PLAYtaste - Das Hörspielfanzine - Ausgabe 9 (November 2015)

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    • So, nachdem ich jetzt die komplette Ausgabe gelesen habe, hier noch ein paar Anmerkungen dazu.
      Aufmachung, Druck und die Bilder sind ausgezeichnet. :thumbsup: Mein einziger "Kritikpunkt" ist da nur die Tatsache, daß die Seiten aneinander hängen bleiben, ganz so als sei das Heft statisch aufgeladen. :biggrin: Aber das ist meckern auf hohem Niveau und stört auch nicht wirklich.

      zum Inhalt:
      Der Leitartikel zum Leben und Schaffen von Hans-Joachim Herwald ist äusserst gelungen. Ich hab viel interessantes erfahren, was ich noch nicht wusste. Natürlich hätte ich mich riesig über eine Komplettauflistung all seiner HSPs gefreut, aber bei 1600 Stück hätte das dann wohl doch den Rahmen gesprengt.
      Der Plattenfund "Peter Pan" fand ich zwar auch spannend, aber hier fehlten mir Details zum eigentlichen Hörspiel. Also beispielsweise wie die Sprecher sind (mit Namensnennung) oder die Musik, oder was noch von der ursprünglichen Geschichte übrig ist, etc. etc.
      Die Hörempfehlungen sind ebenfalls sehr schön geworden, je nach Autor haben mir manche mehr, manche weniger gut gefallen.
      Mit den Top 100 Charts konnte ich jetzt nciht so viel anfangen, da mir hier die Hintergrundinformationen fehlten (Wer wurde gefragt, wie lange lief die Befragung und so weiter und so fort). So ist es eine nette Auflistung, die aber letztendlich keine Aussagekraft hat.
      Dn Artikel zu 100 Folgen John Sinclair finde ich eindeutig zu oberflächlich. Da wäre weitaus mehr drin gewesen.
      Sehr gut hingegen finde ich den Artikel zum Radioklassiker. Interessant und differenziert geschrieben, mit allen Infos zur Produktion, genau so sollte das sein. :thumbsup:
      Das Interview mit Karin Lieneweg finde ich zwar ganz nett, aber viel zu kurz. Im Prinzip wird sie nur zu ihrer Karriere als Schauspielerin befragt, dabei hätte der Fokus ganz klar auf den Hörspielen liegen sollen. Ich hätte mich gefreut, wenn die ein oder andere Anekdote bei den Arbeiten für Europa zu lesen gewesen wäre.
      Die Hintergrundinfos zu der Entstehung des Abwärts HSP finde ich gelungen und hab ich auch gern gelesen.
      Das gilt auch für den Artikel zu der neuen Van Dusen Serie, aber da bin ich als Fan wahrscheinlich ein bisschen voreingenommen. :blush: =)
      Den Bericht über die Trashothek finde ich auch ein wenig dünn. Das meiste davon erfährt man auch, wenn man deren Webseite besucht. Trotzdem schön zu sehen, daß auch kleine Labels zu Wort kommen dürfen.
      Alles in allem ein tolles Heft, von dem ich super gerne noch weitere gedruckte Ausgaben hätte.
      Ich freu mich schon auf das nächste Heft. :juhu:
    • Hallo Monsterasyl,

      danke für Dein Review zur neuen PLAYtaste.

      Ich würde gerne noch auf zwei Dinge eingehen. Zum Einen die Rezension zu Peter Pan. Du schreibst, dass dort nicht auf die Musik, die Sprecher und die Länge des Hörspiels, im Vergleich zum Film eingegangen wird. Das stimmt allerdings nicht so ganz. Ich zitiere mal den Text aus der Rezension:
      Durch die Geschichte führte der wunderbare Hans Paetsch. Die Rolle des
      Peter Pan übernahm der damals 14-jährige Matthias Fuchs, den zahlreiche
      Hörspielfans noch als Erzähler der Europa-Kultserie „Die drei Fragezeichen“
      kennen dürften.
      Die weiteren Sprecher sind alle recht unbekannt wie z.B. Evi Gotthardt, Rainer Gatzmann, Franziska Tu-Nagel als Kinder, Huck wird gesprochen von Wolfang Golisch, Smie von Peter Paul und der Häuptling Alexander Elgetti. Die einzigen wirklich bekannten Sprecher waren die beiden oben genannten Schauspieler. Über Paetsch als Erzähler muss kaum Worte verlieren. Er ist einfach der Größte von allen gewesen. Matthias Fuchs als damals 14-jähriger, war noch erwähnenswert, weil er später die DDF Hörspiele als Erzähler begleitet hat.
      Ganz im Stil eines typischen Disneyfilms kommen auch orchestrale
      Musikbegleitung und Chorgesang nicht zu kurz. Diese ließ Ferenczy zwar exklusiv
      für das Hörspiel komponieren, orientierte sich dabei aber recht nah an den
      musikalischen Vorlagen des Zeichentrickfilms.
      Hier wird klar, dass nicht die Originalmusik aus dem Film verwendet wurde, sondern es sich um eine Eigenkomposition handelte, die sich lediglich recht nah am Original orientierte.
      Mit einer Spielzeit von 22 Minuten ist diese Produktion ein recht kurzer
      Ausflug in die Welt des Peter Pan. Allerdings gilt es auch in Betracht zu
      ziehen, dass Schellacks lediglich etwas mehr als 5 Minuten Spielzeit pro Seite
      erlauben.
      Es ist leider so, dass Produktionen der 50er Jahre, teilweise auch noch 60er Jahre, allesamt recht kurz waren, aufgrund der kurzen Spielzeit von Schellacks und Singles. Mit 22 Minuten war dieses Hörspiel als Doppel-Schellack sogar noch deutlich länger als andere Produktionen. Die Story ist dadurch natürlich im Gegensatz zum Film mit 78 Minuten, deutlich kürzer und erzählt nur einen ganz kleinen Teil der Geschichte. Am Ende bleibt eine schöne Rarität, die für Sammler durchaus interessant sein dürfte, weil diese Produktion das bis dato älteste kommerzielle Hörspiel ist.

      Des Weiteren schriebst Du, dass Du das Interview mit Karin Lieneweg zu kurz fandest. Ich kann Deinen Unmut verstehen, dass zu wenig über die Zeit im Studio berichtet wurde. Glaub nicht, dass wir nicht auch diverse Fragen zu Ihren Hörspielproduktionen im Europa-Studio gefragt haben. Es ist leider häufig so, dass die Schauspieler die Aufnahmen im Studio als Nebentätigkeit sehen. Ihr Hauptfokus liegt beim Theater, Film oder der Synchronarbeit. In all unseren bisherigen Interviews haben wir ähnliche Erfahrungen gemacht. Vereinzelt finden sich nette Anekdoten und über die berichten wir dann auch, aber in der Regel bleiben bei den Schauspielern über die Zeit im Studio nicht viele Erlebnisse hängen, weil sie fast immer nur nebenbei entstehen. Wir finden es dennoch nicht minder spannend über den Werdegang eines bekannten Hörspielsprechers zu berichten, so dass der Fan auch einmal einen tieferen Eindruck in die gesamte Arbeit und den Werdegang des Schauspielers bekommt. Wie gesagt, wir versuchen immer rauszuholen, was möglich ist, aber seid bitte nicht allzu enttäuscht, wenn die Anekdoten aus dem Studio eher dürftig ausfallen in den Interviews. Am Ende hoffen wir, dass sie den Leser dennoch gut unterhalten.

      Beste Grüße,
      Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von f5boldewin ()

    • Hallo Frank, :winke2:
      sorry, daß Du so lange auf meine Antwort warten musstest. Ich war gerade damit fertig, aber unsere Boardsoftware hat mal wieder übelst rumgespackt!

      So, auf ein Neues, diesmal schreib ich den Text vor und kopier ihn dann hier rein, wenn er fertig ist. :augenroll: Was ich hoch motiviert geschrieben habe ist jetzt weg und nun artet der Post in Arbeit aus. :wuetend2:



      Zunächst einmal möchte ich mich bei Dir bedanken, daß Du Dir die Zeit und Muße genommen hast mir zu antworten und Du Dich extra deswegen hier angemeldet hast. :thumbup:

      Du schreibst, dass dort nicht auf die Musik, die Sprecher und die Länge des Hörspiels, im Vergleich zum Film eingegangen wird. Das stimmt allerdings nicht so ganz.

      Öhm, diese Aussage aber auch nicht. ;) Ich schrieb:
      Der Plattenfund "Peter Pan" fand ich zwar auch spannend, aber hier fehlten mir Details zum eigentlichen Hörspiel. Also beispielsweise wie die Sprecher sind (mit Namensnennung) oder die Musik, oder was noch von der ursprünglichen Geschichte übrig ist, etc. etc


      Das man zu Hans Paetsch nichts mehr schreiben muss, ist klar. Der Mann war einfach der Größte und das weiß auch jeder, der Hörspiele hört. Ich hatte mir halt gewünscht auch die Rollenzuordnung in dem Artikel zu finden, aber die hast Du ja jetzt nachgeliefert. Vielen Dank dafür. :hutheb:

      Zur Musik:
      Diese ließ Ferenczy zwar exklusiv für das Hörspiel komponieren
      Da hätte ich halt gern gewusst, wer der Komponist war, sofern der überhaupt genannt wird. :)

      Zur Geschichte:
      Die Story ist dadurch natürlich im Gegensatz zum Film mit 78 Minuten, deutlich kürzer und erzählt nur einen ganz kleinen Teil der Geschichte.

      Mir ist klar, da? die HSPs auf Schellack & Single extrem kurz ausfallen und genau deshalb hätte es mich eben interessiert, welchen Teil der Geschichte man vertont hat. Also zB. nur den Endkampf zwischen Peter und Hook, oder war die "Entführung" mit drin, etc. etc.

      Am Ende bleibt eine schöne Rarität, die für Sammler durchaus interessant sein dürfte, weil diese Produktion das bis dato älteste kommerzielle Hörspiel ist.

      Das mit Sicherheit und ich bin schon ein wenig neidisch, da ich wohl nie in den Genuss kommen werde, dieses HSP jemals zu hören. :pipi:

      Zu Karin Lieneweg:
      Des Weiteren schriebst Du, dass Du das Interview mit Karin Lieneweg zu kurz fandest. Ich kann Deinen Unmut verstehen, dass zu wenig über die Zeit im Studio berichtet wurde.
      Vielleicht hab ich das unglücklich formuliert. Es war weniger Unmut als Enttäuschung. ;) Ich weiß ja auch, das die meisten Schauspieler/Synchronsprecher sich eher nicht an ihre Arbeiten für das Medium Hörspiel erinnern können. Zum einen weil es zu lange her ist, zum anderen weil diese Rollen anscheinend nur "nebenbei" gesprochen werden und als unwichtig angesehen werden. Nun ist es aber so, das Frau Lieneweg die Rolle der Tante Mathilda seit 1979 bis heute spricht. Da müsste es doch die ein oder andere Anekdote gegeben haben? Zumindest hätte sie mal sagen können, wie es zu dem Engegament bei Europa gekommen ist. Euer Interview endet ja auch mit Ihrem Erstauenn über die Beliebtheit dieser Rolle und spätestens da muss ihr doch klar sein, wie wichtig ihre Stimme für die Fans ist. Ich wage erntshaft zu bezweifelen, daß sie als Schauspielerin soviele Fans hat, wie als HSP Sprecherin.

      Am Ende hoffen wir, dass sie den Leser dennoch gut unterhalten.

      Ja klar! Jedes Eurer Hefte ist der Hammer. Wirklich zu schade, daß heutzutage das Interesse an Printmedien so zurück gegangen ist. Anscheinend wollen die Leute ja nur noch elektronisch lesen. :augenroll: Aber vielleicht könntet ihr ja alle 5 Hefte oder so mal einen gedruckten Sammelband rausbringen, den man dann käuflich erwerben kann? Das wäre klasse :thumbsup:

      Beste Grüße zurück
      Sven
    • Euer Interview endet ja auch mit Ihrem Erstauenn über die Beliebtheit dieser Rolle und spätestens da muss ihr doch klar sein, wie wichtig ihre Stimme für die Fans ist.

      Ja, genau das hat mich auch beim Lesen des Interviews so gewundert! :zustimm:
      Karin Lieneweg ist seit DDF "Stunde Null" ;) dabei, da muss sie doch den Hype, der mittlerweile um die Hörspiele/ die Charaktere entstanden ist und nicht nur zu traumhaften Besucherzahlen während der Live-Touren geführt hat, längst mitbekommen haben? ?(
      Direkt erstaunlich, dass sie tatsächlich nur einmal von einer jüngeren Frau darauf angesprochen worden sein soll, "Tante Mathilda" zu sein. :schock:
      Und noch erstaunlicher, dass sie sich darüber dann gewundert hat!
      War für mich irgendwie schwer zu glauben, so als sei diese bereits 36 Jahre währende Dauerrolle, die ihre Stimme in zehntausende Kinderzimmer gebracht haben dürfte, für sie wirklich nur ein "Nebenbei", das man als Schauspielerin nicht wirklich ernst nimmt.
      Schade eigentlich, ich war ein bisschen enttäuscht.
      Aber ich schätze sie natürlich trotzdem ;) weiterhin sehr hoch! :blume:
    • Hui Buh Special in der nächsten Ausgabe:

      Vielleicht hat der ein oder andere es schon erraten. In unserer kommenden PLAYtaste widmen wir uns Deutschlands beliebtesten und einzig behördlich zugelassenem Schlossgespenst HUI BUH. Wir blicken auf die Anfänge im Radio, die beliebte EUROPA-Reihe mit Hans Clarin, bis hin zur aktuellen Serie in einen Special zurück. Bald auf playtaste.de

      Quelle: playtaste@facebook


    • PLAYtaste #09 ist online!
      In einem großen Special widmen wir uns dem einzig behördlich zugelassen Schlossgespenst HUI BUH.
      Wir trafen Regisseur Ivar Leon Menger im Tonstudio und sprachen u.a. über seine neueste Produktion “Monster 1983″. In einem Portrait beschäftigen wir uns mit Sandor Ferenczy, dem Urgestein des kommerziellen Hörspiels. Passend zu unserem HUI BUH-Special haben wir uns mit dem legendären Schauspieler Claus Wilcke unterhalten. Mit Thomas Birker sprachen wir über das 10jährige Bestehen seines DLP-Labels. Patrik Pacard-Darsteller Hendrik Martz gedenkt in einem Nachruf dem verstorbenen Andreas Mannkopff. Regisseur Marco Göllner berichtet über den aktuellen Stand von Goldagengarden X. Natürlich gibt es auch wieder einige Hörempfehlungen.

      Wir wünschen euch viel Spaß beim lesen.

      Direkt im Browser lesen: Browser-Ausgabe oder runterladen: Download
    • So, und hier wieder meine unbedeutende persönliche Meinung zur aktuellen Ausgabe. Wie schon beim letzten Heft will ich versuchen, der vielen Arbeit die darin steckt, so gerecht wie möglich zu werden.


      Layout:
      Die Playtaste ist ja (bedauerlicherweise) hauptsächlich als Onlinemedium konzepiert und dementsprechend ist das Layout, wie auch bei den Druckmedien, ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Oftmals nervt mich das hin- und her scrollen auf einer Seite dermassen, daß ich darüber die Lust am Lesen verliere. Hier ist das erfreulicherweise nicht so, da das Layout derart gestaltet wurde, daß der Leser beinahe jede Seite auf einen Blick erfassen kann. Dazu kommen die vielen, mir zumindest meistens unbekannte, Photos und Abbildungen von Hörspielen und Werbematerialien mit denen die Artikel illustriert sind. [Anmerkung: Die ausgewählten Motive gefallen mir so gut, daß ich es schon beinahe schade finde, sie teilweise nur als Ausschnitt zu sehen. Vielleicht könnte man ja auch mal eine Playtaste Sonderausgabe bringen, bei dem es "nur" um die Cover bzw. Photos geht?] Da meine Augen mit dem Alter auch nicht besser werden, hat mir das Layout der Seiten 40-44 nicht so zugesagt. :blind: Das Lesen von weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund strengt mich doch sehr an. Klar, für den Nachruf hat das zwar gut gepasst, aber ein schwarzer "Trauerrand" hätte mir persönlich gereicht und das Interview mit Thomas Birker hätte sich meiner Meinung nach ebenfalls besser auf hellerem Hintergund lesen lassen.]


      Cover:
      Das Deckblatt spricht mich ausserordentlich an. :thumbsup: Das Motiv ist stimmig und allein schon die auf dem Tisch ausgebreiteten Dinge, wie der Europakoffer, Mcs, Bücher und CDs lassen das Fanherz höher schlagen. Einfach beeindruckend, was da wieder zusammen getragen worden ist. :arg4: :respekt: [Anmerkung: Gehe ich recht in der Annahme, daß der "Junge" eigentlich eine junge Frau ist? Oder handelt es sich dabei um ein Kind eines der Autoren/Macher? Das Impressum gibt hierüber leider kein Auskunft]


      Inhalt:

      Seite 2 beinhaltet eine geschmackvoll gehaltene Werbung zu der neuen Van Dusen Reihe aus dem Hause Highscore. Ich mag diese Reihe, auch wenn ich mich erst noch ein wenig an das Coverdesign gewöhnen muss.

      Seite 3 ist dem Editorial vorbehalten. Der Text ist sehr freundlich gehalten, bezieht sich aber ausschliesslich auf den Heftinhalt. [Anmerkung: Hier fände ich es eigentlich ganz schön, wenn das Editorial etwas persönlicher gestaltet werden würde. Beispielsweise könnte einer der Macher vielleicht etwas über seine Recherchearbeiten sagen, oder eine persönliche Hörspielanekdote einflechten. "Meine erste Hui Buh LP war xxx und bekam ich von XY" oder so ähnlich würden mir da schon reichen. Ich finde, daß würde dem Editorial einen indivudelleren Charakter geben.]

      Auf Seite 4 ist die Inhaltsangabe zu finden. Besonders nett finde ich die Truhe mit Hui Buh drin und den freundlich lächelnden Sándor Ferenczy.

      Seite 5 beinhaltet die Nachricht, auf die so viele John Sinclair Fans so lange und so sehnsüchtig gewartet haben: Lübbe veröffentlicht die Tonstuidio Braun Folgen auf CD. :juhu: [Anmerkung: Großes Kompliment an die Macher an dieser Stelle. Toll, daß Ihr diese News noch so kurzfristig mit aufgenommen habt. :hutheb: ] Dagegen geht die Anzeige bezüglich der ARD Hörspieltage im November beinahe ein wenig unter.

      Die Seiten 6 bis 17 stehen dann ganz im Zeichen des Leitartikels. Einfach unfassbar, was da wieder an Informationen und Details drinsteckt. :aechz: Dazu die herrlichen Abbildungen (s. Layout weiter oben), was will man mehr? Ich wage zu behaupten, daß selbst die größten Fans hier noch "neue" Informationen finden können. Absolut klasse! :thumbsup:

      Auf den Seiten 18 bis 23 gibt es ein sehr ausführliches Interview mit Ivar Leon Menger, welches detailiert seine bisherige Karriere beleuchtet und auch einen kleinen Einblick in die geplante Zukunft gewährt. Menger kommt dabei sehr sympathisch rüber und ich hoffe doch sehr, daß wir noch so einiges von ihm zu hören bekommen. (Auch wenn ich Hörbücher nicht mag und mir deshalb Darkside Park & Co nicht angehört habe, aber das ist eben mein persönliches "Pech". :biggrin: )

      Die Rubrik: Hörempfehlungen gehört zu meinen Lieblingsartikeln bei der Playtaste. Hier dürfen vollkommen unterschiedliche Personen auf den Seiten 24 bis 27 Ihre Favoriten vorstellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um "uralte" oder "top aktuelle" Werke handelt. Das macht diese Kolumne für mich auch so spannend und als Leser bekommt man so manchen Denkanstoß, was man mal wieder oder auch zum ersten Mal hören könnte. Schade ist es natürlich, wenn manche der vorgestellten Hörspiele nicht mehr so einfach erhältlich sind, aber das steigert, zumindest bei mir, auch das Jagdfieber. [Anmerkung: Mein Favorit ist eindeutig "Der Brandstifter von Tarrafal" den ich zufällig erst vor kurzem auch für mich entdeckt hatte.]

      Auf Seite 28 startet dann der Artikel über Sándor Ferenczy. Zwar hatte ich den Namen schon zuvor gehört und besitze auch die LP "Anatole von den kleinen Inseln", aber so wirklich wusste ich nichts mit dem Namen anzufangen. Diese Wissenslücke hat F. Boldewin aber jetzt für mich geschlossen und dafür bin ich ihm sehr dankbar. :drueck: Das Portrait liest sich sehr flüssig und es ist überaus spannend dem Werdegang dieses Mannes zu folgen. [Anmerkung: Da ist ja auch wieder diese wundervolle Schellack von Peter Pan abgebildet. *Vor Neid ganz grün werd" =) ] Sehr schön auch die Abbildung eines der "Booklets". Ich liebe ja Zeichnungen in diesem Stil. :thumbsup: Mit Seite 33 endet das Portrait leider auch schon, für mich hätten das noch ruhig ein paar Seiten mehr sein dürfen.

      Seite 34 eröffnet dann ein längeres Interview mit Claus Wilcke, ein Mann der wohl jedem ein Begriff sein wird. Wilcke äussert sich zu seinem Werdegang, den er immer wieder mit schönen Anekdoten ausschmückt und bezieht auch zum Thema Hörspiel und Synchronisation Stellung. Wenn man das so liest, ist es kein Wunder das die alten Synchros soviel besser ausfielen, als die heutigen. Etwas schade finde ich allerdings, daß man Wilcke nicht zu der bereits im Hui Buh Leitartikel angesprochenen Episode bez. der Bezahlung für die Tonaufnahmen, befragt hat. Überhaupt kommt mir der Anteil, der sich auf seine Hörspielarbeiten bezieht, wesentlich zu kurz. Hier hätte ich mir mehr gewünscht, denn der Schluß auf Seite 38 kam mir dann doch zu abrupt.

      Neben den immer sehr lesenswerten Leitartikeln hat es mir besonders die Rubrik: "Der Radioklassiker" angetan. Olaf von der Heydt stellt auch diesmal wieder mit "Vater sucht eine Braut" ein echtes Schätzchen vor, daß ich nach dieser Lektüre auch unbedingt mal hören will. :zustimm:

      Auf den Seiten 40, bis 43 gibt es, anlässlich des 10 jährigen Labeljubiläums, ein umfassendes Interview mit Thomas Birker, dem Mann hinter DreamLand Productions. Birker kommt hier genauso sympathisch rüber, wie im realen Leben und ich wünsche ihm und seinen Arbeiten auch für die Zukunft alles Gute.

      Seite 44 enthält einen sehr persönlichen Nachruf von Hendrik Martz zu dem erst kürzlich verstorbenen Andreas Mannkopf. Dem Anlass und dem Gedenken mehr als würdig. Ich werde Herrn Mannkopf sehr vermissen.

      Highlight der Ausgabe ist aber für mich "Der Plattenfund" auf Seite 45. Die "Big Jim" Hörspiele kenne ich ja, aber das es zu Action Team auch eins gab war mir vollkommen neu. :arg4: :aechz: Das MUSS ich einfach haben. :lach2: Ich glaube, von der Beschreibung des Autors her, daß ich mich dabei köstlich amüsieren werde.

      Abschliessend beginnt auf Seite 46 ein 3 seitiges Interview mit Marco Göllner und seinem Projekt Goldagengarden X. Dabei erfährt der Leser so einiges über den Hintergrund der neuen Geschichte, was ich aber hier nicht wiedergeben werde, um Spoiler zu vermeiden.

      Seite 50 besteht aus Werbung für das Buch "Hörspiel Vademecum" und dem Impressum des Hefts.

      Die Seten 51 und 52 machen Werbung für die Live Tournee der Ferienbande und dem neuen Hörspiel Old Firehand aus dem Hause Ohrenkneifer, daß früher oder später auch in meinem Bestand seinen Platz finden wird.


      Fazit:

      Erneut eine Fülle an Informationen für den Hörspielfan. Die Playtaste hat es mit der hohen Qualität der Artikel innerhalb weniger Augaben geschafft, unverzichtbar zu werden. Höchste Zeit, daß es das auch in Printform zu kaufen gibt.
    • Lieber MonsterAsyl, ich bin echt baff! Vielen lieben Dank für dieses unglaublich umfangreiche Feedback.
      Es ist wirklich schön zu sehen, daß sich Gleichgesinnte so differenziert mit unser Arbeit auseinander setzen und genauso viel Spaß beim lesen hatten, wir wir beim erstellen.

      Ich danke dir sehr für dein Lob sowie deine kritische Hinweise. Wir werden besprechen, was davon wir in unsere Arbeit einfließen lassen können.

      Nochmal tausend Dank für diese Rückmeldung. Von solch Feedback zehren wir sehr.

      Liebe Grüße, Wolfram.

      P.s.: unser Covermodel ist mein 12jähriger Neffe, der selber großer Hörspielfan ist.
    • Lieber Wolfram,

      keine Ursache! Wenn ihr Euch soviel Mühe bei der Erstellung gebt, ist es nur recht und billig auch etwas mehr zu schreiben als nur "gefällt mir". ;) Aber es freut mcih natürlich, daß es Dich gefreut hat. ^^

      Danke für die Info bezüglich des "Covermodells". :) Schöne Grüße und sag ihm das er den Gesichtsausdruck super hinbekommen hat. =) Schön zu hören, daß es doch noch das ein oder andere Kind gibt, welches das Medium HSP zu schätzen weiß. :bliss:
    • Hallo Monsterasyl,

      danke für deine ausführliche Rezension unserer neuen Ausgabe.

      Ich wollte mich noch kurz zu Claus Wilcke äussern. Ich hatte viele Fragen zur Europa-Zeit im Gepäck, inkl. Hui Buh, die Zusammenarbeit mit Konrad Halver usw. Allerdings ist bei ihm aus der Zeit so gut wie gar nichts hängengeblieben. Alles was er noch wusste, steht im Interview. Für ihn waren Hörspiele immer nur Nebenschauplätze. Seine Welt waren Filme, die Synchronarbeit und vor allem das Theater. Das kennst du ja schon von dem letzten Artikel mit Karin Lieneweg. Es zeigt auf diese Weise auch mal dem Hörspielfan, dass Schauspieler solche Aufnahmen zwischen Tür und Angel aufnehmen und dann sind sie auch schon wieder vergessen. Das ist sicherlich für den einen oder anderen enttäuschend, aber derjenige, der sich auch für die Arbeit dieses Schauspielers interessiert, erfährt eine ganze Menge über ihn. Daher bringen wir auch solche Interviews mit Schauspielern, die nur noch wenig Erinnerungen an die Studiozeit haben, dafür aber viele andere spannende Dinge erzählen können.
    • Hallo f5boldewin,

      das sind wirklich schöne Artikel, die Du und die anderne da verfasst haben. :respekt:

      ...Das kennst du ja schon von dem letzten Artikel mit Karin Lieneweg....

      =) Ja, in der Tat. Genau das ging mir beim Lesen auch durch den Kopf. :)

      Daher bringen wir auch solche Interviews mit Schauspielern, die nur noch wenig Erinnerungen an die Studiozeit haben, dafür aber viele andere spannende Dinge erzählen können.

      Und da ich ebenfalls absoluter Filmfreak bin, begrüße ich das natürlich. :zustimm: Ich weiß doch, daß diese Hörspielarbeiten für die meisten Schauspieler nichts bedeuten, aber meine Enttäuschung darüber muss ich halt doch zum Ausdruck bringen. Selbstverständlich laste ich das Dir/Euch in keinster Weise an.


    • Liebe PLAYtaste-Leser,
      die letzte Ausgabe der PLAYtaste ist mittlerweile ein paar Monate her.
      Der ein oder andere Leser wartet bereits auf Ausgabe #10.
      Hierzu nun ein paar Informationen: das Team der PLAYtaste sitzt aktuell an einem anderen spannenden Projekt, das wir gerne umsetzen möchten. Dieses hat natürlich auch etwas mit Hörspielen zu tun. Und weil wir bei diesem Projekt, welches wir euch natürlich zu gegebener Zeit vorstellen werden, genau die gleiche Sorgfalt und Hingabe an den Tag legen, wie bei unserem Magazin, finden wir in nächster Zeit keine Möglichkeit an Ausgabe #10 zu arbeiten.
      Trotzdem werden wir auf Facebook regelmäßig Hörempfehlungen alter und neuer Produktionen präsentieren. Außerdem werden wir euch zeitnah Einblicke in unsere derzeitige Arbeit ermöglichen.
      Stay tuned.
      Eure PLAYtaste-Redaktion.