder neue und jüngere Menschen für Hörspiele zu gewinnen. Und kleine Kinder hören auch gerne Hörspiele. Aber irgendwann verliert sie die Branche. Und genau hier muss man ansetzen.

      Man verliert die Kinder, weil andere Medien/Freizeitaktivitäten wichtiger werden. Und darauf sollte die Branche abzielen. Die Handynutzung hat eine immens große Bedeutung bei Kindern und Jugendlichen. Die Gamebranche hat dies erkannt und nützt dies auch aus. Sogar bekennende Gegner wie Nintendo sind auf den Zug aufgesprungen. Hier muss man sich überlegen wie Handy und Hörspiel so miteinander vernetzt werden kann, dass man eben mit denn Handy nicht nur spielt, Fotos und Filme macht, Musik hört usw. sondern auch Hörspiele hört.

      Und natürlich spielt das Medium eine Rolle. Kinder hören nun mal keine MCs und CDs mehr. Sie hören via Internet, YouTube, Spotify. Hier ist die Jugend als Zielpublikum zu finden. Wer CDs produziert, macht sie für uns Kassettenkinder aber nicht für die Hörer vom Morgen. Man produziert an diesem Publikum vorbei, so hart dies für uns Kassettenkindern auch ist. Und deshalb muss man alles versuchen um auf diesen Medien mit Hörspielen vertreten zu sein. Audible hat diese Zeichen der Zeit erkannt und geht in diese Richtung. HighScoreMusic geht auch in diese Richtung. Aber noch kann man nur einen Bruchteil der möglichen Hörer erreichen.

      Und zu guter letzt ist natürlich auch der Inhalt für den Hörer von morgen entscheidend. Was möchte der Jugendliche hören. Welcher Inhalt passt zu seiner Lebensphilosophie, seinem Alter, dass er zu den vielen anderen Freizeitbetätigungen auch das Hörspiel hören entdeckt und weiter betreibt.

      Man sollte hier sicherlich andere Firmen und Branchen beobachten, wie sie es geschafft haben ihre Produkte an den Mann respektive an den Jugendlichen zu bringen: Apple, Red Bull, usw.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Bei Red Bull ist es einfach zu erklären: Millionen in Werbung und Sport-Sponsoring gepumpt.

      Hektoliterweise Gratis-Dosen verschenkt über Jahre hinweg. Andere Menschen (Sportler) als Sponsor finanziell unterstützt.

      Schwer auf das Hörspiel anzuwenden. Erst recht wenn der Label-Chef kein Multimillionär wie Dietrich Mateschitz ist.
    • Markus G. schrieb:

      Man verliert die Kinder, weil andere Medien/Freizeitaktivitäten wichtiger werden. Und darauf sollte die Branche abzielen. Die Handynutzung hat eine immens große Bedeutung bei Kindern und Jugendlichen. Die Gamebranche hat dies erkannt und nützt dies auch aus. Sogar bekennende Gegner wie Nintendo sind auf den Zug aufgesprungen. Hier muss man sich überlegen wie Handy und Hörspiel so miteinander vernetzt werden kann, dass man eben mit denn Handy nicht nur spielt, Fotos und Filme macht, Musik hört usw. sondern auch Hörspiele hört.
      Genau das hat man doch versucht. Das Problem ist doch nicht das Angebot sondern das man für vieles nicht mehr zahlen will.
      Spotify wird doch von jeder Altersklasse genutzt, nur kommt da eben so gut wie nichts bei rum.
      Bei Musik kann es evtl. noch durch die Masse klappen, aber wer hört sich ein Hörspiel denn mehr als 2 mal an.




      Markus G. schrieb:

      Und natürlich spielt das Medium eine Rolle. Kinder hören nun mal keine MCs und CDs mehr. Sie hören via Internet, YouTube, Spotify. Hier ist die Jugend als Zielpublikum zu finden. Wer CDs produziert, macht sie für uns Kassettenkinder aber nicht für die Hörer vom Morgen. Man produziert an diesem Publikum vorbei, so hart dies für uns Kassettenkindern auch ist.
      Man produziert doch nicht nur am jugendlichen Publikum vorbei, sondern auch am Erwachsenen.
      Wo hört man denn als Erwachsener Hörspiele? Im Auto, in der Bahn, im Bett, bei der Hausarbeit etc. also fast immer nur nebenbei. Die Hörspiele sind aber inzwischen so ausgelegt das man sie eben nicht nebenbei hören kann, weil einem dann zuviel entgeht.

      Womit wir wieder bei einem der wesentlichen Vorteile des Hörbuchs wären, die Szenen werden erklärt und man muss sie nicht anhand der Geräusche erahnen. Hörspiele sind inzwischen technisch viel zu überlastet, finde ich. Früher waren da wenige Geräusche und ein Erzähler der die Szene beschrieben hat. Der wird aber heute leider bei immer mehr Produktionen gespart und dafür wird auf Effekte gesetzt.
      Das ist für mich persönlich am Publikum vorbei produziert.

      Hinzu kommt, das die Aufmerksamkeit der Kids schon fast gar nicht mehr dafür ausgelegt ist mal ne Stunde aufmerksam zuzuhören. Meine Kids sind ja schon bei einem Fernsehfilm froh wenn Werbung ist und sie aufs Handy schauen können.

      Die Zukunft der Hörspiele könnte auch so aussehen, das es nur noch 5 Minuten lange Clips gibt. Das fände ich grauenhaft. Wäre aber wahrscheinlich zeitgemäss.
    • Ben Kenobi schrieb:

      Ich denke ob man nun 12 Sprecher jeweils 30 Minuten beschäftigt oder eben einen für nen ganzen Tag wird sich vom Lohn her nicht gross unterscheiden. Der Stundenlohn wird ja auch ungefähr gleich sein. Und es wird ja auch meist nicht nur ein Hörspiel eingesprochen sondern gleich eine ganze Staffel also relativert sich das eh.
      Die Honorarsätze driften teils weit auseinander und in der Regel arbeitet man oft mit Pauschalen oder rechnet über Takes ab. Sicherlich nimmt man nicht nur ein Hörspiel auf, aber man reist auch durch Deutschland, weil ansonsten die Kosten für Übernachtungen etc. für die Sprecher gar nicht zu stemmen wären. Also buchst du mal schnell ein Studio in Berlin, Hamburg und Köln damit das alles überhaupt funktioniert. Nicht selten nimmt auch ein anderer Produzent für dich den ein oder anderen Schauspieler auf, weil er ihn sowieso im Studio hat.

      Die Terminierung ist viel umfangreicher und der Regieanteil quer über die ein oder andere Serie verlangt eine ganz andere Aufmerksamkeit. Nimm Nartan (von der Proffesionalität her) könnte er dir jedes Hörbuch im Homeoffice einsprechen. Regie über Skype…fertig! Das geht im Hörspiel derzeit nur bei wenigen!

      In einer Woche kannst du in der Regel keine Staffel zu 100% aufnehmen, das ist Wunschdenken. Das liegt u.a. eben daran, dass du trotz Vorlaufzeiten nicht alle unter einen Hut bekommst. Synchronsprecher sind eben oft gebucht und da liegt die Priorität eben beim Film. Von Sprachschnitt und Abmischung möchte ich gar nicht erst sprechen, da ist der Aufwand ein ganz anderer.

      Ben Kenobi schrieb:

      Und Lizenzgebühren, da fallen mir spontan nur Tony Ballard, Dorian Hunter und Batman ein wo externe Lizenzgebühren bei kleineren Labeln anfallen. Und die sind natürlich längst nicht so hoch wie bei Hörbüchern, denn die Lizenzgeber wissen ja wie gross der Markt ist.
      Das ist ja vermutlich auch der Grund warum man lieber gemeinfreie Werke vertont.

      Da gibt es noch einige andere wie bspw. Larry Brent, Macabros etc, etc. Und Vorsicht, Gema und Lizenz sind nicht zwangsläufig miteinander verbunden…und nur mal so, wenn Batmann keine große Lizenz ist, dann haben wir da unterschiedliche Erfahrungswerte.

      Und noch einmal: Wer Lizenzgebühren für Potter & Co. auf den Tische legt, der weiß um die Abverkaufsmöglichkeiten. Das ist kein Hexenwerk…!
    • Audioromane schrieb:

      Bei Red Bull ist es einfach zu erklären: Millionen in Werbung und Sport-Sponsoring gepumpt.

      Hektoliterweise Gratis-Dosen verschenkt über Jahre hinweg. Andere Menschen (Sportler) als Sponsor finanziell unterstützt.

      Schwer auf das Hörspiel anzuwenden. Erst recht wenn der Label-Chef kein Multimillionär wie Dietrich Mateschitz ist.
      Da hast Du in meinen Augen schon sehr viel Richtiges geschrieben. RED BULL investiert die Hälfte des Geldes in Werbung. Welches Hörspiel-Label bzw. welcher Verlag macht das? Wenn überhaupt, dann wahrscheinlich AUDIBLE und ???. Und beide sind auch sehr, sehr erfolgreich.

      1:1 kann man es sicher nicht auf das Hörspiel umsetzen. Aber mit Werbung könnte man demnach sehr viel erreichen. Ebenso mit Sponsoring. Nur passt RED BULL und Sport gut zusammen. Hörspiel und Sport wahrscheinlich weniger gut, wobei es auch Hörspiele gibt, die sich mit Sport beschäftigen. Noch besser wäre wohl KULTUR und HÖRSPIEL zu verknüpfen. Label/Verlage könnten durchaus in kulturelle Veranstaltungen werben und unterstützen und diese auch mit Hörspielen gratis versorgen. Ich schreibe RED BULL 2x im Jahr an und ersuche für meine Sportveranstaltung um Dosen. Und ich bekomme diese. Und wenn ich frage ob ich dafür Werbeeinschaltungen, Transparente und ähnliches als Gegenleistung machen, aufhängen soll, dann sagen sie mir wortwörtlich "Die Dose ist als Werbung ausreichend". In Österreich gibt es zahlreiche Burgen und Schlösser, wo man viele Dinge kaufen kann. Warum sind dort keine Hörspiele über Burgen, Schlösser, Gespenstergeschichten zum Kauf oder sogar als Gratisbeilage zum Eintritt vertreten? Die Serie AMADEUS wäre prädestiniert gewesen, dass man diese in Salzburg oder in Wien bei den vielen, vielen Sehenswürdigkeiten verkauft oder vielleicht zu Werbezwecken herschenkt. Natürlich würden auch die diversen Homepages dieser Sehenswürdigkeiten perfekte Möglichkeiten bieten, dass diese Hörspiele dort als Gratisdownload zum reinschnuppern und zum "anteasern" vertreten sind. Von Schulen, Kindergärten usw., es gäbe sehr viele Möglichkeiten Menschen zu erreichen, die mit Hörspielen nichts am Hut haben, die aber mit dem einen oder anderen Bereich, der in diversen Hörspielen vorkommen, Interesse haben. Die Serie Sigmund Freud, die in Wien spielte, könnte man wunderbar bei so vielen Sightseeingverkaufsständen anbieten. Und so könnte man wohl zu sehr vielen Hörspielen Verbindungen zur Kultur knüpfen.

      Mateschitz war im übrigen nicht von Anfang an Milliardär sondern ist erst durch seinen Geschäftssinn dazu einer geworden. Er hat sich genau die Zielgruppe und jene Bereiche heraus gepickt, wo sein Getränk und die mögliche Zielgruppe perfekt zusammen passen bzw. erst durch sein Sponsoring und seine Werbung hat das Getränk ein Image bekommen.

      @Ben Kenobi: Die vielen Reize, die ein Hörspiel bietet, sehe ich jetzt nicht unbedingt als negatives Kriterium an. Wir werden ohnehin heute von vielen Reizen überflutet und wir brauchen es. Dadurch sind wir es gar nicht mehr anderes gewohnt etwas zu machen ohne gleichzeitig 3 andere Dinge auch noch nebenbei zu erledigen. Das mit der "Aufmerksamkeit"bei Kindern sehe ich zum Teil auch. Von daher ist Dein Vorschlag mit "Kurzhörspielen" sicherlich eine Überlegung wert.

      Überhaupt, nur weil etwas schon seit Jahren so gemacht wurde, heißt es nicht, dass dies auch die nächsten 30 Jahre so gemacht werden muss. Hier muss man neue Wege beschreiten und gehen.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • pmartin schrieb:

      In einer Woche kannst du in der Regel keine Staffel zu 100% aufnehmen, das ist Wunschdenken. Das liegt u.a. eben daran, dass du trotz Vorlaufzeiten nicht alle unter einen Hut bekommst. Synchronsprecher sind eben oft gebucht und da liegt die Priorität eben beim Film. Von Sprachschnitt und Abmischung möchte ich gar nicht erst sprechen, da ist der Aufwand ein ganz anderer.
      Das ist mir wohl bewusst, aber geh doch mal nicht von uns Hörspiel-Fans aus, sondern von einem der bei einem Elektronik-Markt flaniert oder bei einem Online-Shop stöbert. Der schaut nicht nach dem Aufwand und den Kosten die ein Werk verursacht hat, der schaut was kostet ihn die Sache.



      pmartin schrieb:

      und nur mal so, wenn Batmann keine große Lizenz ist, dann haben wir da unterschiedliche Erfahrungswerte.
      Batman mag ein große Lizenz sein, aber da sehe ich das Problem das man eben solch eine actionlastige Serie zwar visuell gut umsetzen kann, aber auf reiner Audio-Basis? Und ist Batman bei der Jugend wirklich noch solch eine Marke wie in unserer Jugend? Welche Kids kaufen den heute noch großartig Comics. Ähnlich wie bei Hörspielen sind es die Kindergartenkinder und die Grundschüler. Und auch da setzt man doch inzwischen auf das Digitale. Es gibt z.B. "Das lustige Taschenbuch" schon seit Jahren als Apple App. Und trotzdem schrumpft auch der Comic-Markt.



      pmartin schrieb:

      Und noch einmal: Wer Lizenzgebühren für Potter & Co. auf den Tische legt, der weiß um die Abverkaufsmöglichkeiten. Das ist kein Hexenwerk…!
      Natürlich, da hast du völlig Recht, aber es ist eben fraglich was die Hörspiele dann kosten müssten damit es sich im Endeffekt rechnet. Und ob die dann eben dem Ursprungswerk inhaltlich gerecht werden. Das hat ja bei Harry Potter schon bei den Filmen nicht geklappt.


      Markus G. schrieb:

      Überhaupt, nur weil etwas schon seit Jahren so gemacht wurde, heißt es nicht, dass dies auch die nächsten 30 Jahre so gemacht werden muss. Hier muss man neue Wege beschreiten und gehen.
      Das ist völlig richtig. Nur ist es derzeit noch die Generation 40+ mit der man das Geld macht, denn die nachfolgenden Generationen sind die Leute die alles an Unterhaltung Gratis haben wollen. Ich glaube meine Töchter haben sich seit einigen Jahren nicht eine CD gekauft. Meine Große hat nicht mal mehr einen CD-Player in ihrem Zimmer.
    • Zum letzten Absatz! Da hast Du vollkommen recht. Deshalb sollte man sowohl die Zielgruppe der Kassettenkinder bedienen, denn sie garantieren aktuell das Überleben, als auch in den zukünftigen Markt investieren. Pia hört zwar ab und an CDs und auch MCs von Papas Hörspielzimmer, aber im Grunde läuft bei uns Spotify und Amazon Music rauf und runter, sowohl bei Musik unter Tags als Hörspiele am Abend.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Markus G. schrieb:

      Deshalb sollte man sowohl die Zielgruppe der Kassettenkinder bedienen, denn sie garantieren aktuell das Überleben, als auch in den zukünftigen Markt investieren.
      Was nützt aber der "zukünftige Markt" wenn in diesem Segment eben Keiner bereit ist Geld für Kunst zu bezahlen.
      Man müsste geschlossen gegen die Konzerne wie Amazon und Spotify vorgehen, aber das trauen sich anscheinend die Wenigsten. Und derzeit scheinen ja die Label noch nicht so marode zu sein, das sie sich zusammentun.
    • Was meinst du denn mit Kunst? Also ich mag auch anspruchsvolle Hoerspiele wie MacBeth von Audible was fuer mich die Hochform der Hoerspielkunst ist. Und da scheinen ja viele auch Geld fuer auszugeben, ansonsten haette es nicht so ausgezeichnet bei der Wahl zum Hoerspiel des Jahres abgeschnitten. Aber sogenannte Kunstkacke (Sorry) brauche ich auch nicht. Fuer meinen Geschmack wird da oft zu weit uebers Ziel hinausgeschossen.
    • Cherusker schrieb:

      Was meinst du denn mit Kunst?
      Kunst ist für mich jede Art von Unterhaltung. Ob nun Hörspiele, Hörbücher, Filme oder Musik.


      Cherusker schrieb:

      Aber sogenannte Kunstkacke
      Also ich zahle auch gerne für Theater, Kino oder auch gute interessante Ausstellungen.



      Cherusker schrieb:

      Und da scheinen ja viele auch Geld fuer auszugeben, ansonsten haette es nicht so ausgezeichnet bei der Wahl zum Hoerspiel des Jahres abgeschnitten.
      Von solchen "Wahlen" halte ich nicht sehr viel, gerade wenn es Online läuft.
      Das Einzige was wirklich zählt, sind Verkaufszahlen. Und die werden leider nur sehr selten veröffentlicht.
    • Wow, hier wird ja fleißig diskutiert. Sehr viele schöne neue Gedankenansätze finden sich da. Leider fehlt mir heute die Zeit, selbst einzusteigen. Aber es macht Freude, den Gedankenflüssen zu folgen. :)

      Von mir nur eine kleine Bemerkung: Ich fand vor allem den Hinweis auf das Bedürfnis des potentiellen Hörers sehr interessant und zutreffend (und sehr ernüchternd). Stimmt, das hochwertige Hörspiel erfordert viel Aufmerksamkeit und Muße. Im Gegensatz zu den Kassettenkinder-Relikten oder Hörspiel-Fastfood zur Nebenher-Berieselung. Hier ist auch das für mich überzeugendste Argument für das Hörbuch und gegen das inhaltlich wie produktionstechnisch anspruchsvolle Hörspiel.

      Vermutlich widerspricht das Erfordernis, das ein solches Hörspiel voraussetzt, einfach tatsächlich den Bedürfnissen oder besser: Gewohnheiten der überwältigenden Mehrheit. Ich merke es ja (leider) auch an mir selbst: Viel zu oft fehlen mir eben doch Gelegenheit oder Zeit, mich voll und ganz auf ein aufwendig produziertes Hörspiel einzulassen. Und das obwohl mich doch danach verlangt!
      Wie soll das dann erst bei anderen sein, die nicht so hörspielaffin sind?!

      Andererseits gibt es auch bei anderen Betätigungen Bedeutungs- und Gewohnheitswandel. Eine Zeit lang war es zB groß in Mode, Fertiggerichte in sich hineinzustopfen; heute sind Selber-Kochen und bewusste Ernährung fast schon eine Art Statussymbol in bestimmten Milieus. Wer auf gesunde Ernährung keinen Wert legt, erntet da sehr schnell ein Naserümpfen - und das obwohl dies deutlich mehr Zeit und Aufwand bedeutet und überdies ins Geld geht, also eigentlich dem allgemeinen Bequemlichkeits- und Geizbestreben widerspricht.

      Und da setzte mein Ursprungsgedanke an:
      Wie gelingt so etwas? Wie kann es gelingen? Wie wurde es in anderen Bereichen gemacht (wie zB schaffte man es, aus Spazierengehen einen Sport namens Walken zu machen, bei dem man dann auch noch teure Ausrüstung inkl. sinnlosen Stöcken an den Mann und die Frau zu bringen - was ja nichts anderes als genial und/oder beängstigend ist =) ), und wären diese Strategien ansatzweise auf das Hörspiel übertragbar?

      (Ich hoffe, ich trete mit meiner augenzwinkernden Walking-Zuspitzung keinem begeisterten Freizeitsportler aus die Füße. :zwinker: )

      Edit eingefügt (unterstrichen).
    • Ben Kenobi schrieb:

      Was nützt aber der "zukünftige Markt" wenn in diesem Segment eben Keiner bereit ist Geld für Kunst zu bezahlen.
      Man müsste geschlossen gegen die Konzerne wie Amazon und Spotify vorgehen, aber das trauen sich anscheinend die Wenigsten. Und derzeit scheinen ja die Label noch nicht so marode zu sein, das sie sich zusammentun.
      Wenn die Vergangenheit etwas gezeigt hat, dann dass das man gegen solche Trends nichts machen kann. Was gab es für ein Geschrei als die Kassette raus kam. Es hieß, dass mit der Möglichkeit Musik jederzeit aufnehmen zu können, die Musikbranche dem Untergang geweiht ist. Und was ist geschehen? Die Musik hatte einen immensen Aufschwung und wir Kassettenkinder hätten wohl kaum unser Hobby so genießen können, wie mit der Kassette. Die Kassette war ein wichtiger Grund für den Erfolg der Hörspiele in den 70igern und 80igern. Als dann das Internet wichtig wurde und Dowloadplattformen illegale downloads von Musik anbot, haben alle befürchtet, dass man damit die Musikbranche umbringt. Was ist passiert? Dowloadportale wie iTunes haben wieder den Musikmarkt angekurbelt und für viele Hörer eine noch bessere Reichweite ermöglicht. Und Dank unter anderem Audible hat auch der Hörspielfan davon profitiert. Und jetzt gerade wird das Streaming als das Problem der Musikbranche hingestellt. Und JA, ich habe dies auch sehr lange so gesehen. Jedoch birgt das Streaming wieder eine Chance für den Musikmarkt. Und wenn man liest, dass es wieder zu einem Aufschwung Dank der Streamingportale gekommen ist, dann kann und darf man, gerade auch mit Blick in die Vergangenheit nicht nur ein Übel sondern abermals eine Chance und eine Lösung sehen. Das Streaming wird sich durchsetzen. Und es wäre verkehrt von der Hörspielbranche auf diesen Zug nicht aufzuspringen. Macht sie auch nicht. Denn ein Zusammenschluß aller Hörspiel-Labels (den es ohnehin nicht gibt, weil es ja keine Gemeinschaft sondern ein Haifischbecken ist) würde nur dazu führen das Hörspiel weiter in ein "altmodisches" Eck zu drängen und dass noch weniger hören würden. Denn dann wäre Hörspiel wirklich nur mehr etwas für Dinos wie wir, aber nicht für die Kinder und Jugend. Aber natürlich hast Du vollkommen recht, dass die Entlohung noch zu niedrig ist, vor allem für die Kleinen. Aber wie schon oft geschrieben, wenn man Streaming nicht als Haupteinnahmequelle, sondern als Zweit- oder Drittverwertung und als Werbeplattform für seine Produkte ansieht und man es seitens der Label noch besser schafft besser und "lauter" auf den Plattformen präsent zu sein, dann wäre hier eine unglaublich große Anzahl an Menschen, die man mit Hörspielen anfixen könnten. SPOTIFY & Co bieten sich perfekt an Werbung über die eigenen Produkte zu schalten und den Musikhörern in kurzen aber einprägsamen Clips die Stärken des Hörspiels zu demonstrieren. Und ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass Streaming ein (!) wichtiges Standbein für Hörspiele wird, wenn die Labels auch eine geeignete Strategie finden, Streaming optimal zu nutzen.

      Wenn man Hörspiele aus der Nische rausholen möchte, dann kommt man an solchen populären Medien wie Streaming und Dowloads einfach nicht vorbei. Wenn man hier nicht versucht mitzumischen, dann verzichtet man nicht nur auf neue und zukünftige Hörer, sondern verliert auch einige aktuelle Hörer an Verlage und labels, die dort aktiv zu finden sind oder noch schlimmer, man verliert sie an andere populäre Freizeitaktivitäten, die sehr wohl mit der Zeit gegangen sind.

      @Hardenberg: Nordic Walking ist ein geniales Beispiel wie man einen Trend setzen kann und man das Rad nicht neu erfinden muss. Und ganz so "dumm" ist Nordic Walking auch nicht. Es hat eine Zielgruppe, die über Geld verfügt und bietet sportlich durchaus gewisse Positiva, wie das trainieren von einzelnen Muskelgruppen, die sonst beim Spazierengehen nicht oder viel weniger beansprucht werden und kümmert sich auch um bestimmte Leistungsbestimmende Faktoren, wie Koordination, Rythmusfähigkeit, Kopplungsfähigkeit, Konzentration bis hin zur Ausdauer.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Mir ging es jetzt weniger um Vor-und Nachteile des Nordic Walkings, als vielmehr um den Versuch, etwas Altbekanntes mit Alte-Leute-Charme (Spazieren gehen) völlig neu zu denken und zu präsentieren - und es zu einem echten Trend zu hypen, der offensichtlich von vielen als "sexy" wahrgenommen wird und einen Riesenrattenschwanz an Vermarktungs- und finanziellen Gewinnmöglichkeiten mit sich bringt.

      Dass so etwas sich argumentativ bewähren muss und insofern unumstößliche Fakten präsentiert werden müssen, ist klar.
      Letztlich bleibt es aber dabei, dass hier aus etwas eher sehr Schlichtem ein Sport für die breite Masse gemacht wurde, mit dem man ordentlich Geld verdienen konnte.

      Eine Wertung über diesen Sport wollte ich da gar nicht anbringen. Mich interessiert eher das Drumherum.

      Und ob sich so etwas in Bezug auf Hörspiele auch irgendwie bewerkstelligen ließe. :)
    • Darum schrieb ich ja “Nordic Walking ist ein geniales Beispiel“, sehe es nämlich genau so :]
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • :salut: :prost:
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery