Hörspiele zu verk(l)aufen!?

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    • Hardenberg schrieb:

      Das zeugt in meinen Augen schon von so etwas wie krimineller Energie, denn man kauft ja bereits in dem Wissen, es gleichzeitig behalten und weiterverkaufen zu wollen. Und das ist nun mal nicht redlich, egal wie man es wendet!
      Moralisch gebe ich dir zum Teil Recht, aber rechtlich gesehen bist du da auf dem Holzweg.
      Denn wir alle zahlen Urheberrechtsabgaben.

      Hier die Infos dazu.
    • Da hat jeder wahrscheinlich ein anderes "Gefühl" für Recht/Unrecht. Aber für mich und meine Moralvorstellung ist das "kaufen-rippen-verkaufen" Untecht und missfällt mir ähnlich hardenberg. Dass es vom Gesetz her erlaubt ist, ändert an meinem Empfinden nichts.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Sorry, aber was hat denn das mit dem Thema zu tun?

      Da geht es um legale Privatkopien. Das bedeutet: Ich kaufe mir eine CD, rippe die Datei und überspiele sie auf einen USB-Stick, auf einen mp3-Player, auf den Computer und was weiß ich. Die CD bleibt aber in meinem Eigentum!


      Es geht offensichtlich eben nicht darum, eine CD zu kaufen, deren Inhalt zu kopieren und die CD dann wieder zu verkaufen, um das Geld, das ich für das Produkt ausgegeben habe, ganz oder zu einem erheblichen Teil wieder reinzukriegen.

      Ich behaupte: Sobald ich die CD, die ich gekauft habe, um das Hörspiel zu rippen und die Datei zu behalten, wieder verkaufe, befinde ich mich mit der Datei auf meiner Festplatte im Besitz einer eben nicht mehr legalen Kopie. Denn die Berechtigung zu einer Kopie besteht ja logischerweise nicht mehr, sobald ich die CD verkauft habe. (Analog dazu: Ich darf ja auch von meiner CD nicht grenzenlos Kopien erstellen und sie an alle Welt verteilen.)

      Dieser Text zur Urheberrechtsabgabe sagt in meinen Augen sogar das genaue Gegenteil aus:
      Selbst Privatkopien sind nämlich offensichtlich nicht einfach so und kostenlos gestattet, sondern sie sind nur legal wegen der Urheberrechtsabgabe. Das heißt: Es ist legal, eine Privatkopie von einer CD zu erstellen, die einem gehört, weil die Urheberrechtsabgabe geleistet wird.

      Wenn man das zugrunde legt, wie kann man davon ausgehen, dass es legal sein sollte, eine Kopie zu besitzen von etwas, das man längst weiterverkauft hat?

      Diese Logik erschließt sich mir nicht.

      Insofern: Diese Quelle zeigt mir keinen Holzweg auf. :zwinker:


      Zur Grauzone wird das Ganze wohl eher wegen der Schwierigkeit, den Nachweis zu führen. Das macht es rechtlich und moralisch aber nicht besser. Absolut nicht!
    • Hardenberg schrieb:

      Das Eigentum daran müsste also mit dem Verkauf ebenfalls erlöschen, bzw: man müsste dem neuen Käufer den Auto-Rip ebenfalls übergeben, wenn man es genau nähme. So jedenfalls meine Interpretation. Ich lasse mich gern anhand echter Quellen eines Besseren belehren. Bis dahin bleibt es aber für mich beim Ruch des Schmuddeligen!
      Ich hoffe das reicht dir als echte Quelle da es Bestandteil der Initiative CEF (Connecting Europe Facility) Telecom Programm der Europäischen Union ist.




      Klicksafe schrieb:

      Die Privatkopie-Regelung setzt übrigens nicht voraus, dass man selber ein „Original“ besitzt. Daher darf man sich die neue Lady-Gaga-CD auch von einem Freund kopieren – selbst dann, wenn er selbst nur eine gebrannte Kopie hat. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs soll man bis zu sieben Kopien machen können.
      Daraus lässt sich ableiten das man das Original nach erstellen der Kopie verkaufen darf.


      Sehr dreist ist auch diese Aktion gewesen, wo Experten der Meinung sind das es nicht strafbar ist, es sei denn man würde die Verpackung öffnen.

      Und wenn man in der Sache weiter recherchiert, dann stösst man sogar darauf das man ohne Verlust wirklich Legal für Lau die CD´s hören und sogar rippen kann.

      OLG Hamm: Geöffnete CDs können zurück gegeben werden
    • Markus G. schrieb:

      Da hat jeder wahrscheinlich ein anderes "Gefühl" für Recht/Unrecht. Aber für mich und meine Moralvorstellung ist das "kaufen-rippen-verkaufen" Untecht und missfällt mir ähnlich hardenberg. Dass es vom Gesetz her erlaubt ist, ändert an meinem Empfinden nichts.
      Moralisch wie gesagt mag das Richtig sein.
      Es gab mal eine Zeit da durften gekaufte CD´s gar nicht weiter verkauft werden und so wurden dem Käufer damals quasi Eigentumsrechte vorenthalten. Heute ist der Second-Hand Markt wahrscheinlich genau so stark wie der normale Einzelhandel.
      Und leider ist es Fakt das man je früher man eine CD oder DVD verkauft, desto näher ist man am ursprünglichen Ladenpreis.

      Ausnahme sind da wahrscheinlich nur limitierte Auflagen.
    • Sorry, das überzeugt mich immer noch nicht, denn es lässt sich eben nicht daraus ableiten, dass es legal ist, eine Kopie zu behalten, während man die CD verkauft - und diese CD vor allem auch nur zu diesem Zweck überhaupt gekauft hat. Davon steht in dem Text nämlich gar nichts, und es lässt sich auch nicht daraus ableiten! (Ebenso wie aus den anderen Links.)

      Es ist legal, Kopien zu erstellen und Kopien zu besitzen. Erst mal nur seine eigenen und für sich selbst.

      Man darf dann aber auch Kopien erstellen für Familienmitglieder, Freunde und enge Bekannte. Bis zu sieben Stück.
      Und ebenso darf man von diesem Personenkreis Kopien erhalten.

      Die Ausnahme legitimiert sich durch die Beziehung zu den Personen. Es geht um Menschen, zu denen man einen engen Bezug hat. Es ist das persönliche Umfeld. Wenn ich also eine Kopie besitze von einer CD, die nicht mir, sondern meinem Freund gehört, dann bin ich allein durch die nahe Beziehung zu meinem Freund legitimiert.

      Besitze ich eine Kopie einer Kopie, die mein Freund von einem anderen Freund erhalten hat, ist diese meine Kopie, bei der ich nicht im Besitz einer CD bin, ebenfalls allein durch die Enge des Bezuges zwischen zwei Menschen legitimiert: nämlich der meines Freundes zu seinem Freund.

      Das allein stellt schon einen sehr weitreichenden Rahmen dessen dar, was erlaubt ist. Ein Verkauf an jemand x-beliebigen ist nicht von dieser Einschränkung gedeckt!

      Aber neben der engen Verbindung zwischen den Menschen, die eine Kopie austauschen, steht da noch etwas anderes zwischen den Zeilen: Es wird davon ausgegangen, dass dieses Weitergeben kostenlos erfolgt, also als normaler vertraulicher Akt unter Freunden oder Verwandten, die im persönlichen Alltag etwas miteinander teilen.

      Und das hat eben gerade keine kommerzielle Komponente.

      A verkauft die Kopie nicht seinem Bruder. Er gibt sie ihm einfach so!

      Ich sehe also weiterhin nicht, dass das legal sein könnte. Und ich halte es auch nicht dafür!

      (Und PS: Mit Second Hand hat eine solche Praxis rein gar nichts zu tun!)

      Bis zum Beweis des Gegenteils sehe ich darin einen widerrechtlichen Akt, der sich die Schwierigkeit zunutze macht, dass es eben so gut wie aussichtlos ist, die Illegalität und den Vorsatz nachzuweisen. Aber wie gesagt: Das macht die Sache nicht besser.
    • Was haben wir über dieses Thema in den letzten Jahren diskutiert, ja leider irgendwann auch einmal gestritten und uns fast die Köpfe darüber schriftlich (!) eingeschlagen. Und in letzter Konsequenz ist es in Wahrheit unerheblich ob es nun legal oder illegal ist, weil es nichts daran ändert ob man es macht oder nicht. Oder wird dadurch ein Verhalten besser oder schlecht? Werden deshalb Menschen, die dieses "kaufen-rippen-verkaufen" machen, ihr Verhalten ändern? Eines ist für mich ganz klar - es ist keineswegs eindeutig ob legal oder nicht. Und da finde ich es wichtig dass man sich auf sich selbst und auch auf seinen eigenen Gerechtigkeitssinn verlassen kann. Und dafür brauche ich nicht 100 Seiten von Gesetzen durchlesen um am Ende trotzdem die Angelegenheit "so oder so" interpretieren zu müssen. Mir gefällt dieses Vorgehen nicht. Ganz einfach :)
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Sorry, ich lasse mich ja gern überzeugen, aber liest Du Dir die Dinge, die Du da verlinkst eigentlich auch selbst durch?

      Das BGH-Urteil hat mit dem Thema nüscht zu tun, zumal es um jemanden geht, der auf dem kopierten und unveröffentlichten Fotowerk selbst dargestellt ist.

      Und bei Deinem zweiten Link steht explizit die Einschränkung, dass die Vervielfältigung keinen Erwerbszwecken dienen darf. Die liegen ja aber wenigstens mittelbar vor, wenn ich eine CD kaufe, um sie zu rippen und dann weiterzuverkaufen - und das vor allem auch noch möglichst nah am Erscheinungstag.

      Dein Kronzeuge stützt meine Einschätzung. =)

      Außerdem bezieht er sich im weiteren ausdrücklich auf ALTE CD-Sammlungen und nicht auf gerade erschienene CDs, die zum Zwecke der Vervielfältigung und des Weiterverkaufs überhaupt erst erstanden werden.

      Glaub mir: Das ist nicht rechtens.
      In meinen Augen kann es nicht rechtens sein!

      Es ist "nur" schwer zu beweisen und zu ahnden.

      @Markus G.
      Es würde insofern etwas ändern, als es sicherlich einige unterlassen würden, wenn man ihnen klar sagte: Das, was ihr macht, ist illegal. Die, die es trotzdem machen würden, müssten dies im Verborgenen tun, das verringerte die Reichweite. Und Labels wie @Contendo könnten sogar rechtliche Schritte erwägen oder Seitenbetreiber darauf hinweisen, dass hier vermutlich ein Rechtsverstoß stattfindet.
    • Ben Kenobi schrieb:

      Wenn du 5 Anwälte fragst bekommst du 5 Antworten. Aber die Gesetzlage ist eindeutig.
      Wenn die Gesetzeslage eindeutig ist würden nicht 5 Anwälte 5 verschiedene Aussagen zum Thema treffen.

      Das Ganze mit der kommerziellen Weitergabe eines gekauften phsikalischen Produktes macht - wenn ich mir den Gesetzestext anschaue - nur dann Sinn, wenn der Verkauf im engsten Familien-/Freundeskreis erfolgt.

      1) Ich bin Besitzer & Eigentümer der CD, darf davon Kopien erstellewn und bis zu 7 in meinem engsten Umfeld - z.B. an meinen BFF Max Mustermannn - verteilen.
      2) Erwirbt nun Max Mustermann die gleiche (oder in diesem Fall die selbe) CD, darf er ebenfalls in seinem engsten Umfeld 7 Kopen verteilen. Somit auch an mich.
      3) Es ist vollkommen egal, von wem Max Mustermann die gebrauchte CD erwirbt. Er kann sie auch von mir kaufen.
    • Markus G. schrieb:

      Und in letzter Konsequenz ist es in Wahrheit unerheblich ob es nun legal oder illegal ist,
      Unerheblich ist das ganz sicher nicht.
      Wenn man es darf, dann kann macht rechtlich nichts dagegen machen. Sprich die Label müssen es hinnehmen.
      Wäre es illegal könnte man zumindest mit rechtlichen Mitteln dagegen vorgehen.

      Sammler wird es zumeist eh nicht betreffen, aber z.B. alles was mit der Vergütung zur Abgeltung urheberrechtlicher Ansprüche zusammenhängt, sprich würde die Privatkopie wegfallen, hätte man mit einem Schlag 80 Millionen Kriminelle und zig Milliarden weniger Ausschüttung an die Urheber.
    • @schelo: Das wäre wirklich schön und positiv wenn es so wäre wie Du schreibst. Wie geschrieben für mich ist es Unrecht, unabhängig von einem Gesetzestext.

      @Ben Kenobi: Für mich persönlich ist es unerheblich :]
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Hardenberg schrieb:

      Und bei Deinem zweiten Link steht explizit die Einschränkung, dass die Vervielfältigung keinen Erwerbszwecken dienen darf. Die liegen ja aber wenigstens mittelbar vor, wenn ich eine CD kaufe, um sie zu rippen und dann weiterzuverkaufen - und das vor allem auch noch möglichst nah am Erscheinungstag.

      Dein Kronzeuge stützt meine Einschätzung.
      Schau dir dieses Video ab Minute 1 wird es sehr interessant.

    • @Hardenberg & @Ben Kenobi Gemäß dem Fall man könnte zu 100% sagen, dass dieses "rippen-kaufen-verkaufen" legal wäre, würdet ihr dass dann machen? Also ich würde es trotzdem nicht machen, weil es meinen eigenen Anschauungen widerspricht. Von daher ist es für mich(!) unerheblich ob es nun vom Gesetzgeber legal oder illegal ist.

      @Ben Kenobi Kann es sein, dass ich Dich im Hörspieltalk unter einem anderen Pseudonym kennen gelernt habe? Du erinnerst mich frapant an jemanden ;)
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • @Ben Kenobi

      Der Anwalt in dem Clip spricht auch nicht von einem Verkauf bei gleichzeitigem Behalten der Datei. Vor allem spricht er auch nicht von dem Vorsatz beim Kauf!

      Wieder keine Ableitung möglich.

      Die theoretische Rücksendung bezieht er einzig auf den Fall des Widerrufsrechts und sagt aber nicht mal, ob man die Dateien dann überhaupt behalten darf.

      Und vor allem sagt er nicht: So ist es. Sondern er sagt explizit, dass seine Rechtsauffassung von der Einschätzung vieler Kollegen abweicht und es keine klar gesicherte Rechtsauffassung zu dem von ihm behandelten Thema gibt.

      Das von ihm behandelte Thema war aber nicht das, worüber wir hier diskutieren.
    • schelo schrieb:

      Wenn die Gesetzeslage eindeutig ist würden nicht 5 Anwälte 5 verschiedene Aussagen zum Thema treffen.
      Doch, das ist völlig normal. Schlimm wäre es nur wenn 5 Richter 5 verschiedene Urteile zu ein und der selben Sache fällen würden.




      schelo schrieb:

      Das Ganze mit der kommerziellen Weitergabe eines gekauften phsikalischen Produktes macht - wenn ich mir den Gesetzestext anschaue - nur dann Sinn, wenn der Verkauf im engsten Familien-/Freundeskreis erfolgt.
      Ich muss ja nicht mal Eigentümer der Quelle sein um legal eine Kopie erstellen zu können.
      Ich kann mir eine CD leihen, wichtig ist eben nur das es eine legale Quelle ist und das kein Kopierschutz umgangen wird.




      Hardenberg schrieb:

      Das BGH-Urteil hat mit dem Thema nüscht zu tun, zumal es um jemanden geht, der auf dem kopierten und unveröffentlichten Fotowerk selbst dargestellt ist.
      Streiche Foto und nimm Promo-CD, das ist rechtlich gesehen das Gleiche.


      Markus G. schrieb:

      @Ben Kenobi: Für mich persönlich ist es unerheblich
      Das verstehe ich jetzt nicht ganz, Gesetze sind für dich unerheblich?