Ein Job wie jeder andere

    • Hey, auch danke für deine Rückmeldung!
      Ich versuche mal, zu einigen deiner Kritikpunkte etwas zu sagen:

      Das Verhör ist absichtlich so gehalten.
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      Am Anfang brüllt Bergmann ja noch heftiger, aber schon nach recht kurzer Zeit ist er durch den Schmerz recht betäubt. Ist ja irgendwo auch logisch: Je mehr man abbekommt, desto weniger tut's weh, weil ja noch der Initalschmerz vorhanden ist.

      Katja hofft ja auf ein schnelles Geständnis bzw. weitere Informationen von Bergmann.
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      Von daher hat sie ihn nicht geknebelt. Zusätzlich dürfte sie sich durch Bermann herausgefordert fühlen und spielt das Spielchen mit - jedenfalls eine Zeitlang ;) ...

      Zum Ende: Ist doch vollkommen okay. Ich persönlich finde es in dieser Form sehr passig.
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      Es gab zwar noch andere Ideen, aber so fand ich das einen schönen Abschluss, der einem im Idealfalle noch mal einen kleinen Hieb mitgibt.
      Darum haben wir auch darauf verzichtet, am Ende noch Outtakes o. ä. mit auf die Scheibe zu packen.

      Übrigens ist jetzt die erste Rezension online - beim Zauberspiegel .
      Fazit: Kluge Story, trotz einiger unpassender
      Brutalitäten. Die Inszenierung ist klasse und zeigt auf, dass man heute
      auch noch mit Hörspielen punkten kann die ruhig und dialogzentriert
      gemacht sind.
    • Deodato schrieb:

      Ein richtig schönes "Grindhouse" Cover! Das gefällt mir schonmal!
      Dann würd's uns natürlich freuen, wenn du auch mal ein oder zwei Ohr(en) riskieren würdest. Ich vermute ja mal, dass es dir zusagen könnte ;) ...

      Horace Pinker schrieb:

      Vom Format her scheint das auch eher auf eine DVD-Hülle ausgelegt gewesen zu sein :gruebel:
      Das Motiv musste in der Tat etwas bearbeitet werden. Ist aber für mein Dafürhalten noch okay. Versuchsweise habe ich das auch mal auf ein Plakatformat gezogen, was auch sehr schön funktionierte. Mein Traum wäre ja eine große Hartbox mit dem Motiv :sterne: ...
    • Meine Meinung aus dem Hörspieltalk:

      Gut Ding braucht Weile, ich hatte die letzten Monate so viel um die Ohren (hörspieltechnisch und anders auch), dass ich erst letzte Woche das Hörspiel bei dark_clouds bestellt habe. Zu meiner großen Überraschung kam heute mein Packerl von RRR an. Das ging richtig flott. So habe ich heute gleich einmal in den dritten Keller rein gehört und mir auf meiner Fahrt zur Arbeit "Ein Job wie jeder andere" angehört.
      Das Hörspiel ist wirklich Klasse geworden. Und es ist kein Vergleich zum "dritten Keller". Diese Produktion ist ein absolut professionelles Werk, dass sich vor keinem anderen Label zu verstecken braucht. Das kühle blau der CD und Teile der Hülle steht in krassem Gegensatz zum Coverbild. Das Bild lässt einem schon erahnen was einem erwartet und dass es sich hier um ein Hörspiel für Erwachsene handelt. In dem Zusammenhang würde ich sogar meinen, dass die "ab 16 Jahre" zu niedrig gegriffen sind. Das Cover ist, wie schon einmal im Talk gepostet, sehr mutig, hat etwas trashiges in Richtung eines B-Movie Plakats, kann aber durchaus gefallen. Was ich aber nicht verstehe bzw. eigentlich als Fehler erachte, ist,
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      [spoiler]dass sich Katja fast nackt auf ihrem Opfer räkelt und es aussieht, als ob sie sich sexuell stark von Thomas angezogen fühlt. Dies passt nicht zum Inhalt.[/spoiler]

      Das Hörspiel ist klasse, die Geschichte lässt mich mit zwiespältigen Gefühlen zurück. Seit Fragmente beim Hörplanet ist mir kein so hartes Hörspiel unter die Ohren gekommen. Hart deshalb, weil es in meinen Ohren auf Grund der wirklich guten bis beeindruckenden Sprecherleistungen und der Geräuschkulisse auch sehr realistisch daher kommt. Ich bin kein Freund von detaillierter Gewaltdarstellung und mag auch keine Folterszenen. Von daher muss ich ehrlich sein, dass ich dieses Hörspiel nicht genießen konnte. Aber es war spannend. Die Entwicklung von Katja
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      [spoiler]von harter Profikillerin hin zu einem Menschen, der doch Gefühle hat und der das Erlebte und sein eigenes Verhalten erst einmal verdauen muss.[/spoiler]
      passiert in kleinen Schritten. Als Hörer fiebert man mit allen Beteiligten mit. Es ist schwer sich auf eine Person als Guten oder Schlechten einzustellen. Natürlich habe ich mir während des Hörens ständig (die) Frage(n) gestellt
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      [spoiler]hat Thomas nun das Verbrechen begangen oder nicht. Und auch das Ende lässt einem hier ziemlich ratlos zurück. Genau so wie es der Killerin geht.[/spoiler]
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      [spoiler]Ich muss auch zugeben, dass ich gegen Ende hin immer mit einer Überraschung gerechnet habe. Diese ist jedoch nicht in großer Art und Weise eingetroffen (wie dass Katja beim Aufräumen den Beweis für die Schuld oder Unschuld von Thomas findet). Aber unterschwellig und sehr fein gab es dann doch für mich 2 Überraschungen. Einerseits das Verhalten des Auftraggebers, der auf Grund seiner fast lüsternd nach Details winselnden Art, sich selbst in ein anderes Licht stellt (keine Spur mehr vom verzweifelten Vater zu Anfang hin) und dem Hörer wie auch vielleicht Katja Zweifel kommen und andererseits Katjas Weinkrampf am Ende der Geschichte. Eine Ungereimtheit im Verhalten von Katja ist mir aufgefallen. Katja gibt sich von Beginn weg sehr professionell und gefühlskalt. Von daher verwundert es mich als sie im Haus selbst diese Gefühlskälte plötzlich ablegt und in meinen Augen sehr emotionell von einem Yuppie-Schwein spricht. Hier verlässt sie ihre nüchterne und sachliche Ebene und bringt zum ersten Mal persönliche Gefühle und Werte ins Spiel. es mag sein, dass dies auch ein Teil ihrer Persönlichkeitsentwicklung in diesem Hörspiel sein soll, aber zu diesem Zeitpunkt gab es für mich noch keinen Grund gefühlsbetont zu reagieren. [/spoiler]


      Ein in meinen Augen sehr gut gemachtes Hörspiel, das mir aber auf Grund der Thematik nur bedingt gefallen hat. Ich bereue es aber in keiner Weise es gekauft zu haben und ich würde mir wohl auch einen zweiten Teil kaufen. Hier würde es sich durchaus anbieten, denn es gäbe einige Ansatzpunkte wo man wunderbar anschließen könnte und die Geschichte, von der wir nur einen Ausschnitt kennen, fertig erzählen kann. Passend zum Hörspiel würde ich schreiben, dass dies (K)ein Hörspiel wie jedes andere ist und von daher aus der grauen Hörspielmasse bunt heraussticht. Wer mit Gewalt in Hörspielen nichts anfangen kann, der sollte die Finger davon lassen. Wer gerne ausloten möchte, was für ihn in einem Hörspiel noch tragbar ist oder nicht bzw. wer gegenakustische Gewaltdarstellungen nichts auszusetzen hat, dem möchte ich dieses Hörspiel ans Herz legen. Er wird nicht enttäuscht sein. Es zeigt auch, dass nicht nur die großen Hörspiel-Labels interessante Hörspiele machen können, sondern im Gegenteil, gerade kleine Labels wie RRR haben Mut solche Stoffe zu vertonen, die sonst kein anderer Verlag berücksichtigen würden und sorgen damit für frischen Wind und Abwechslung. Das tut der Branche gut. Die nächsten Hörspiele von RRR werden gekauft!
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
    • Wie @dark_clouds auf hoerspieltalk.de/index.php/Thr…Infos-gebündelt/?pageNo=3 bekannt gibt, wird es im Juni voraussichtlich vom Label Bockhop eine auf 50 Stück limitierte Sonderauflage des Jobs in einer Hartbox geben. Ich bin sehr gespannt wie diese Sonderauflage im Detail aussehen wird. Vielleicht werde ich mir dieses Sammlerstück kaufen. Hängt aber von der Ausstattung ab.
      Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

      Antoine de Saint-Exupery
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