Gruselkabinett - 129 - Manor

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    • Gruselkabinett - 129 - Manor

      Ein ungewöhnliches Cover-Bild zu einer vielleicht ungewöhnlichen Geschichte?
      Im Herbst erwartet uns:

      (Cover-Illustration: Ertugrul Edirne)
      GK129.jpg


      Gruselkabinett 129

      Karl-Heinrich Ulrichs - Manor[/size]


      Inhalt
      Auf einer der windumtosten Faröer-Inseln fassen Har und Manor eine tiefe Zuneigung zueinander, die auch über den Tod hinaus noch fortbesteht...

      Quelle: Titania Medien@facebook

      VÖ: 26. Oktober 2017

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    • Eine Geschichte, die wohl für Kontroversen sorgen dürfte wegen ihres mutmaßlichen Inhalts - stammt die Vorlage des Originals doch aus der Feder eines der ersten Vorkämpfer für die Rechte Homosexueller. (Eigentlich schade, wenn das heute noch immer so wäre.)

      Ich bin auf jeden Fall gespannt, erwarte aber auch und vor allem eine mitreißende Geschichte. Vielleicht eine skandinavisch anmutende Version von Brokeback Mountain, gespickt mit Gruselelementen? =)
    • Ja, ich finde es in diesem Reihen-Umfeld auch sehr bemerkenswert. =)


      Edit:
      Ich hatte Gelegenheit, die diesem Hörspiel zugrunde liegende Novelle zu lesen, die wirklich sehr kurz ist - und frage mich schon, wie man daraus ein interessantes Hörspiel von den beim Gruselkabinett üblichen 55-60 Minuten Laufzeit machen will. Die Geschichte ist sehr unspektakulär und straight; es kommen keinerlei rätselhafte Begebenheiten oder tragische/schicksalhafte Verwicklungen vor, wie etwa beim Freischütz oder dem Ring des Thot (worauf ich insgeheim gehofft hatte).

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      Auch die homoerotischen Bezüge sind eher unspektakulär, abgesehen von der Tatsache, dass sich vielleicht einzelne am Alter (bzw. dem Altersunterschied) der Protagonisten stören könnten (der eine ist 19, der andere 15), aber dies wird vermutlich im Hörspiel gar nicht erwähnt.
      Dem Vampir-Sujet wird ebenfalls keine neue und/oder bemerkenswerte Variation hinzugefügt.


      Ich lasse mich dennoch überraschen, hoffe aber, dass man aus dieser Vorlage ein kurzes, knackiges Hörspiel von eher 45 Minuten Laufzeit macht. Eigentlich liebe ich ja tieftraurige Geschichten; insofern hoffe ich, man geht inhaltlich doch in Richtung der beiden oben genannten und von mir stark favorisierten Folgen. :]
    • Ich bin neugierig was man sich hier für uns ausgedacht hat. Das Cover dient in erster Linie wohl auf die gleichgeschlechtliche Liebe hinzudeuten und nicht um auf ein rätselhaftes oder schauriges Phänomen aufmerksam zu machen. Es zeigt wohl einen Teil der Geschichte. Die Inhaltsangabe lässt eine Geistergeschichte vermuten, bei der die Liebenden durch den Tod getrennt werden und der eine wohl nach dem Tod wieder zurück kehrt. Das könnte durchaus interessant werden. Und dass dabei 2 Männer die Hauptrolle spielen, ist eine angenehme Abwechslung zu den sonstigen schaurig-romantischen Beziehungen der Reihe.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • @Evil: Absolut richtig, wollte ich vorher schon schreiben. Da gab es ja auch Andeutungen in diese Richtung.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Hardenberg schrieb:

      Ich hatte Gelegenheit, die diesem Hörspiel zugrunde liegende Novelle zu lesen, die wirklich sehr kurz ist - und frage mich schon, wie man daraus ein interessantes Hörspiel von den beim Gruselkabinett üblichen 55-60 Minuten Laufzeit machen will.
      Indem man alle Handlungsstränge, die sich nicht wehren ;) , in die Länge zieht, erzählte Passagen in Dialoge umwandelt, kräftig ausschmückt und dazufabuliert. :biggrin:
      Ist in dem Fall dann ja doch zu befürchten. :pfeifen:
      Das Cover ist mir zu nichtssagend, würde mein Kaufinteresse in keinem Fall wecken.
      Zuneigung über den Tod hinaus? Da hätte ich einen der beiden als Geist dargestellt, denn darauf dürfte die Geschichte ja wohl abzielen. ;)
    • Wow. Da stimme ich @Hardenberg zu, das wird sicherlich fuer Kontroversen sorgen. Ich finde es mutig, dass Titania sich dieses Stoffes annimmt. Und vielleicht kann dies auch helfen, Hoerspiele einem weiteren Personenkreis zugaenglich zu machen.

      Ich habe mal im Internet geschaut und die Geschichte ist wirklich sehr kurz. Nur 7 Seiten. Ich bin mal gespannt, wie Titania eine ganze Folge fuellen wird ohne das Tempo rauszunehmen. Hier kann man sie auf englisch lesen.

      angelfire.com/fl3/uraniamanuscripts/manor1.html

      Es scheint ja auch um Vampire zu gehen und was nach dem Tod passiert. Also koennte es gut ins Gruselkabinett passen. Das Cover ist eher schlicht. Mal sehen. Erstmal Hut Ab fuer Titania, dass sie sich diesem Thema witmen. Ich bin gespannt.

      EDIT: Ich kann schon klar sehen, wie man das dramaturgisch schon laenger erzaehlen kann als in der kurzen Geschichte. Hier ist ein kleiner Abschnitt:

      "Once upon a time a fisherman and his 15-year-old son left Thorshavn in a rowboat. The boat capsized off the coast of Wagoe during a storm, and the boy was thrown among the reefs. A young sailor spotted him, dived into the waves and swam between the reefs. After rescuing the boy, he laid him across a boulder. He lifted the semiconscious body onto his lap and held him in his arms. Then the boy opened his eyes."

      Diese ganze Untergangsszene kann man ja schoen mit Dramatik und Aktion versehen und diesen kleinen Abschnitt, kann man sicherlich 5 Minuten im Hoerspiel goennen. Also das wird schon klappen.
    • Ich denke, es wird seinen Grund haben, warum man diese Art Cover gewählt hat und eben nicht ein Gruselmotiv.
      Mir scheint, es ist auch eine Art Statement. Oder, in Richtung @Evil geschrieben, der stärkere Hingucker, als es jede Gruselszene hätte sein können. :zwinker:

      Ich hatte schon nach Hexenfluch und den Zuspitzungen beim Bildnis des Dorian Gray den Eindruck, dass dieses Thema zumindest Skript-Autor Marc Gruppe am Herzen liegt.

      Dass es Aufreger sein oder zu Kontroversen führen könnte, finde ich angesichts der Zeit, in der wir leben, mehr als traurig. Und dass man geneigt sein kann, diese Wahl mutig zu finden, ebenso - obwohl es sicherlich nicht ganz ungerechtfertigt ist. Gerade was die Liebe unter Schwulen angeht, waren wir doch eigentlich mal weiter, oder? Schwuchtel ist ja heutzutage leider wieder ein etabliertes Schimpfwort, ähnlich verhält es sich mit dem offen zur Schau gestellten Naserümpfen. Das war in der 90'ern noch anders, denke ich...

      Und so hat @Sylphida natürlich ganz recht: In einigen (minderbemittelten) Kreisen ist allein die schwule Liebe verpönt. Die unter Frauen, so diese sich nicht als zu wenig weibchen-stereotyp gerieren, spornt eher die Phantasien mancher ansonsten wenig toleranter Männer an, wie mir scheint.

      Eine schwule Geschichte (oder eine Geschichte mit schwulen Figuren) - warum also nicht?
      Aber entscheidend ist am Ende: Ist denn auch die Geschichte gut? Denn allein darum geht's!

      @Cherusker hat recht: Die Story bietet einige Ansätze zu einer Dramatisierung. Viel zu oft aber hat sich gezeigt, dass Marc Gruppe eher den Weg wählt, den @Agatha in ihrem Post beschrieben hat.

      Ich hoffe, man entscheidet sich gegen überlange Erzählereinsätze und Dialoge, bringt die Beziehung der beiden Personen auf den Punkt, macht Gebrauch vom dramatischen Potential und hat im Zweifel Mut zur Verknappung und damit auch zu einer kürzeren Laufzeit.

      Dann - warum nicht? - könnte dieses Hörspiel vielleicht die ganz große Überraschung dieser Herbstsaison sein.

      Neugierig bin ich auf jeden Fall. Und es ist natürlich ganz sicher gekauft. :]
    • @Hardenberg - Da stimme ich die (mal wieder) voll zu. Es ist schon traurig, dass dieses Thema noch nicht normal ist. Vor allem da ich im streng konservativen Texas lebe, muss ich leider sagen, dass es vor allem hier noch sehr weit von der gewuenschten Normalitaet entfernt ist. Eine Kollegin von mir (super nett und total freundlich) meinte vor ein paar Monaten, dass man Homosexuellen helfen muss, sich von der Krankheit zu heilen. :wirr2: Tja, da sieht man dann, wie weit wir leider immer noch von einer akzeptierten Normalitaet entfernt ist. Deutschland ist da zum Glueck schon ein paar Schritte weiter.