Hörspiele zu verk(l)aufen!?

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    • Naja, wenn die öffentlich-rechtlichen Sender in Kooperation mit Phonostar einen Recorder zur Verfügung stellen, mit dem man ihre Sendungen aufnehmen kann, und ich das dann mache, dann ist das für mich ein legaler Mitschnitt und nicht bloß ein geduldeter.
      Geduldet wäre er, wenn die Sender mit dem Recorder gar nichts zu tun hätten.

      In den Nutzungsbedingungen des Phonostars steht zur Weitergabe hauptsächlich etwas in Verbindung mit "kommerziellen Zwecken". Die ist aber in einem solchen Fall wie oben beschrieben überhaupt nicht gegeben. Wörtlich ist sogar zu lesen: "Die Verbreitung von Kopien oder Nutzung von Kopien im gewerblichen Ausmaß ist verboten." Dies scheint es im Umkehrschluss doch eigentlich zu legitimieren. Allerdings wird auch auf § 53 UrhG verwiesen, und dazu fehlt mir gerade die Zeit, mich da mal reinzuknien, um das zu durchschauen.

      Naja, ist eh nur eine Frage aus reinem Interesse.
      Ich habe nicht vor, hier als Mitschnitt-Zentrale zu fungieren. =)
    • Vielleicht eine kleine Bemerkung meinerseits:
      Ich hatte früher viele Hörspiele auf den Laptop kopiert und dann später auf das Handy, um beispielsweise in Zugreisen Hörspiele zu hören (okay manchmal nahm ich den alten Walkman mit MCs; das sah aber dann wohl eher komisch bzw. retro aus.)
      Von einigen Hörspielreihen hatte ich mich dann getrennt. Ich hatte diese nicht verkauft, sondern verschenkt bzw. gespendet.
      Spätter hatte ich einige Hörspiele auf meinem Laptop wiederentdeckt. Die Kopien auf dem Handy hatte ich sofort gelöscht.
      Die Kopien auf dem Laptop hatte ich dann auch gelöscht.
      Dann kam Amazon Prime / Music und ich konnte ein Teil der Hörspiele wieder hören, weil ich einst diese CDs über amazon gekauft hatte.
      Habe ich dann noch die Rechte oder nicht? Jetzt müsste ich die Regularien genauer durchlesen. Die Hörspiele, die ich ausgemistet hatte, interessieren mich ohnehin nicht mehr. Aber ich habe auch keine Lust und Zeit auf amazon alles aufzuräumen.
    • Schöne neue digitale Welt ;) Es ist alles nicht so einfach und manchmal liegt das Bauchgefühl was denn nun "erlaubt" und was "verboten" ist, falsch. Es ist nicht so einfach sich in diesem digitalen Dschungel zu recht zu finden.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Belphanior schrieb:

      Dann kam Amazon Prime / Music und ich konnte ein Teil der Hörspiele wieder hören, weil ich einst diese CDs über amazon gekauft hatte.
      Habe ich dann noch die Rechte oder nicht? Jetzt müsste ich die Regularien genauer durchlesen.
      Ich weiß, daß die Titel erst aus der Soundlibrary verschwanden, wenn man die Hörspiel-CDs über Amazon wieder verkaufte.
      Ansonsten blieben einem die Sachen erhalten und waren weiterhin hörbar.
      Ob das immer noch so ist, habe ich allerdings auch keine Ahnung.
      Kann ja keiner von Amazon aus überprüfen, wo die Original-CDs ansonsten gelandet sind. Wie denn auch?
    • Es ging mir ja nicht darum, ob amazon etwas zu überprüfen hat. Das Problem ist doch vielmehr, ob der User noch auf die Dateien zugreifen darf, obwohl er weiß, dass er nicht mehr der Eigentümer der physikalischen Scheiben ist. Mache ich mich also strafbar, wenn ich diese Dateien höre, oder habe ich mit dem Erwerb sowohl den physikalischen Datenträger und eine virtuelle Kopie erworben?
    • Gute Frage!

      Als ich kürzlich Hydrophobia usw. kaufte, gab es dies als Autorip-Version. So würde ich erst mal davon ausgehen, dass dies als Kopie des Tonträger-Hörspiels zu sehen ist und insofern damit rechtlich zusammenhängt.

      Allerdings steht bei der Erläuterung dazu bei amazon: "MP3-Version gratis erhalten." Das klingt dann eher nach einer eigenständigen Version als Bonus, die dann unabhängig vom Tonträger ist und insofern wohl behalten werden dürfte.

      Puh, kompliziert, kompliziert!
    • So hatte ich dass gar nicht gesehen. Aber im Grunde bekommt man zur CD den Kaufdownload gratis dazu. Von daher würde es meinem Rechtsempfinden nach durchaus legal sein, wenn man die CD verkauft und die download-Version behält. Aber es ist wirklich eine sehr verzwickte Sache und hier wird es wohl mehrere verschiedene Expertenmeinungen dazu geben was rechtens ist und was nicht. Für den einfachen Konsumenten ist es aber wirklich schwierig durch diesen Paragraphendschungel durch zu blicken...
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Und wieder stelle ich mit Erstaunen fest, dass an manchen Orten (ebay usw.) Hörspiele als gebraucht verkauft werden, die gerade erst erschienen sind. So etwas wie Fallen 06 Labrags oder Die drei ??? 187 oder MindNapping - Giallo. Da frage ich mich: Wie machen die Leute das? Hören sie die Hörspiele nur einmal kurz weg und verkaufen die Dinger dann, oder ziehen sie sich die Geschichte als Datei auf die Festplatte und verkloppen dann die CD?

      Mich verwundert das doch immer wieder...
    • Hardenberg schrieb:

      Und wieder stelle ich mit Erstaunen fest, dass an manchen Orten (ebay usw.) Hörspiele als gebraucht verkauft werden, die gerade erst erschienen sind. So etwas wie Fallen 06 Labrags oder Die drei ??? 187 oder MindNapping - Giallo. Da frage ich mich: Wie machen die Leute das? Hören sie die Hörspiele nur einmal kurz weg und verkaufen die Dinger dann, oder ziehen sie sich die Geschichte als Datei auf die Festplatte und verkloppen dann die CD?

      Mich verwundert das doch immer wieder...
      Kaufen, Rippen, Verkaufen, Hören. Kann man von ausgehen.
    • Hardenberg schrieb:

      Mich verwundert das doch immer wieder...
      Äh, was genau verwundert Dich denn daran?
      Ist doch wohl häufig der Fall, dass Leute das so handhaben.
      Keiner kann ihnen beweisen, dass sie sich die CD gerippt haben, denn vielleicht hat ihnen ja der eine Durchlauf auch schon gereicht. :biggrin:
      Und das Geld aus dem Verkauf kann man in die nächsten Sachen investieren, die man auch nur einmal hört und dann nicht mehr mag. :pfeifen:
      Außerdem dachte ich, man bewegt sich da ohnehin in einem rechtlich nicht ganz abgedeckten Bereich.
      Der Käufer behält seine "Sicherungskopie" zuhause, hat möglicherweise auch einfach vergessen, sie zu vernichten, das Original gibt er weiter. Kommt ja im Normalfall keiner vorbei und checkt das. ;)
    • Hardenberg schrieb:

      Das finde ich wirklich ärgerlich. Zeugt das nicht fast schon von krimineller Energie?
      Nicht, wenn man diejenigen fragen würde.
      Statt "krimineller Energie" würde ich eher woanders ansetzen, nämlich bei der "Geiz ist geil"-Mentalität, die in der Gesellschaft eher geworden ist zu einem
      "Nach mir die Sintflut"
      "Für Umme is bessa"
      "Warum soll ich zahlen, wenn ich's so für lau kriege?"
      "Gibt doch genuch andere, die dumm genug sind, zu zahlen. Schadet doch nich, wenn ich als EInzelner da so hinlange."

      Oder anders ausgedrückt und auf viele Bereiche ausweitbar: eine WERTschätzung findet nicht mehr statt. Hauptsache alles immer haben und alles für lau. :)
      Würde mir wünschen, dass die Arbeitgeber derjenigen eines Tages auch mal sagen "Hey, danke, dass du dich abmühst, aber hey, das ist doch Lohn genug, oder? Ist doch nicht so schlimm, wenn ein einzelner Arbeitgeber dir nichts mehr zahlt, oooder? ;)
    • Abgesehen davon, dass ich noch nie ein gekauftes Hörspiel verkauft habe, mir wäre es ehrlich zu viel Arbeit ständig kaufen, rippen, verkaufen zu müssen. Da geht schon unglaublich viel Zeit drauf. Noch dazu wo man heutzutage ohnehin alles im Stream hören kann. Warum sich die viele Mühe machen? Nur des "besitzend" wegen?
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Markus G. schrieb:

      Abgesehen davon, dass ich noch nie ein gekauftes Hörspiel verkauft habe, mir wäre es ehrlich zu viel Arbeit ständig kaufen, rippen, verkaufen zu müssen. Da geht schon unglaublich viel Zeit drauf. Noch dazu wo man heutzutage ohnehin alles im Stream hören kann. Warum sich die viele Mühe machen? Nur des "besitzend" wegen?
      Naja, die meisten unserer letzten Sachen sind nicht und wird es nicht im Stream geben.
    • Contendo schrieb:

      "Warum soll ich zahlen, wenn ich's so für lau kriege?"
      Moment mal!
      Wer kriegt es denn in dem von Hardenberg genannten Beispiel etwas "für lau"?
      Da müsste man ja wohl ganz woanders ansetzen, nämlich bei denjenigen, die sich die Sachen irgendwo im netz saugen!
      Das sind wohl zwei Paar Schuhe.
      Wir haben hier ja von Leuten geredet, die erst kaufen, dann verkaufen bzw. von derem Kunden, die gebraucht kaufen.
      In beiden Fällen wird Geld umgesetzt. und ich lasse mir z.B. kein schlechtes Gewissen einreden, weil ich da, wo ich ein Hörspiel günstig second hand kriegen kann, zuschlage.
      Die Alternative wäre nämlich sonst in ganz vielen Fällen, es gar nicht zu haben.
      Und darüber lasse ich mir die Entscheidung nicht von anderen "abnehmen", weder von Produzenten noch von anderen Hörspielfans. ;)
    • Agatha schrieb:

      Contendo schrieb:

      "Warum soll ich zahlen, wenn ich's so für lau kriege?"
      Moment mal!Wer kriegt es denn in dem von Hardenberg genannten Beispiel etwas "für lau"?
      Da müsste man ja wohl ganz woanders ansetzen, nämlich bei denjenigen, die sich die Sachen irgendwo im netz saugen!
      Das sind wohl zwei Paar Schuhe.
      Wir haben hier ja von Leuten geredet, die erst kaufen, dann verkaufen bzw. von derem Kunden, die gebraucht kaufen.
      In beiden Fällen wird Geld umgesetzt. und ich lasse mir z.B. kein schlechtes Gewissen einreden, weil ich da, wo ich ein Hörspiel günstig second hand kriegen kann, zuschlage.
      Die Alternative wäre nämlich sonst in ganz vielen Fällen, es gar nicht zu haben.
      Und darüber lasse ich mir die Entscheidung nicht von anderen "abnehmen", weder von Produzenten noch von anderen Hörspielfans. ;)
      Ich rede ausschließlich vom Verkäufer, der rippt und verkauft. Nicht vom Käufer. Der weiß doch in der Regel eh nicht, ob der Verkäufer eine ehrliche Haut oder ein Ripper ist. :)
    • Naja, ich sehe da schon einen Unterschied, ob ich mich entscheide, ein Hörspiel zu verkaufen, das ich in der hintersten Reihe im Regal finde und nicht mehr hören will - und dann vielleicht vergesse, dass ich irgendwo noch eine Kopie auf einer Festplatte habe, oder ob ich mir ganz bewusst am Erscheinungstag ein Hörspiel kaufe, die CD rippe, die Datei auf Festplatte speichere und die CD dann verkaufe.

      Das zeugt in meinen Augen schon von so etwas wie krimineller Energie, denn man kauft ja bereits in dem Wissen, es gleichzeitig behalten und weiterverkaufen zu wollen. Und das ist nun mal nicht redlich, egal wie man es wendet!

      Schockierend finde ich dabei eher, dass das ganz offen betrieben wird. Und offensichtlich ohne den Funken von Unrechtsgefühl. Selbst wenn man von einem rechtlichen Graubereich spräche, wäre bei einem Nischenmedium wie dem Hörspiel wenigstens ein kleines bisschen mehr Verschämtheit angemessen.

      Davon völlig zu trennen ist natürlich der normale Second-Hand-Markt. Der funktioniert aber normalerweise unter der Voraussetzung, dass ich das, was ich verkaufe, auch wirklich abgebe!

      Gebrauchte Sachen zu kaufen ist natürlich völlig und uneingeschränkt legitim, auch wenn natürlich der Künstler/Produzent sich einen Neukauf wünschte. (Den er aber unter Umständen auf lange Sicht haben wird, wenn er den Gebraucht.Kauf toleriert, weil so vielleicht auch Leute angefixt werden, die auf anderem Wege nie eine Folge angetestet hätten.)

      Also - man sollte da jetzt nicht alles zusammenwerfen. (Was ich aber auch gar nicht sehe.)

      Die Billigheimer-Mentalität kommt dann noch dazu. Und die ärgert mich auch immer wieder im Alltag. Da ist einfach sehr viel Heuchelei mit im Spiel. Keiner will die Massentierhaltung, aber doch kaufen so unglaublich viele das Aldi-Hühnchen zu 1,99€. Da will man manchmal nur schreien: Ja was glaubst Du eigentlich, wie man dieses Hühnchen auf 1,99€ Preis runterkriegt?! Es hat schon seine Gründe, warum zwei Hühnerschenkel in Bio-Qualität nicht selten an die zehn Euro kosten...)

      Natürlich habe ich nichts gegen den Willen, sein Geld zusammenzuhalten. Man muss Sparsamkeit nicht diskreditieren. Aber Contendo hat vollkommen recht: Es geht um Wertschätzung der Leistung anderer bzw. des Produkts. Und wenn man Hörspiele rippt, speichert und gleich weiterverkauft, dann mangelt es einfach völlig an der Wertschätzung. Und dass das auch noch ganz offen und ohne jedes Unrechtsbewusstsein betrieben wird, schockt und empört mich eigentlich sogar noch mehr!

      Die Rechtsnorm, aus der man direkt oder indirekt herleiten kann, dass es legal und legitim ist, sich mit Vorbedacht ein Hörspiel zu kaufen, es zu rippen, die Datei zu behalten, die CD aber wieder zu verkaufen, möchte ich sehen.

      Für mich ist auch der Auto-Rip mit dem Kauf der CD verbunden. Man erhält diesen nicht obendrein. Sondern quasi in Bezug zur CD. Das Eigentum daran müsste also mit dem Verkauf ebenfalls erlöschen, bzw: man müsste dem neuen Käufer den Auto-Rip ebenfalls übergeben, wenn man es genau nähme. So jedenfalls meine Interpretation. Ich lasse mich gern anhand echter Quellen eines Besseren belehren. Bis dahin bleibt es aber für mich beim Ruch des Schmuddeligen!
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