SciFi-Hörspiel-Reihe mit Klassikern nach H.G.Wells von Oliver Döring

    • SciFi-Hörspiel-Reihe mit Klassikern nach H.G.Wells von Oliver Döring

      IMAGA @ Facebook schrieb:

      Oliver Döring vertont "DER KRIEG DER WELTEN"!

      Mehrteiliger Auftakt zu einer neuen und spektakulären SciFi-Reihe.


      Basierend auf den phantastischen Klassikern von H.G. Wells wird IMAGA Ende 2016 / Anfang 2017 eine neue Hörspielreihe starten. "Der Krieg der Welten" wird ein Start der Superlative werden. Oliver Döring, der den Roman zur Zeit adaptiert, verspricht:

      "Die Wiege der modernen Science Fiction hat nichts von ihrem Reiz verloren. Wells machen zu dürfen ist ein Privileg, und die Hörspiele dieser Reihe werden neben dem unvergleichlichen Geschichten sensationelle Hörwerte bieten."

      Nach "Der Krieg der Welten" wird es mit Adaptionen von Klassikern wie
      "Die Zeitmaschine", "Der Unsichtbare" oder "Die Insel des Dr. Moreau" weitergehen. Auch weniger bekannte, aber nicht minder aufregende Titel von Wells sind geplant.



      Das reicht noch nicht? Dann wartet auf nächste Woche – denn am 27.5. gibt es die nächsten Big News!


      Beste Grüße
      Euer IMAGA-Team
    • Danke für die Nachricht! Oli Döring scheint nach Star Wars nun mehr Zeit für unterschiedliche Serien und Reihen zu finden. Das finde ich persönlich zu allererst einmal sehr erfreulich. Bei näherer Überlegung schleichen sich bei mir jedoch ganz leichte Bedenken ein, ob Oliver Döring solche Klassiker aus früheren Tagen auch adäquat umsetzen kann. Döring hat seinen "lauten Popcorn-Kinostil", der nicht unbedingt auf den ersten Blick zu Wells und seinen Geschichten passt. Es ist nun die Frage ob Döring seinen Stil an die Geschichten anpasst oder die Geschichten an Dörings Stil angepasst werden. Im zweiten Fall könnte es zu einer krachenden Blockbuster-Reihe werden, die zwar sicher spektakulär sein wird, die jedoch die feinen Zwischentöne und Atmosphären vergangener Tage vermissen lassen könnten. Stil oder Titania würde ich eine solche Reihe eher zutrauen, passend umzusetzen.

      Aber mal schauen in welche Richtung es gehen wird. Auf alle Fälle ist wieder viel Bewegung in der Hörspielbranche und eine Döring-Reihe zunächst einmal immer etwas Interessantes.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery



    • Interview mit O. Döring auf universal.de:




      Oliver Döring auf universal.de schrieb:

      Lieber Oliver, vielen Dank für die Möglichkeit, Dir anlässlich der Veröffentlichung der "Die Zeitmaschine"-Hörspiele einige folgenreiche Fragen zu stellen, die uns u.a. in den letzten Wochen erreicht haben!


      Gerne!

      Starten wir direkt mit der offensichtlichen und uns am meisten gestellten Frage: Warum H.G. Wells-Hörspiele? Es gibt bereits einige Hörspieladaptionen seiner Werke. Warum wolltest Du diese ebenfalls als Hörspiel umsetzen?



      Offen gestanden bin ich überrascht, dass nicht noch viel mehr Wells gemacht wird. Seine Geschichten bieten so viele Möglichkeiten einer Adaption, dass sich eigentlich jeder Hörspielmacher, der auch Science-Fiction-Liebhaber ist, darauf stürzen müsste.

      Warum hast Du Dich von Wells' Werken für "Die Zeitmaschine", "Das Imperium der Ameisen" und "Krieg der Welten" entschieden?



      Wenn man von Wells spricht, denken viele zuerst an den "Krieg der Welten" und die "Zeitmaschine". Daher standen die Titel gleich von Anfang an fest. Mir war es aber wichtig, zumindest ein unbekannteres Werk von Wells mit in die Reihe aufzunehmen. Nun haben wir sowohl akustisch als auch inhaltlich eine große Vielfalt. "Die Zeitmaschine" ist ein modern erzählter Science-Fiction-Klassiker. "Das Imperium der Ameisen" ist hingegen ein Mystery-Thriller, der sich zu einem sehr bedrohlichen Szenario entwickelt und einen starken Kontrast zu den anderen Stoffen darstellt. Der "Krieg der Welten" ist schließlich ein menschliches Drama inmitten der Apokalypse. Die drei Hörspiele sind in Form und Inhalt sehr unterschiedlich.

      Würdest Du gern auch weitere Romane von H.G. Wells als Hörspiel adaptieren und wenn ja welche?



      Oh, ich werde definitiv Wells weitermachen, und ich weiß auch schon ganz genau was. Mehr verrate ich aber nicht.

      Erzähl uns ein wenig über die Produktion! Was war Dir wichtig und warum hast Du diesen Cast ausgewählt?



      Okay - dann lass mich ein wenig über "Die Zeitmaschine" reden. Es lag mir sehr am Herzen, den Geist von Wells nicht zu verraten. Ich habe mir bei dem Skript viele Freiheiten genommen. Das Hörspiel beginnt bei mir nicht wie im Roman Ende des 19. Jahrhunderts, sondern Ende der 1970er Jahre. Das hat mir einige wichtige dramaturgische Kniffe erlaubt, aber gleichzeitig wollte ich auf keinen Fall die Geschichte mit ihren Kernaussagen verfälschen. Der Spagat zwischen Werktreue und Modernisierung war für mich die größte Herausforderung.
      Während des Schreibens hatte ich dann immer Hans-Georgs Panczaks Stimme im Ohr. Ich habe mich riesig gefreut, als er zugesagt hat. Im Studio hat er dann all meine Erwartungen übertroffen. Die Zusammenarbeit mit ihm war unglaublich intensiv, und ich hatte das Gefühl, dass hier etwas wirklich Besonderes entsteht. Das hat auch beim Abmischen nicht nachgelassen. Oft werde ich gefragt, welches meiner eigenen Hörspiele denn mein Lieblingshörspiel sei. Das kann ich nie wirklich beantworten, weil ich immer den Eindruck habe, dass meine Sachen irgendwie unfertig sind, wenn ich sie abgebe. Bei der "Zeitmaschine" ist das anders. Ich glaube, kaum eine Produktion hat mir bisher mehr Freude bereitet als "Die Zeitmaschine".

      Gut Ding will Weile haben. Vor ca. einem Jahr haben wir mit den Planungen für die H.G. Wells-Hörspiele begonnen. Am 29.09.17 erscheint nun endlich als Auftakt der Reihe "Die Zeitmaschine".



      Ich wünschte, dass wir da schneller sein könnten. Wirklich. Aber neben Wells mache ich ja auch noch einiges mehr, zum Beispiel "Foster". Manchmal brauchen die Dinge einfach Zeit. Hätte ich eine Maschine, mit der ich immer ein paar Wochen zurückreisen könnte - ich wäre doppelt so schnell. Wär das schön. ;)

      Vielen lieben Dank, dass Du Dir für diese Fragen Zeit genommen hast!



      Kein Ding. ;)

      Quelle
    • @*dot*: Vielen Dank, dass Du das Interview hier gepostet hat. Es geht schon genau in die Richtung wie ich es mir erwartet habe. Viele "Freiheiten" und eine Geschichte, die Ende der 70iger Jahre angesiedelt ist. Somit hat man schon Unterschiede zur TITANIA-Fassung. Ich bin gespannt wie es mit Krieg der Welten sein wird. Es wird hier sicher auch eine "andere" Version als Titania und Lübbe sein. Ich freue mich schon John Boy in der Zeitmaschine hören zu können.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Oliver Döring schrieb:

      Offen gestanden bin ich überrascht, dass nicht noch viel mehr Wells gemacht wird. Seine Geschichten bieten so viele Möglichkeiten einer Adaption, dass sich eigentlich jeder Hörspielmacher, der auch Science-Fiction-Liebhaber ist, darauf stürzen müsste.
      Naja, die Antwort ist ja wohl sehr komisch. Denn erst seit Anfang 2017 sind die H.G. Wells Werke Gemeinfrei.


      Ich finde es Gut das es die Werke nun gibt. Was mich wie bei Titania auch gewaltig stört, das es die Meisten als Mehrteiler geben wird, anstatt als Doppel-CD oder als Box. Ich finde es echt schade das Imaga nun auch diesem Trend verfällt.
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Ben Kenobi schrieb:

      Was mich wie bei Titania auch gewaltig stört, das es die Meisten als Mehrteiler geben wird, anstatt als Doppel-CD oder als Box.
      Öh, bei Titania kommen die Zweiteiler doch auch immer gleichzeitig und im Papp-Schuber, finde ich vollkommen okay und passend, denn für mich wäre bei nur 2 CDs eine richtige "Box" mit Deckel echt übertrieben.

      Ansonsten sehe ich es auch ein bisschen mit Augenzwinkern, dass sich Herr Döring tatsächlich drüber wundert, warum nicht noch mehr Labels H.G. Wells machen.
      Er is ja ohnehin schon nicht der Erste, und das Ganze ist gerade mal seit diesem Jahr möglich.
      Wäre ich doch stattdessen froh, nicht so viel Konkurrenz zu bekommen. ;)
    • Einen Zweiteiler am gleichen Tag auf zwei separaten CDs zu veröffentlichen, hat Folgenreich ja auch früher schon bei "Mark Brandis" so gehandhabt. Ich komme damit wunderbar klar.

      Ich bin auf Dörings Version von "Die Zeitmaschine" wirklich neugierig, da sie sich ja deutlich von der Titania-Fassung unterscheiden wird. Auf jeden Fall ist mit ca. 2 Stunden genug Spielzeit für ein packendes Hörspielabenteuer gegeben.
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